Bad: Wie es euch gefällt

Wohlfühloase, Therapiezentrum, Kosmetikstudio, Freizeitbad, Saunalandschaft – das Badezimmer wird immer individueller, vielseitiger und wichtiger.


Vor allem viel Platz

Das Badezimmer hat bei den Verbrauchern im letzten Jahrzehnt enorm an Bedeutung gewonnen und genießt einen immer höheren Stellenwert. Aus dem stiefmütterlich behandelten Quietscheentlein wird zunehmend ein eleganter Schwan. In Umfragen wurde festgestellt, dass 5,3 Millionen Deutsche innerhalb der nächsten zwei Jahre ihr Bad renovieren möchten. Eine enorme Zahl, die nur noch von den 6,7 Millionen geplanten Küchenrenovierungen übertroffen wird.

Auch auf die Fragen: Wie sieht das ideale Bad aus? Worauf legen Sie besonderen Wert? Was wünschen Sie sich? gab es einige interessante Antworten. Die wichtigste: 85 Prozent der Befragten wünschen sich viel mehr Platz fürs Bad und im Bad. Die Größe des deutschen Durchschnitts-Bestandsbads ist zwar in den letzten Jahren auf etwas über sieben Quadratmeter gewachsen. Aber die reichen nicht, um aus dem Nassbereich eine Wellnessoase zu zaubern. Natürlich lässt sich mit einer durchdachten Planung auch aus einem kleinen Badezimmer etwas Schönes machen. Aber der Trend geht klar zum großzügigeren und komfortableren Bad


Bad-Typen

  • Der Praktische

Der praktisch-funktionelle Typ bevorzugt keine bestimmte Stilrichtung, sondern achtet vielmehr auf die Alltagstauglichkeit. Das bedeutet zum Beispiel: viel Stauraum, Schränke mit Auszügen, pflegeleichte Flächen und hängende Sanitärobjekte.

  • Der Purist

Die Form folgt der Funktion! Weniger ist mehr! Das sind die Devisen des Puristen. Keine Spielereien, keine Schnörkel, sondern klare Linien. Der Raum als architektonisches Gesamtkonzept. Bevorzugte Optik bei der Ausstattung: strahlendes Weiß und blitzendes Chrom.

  • Der Mediterrane

Der fröhlich-mediterrane Typ erfreut sich am sonnigen, hellen Mittelmeerambiente, an warmen, erdfarbenen Tönen und Materialien (wie Terrakotta, Pinien- und Olivenholz oder Accessoires aus Korbgeflecht) sowie an geschwungener Keramik.

  • Der Romantiker

Der romantisch-verspielte Typ begeistert sich für eine gute Dosis Nostalgie, Antik-Look, barocke Schnörkel und goldfarbene Akzente an Spiegel und Waschtisch, weiß lackierte Hölzer und sanfte Pastelltöne an den Wänden. Das Nonplusultra sind Kamine und Badewannen auf Löwenklauen.

  • Der Fernost-Fan

Der fernöstlich-asiatische Typ bevorzugt weiche, organische Formen und natürliche Materialien wie Holz. Er mag Steine, Wasserspiele und auch Lichtinszenierungen.

  • Der Klassiker

Der klassisch-elegante Typ ist ein Fan des zeitlosen Einrichtungsstils sowie einer symmetrischen und ausgewogenen Raumarchitektur mit Stuck, eleganten Tapeten und feinen Stoffen.

  • Der Retro-Typ

Der Retro-Look-Typ schließlich mag alles, was früher schick und teilweise auch schrill war. Er begeistert sich für dunkle Hölzer oder florale Motivdekore bei den Möbeln, für knalliges Orange oder organische Muster an den Wänden sowie insgesamt für poppigere Farben und extravagante Formen, die durchaus auffallen dürfen.

Laut Statistik verbringen Frauen jeden Tag 45 Minuten im Bad, Männer 30 Minuten. Diese wertvolle, sehr intime Zeit sollte in einer möglichst angenehmen Umgebung verbracht werden.


Die Wunschliste für das Bad

Auf der Wunschliste stehen weiterhin Waschtische mit viel Stauraum, gut beleuchtete, große Spiegel, voluminöse Whirlwannen, beheizbare Handtuchhalter, edle Fliesen und Echtglasduschen mit multifunktionalen Duschpaneelen. An schönen und innovativen Produkten mangelt es nicht: Doppelbadewannen mit Dutzenden von Massagedüsen, Duschen mit Licht-, Klang- und Aromatherapie, beheizte Antibeschlagspiegel, WCs mit eingebauter Po-Dusche - es gibt die ausgefallensten Sachen.

Für ein schickes Bad lassen sich problemlos 30.000 Euro und mehr ausgeben. Ob bei den Farben oder den Formen - derzeit sind im Badbereich viele verschiedene Trends festzustellen. Erlaubt ist, was gefällt. Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) hat die Verbraucher in sieben Kategorien eingeordnet. Entscheiden Sie selbst, welcher der im Folgenden kurz skizzierten Badezimmertypen Sie am ehesten sind. 

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