Fliesen legen selbst gemacht

Fliesenbeläge für Boden und Wand sind praktisch und attraktiv. Da Fliesen eine harte Oberfläche haben und feuchtigkeitsfest sind, eignen sie sich nicht nur für Nassräume, sondern auch für viel begangene Flure oder Eingangsbereiche. Begabte Heimwerker können das Fliesen legen selbst erledigen.


Und so wird es gemacht

Das Fliesen-Legen beginnt mit der Wahl der richtigen Fliese. Am gängigsten sind keramische Fliesen, aber auch Ton- oder Natursteinfliesen stehen zur Wahl. Bei den keramischen Fliesen unterscheidet man die relativ weichen, vor allem für den Innenbereich geeigneten Steingutfliesen und die stärker belastbaren, frostsicheren Steinzeugfliesen.

Für Nassräume kommen eigentlich nur Fliesen mit glasierter Oberfläche infrage. Als Bodenfliesen ausgewiesene Produkte müssen bestimmte Werte bezüglich Trittsicherheit und Rutschfestigkeit einhalten, zum Beispiel in einer bodengleichen Dusche.

  • Tipp: Achten Sie beim Fliesenkauf auf gleiche Brandnummern, um Farbunterschiede minimal zu halten.

Informationen anfordern

Kostenlos informieren, was mit Bausparen alles möglich ist.

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneJetzt Infos anfordern

So vermeiden Sie Anfängerfehler

Nach diesem 15-Minuten-Video können auch Anfänger auf einfachen Flächen Fliesen legen.

Beim Fliesen-Legen gibt es ein paar einfache Tipps, die die Arbeit besonders für Anfänger erleichtern. Mischen Sie nicht zu viel Kleber auf einmal an – schade um das Material, wenn es hinterher fortgeworfen werden muss. Und tasten Sie sich vorsichtig an das richtige Mischungsverhältnis heran. Wenn der Kleber zu „schlank“, also zu dünnflüssig ist, können Sie die Fliesen zu tief ins Kleberbett eindrücken – eine unebene Oberfläche ist das Ergebnis. Zu trocken geratene Klebermischung lässt sich immer mit einer geringen Wasserzugabe geschmeidiger machen.

Und denken Sie an die Arbeitspausen – kurz vorher angemischter Kleber ist nicht mehr verwendungsfähig, wenn man nach der Pause weitermachen will. Reinigen Sie schließlich Ihr Werkzeug gleich nach der Arbeit. Dann ist es wieder einsatzbereit, wenn Sie Lust bekommen, wieder einmal Fliesen zu legen.


Beim Fliesen-Legen nicht vergessen: Untergrund vorbehandeln

Die Einkaufsliste der Verlegematerialien beginnt mit einem Produkt zur Vorbehandlung des Untergrunds. Benötigt wird zum Beispiel ein Staub bindender Tiefgrund für Putz- oder Estrichböden oder eine Haftemulsion für alte Fliesenbeläge. Manchmal ist auch eine Abdichtung des Bodens gegen Feuchtigkeit notwendig.

Als Fliesenkleber kommen für Heimwerker im Wesentlichen zwei Produktgruppen infrage: Die gebrauchsfertigen Dispersionskleber eignen sich für Wandfliesen, nicht aber für Bodenfliesen oder im Außenbereich. Hier kommen Pulverkleber zum Einsatz, die vor Gebrauch mit Wasser angerührt werden. Zum Füllen der Fugen zwischen den Fliesen verwendet man Fugenmörtel in Weiß, Grau oder Bunt. Dehnungs- und Anschlussfugen werden mit dauerelastischen Fugenmassen wie Silikon verschlossen. Benötigt werden noch Fliesenkreuze als Abstandshalter und Fliesenschienen für Abschlüsse.

  • Tipp: Hersteller und Baumärkte liefern zu den Produkten auch detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Jetzt können die Hobbyhandwerker die Fliesen legen – aber bitte mit Plan! Da Räume selten genau rechtwinklig und Wände kaum exakt im Lot sind, sollte man nie von einer Ecke aus planen. Wird der Belag von der Mitte her aufgebaut, ergibt sich der Ausgleich fast automatisch. Bei komplexeren Verlegemustern sollte man einen maßstabsgerechten Verlegeplan anfertigen.

Renovierung finanzieren?

Unser Bausparberater weiß wie's funktioniert.

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneJetzt beraten lassen