Rückkehr der Mustertapete

Vorbei sind die Zeiten, in denen Mustertapeten als spießig galten. Jetzt sind sie wieder da. Allen voran aufwändige Designer-Kollektionen, die Wände modisch beleben.


Neue Strukturen, neue Designs

Rückkehr der Mustertapete: Neue Designs und Strukturen

Schwere Tapetenbücher zu wälzen bringt wieder Spaß. Denn sie präsentieren jede Menge Lifestyle von der Rolle. Die neuen Wandbekleidungen orientieren sich an aktuellen Modetrends und namhafte Designer polieren mit exklusiven Editionen das verstaubte Tapetenimage kräftig auf. Oberflächen in Glanz- oder Spachteloptik, zart krakeliert wie Porzellan und fein plissiert, gerafft und gerüscht wie Stoff. Raffinierte Metalleffekte, großflächige grafische Muster, aber auch florale Dessins, zeitgemäß in Szene gesetzt, sorgen für Trend-Wände in allen Räumen. Neben neuen Designs und Strukturen macht aber auch die Palette der Farbvielfalt wieder Lust auf Tapeten.
 


Attraktive Töne

Mocca, Creme und Cappuccino, transparente Colorits wie Mint und Aquamarin, satte Erdfarben und dramatische Rotnuancen sowie dezente Grau- und Anthrazitabstufungen lassen so manche eigenhändig gewischte Wand verblassen. Die superedlen Kreationen haben natürlich ihren Preis. So kann eine Rolle, 10,05 x 0,53 m, in Crush-Struktur aus kaschiertem Seidenpapier an die 200 Euro kosten.

Dazu kommen die Handwerkerkosten, denn die kostbaren Bahnen wird kein Laie eigenhändig an die Wand bringen wollen. Aber trendige Tapeten gibt es auch zu erschwinglichen Preisen, die geschickte Heimwerker selbst verarbeiten können. Bei den neuen Wandkleidern haben sich nicht nur Optik und Materialien, sondern auch die Verarbeitungstechniken gewandelt. Zwar werden die meisten nach wie vor auf konventionelle Art an die Wand gebracht, mit Einkleistern und Einweichen.

Aber es geht auch unkomplizierter, zum Beispiel mit der Wandklebetechnik. Der Kleister wird nicht mehr auf die Tapete, sondern gleich auf die Wand gestrichen. Dafür eignen sich Tapeten, deren Rückseite mit einem Vliesträger ausgestattet ist, sodass die Bahnen weder reißen, sich ausdehnen, noch schrumpfen. So wird das Tapezieren zum Kinderspiel


Softe Strukturen

Wer trotz toller Designs auf Schlicht setzt, kann Wände zum Beispiel mit Relieftapeten schön gestalten. Fischgrät, Gitter, Noppen und andere Strukturen stehen zur Auswahl. Die trocken abziehbaren Beläge müssen allerdings überstrichen werden. Zu viel Arbeit? Dann sind farbige Raufasertapeten die Lösung. Zu haben in zehn pastelligen Tönen. Wer auf Weiß steht, kann sich auch für Prägetapeten entscheiden, die einen Anstrich nicht zwingend erforderlich machen.