Ergonomie bei der Küchenplanung

Den Begriff Ergonomie kennen wir hauptsächlich in Bezug auf die Büroeinrichtung. Aber auch die Küche ist ein Arbeitsplatz und sollte ergonomisch geplant und eingerichtet werden. Der Gewinn: kurze Wege, rücken- und gelenkfreundliche Arbeitsabläufe. Diese Überlegungen helfen bei der sinnvollen Küchenplanung.


Nehmen Sie sich Zeit für Ihre ergonomische Küche

Für knapp ein Drittel der Bundesbürger ist die Küche der Mittelpunkt des Zuhauses, hat das Portal Statista ermittelt. Am häufigsten empfinden die 40- bis 49-Jährigen so: In dieser Altersgruppe sagen das 41 Prozent.

Die Entscheidung für eine neue Küche fällt bei den Bundesbürgern durchschnittlich alle 15 bis 20 Jahre. Wenn Sie kein Standardmodell kaufen, müssen Sie mit Kosten ab 10.000 Euro rechnen. Je mehr Extras und Sonderwünsche Sie haben, desto höher fällt natürlich der Preis aus.

Küchenplanung sollte nie eine schnelle Entscheidung sein. Planen Sie gut und mit viel Zeit. Das Portal haus.de rät, für die Küchenplanung eine Wunschliste anzufertigen, auf der die Ideen aller Familienmitglieder gesammelt werden: „Es ist besser, einen umfangreichen Katalog zu erarbeiten und den dann später auf realistische Aspekte zuzuschneiden, als zu spät zu merken, dass etwas fehlt.“ (www.haus.de/wohnen/kueche-rezepte)


Wichtige Grundfragen bei der Küchenplanung

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Wer sich zu sehr auf Design, Farben und elektrische Geräte konzentriert, übersieht die wichtigste Basis für die Küchenplanung: die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Bewohner. Bei der Planung Ihrer Ergonomie-Küche sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie nutzen Sie Ihre Küche? Kochen Sie allein oder zu zweit? Laden Sie Freunde zum Mitkochen ein? Soll Ihre Küche vor allem funktional sein, oder sind Sie ein leidenschaftlicher Hobbykoch, der gern experimentiert? Dementsprechend entscheiden Fachleute zwischen Essküchen, Wohnküchen und Arbeitsküchen.
  • Wie viel Platz benötigen Sie wofür? Wenn Sie viel mit Tiefkühlware und Fertiggerichten arbeiten, sollten Sie bei der Küchenplanung mehr Raum für die Bevorratung und etwas weniger für Arbeitsflächen einkalkulieren. Wer vorrangig frisch und mit vielen verschiedenen Zutaten kocht, braucht in der funktionalen Küche mehr Abstell- und Arbeitsflächen.
  • Hat ein Nutzer Ihrer Küche körperliche Einschränkungen? Dann sollte die Ergonomie Ihrer Küche das berücksichtigen. Beispielsweise benötigen Rollstuhlfahrer niedrige Arbeitsplatten, die sie unterfahren können. Optimal sind höhenverstellbare Arbeitsflächen.
  • Was hat Ihnen und den Mitgliedern Ihrer Familie an der alten Küche missfallen? Alles, was sich an Ihrer bisherigen Einrichtung als nicht funktional erwiesen hat, gehört als No-Go ebenfalls in Ihre Küchenplanung.

Die funktionale Küche: Was kommt wohin?

Die klassischen Küchenformen sind einzeilig oder zweizeilig, haben U- oder L-Form. Wem ausreichend Raum zur Verfügung steht, der kann im Grundriss der L-Form noch einen Küchenblock in der Raummitte vorsehen, beispielsweise als Platz zum Schneiden und Anrichten. Wenn sich Wasser- und Stromleitungen dorthin verlegen lassen, können Sie daraus sogar eine richtige Kochinsel machen. Laut dem Portal haus.de sollte man in der Küchenplanung bei einem 1,80 Meter breiten Raum eine einzeilige Küche einbauen. Hat man mindestens 2,40 Meter zur Verfügung, kann die ergonomische Küche auch zweizeilig sein.

Das Infoportal kuechensociety.de nennt als Hauptfunktionsbereiche in der Küche diese Zonen:

  • Bevorraten
  • Spülen & Reinigen
  • Kochen & Backen

Das Portal empfiehlt, die Bereiche in einem Arbeitsdreieck anzuordnen. Sie sollten nicht zu weit voneinander entfernt liegen und dazwischen Arbeitsflächen haben. „Hierdurch arbeiten Sie sehr effizient und sparen sich unnötige Laufwege“, heißt es auf kuechensociety.de.

Wenn Sie Rechtshänder sind, sollten Sie Ihre Arbeitsbereiche von links nach rechts anordnen: Kühlschrank, Spüle, Herd. Dazwischen brauchen Sie jeweils Arbeitsfläche. Wer Linkshänder ist und beispielsweise mit links Waren aus dem Kühlschrank nimmt, sollte bei der Küchenplanung spiegelverkehrt vorgehen.

Die richtige Höhe bei der Küchenplanung

Das A und O der Ergonomie in der Küche ist die Höhe der Arbeitsflächen. Wer für einen längeren Zeitraum auch nur minimal gebückt über dem Schneidebrett steht, belastet seine Wirbelsäule. Die Folge können Rückenschmerzen und Verspannungen sein. Der Küchenanbieter Küche & Co empfiehlt folgende Höhen:

  • Bei einer Körpergröße von 1,60 Meter sollte Ihre Küchenplanung Arbeitsflächen vorsehen, die 85 Zentimeter hoch sind. Der Herd sollte 79 Zentimeter hoch sein.
  • Wer 1,75 Meter groß ist, arbeitet am entspanntesten auf einer Arbeitsfläche in 95 Zentimetern Höhe und an einem Herd in 89 Zentimetern Höhe.
  • Bei einer Größe von 1,95 Meter empfehlen die Experten, Arbeitsflächen 110 Zentimeter hoch zu bauen und den Herd auf einer Höhe von 102 Zentimetern zu platzieren. (Quelle: www.kueche-co.de)

Kühlschrank und Backofen bauen Sie idealerweise in Sicht- und Griffhöhe ein. Zwischen Unter- und Oberschränken sollten Sie einen Abstand von mindestens 50, besser noch von 65 Zentimetern lassen.

Geschirr und Zutaten in der Küchenplanung

Bei der Küchenplanung ist nicht zuletzt die Platzierung von Geschirr, Töpfen und Zutaten eine Frage der Ergonomie in der Küche. Alles, was sie oft zur Hand nehmen, muss an gut zugänglichen Stellen im jeweiligen Arbeitsbereich aufbewahrt sein: Messer in der Nähe der Arbeitsfläche, Kochlöffel in der Nähe des Herds, Geschirr in der Nähe des Geschirrspülers (beschleunigt das Ausräumen). Gusseiserne Pfannen und ähnlich schwere Utensilien sollten Sie nie in einem Schrank über Schulterhöhe lagern. Im Sinne der Ergonomie einer Küche haben sich Unterschränke mit Vollauszügen bewährt.

Tipp: Denken Sie bei der Küchenplanung auch über Licht nach. Ideal für die Beleuchtung der Arbeitsplatten ist direkt darauf fallendes Licht, das weder blendet noch Schlagschatten wirft. Ideale Beleuchtungsstärke sind 500 bis 650 Lux, empfiehlt der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) auf seinem Portal licht.de.


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