3D-Fernseher: In der Tiefe des Raumes

Die 3D-Technologie ist der Trend beim Heimkino. Doch wie funktioniert 3D-Fernsehen eigentlich? Und welche (versteckten) Kosten verursachen die neuen Geräte, mit denen man in die dreidimensionale Welt eintaucht?


3D-Fernseher – diese Varianten gibt es

Durch Filme wie „Avatar“ ist die aufwendige und stromintensive 3D-Technik von den Kinosälen in die heimischen Wohnzimmer gewandert. Viele Hersteller bieten mittlerweile 3D-Fernseher an und ermöglichen so ein Home-Entertainment der ganz besonderen Art.

 

Wie funktionieren 3D-Fernseher?

An der Art und Weise, wie der dreidimensionale Effekt erzeugt wird, hat sich nichts geändert. Dem Anwender werden über den 3D-Fernseher zwei Bilder vermittelt, die unser Gehirn wieder zu einem räumlich erscheinenden Bild zusammenführt. Die früheren Rot-Grün-Brillen erzeugten für den Betrachter lediglich farbarme Filme. Heute ist die 3D-Welt zunehmend bunter.


So funktionieren die Shutterbrillen

Die meisten 3D-Fernseher arbeiten mit so genannten Shutterbrillen. Diese wirken optisch zunächst wie normale Sonnenbrillen. Dahinter steckt jedoch eine hochdiffizile Technologie. In die Einfassungen der Shutterbrille sind LCD-Schirme integriert, die über Infrarot elektrisch gesteuert werden.

Diese LCD-Schirme werden im präzisen Wechsel mal auf undurchsichtig, mal auf transparent geschaltet. Befindet sich auf dem 3D-Fernseher gerade ein Bild für das linke Auge des Betrachters, wird die rechte Seite der Shutterbrille auf undurchsichtig geschaltet und umgekehrt. Die 3D-Brillen verfügen hierfür über einen Knopfzellen-Akku, der je nach Hersteller für durchschnittlich 30 bis 50 Betriebsstunden einsatzbereit ist. 

Danach bleiben dem Nutzer der Gang zur Ladestation und damit verbundene zusätzliche Stromkosten nicht erspart. Der Ladevorgang geschieht bei den meisten Modellen via USB. Einige preisgünstigere Modelle sind nicht wiederaufladbar. Der Verbraucher sollte in diesem Fall immer ein paar Reservebatterien auf Lager haben. 


3D-Fernseher im Preis und Verbrauch nur Mittelmaß

Da die Herstellungskosten für 3D-Fernseher noch relativ hoch sind, gilt vorerst: Schönheit hat ihren Preis. Für ein Gerät mit 40-Zoll-Bildschirm beginnen die Preise bei 800 Euro. Leider ist auch der Verbrauch solcher High-End-Geräte mit Vorsicht zu genießen. Der Philips 46PFL9705K mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 113 Watt ist schon der sparsamste 3D-Fernseher, das Verbraucher derzeit erwerben können.

Die LED-TV als absolute Stromsparfüchse verbrauchen in der Regel nicht mehr als 100 Watt. Der Philips 40PFL6606K benötigt sogar nur 63 Watt. Plasmageräte verbrauchen im Vergleich dazu fast die doppelte Wattzahl. Als sparsamer Vertreter der Plasma-Technologie benötigt das Panasonic-Modell TX-P42GW20 immer noch stolze 129 Watt.

Dennoch können einige 3D-Fernseher mit Strom sparenden Features aufwarten. Das 3D-Modell Sony KDL-52LX905 verfügt zum Beispiel über einen integrierten Anwesenheitssensor. Wenn sich der Nutzer aus dem Blickwinkel der Kamera herausbewegt oder für einen vorher festgelegten Zeitraum wegschaut, erkennt der Sensor das und schaltet das Bild vom 3D-Fernseher dunkel. Aus Stromspargründen bleibt es so lange dunkel, bis der Anwender wieder zurück ist und eine Taste auf der Fernbedienung drückt. Mit dieser Funktion können sich vor allem diejenigen, die bei Filmabenden zum Einschlafen neigen, zumindest nicht über unnötig hohe Stromkosten beschweren.

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