3D-Fernseher: In der Tiefe des Raumes

Die 3D-Technologie ist der Trend beim Heimkino. Doch wie funktioniert 3D-Fernseher eigentlich? Und welche (versteckten) Kosten verursachen die neuen Geräte, mit denen man in die dreidimensionale Welt eintaucht?


So funktionieren die Shutterbrillen

Die meisten 3D-Fernseher arbeiten mit so genannten Shutterbrillen. Diese wirken optisch zunächst wie normale Sonnenbrillen. Dahinter steckt jedoch eine hochdiffizile Technologie. In die Einfassungen der Shutterbrille sind LCD-Schirme integriert, die über Infrarot elektrisch gesteuert werden.

Diese LCD-Schirme werden im präzisen Wechsel mal auf undurchsichtig, mal auf transparent geschaltet. Befindet sich auf dem 3D-Fernseher gerade ein Bild für das linke Auge des Betrachters, wird die rechte Seite der Shutterbrille auf undurchsichtig geschaltet und umgekehrt. Die 3D-Brillen verfügen hierfür über einen Knopfzellen-Akku, der je nach Hersteller für durchschnittlich 30 bis 50 Betriebsstunden einsatzbereit ist. 

Danach bleiben dem Nutzer der Gang zur Ladestation und damit verbundene zusätzliche Stromkosten nicht erspart. Der Ladevorgang geschieht bei den meisten Modellen via USB. Einige preisgünstigere Modelle sind nicht wiederaufladbar. Der Verbraucher sollte in diesem Fall immer ein paar Reservebatterien auf Lager haben. 


3D-Fernseher im Preis und Verbrauch nur Mittelmaß

Da die Herstellungskosten für 3D-Fernseher noch relativ hoch sind, gilt vorerst: Schönheit hat ihren Preis. Für ein Gerät mit 40-Zoll-Bildschirm beginnen die Preise bei 800 Euro. Leider ist auch der Verbrauch solcher High-End-Geräte mit Vorsicht zu genießen. Der Philips 46PFL9705K mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 113 Watt ist schon der sparsamste 3D-Fernseher, das Verbraucher derzeit erwerben können.

Die LED-TV als absolute Stromsparfüchse verbrauchen in der Regel nicht mehr als 100 Watt. Der Philips 40PFL6606K benötigt sogar nur 63 Watt. Plasmageräte verbrauchen im Vergleich dazu fast die doppelte Wattzahl. Als sparsamer Vertreter der Plasma-Technologie benötigt das Panasonic-Modell TX-P42GW20 immer noch stolze 129 Watt.

Dennoch können einige 3D-Fernseher mit Strom sparenden Features aufwarten. Das 3D-Modell Sony KDL-52LX905 verfügt zum Beispiel über einen integrierten Anwesenheitssensor. Wenn sich der Nutzer aus dem Blickwinkel der Kamera herausbewegt oder für einen vorher festgelegten Zeitraum wegschaut, erkennt der Sensor das und schaltet das Bild vom 3D-Fernseher dunkel. Aus Stromspargründen bleibt es so lange dunkel, bis der Anwender wieder zurück ist und eine Taste auf der Fernbedienung drückt. Mit dieser Funktion können sich vor allem diejenigen, die bei Filmabenden zum Einschlafen neigen, zumindest nicht über unnötig hohe Stromkosten beschweren.

 

Der 3D-Fernseher-Sparcheck


  • Öko-Modus

    Viele 3D-Fernseher besitzen einen so genannten Ökoschalter, auch als „Auto-Off-Funktion“ bekannt. Sie sorgt dafür, dass sich das Gerät nach Ablauf einer vorher festgelegten Zeitdauer eigenständig abschaltet.

     

  • Einfach mal abschalten

    Einige 3D-Fernseher verfügen nicht über einen Ökoschalter. In dem Fall ist eine schaltbare Steckdosenleiste eine sinnvolle und kostengünstige Alternative. Mit einer einzigen Schalterbetätigung kann der Verbraucher seinen 3D-Fernseher und andere Geräte vom Stromnetz trennen.

     

  • Intelligente Beleuchtung

    Eine weitere praktische Funktion zum Stromsparen ist der Beleuchtungssensor. Dieser misst die Lichtverhältnisse am jeweiligen Aufstellort und passt die Beleuchtungsintensität dynamisch an. Im Dunkeln wird die TV-Beleuchtung entsprechend erhöht, im Hellen reduziert.
     

     

  • Die Größe ist entscheidend

    Je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch. Deshalb sollte der Verbraucher vorher genau überlegen, welche Zollgröße benötigt wird. Die Bildschirmdiagonale bei Betrachtung von 3D-Darstellungen sollte etwa dem halben Betrachtungsabstand entsprechen. Bei zweieinhalb Metern Entfernung wäre also ein 3D-Bildschirm mit beispielsweise 107 Zentimetern (entspricht 42 Zoll) ideal.

     

  • Strom fließt weiter

    Der Stand-by-Modus ist die Mutter der unnötigen Energieverbräuche. In diesem Modus verbraucht der 3D-Fernseher weiterhin Strom. Deshalb sollte das Gerät zugunsten der Stromrechnung bei Nicht-Benutzung komplett vom Stromnetz getrennt werden.