Checkliste für den Umzug

Damit beim Umzug alles glatt läuft, rät die Schwäbisch Hall-Umzugsexpertin Ingrid Lechner zu rechtzeitiger Planung und gibt Tipps.


Die besten Tipps für den Umzug

Um die Umzugshektik im Griff zu behalten, hat sie die wichtigsten sieben Schritte in ihrer „Anti-Stress-Umzugsliste“ zusammengefaßt - und mit zwei Extra-Tipps ergänzt.

Und damit beim Umzug nichts vergessen wird, geben wir ihnen eine Umzugs-Checkliste an die Hand, die alle wesentlichen Punkte zur Umzugsvorbereitung enthält.

Umzug ohne Stress: Sieben Tipps und Tricks

  • 1. Helfende Hände

    Professionelle Umzugsunternehmen können kostspielig sein (immer mehrere Vergleichsangebote einholen), bieten dafür Erfahrung, unterstützen bei Abbau und Aufbau und haften für eventuelle Transportschäden.

    Wer in Eigenregie umzieht, sollte mit Freunden und Familie als Umzugshelfer großzügig planen: Einer springt immer kurzfristig ab. Daher am besten doppelt so viele Umzugshelfer ansprechen wie tatsächlich benötigt werden, um die Absage- und Ausfallquote auszugleichen.

    Kosten fallen in der Regel nur für einen Miettransporter an. Klären: Reicht dafür Führerscheinklasse B?

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  • 2. Ab- und Ummeldungen, Kündigungen

    Eine Vielzahl von Unternehmen, Behörden oder auch Einzelpersonen muss über die Adressänderung informiert werden.

    Zu den wichtigsten gehören

    • Arbeitgeber,
    • Finanzamt, Bank,
    • Schule und Kindergarten,
    • Krankenkasse,
    • Versicherungen und
    • sonstige Vertragspartner (z. B. für Kredite, Leasing, Zeitungs-Abos, TV-, Telefon- und Internet-Provider).
     
  • 3. Nachsendung

    Damit Post ab dem Stichtag an die neue Adresse umgeleitet werden kann, sollte idealerweise zwei bis drei Wochen, mindestens aber fünf Werktage vor dem Umzug ein Nachsendeantrag gestellt werden. Möglich ist das in jeder Postfiliale sowie online.

    Auch die Verlegung des Festnetztelefonanschlußes einschließlich Internet-Verbindung muß rechtzeitig mit dem Telefondienstleister vereinbart werden, ansonsten droht vorübergehende Nichterreichbarkeit.

    Notfalls die Adresse des nächstliegenden Internet-Cafes bzw. WLAN-Hotspots bereitlegen oder günstige Mobil-Tarife recherchieren.

     
  • 4. Parkplatz reservieren

    Hat der Möbelwagen keine Parkmöglichkeiten, muss bei der Straßenverkehrsbehörde spätestens zwei Wochen vorher eine Sonderparkgenehmigung beantragt werden.

    Die Parkverbotsschilder müssen rechtzeitig vor dem Umzugstag und deutlich sichtbar aufgestellt werden.

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  • 5. Umzugskartons und Zubehör besorgen

    Der Bedarf des "Transportvolumens" wird gerne unterschätzt. Viele Kartons kann man nicht bis zum Rand vollpacken (vor allem nicht mit Büchern und Geschirr). Schon der Hausrat einer 3-Zimmer-Wohnung kann bis zu 100 Kartons füllen!

    Unbedingt an Packmaterial und Beschriftung denken! Man braucht beispielsweise Decken, Abdeckfolie, Packpapier, Luftpolsterfolie, Klebeband, Tragegurte und einen dicken Filzstift zum Beschriften der Kartons.

    Außerdem: Für das zeitgerechte, aber nicht zu frühe Packen der Umzugskartons eine Reihenfolge festlegen und die wichtigsten Dinge des alltäglichen Gebrauchs separat und gut auffindbar verpacken.

     
  • 6. Baby- und Haustier-Sitter besorgen

    Kleinkinder und Haustiere sind nicht nur im Weg, sondern beim Umzug oft auch in einer extremen Stresssituation. Darum rechtzeitig für zuverlässige und liebevolle Betreuung möglichst räumlich getrennt von der Umzugshektik sorgen.

     
  • 7. Möbelverteilung planen

    Mindestens mit einer Woche Vorlauf einen Möbelverteilungsplan für die neue Wohnung erstellen - am besten auf der Basis des Wohnungsgrundrisses.

    Darin die Möbel eindeutig mit prägnanten Kurzbezeichnungen (z.B. Kürzel des Raumes + laufende Nummer) versehen und diese gut sichtbar an mehreren Stellen des Möbelstücks anbringen.

    So werden zeit-, kräfte- und nervenraubende Missverständnisse vermieden.

     
  • Extra-Tipp I: Ballast abwerfen!

    Ein Umzug ist die ideale Gelegenheit zum Ausmisten, Wegwerfen und Entrümpeln - und zwar VOR dem Einpacken und nicht erst beim Auspacken.

    Die Einrichtung passt man ohnehin gern dem neuen Domizil an. Aber auch bei jedem Einzelstück aus Kleiderschrank, Keller oder Speicher kann man sich fragen: Hab ich es im letzten Jahr auch nur einmal in der Hand gehabt? Lautet die Antwort Nein, ist das Utensil womöglich in der Altkleidersammlung, beim Sperrmüll oder auf dem Wertstoffhof besser aufgehoben.

    Immer dran denken: Mit dem Ballast reduziert man auch das Stresspotential beim Umzug!

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  • Extra-Tipp II: Sonderurlaub beantragen!

    Manche Arbeitgeber gewähren Sonderurlaub für den Umzug. Unabhängig davon sollten Sie rechtzeitig Urlaub einreichen, sobald der Umzugstermin feststeht.

    Berücksichtigen Sie dabei auch Zeit für die eventuelle Renovierung und Übergabe der alten Wohnung.

     

Checkliste für den Umzug

Ihr Begleiter für den Umzugs-Countdown: Wenn Sie sich an dieser Checkliste orientieren, sollten Sie den Umzug weitgehend stressfrei überstehen und nichts Wesentlichen versäumt oder vergessen haben.

  • Einen Monat vorher

    • Umzugsunternehmen beauftragen (Vergleichsangebote einholen!)
    • Selbstorganisierter Umzug: Umzugshelfer anfragen, Transporter/Lkw reservieren
    • Sperrmüll entweder selbst entsorgen (Recycling-Hof) oder Termin vereinbaren
    • Schönheitsreparaturen in alter Wohnung ausführen (lassen)
    • Sonderurlaub beim Arbeitgeber beantragen
    • Halteverbotsschilder für den Umzugstag beantragen
    • Übergabetermine für alte und neue Wohnung vereinbaren
    • Eventuell Babysitter und/oder Haustierbetreuung organisieren
    • Nachsendeantrag bei der Post stellen

     

    Neue Wohnadresse bekannt geben an:

    Private Kontakte & Arbeitgeber

    Versorger

    • Wasser
    • Strom
    • Gas
    • Fernwärme
    • Festnetzanschluss
    • Internetanschluss
    • Mobilfunkanbieter

    Ämter/Behörden/Bildungseinrichtungen

    • Finanzamt
    • Schule/Kindergarten
    • Straßenverkehrsamt (Kfz-Zulassung umschreiben)
    • Evtl. Agentur für Arbeit

    Versicherungsträger

    • Lebensversicherung
    • Haftpflicht
    • Unfallversicherung
    • Hausratversicherung
    • Kfz-Haftplicht
    • Berufsunfähigkeitsversicherung
    • Krankenkasse

    Finanzdienstleister

    • Kreditkarten-Anbieter (falls getrennt von Bankinstitut)
    • Girokonto
    • Depots
    • Bausparvertrag
    • Online-Banking

    Sonstige

    • GEZ
    • Hausarzt/Fachärzte
    • Steuerberater (ggf. Anwälte)
    • Mitgliedschaften (z.B. Fitnessstudio, Verein)
    • Abonnements
     
  • Zwei Wochen vorher

    • Mit Packen der Umzugskartons beginnen, dabei auf unmißverständliche Beschriftung achten
    • Lebensmittel aus Tiefkühltruhe/Kühlschrankgefrierfach verbrauchen
     
  • Eine Woche vorher

    • Möbelverteilungsplan auf Grundriß der neuen Wohnung erstellen
    • Möbel abbauen, dabei alle Zubehörteile, Beschläge etc. sorgfältig beschriften und deponieren
    • Schutzmaterialien für empfindliche Böden bereitlegen bzw. schon verlegen
    • Müllbeutel und Reinigungsmittel bereitlegen
    • Werkzeug-Grundausstattung bereitlegen
     
  • Einen Tag vorher

    • Bei selbstorganisiertem Umzug: Transporter/Umzugsfahrzeug abholen
    • Alkoholfreie Getränke und Snacks für die Umzugshelfer (auch die professionellen!) einkaufen
    • Erste Hilfe-/Verbandkasten griffbereit halten
    • Verpacken von persönlichen Gegenständen, wichtigen Dokumenten etc.
    • Kültruhe und Kühlschrank abtauen
     
  • Am Umzugstag

    • Alle Zählerstände in alter und neuer Wohnung ablesen (Wasser, Strom, Gas, Fernwärme)
    • Tür-/Klingelschilder abnehmen und bei neuer Wohnung anbringen