Laminat verlegen selbst gemacht

Bodenbeläge aus Echtholz oder Holzdekor sind repräsentativ. Dank spezieller Verbindungssysteme können Hobbyhandwerker in Eigenregie das Laminat verlegen.


Laminat-Klicken statt Kleben heißt die Devise

Immer mehr Heimwerker verlegen ihren Fußboden in Eigenregie. Leicht machen dies Paneele mit Klicksystem, bei dem man Nut und Feder einfach schräg aneinanderlegt und durch Herunterdrücken einrasten lässt. So werden Parkett oder Laminat ohne Verschrauben oder Verkleben vollflächig auf eine ebene Dämmschicht gesetzt. Die klassischen Werkzeuge der Parkettleger wie Hammer, Schlagklotz und Zugeisen sind überflüssig.

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Laminat verlegen - das sind die 21 Arbeitsschritte zum perfekten Verlegen

Allerdings sind einige Schritte beim Laminat-Verlegen einzuhalten: Eine PE-Folie sollte als Dampfsperre die Basis bilden. Überdeckt wird diese mit einer Trittschalldämmung, etwa einem Schaumvlies. Darüber erfolgt die Verlegung. Bevor die Paneele verarbeitet werden, sollten sie drei Tage bei 18 bis 20 Grad Celsius und 50 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit lagern. Denn Parkett und Laminat dehnen sich abhängig von der Feuchtigkeit. Wichtig ist es deshalb, an Wänden und Türen beim Verlegen eine Dehnungsfuge einzubringen.

 

Schritt 1:

Bevor das Laminat-Verlegen beginnt, den Boden abfegen.


Schritt 2:

Dampfsperre von einer Wand zur anderen ausrollen und auf Länge zuschneiden. Zum Wandanschluss einen Überstand von 30 – 50 mm berücksichtigen.

 


Schritt 3:

Dampfsperre aufschlagen.


Schritt 4:

Mit einer Überlappung von 200 mm werden die weiteren Bahnen ausgelegt.


Schritt 5:

Enden der Überlappungen mit Alu-Dichtband verkleben

 


Schritt 6:

Ebenso den Wandanschluß mit Alu-Dichtband verkleben

 


Schritt 7:

Auch die Aussparungen (hier: Heizungssrohr) mit Alu-Dichtband verkleben

 


Schritt 8:

Trittschalldämmung ausrollen. Dabei darauf achten, dass sie quer zum späteren Bodenbelag liegt.

 


Schritt 9:

Tipp: Damit die Dämmung bis zur endgültigen Bodenverlegung nicht verrutscht, diese ebenfalls verkleben.

 


Schritt 10:

Mit dem Laminat-Verlegen in einer Raumecke beginnen und mit Distanzstücken die Dehnungsfuge sichern.

 


Schritt 11:

Zweite Bahn einklicken.

 


Schritt 12:

Empfehlung: Laminatschneider benutzen

 


Schritt 13:

Mit der Stichsäge Ausklingungen für Rohre etc. vornehmen. Tipp: Rückseite Beim Sägen nach oben legen damit die Beschichtung nicht ausfranst.

 


Schritt 14:

Passstück einlegen.

 


Schritt 15:

Ausmessen Zuschnittbreite Endstück

 


Schritt 16:

Endstück zuschneiden. Wegen des geringen Abschnittes (20 mm) wurde hier eine Stichsäge benutzt.

 


Schritt 17:

Befestigungshalter für die Sockelleisten im Abstand von ca. 500 mm auslegen und die Bohrlöcher markieren.

 


Schritt 18:

Löcher bohren, Dübel einsetzen und die Halter anschrauben.

 


Schritt 19:

Sockelleiste einklinken

 


Schritt 20:

Dehnungsfuge im Durchgangsbereich wird mit Fugenfüller für Parkett und Laminat geschlossen. Ebenso Anschlussfugen Heizung, Treppen etc.

 


Schritt 21:

Überschuss mit der Gummilippe abnehmen und gleichzeitig mit Spülmittelwasser glätten.

 

Expertentipp: Laminat ist strapazierfähig und preiswert

  • Hausherren, die Laminat verlegen, sollten vorab wissen, dass das Material Laminat ist ein sehr robuster und pflegeleichter Bodenbelag und zudem preisgünstiger als Echtholz. Die Nutzschicht besteht aus imprägniertem Dekorpapier im Holz-, Stein oder Keramikdekor. Darüber befindet sich eine Melaminharzschicht, darunter eine hoch verdichtete Holzfaserplatte.
  • Wie strapazierfähig das Laminat ist, geben die Nutzungsklassen (NK) an. In den toom-Baumärkten gibt es nur Laminat ab NK 31, das sogar für öffentliche bzw. gewerbliche Räume geeignet ist. Damit liegen auch private Hausbesitzer, die Laminat verlegen wollen, immer richtig. Anders als Parkett kann ein Laminatboden nicht abgeschliffen werden.