Selbermachen – Design für Wände

Frisches Flair fürs Wohnzimmer: Wie man mit einer Patchwork-Optik und Vliestapeten die Wände mit viel Kreativität in Szene setzt.


Material und Werzeug zum Wanddesign

Leicht zu verarbeiten ist auch die Vliestapete, die hier zur Ergänzung der Patchwork-Optik an die restlichen Wände geklebt wird. Moderne Vliesmaterialien machen das Tapezieren kinderleicht. In unserem Beispiel ist eine fein gemaserte Tapete aus dem Erfurt-Trendvlies-Sortiment geklebt worden. Kombiniert mit einem Anstrich in aktuellen Farben sorgt sie für eine besondere Atmosphäre.

Raumteiler, Tische, Accessoires und natürliche Teppichfliesen von Tretford, die zu 80 Prozent aus Ziegenhaar bestehen und ohne Klebstoff gelegt werden, komplettieren das Design.

 

Material und Werzeug:

  • Theaterlatten (28 x 50 mm)
  • Profibretter (105 x 19 mm)
  • HolzlasurenSelbstklebende LED-Bänder
  • Abdeckbänder und -folie
  • Acrylplatten (3 mm)
  • Vliestapete
  • Tacker und Klammern
  • Tapetenkleber und Grundierung
  • Wandfarbe
  • Teppichfliesen
  • Malerwerkzeuge und Wasserwaage
 

Und so wird's gemacht:

  • Das Grundgerüst besteht aus verzugsfreien, 28 x 50 mm starken Theaterlatten (Holzfachhandel). Die Alternative dazu sind z. B. Dachlatten, bei deren Einkauf jedoch darauf geachtet werden sollte, dass sie gerade sind oder egalisierte (gehobelt und gefast) Latten auswählen.
  • Unterhalb des 500 mm breiten Lichtbandes beträgt hier die Höhe der Unterkonstruktion 1200 mm und darüber reicht sie bis an die Decke. Die Gesamtlänge der Nische beträgt hier 2700 mm. Die vertikalen Latten werden im Abstand von ca. 500 mm befestigt. Dabei darauf achten, dass diese gerade angebracht werden.
  • Tipp: Werden zuerst die gleich langen senkrechten Latten an die Wand geschraubt können die horizontalen daran befestigt werden.

  • Unterschiedlich lang werden die Fichten-Profilbretter (105 x 19 mm) für die Beplankung auf Länge geschnitten. Beim Zuschnitt darauf achten, dass dieser im rechten Winkel erfolgt, damit keine Fugen zwischen den einzelnen Abschnitten entstehen.
  • Auch die Farbgestaltung dieser zugeschnittenen Beplankung erfolgt nach den eigenen Wünschen. Hier Aqua-Holzlasuren der Firma Auro in den Farben Grau, weiß, Nussbaum, Braun, Hellbraun und Palisander.

  • Die Befestigung erfolgt mit Klammern und hier Tackerbestückung mit Klammern. Als Grundregel für die Klammerlänge gilt, dass bei Holz auf Holz befestigung ca. 2/3 der Gesamtlänge für die Unterkonstruktion eingeplant werden.
  • Begonnen wird mit der unteren Beplankung, die ca. 2 mm über dem Boden angebracht wird, damit Unebenheiten nicht die waagerechte (mit der Wasserwaage kontrollieren) Anbringung „torpedieren“. Tipp: Distanzklötze benutzen. Da die Federseite nach unten zeigt, von den Stücken für diese Reihe die Feder entfernen. Die Klammern werden schräg durch die Nut in Unterkonstruktion geschossen.
  • Wichtig: Bevor die Fixierung mit dem Klammern erfolgt, jede Reihe mit der Wasserwaage kontrollieren und evtl. vorsichtig mit dem Gummihammer die Reihen in Waage bringen.

  • Zwei weitere Reihen sind angebracht worden.
  • Leuchtmittel für das Lichtband sind selbstklebende LED Bänder (hier Fa. Paulmann „ECO Stripe neutral white) die es in unterschiedlichen Längen gibt und die auf Länge geschnitten werden können. Jeweils zwei Bänder parallel auf bzw. unter die vertikale Abschlusslatte kleben. Beim Einkauf die Trafos nicht vergessen und auf deren Leistungsaufnahme achten. Damit sie keine Schatten werfen, sollten sie in den Zwischenräumen der oberen Unterkonstruktion platziert werden.

  • Die Lichtbandabdeckung ist eine 3 mm starke Arcylplatte (siehe beigefügte Produktinformationen), die im Baumarkt auf Bestellung als Zuschnittware erhältlich ist. Unten wird sie eingesetzt in die Nut. Die obere Beplankung erfolgt umgekehrt wie die Untere (Feder oben), sodass hier die Nut über das Lichtband geschoben wird. Von der zweiten, oberen Beplankungsreihe die Feder abschneiden. Der verbleibende Zwischenraum zur Decke wird mit Holzplatten verkleidet und ebenfalls tapeziert.
  • Bevor mit dem eigentlichen Tapezieren begonnen wird, sollten die Wände grundiert werden, damit ein einheitliches Saugverhalten entsteht.

  • Um den restlichen Wänden zur Ergänzung der Patchwork-Optik der Holzverkleidung ebenfalls Struktur zu geben werden diese mit einer fein gemaserten Vliestapete aus dem neuen Trendvliessortiment (siehe beigefügte Produktinfo Erfurt) beklebt. Diese Vliestapeten werden in Wandklebetechnik angebracht, d. h. statt die Tapete wir die Wand mit dem Kleber eingestrichen.
  • Zuvor die Tapeten auf Länge mit einer Zugabe von jeweils ca. 50 mm oben und unten zuschneiden.
  • Kleister entsprechend Herstellerangabe anmischen.

  • Begonnen wird mit dem Tapezieren an der Fenster- bzw. Terrassentürseite.
  • Damit die Tapetenbahnen senkrecht verlaufen Bahnenbreite minus ca. 100 mm unter Berücksichtigung des Türlaibungsmaßes mit einem Richtscheid mit Libelle, Langer Wasserwaage oder Lot anzeichnen.
  • Kleister gleichmäßig mit einem Streichroller oder Quast auftragen.

  • Wer keine ruhige Hand hat und die Reinigungsarbeiten reduzieren möchte, sollte auch bereits für den Kleberauftrag die Übergänge zu anderen Bauteilen mit Malerband abkleben.
  • Mit einem Überstand von ca. 50 mm die erste Bahn an der Decke ansetzen, entlang der Markierung abrollen und mit einem Tapetenspachtel oder einer -rolle andrucken und dabei zu den Seiten die Luftblasen herausdrücken.
  • Bei schmalen Stellen kann der Kleisterauftrag auch mit einem breiten Pinsel erfolgen.

  • Tapete in Laibungshöhe einschneiden und um die Ecke kleben.
  • Schneidekante in der Ecke ansetzen und den Überstand anzeichnen. Abgeschnitten wird dieser mit einer Tapezierschere.
  • Ankleben, andrücken und entfernen der Luftblasen.

  • Der untere Überstand kann auch mit einem Cutter abgeschnitten werden.
  • Spätestens vor dem Streichen sollten die Übergänge mit Malerband und ganze Flächen mit „Easy Cover“ geschützt werden.
  • Der Anstrich erfolgt mit Farben z.B. aus der Tim Mälzer Kollektion von Alpina.

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