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Ökologisch bauen – zukunftsfähig bauen

Eine gesunde Lebensweise gewinnt für viele Menschen immer stärker an Bedeutung. Dazu gehört auch, ökologisch zu bauen und zu wohnen: ohne Schadstoffbelastung und mit den geringstmöglichen Auswirkungen auf die Umwelt. Wir zeigen, worauf es bei einer ökologischen Bauweise ankommt.


Ökologisch bauen: Die dreifache Herausforderung

Bauen und Wohnen werden zunehmend unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit betrachtet. Ökologisch zu bauen bezieht sich auf drei Bereiche:

  • Der Bau des Hauses und die Produktion der dafür nötigen Werkstoffe sollen die bestmögliche Öko-Bilanz aufweisen.
  • Das Zuhause soll frei von möglicherweise gesundheitsbelastenden Stoffen und Emissionen sein.
  • Die Nutzung des Hauses soll nur minimale Auswirkungen auf Umwelt und Klima haben.

Die beiden ersten Bereiche hängen besonders eng zusammen, die verwendeten Materialien – von Baustoffen über Farben bis zu Bodenbeläge – haben Auswirkungen auf das Mikroklima im Gebäude. Die baubiologische Kontrolle ökologisch orientierter Hersteller stellt sicher, dass unerwünschte Emissionen durch das Endprodukt minimiert werden. Zudem wirken Oberflächen wie Putze und Anstriche sowie Holzelemente auf das Mikroklima ein und können konstruktiv eingesetzt werden, etwa um Feuchtigkeits- und Wärmehaushalt positiv zu beeinflussen.
Wenn Sie einen Hausbau planen, sollten Sie sich vor dem Kauf eines interessanten Grundstücks mit dem dort geltenden Bebauungsplan auseinandersetzen. Er enthält oft Vorgaben, unter denen sich ein Öko-Haus nicht so erstellen lässt, wie es wünschenswert wäre. Das kann etwa die Dachform, das verwendete Fassadenmaterial oder die Ausrichtung des Gebäudes betreffen.


Individueller Entwurf oder Fertighaus?

Ein Haus zu bauen ist eine komplexe Angelegenheit – das gilt besonders für das ökologische Bauen. Hier ist viel Wissen über Bautechniken und Baustoffe nötig, das jahrzehntelang nicht gefragt war. Vereinfachend lässt sich das mit der Formel „Holz statt Beton“ symbolisieren. Darin klingt zugleich an, dass auch eine Renaissance der Materialien stattgefunden hat. Heute gibt es ein breites Angebot geeigneter Baustoffe und Materialien unterschiedlicher Hersteller.
Zu Beginn des Projekts „ökologisch Bauen“ steht Ihre Entscheidung zwischen individuellem Architektenentwurf und Fertighaus. Diese Branche hat den Trend zum gesunden Bauen und Wohnen längst aufgegriffen und bietet eine Vielzahl an Öko-Häusern an, die sich nach individuellen Überlegungen in Größe und Ausstattung variieren lassen.
Auf ökologisches Bauen spezialisierte Architekten sind Experten für umweltfreundliche Bautechniken und Baustoffe. Zudem entwerfen sie die Häuser nach bauphysikalischen Gesichtspunkten, damit darin später ein wirklich gesundes Wohnklima herrscht. Außerdem achten die Experten während der Bauphase gemeinsam mit den ausführenden Unternehmen auf größtmögliche Umweltschonung und wählen – wenn möglich – Baustoffe aus regionaler und nachhaltiger Produktion.
Es gibt mehrere Wege, einen geeigneten Architekten für ökologisches Bauen zu finden. Wenn Sie ein offenkundiges Öko-Haus sehen und es Ihnen gefällt, fragen Sie einfach die Bewohner nach dem Erbauer. Die Kombination aus natürlichen Baustoffen und Elementen zur Energieerzeugung – vereinfacht gesagt: Solarkollektoren und Holzfassade – können Indizien sein. Spezialisierte Baumessen sind eine weitere Informationsquelle, in Öko-Zeitschriften finden sich Werbeanzeigen entsprechend ausgerichteter Architekten und Bauunternehmen. Und natürlich können Sie nach Anbietern googeln.

Ihr Öko-Haus – clever und zinsgünstig finanziert

Mit Holz statt Beton ökologisch bauen

Der Bausektor zählt zu den Bereichen mit den stärksten Klimaauswirkungen. Von Beton und Bausteinen über Stahl und Dämmmaterial bis hin zu Glas und der technischen Ausstattung mit Geräten und Installationen: Konventionelle Baustoffe sind in ihrer Herstellung sehr energieintensiv. Hinzu kommt der Aufwand für den Transport und die Verarbeitung auf der Baustelle. Schon hier können Sie mit der Wahl umweltverträglich hergestellter Materialien viel zur Klimaschonung beitragen.
Ihre Grundsatzentscheidung für die Bautechnik können Sie nach ästhetischen Gesichtspunkten treffen. Ob Holz oder Stein, Ihr Haus wird so errichtet, dass es ein optimales Wohnklima bietet. Ein Holzhaus ist zwar atmungsaktiver, doch mit der entsprechenden Lüftungs- und Klimatechnik ist das auch in einem Steinbau gewährleistet. Maßgeblich sind die Materialien, mit denen Sie später im Haus am häufigsten in Kontakt sind: Holz- und diffusionsoffene Putzoberflächen, beispielsweise aus Lehm, regulieren den Feuchtigkeitshaushalt. Auf Naturmaterialien basierende Farben und Lasuren vermeiden eine Emissionsbelastung der Innenluft. Als Bodenbeläge haben sich Vollholz und Kork bewährt.
Öko-Materialien sind oft noch Nischenprodukte, die für die Versorgung eines großen Marktes nicht geeignet sind, aber perfekt in Ihr ökologisches Bauprojekt passen. Getrocknetes Seegras etwa hat hervorragende Eigenschaften als Dämmmaterial. Es kann aber nur in begrenzten Mengen geerntet werden, ohne durch einen zu starken Eingriff in die Natur die gute Ökobilanz wieder zu verschlechtern. Andere Materialien wie Hanf und Jute können in Plantagen produziert werden. Ein erfahrener Öko-Architekt kennt die Bezugsquellen für solche ausgefallenen Materialien und Produkte.


Passivhaus und Plusenergiehaus

Wenn Sie mehr wollen als „nur“ gesund zu bauen und zu wohnen, sondern auch in Sachen Energieversorgung und -erzeugung vorangehen wollen, kommt Technik ins Spiel. Mit entsprechendem Aufwand vor allem bei der Wärmedämmung und Wärmerückgewinnung können Sie Ihre Immobilie als Passivhaus oder sogar als Plusenergiehaus bauen – letzteres produziert sogar mehr Energie, als es verbraucht. Dafür ist eine effiziente Dämmung unabdingbar, die es auch aus Holzfaserplatten, Hanf, Flachs und Wolle statt aus petrochemisch erzeugtem Styropor gibt.
Stromerzeugung mittels Solarkollektoren auf dem Dach oder einer Freifläche auf dem Grundstück ist längst Routine. Private Windräder sind weit seltener, da sie nur eine geringe Effizienz aufweisen und oft aufgrund der Bauordnungen nicht genehmigt werden. Die eigene Stromerzeugung lässt sich mit einem Batteriespeicher optimieren – so steht Ihnen die selbst erzeugte Energie auch nachts oder an sonnenarmen Tagen zur Verfügung.
Je ökologischer ein Haus sein soll, desto komplexer ist die benötigteTechnik – und desto teurer wird es. Andererseits relativiert sich der Preis für die Erstellung mittelfristig durch die Energieeinsparung. Mittels Wärmepumpen und Wärmetauschern in der Lüftungstechnik kann ein Haus schon heute ohne Heizung gewärmt werden. Die Investition in diese effiziente Technik amortisiert sich nach wenigen Jahren.


Ökologisch bauen – innovativ bauen

Viele Innovationen helfen, den CO2-Fußabdruck einer Immobilie zu verringern – vom Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen über energieeffiziente Brennwertheizungen bis zur Klimatisierung mit Wärmerückgewinnung gibt es eine Vielzahl praxiserprobter Materialien, Verfahrensweisen und Technologien, die neue Standards setzen. Innovativ ist eine Klimatisierung mittels Luftbrunnen, bei dem warme Luft im umgebenden Erdreich heruntergekühlt wird. Und um Wasser zu sparen, lässt sich ein doppeltes Wassernetz installieren und beispielsweise die Toilettenspülung oder Gartenbewässerung mit Regenwasser anstelle von Frischwasser betreiben.


Ökologisch bauen: Vom Dach bis zum Garten

Ökologisch zu bauen bezieht sich nicht nur auf die Errichtung des Hauses. Ein wichtiger Aspekt ist die Beziehung des Gebäudes zur Umgebung im Sinne einer möglichst geringen Auswirkung auf die natürlichen Ressourcen: Es sollte keine Bodenfläche unnötig versiegelt werden, um den Wasserkreislauf auf dem Grundstück so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Eben dieses Wasser kann mit Anlagen zur Regenwassernutzung sinnvoll verwendet werden. Auch die Positionierung des Hauses kann Auswirkungen auf das Mikroklima haben. Ein Blick in den Bebauungsplan zeigt, welche Spielräume sich hier nutzen lassen. Ein begrüntes Dach schließlich hat eine temperaturregelnde Wirkung: Im Sommer kühlt es das Haus, im Winter hält es die Wärme länger im Gebäude. Und die verwendeten Pflanzen binden CO2 aus der Luft. Auch auf dem Dach eines Carports fühlen sich viele Pflanzen wohl.
Zudem lässt sich mit der Bepflanzung des Gartens Einfluss auf die Umgebungsökologie nehmen. Wählen Sie Bäume und Sträucher, die den Wasserhaushalt stabilisieren und Vögeln, Kleintieren und Insekten geeignete Biotope bieten. Hier haben sich regionale Arten besonders bewährt. Legen Sie auch noch einen Gartenteich an, fühlen sich viele Insekten und Vögel bei Ihnen besonders wohl.


Ökologisch bauen – öffentlich gefördert und klug finanziert

Klar ist: Ökologisches Bauen nützt nicht nur den künftigen Bewohnern des Hauses – es nützt allen, weil es Ressourcen schont und Emissionen reduziert. Wer ökologisch baut, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und für eine gesunde Zukunft. Der Staat fördert darum das ökologische Bauen mit vergünstigten Krediten oder direkten Zuschüssen durch die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Vordergründig mag ökologisches Bauen teurer erscheinen als konventionelles, und tatsächlich ist mit zehn bis 20 Prozent höheren Baukosten zu rechnen. Mittelfristig wird es dafür günstiger, da die geringeren Energiekosten für eine dauerhafte Ersparnis sorgen. Wie Sie ihr ökologisches Bauprojekt finanzieren, besprechen Sie am besten mit einem Heimatexperten von Schwäbisch Hall. Gemeinsam mit Ihnen ermittelt er Ihr konkretes wirtschaftliches Potenzial zur Verwirklichung Ihres Immobilientraums. Auf Basis des verfügbaren monatlichen Budgets erstellt er ein individuelles Finanzierungskonzept, in dem mögliche Förderungen – darunter auch Baukindergeld und Wohn-Riester – integraler Bestandteil sind. Ihr Finanzierungsplan bietet Ihnen dann eine langfristig sichere, zinsgünstige Basis für Ihr künftiges Zuhause.  

Persönliche Beratung

Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

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