Bautagebuch führen in Wort und Bild

Mit einem sorgfältig geführten Bautagebuch können Sie Ihren Hausbau vom ersten Spatenstich bis zum Einzug lückenlos dokumentieren. Das kann bei Pannen, Baufehlern und Rechtsstreitigkeiten äußerst hilfreich sein.


Das Bautagebuch hilft, Mängel zu dokumentieren

Ein Bautagebuch ist aus vielen Gründen nützlich. Die wichtigsten finden Sie hier:

  • Sie sind jederzeit mit einem Blick auf dem neuesten Stand der Entwicklung am Bau und halten den Ablauf in allen Bereichen Schritt für Schritt fest.
  • Bei später auftretenden Mängeln kann ein Bautagebuch helfen, die Ursachen zu rekonstruieren.
  • Wenn Sie auch Materialien, die unter Putz verlegt sind, vorher dokumentieren (durch Fotos, siehe unten), werden eventuell notwendige Nachbestellungen oder spätere Reparaturen einfacher. Das gilt für Leitungen und Rohre, aber zum Beispiel auch für die Fußbodenheizung oder für Farbchargen bei Anstrichen innen und außen.
  • Sollte es bei Pannen oder Pfusch am Bau zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, kann ein lückenlos geführtes Bautagebuch Ihre Argumente stützen. Allerdings sollten Sie sich in diesem Fall nicht ausschließlich auf Ihre Notizen verlassen, sondern sich unbedingt von Fachleuten beraten lassen.

Hilfe im Streitfall

Zu der Frage, wie ein Bau korrekt ausgeführt und die Planung umgesetzt wird, gibt es oft voneinander abweichende Meinungen. Und die werden dann oft vor Gericht geklärt. Sollte es bei Pannen oder Pfusch am Bau zu einer juristischen Auseinandersetzung kommen, kann ein lückenlos geführtes, ausgiebig mit Fotos bebildertes Bautagebuch Ihre Argumente stützen. Allerdings sollten Sie sich in diesem Fall nicht ausschließlich auf Ihre Notizen verlassen, sondern sich unbedingt von Fachleuten beraten lassen.

Was sollte im Bautagebuch festgehalten werden?

Wichtig ist, dass Sie Ihr Bautagebuch regelmäßig, konsequent und möglichst detailliert führen. Das kostet Zeit, kann sich aber im Nachhinein lohnen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät zu folgendem Vorgehen:

  • Nehmen Sie zu jedem Baustellentermin außer Ihrem Block auch eine Fotokamera, einen Zollstock, Uhr, Thermometer und Hygrometer, ein Smartphone für schnelle Sprachnotizen sowie ein Rissbreitenlineal mit.
  • Notieren Sie stets das Datum und die Uhrzeit des Termins sowie die Wetterbedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit, am besten innen und außen).
  • Halten Sie fest, welche Handwerker anwesend waren (Firmennamen) und welche Tätigkeiten sie ausführten.
  • Beschreiben Sie die Baufortschritte seit dem vorherigen Termin.
  • Schreiben Sie die Namen Ihrer Gesprächspartner auf und notieren Sie, was mit wem besprochen wurde.
  • Gibt es irgendwelche Auffälligkeiten? Notieren Sie dazu das Geschoss, den Raum und die Lage im Raum.

Das sollten Sie beim Fotografieren beachten

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Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren

Fotos sind eine wertvolle Ergänzung Ihrer schriftlichen Notizen. So sollten Sie zum Beispiel vor dem Verputzen den Verlauf von Stromleitungen, Wasserrohren und Heizschleifen im Bild festhalten. Wichtig ist auch die Dokumentation von Dachsparren und Gauben sowie aller verwendeter Produkte wie zum Beispiel Dämmmaterial, möglichst mit Etikett – und natürlich sämtlicher Mängel. VPB-Sprecherin Eva Reinhold-Postina empfiehlt, bei den Aufnahmen auf einige Grundregeln zu achten:

  • Immer vom Großen ins Kleine fotografieren – also erst eine Übersichtsaufnahme machen und dann ein Bild von dem Mangel aus der Nähe.
  • Nicht einfach zoomen, sondern wirklich nah herangehen.
  • Bei der Nahaufnahme immer einen Zollstock mit abbilden – zum besseren Größenvergleich.
  • Den Mangel zusätzlich vermessen und die Maße notieren.

Vorlagen für ein Bautagebuch gibt es im Internet, zum Beispiel unter www.vpb.de.