Baupreise 2026 – steigen oder fallen die Kosten?
Hier finden Sie einen aktuellen Überblick zur Baupreisentwicklung plus Tipps, wie Bauwillige trotz steigender Baupreise ihre Traumimmobilie realisieren können.
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Aktualisiert am 26.01.2026
Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden stiegen laut dem Statistischen Bundesamt im November 2025 um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Vergleich August 2025: + 3,1 Prozent).
Details zu den Preisentwicklungen:
Den größten Preisanstieg verzeichneten elektro-, sicherheits- und informationstechnische Anlagen (+ 5,4 Prozent), gefolgt von Heizanlagen (+ 4,4 Prozent) und Wärmedämm-Verbundsystemen (+3,5 Prozent).
Besonders betroffen: Zimmer- und Holzbauarbeiten mit einem Plus von 5,4 Prozent sowie Dachdeckungsarbeiten mit 4,5 Prozent.
Alle Angaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk inklusive Mehrwertsteuer.
Hinweis zur Grafik "Der aktuelle Baupreisindex": Zum Anzeigen der Werte fahren Sie bitte mit der Maus über die Balken.
Veränderungen zum Vorjahresquartal in %
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2005 lagen die Baukosten pro Quadratmeter noch bei 1.233 Euro, 2024 stieg der Wert auf 2.611 Euro pro Quadratmeter. Diese Preissteigerung für Bauleistungen ist eindeutig: die Baukosten haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt.
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Zum Verständnis: Aufgeführt sind die durchschnittlichen Kosten zum Zeitpunkt der Genehmigung bei der Errichtung neuer Wohngebäude. Errechnet wurden die Zahlen aus den vom Bauherrn angegebenen "Veranschlagten Kosten der Bauwerke". Quelle ist das Bundesamt für Statistik.
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Januar 2026: Im November 2025 wurden in Deutschland 20.100 Wohnungen zum Bau genehmigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 12,5 Prozent bzw. 2.200 Baugenehmigungen mehr als im November 2024.
Baugenehmigungen im Neubau von Januar bis November 2025 (Vergleich Vorjahreszeitraum)
Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) bewertet die aktuellen Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamts allerdings mit Vorsicht. „Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist enorm, zugleich sind die Bauwerkskosten viel zu hoch. Wir wollen bauen – doch nur mit bezahlbaren, praktikablen Standards kann der Wohnungsbau sein volles Potenzial entfalten und den Wohnungsmarkt entlasten", so BFW-Präsident Dirk Salewski
Oktober 2025: Auch im August 2025 hielt der positive Trend beim Wohnungsbau an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde in diesem Monat in Deutschland der Bau von 19.300 Wohnungen genehmigt. Das waren 5,7 Prozent oder 1.000 Baugenehmigungen mehr als im August 2024.
Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 5,2 Prozent bzw. um 800 auf 15.800. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,0 Prozent bzw. um 300 auf 3.500.
September 2025: Im Zeitraum Januar bis Juli 2025 wurden 8,2 Prozent oder 8.100 mehr Neubauwohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Der prozentuale Anstieg der Baugenehmigungen verteilt sich dabei wie folgt:
August 2025: Die schwache Baukonjunktur wirkte sich 2024 auch auf den Fertighausbau aus – allerdings weniger stark als auf den konventionellen Neubau. Das sind die aktuellen Zahlen von Destatis:
Damit war 2024 mehr als jedes fünfte Wohngebäude (22,2 Prozent) ein Fertighaus.
Juni 2025: Die Baufertigstellungen von Wohnungen lag auch im letzten Jahr weit unter dem Bedarf. Darauf weist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Bezug auf die aktuellen Zahlen vom Statistischen Bundesamt hin. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 251.900 Wohnungen gebaut, das waren 14,4 Prozent oder 42.500 Wohnungen weniger als 2023. Dagegen schätzt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) den jährlichen Neubaubedarf bis 2030 auf 320.000 Wohnungen.
Ein Grund für den Rückgang ist unter anderem auf die hohe Zahl erloschener Baugenehmigungen zurückzuführen, bei denen in der Regel die mehrjährige Gültigkeitsdauer der Genehmigung abgelaufen ist. Im Jahr 2024 erloschen 29.000 Baugenehmigungen, das war der höchste Wert seit 2002 und ein Anstieg um rund ein Viertel gegenüber den Vorjahren (2023: 22.700 / 2022: 22.800).
April 2025: Auf zwei bis drei Prozent schätzen Experten nach einem Bericht der ImmobilienZeitung den Anstieg der Baukosten 2025 und in den kommenden Jahren. Das Fachmagazin beruft sich dabei auf eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft Turner & Townsend. Allerdings wird in der Studie auch gewarnt: "Die wirtschaftliche Leistung und die Erwartungen Deutschlands sind ... sehr ungewiss, und diese Ungewissheit wird eine erhebliche Rolle bei der Preisgestaltung spielen" – sowohl im positiven wie im negativen.
April 2025: 4.473 Euro – so viel kostete durchschnittlich der Quadratmeter im Wohnungsneubau in einer deutschen Großstadt im vierten Quartal 2024. Das geht aus einer Studie hervor, die die Arbeitsgemeinschaft für zeitgenössisches Bauen e.V. (ARGE) gemeinsam mit dem Forschungsinstitut RegioKontext erstellt hat. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2020 lagen die Herstellungskosten noch bei 3.028 Euro/m2 und damit fast 50 Prozent niedriger.
Februar 2025: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde im Jahr 2024 in Deutschland der Bau von 215.900 Wohnungen genehmigt. Das waren 16,8 Prozent oder 43.700 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl der Baugenehmigungen bereits im dritten Jahr in Folge. Weniger Genehmigungen für den Wohnungsneubau gab es zuletzt im Jahr 2010 (187.600 Wohnungen). Besonders stark fiel 2024 der Rückgang bei den Einfamilienhäusern (- 20,3 Prozent) ins Gewicht.
Februar 2025: Noch nie haben so viele Unternehmen im Wohnungsbau über fehlende Aufträge geklagt. 57 Prozent der Unternehmen meldeten nach einer Erhebung des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung im Januar einen Mangel an Aufträgen, im Dezember 2024 waren es noch 53,6 Prozent. Das ist der höchste jemals gemessene Wert. „Die Krise im Wohnungsbau scheint inzwischen zum Normalzustand geworden zu sein“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Auch die Zinssenkungen der EZB führten bisher zu keiner Entspannung der Situation.“
Januar 2025: Ein Anstieg der Baupreise für Wohngebäude um 65 Prozent in den letzten zehn Jahren. Spitzenposition in Europa bei den Baunebenkosten (37 Prozent inklusive Mehrwertsteuer). Über 3.900 relevante Baunormen. Diese und viele weitere interessante Zahlen aus der deutschen Bauwirtschaft listet die Stiftung KlimaWirtschaft in ihrem Positionspapier "Zukunftsmission Bauwende" auf.
Die Stiftung KlimaWirtschaft ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern, die sich aktiv für die Einhaltung der europäischen und deutschen Klimaziele einsetzen. Wie das auf dem Bausektor gelingen kann (und zwar "bezahlbar, nachhaltig und resilient", so der Untertitel des Papiers), dafür hat die Stiftung diverse Vorschläge erarbeitet.
Januar 2025: Die Quote energetischer Sanierungen im deutschen Gebäudebestand lag in den ersten drei Quartalen 2024 bei 0,72 Prozent. Die Prognose für das 4. Quartal liegt bei 0,61 Prozent. Das entspricht hochgerechnet einer Gesamtquote von insgesamt 0,69 Prozent für das Jahr 2024. Im Jahr 2023 lag die Quote bei 0,7 Prozent. Das ergab eine Marktdatenstudie der B+L Marktdaten Bonn im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG).
Damit wird die für die Erreichung der Klimaziele 2030 notwendige 2-Prozent-Marke bei der Gebäudesanierung erneut deutlich verfehlt. Fachleute machen für die geringe Sanierungsquote unter anderem die hohen Baupreise verantwortlich. Das deckt sich mit den Ergebnissen der von Schwäbisch Hall in Auftrag gegebenen Umfrage "Warum Immobilienbesitzer (nicht) sanieren". Demnach sind eine der größten Hürden bei der Sanierung die hohen Investitionskosten.
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Angesichts anhaltend hoher Baupreise und deren Auswirkung auf die Entwicklung der Immobilienpreise ist es wichtig, schon bei der Planung des Hauses auf die größten Kostentreiber zu achten und gegebenenfalls zu minimieren. Wir geben Ihnen wertvolle Planungstipps:
1. Kleines Grundstück wählen: Angesichts der Baulandpreise liegt es sowieso auf der Hand, das Grundstück möglichst "passend" zu kaufen und zu planen.
2. Doppelhaus statt Einzelhaus: Weniger Außenfläche bedeutet geringere Energiekosten. Dazu noch gemeinsam genutzte Komponenten wie die Heizungsanlage – das alles macht eine Doppelhaushälfte im Bau um bis zu 25 Prozent günstiger als ein Einzelhaus.
3. Keller weglassen: 50.000 Euro (und mehr, je nach Bauweise) bringt es an Ersparnis, ohne Keller zu bauen. Allerdings sollten dann alternative Hauswirtschaftsräume geplant werden.
4. Einfach bauen: Gauben, ausgefallene Dachformen, aufwändige Fassaden – jedes Extra kostet. Deshalb sollten sich Bauwillige bei ihren Wünschen an möglichst schlichte, effektiv zu bauende Bauformen halten. Der Low-Budget-Hausbau setzt unter anderem auf dieses Prinzip.
5. Effektive Grundrissplanung: Möglichst wenig Verkehrsflächen bei einem Maximum an nutzbarer Wohnfläche, das ist die Königsdisziplin bei der Grundrissplanung. Hier gilt es, möglichst detailgenau zu planen, denn neben den Kosten geht es hier auch um den Komfort.
6. Fertighaus statt Stein auf Stein: Der Anteil an Fertighäusern bei den genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern lag 2021 bei 23,1 Prozent, Tendenz steigend. Einer der Gründe dafür ist die gute Planbarkeit, sowohl was den Zeitaufwand als auch die Baukosten angeht.
7. Fördermittel checken: Der Staat stellt Fördermittel beim Neubau bereit. Aber auch auf regionaler/lokaler Ebene werden Bauherren häufig unterstützt.
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Der eigentliche Baupreis eines Hauses setzt sich aus verschiedenen Kostenfeldern zusammen. Für den Baupreisindex sind nur die sogenannten Bauwerkskosten relevant. Das sind die Kosten für die allgemeinen Bauarbeiten (Rohbau und Ausbau) inklusive Einrichten der Baustelle und Abbrucharbeiten.
Zur Ermittlung der kompletten Baukosten kommen dann noch folgende Posten hinzu:
Eine seriöse Prognose zur Preisentwicklung von Baumaterialien und -leistungen abzugeben, fällt aktuell schwer. Der rasante Anstieg der Baupreise könnte etwas gebremster verlaufen, gestoppt wird er so schnell sicher nicht. Das hat mehrere Gründe:
Neben den Baupreisen haben sich vor allem auch die Baukosten verteuert. Der Unterschied?
Der Baupreisindex zeigt die Entwicklung der Erzeuger-Verkaufspreise für das Baugewerbe. Aus Sicht der Käufer beziehungsweise Bauherren spiegeln sie deren Einkaufspreise wider.
Der Baukostenindex (siehe Grafik) hingegen dokumentiert, wie Bauunternehmen ihr Material, Löhne (Arbeitskosten), Ausrüstung, Energie etc. einkaufen.
Hier wirken sich neben den hohen Energiepreisen vor allem die Teuerungen beim Material aus. Sowohl bei den Rohbauarbeiten (zum Beispiel Dachdeckungsarbeiten, Erdarbeiten, Zimmer- und Holzbauarbeiten) als auch bei den Ausbauarbeiten (Heizanlagen, Metallarbeiten, Elektroanlagen) gab es in den letzten Jahren einen regelmäßigen Preisanstieg, teils im zweistelligen Prozentbereich. Davon waren auch die Instandhaltungsarbeiten bei Wohngebäuden betroffen, die sich ebenfalls verteuerten.
Höhere Kosten für Baumaterialien und Bauleistungen, hohe Energiepreise, dazu noch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg – ob und wann die Baupreise wieder sinken werden, lässt sich nur schwer prognostizieren.
Großen Einfluss auf die Bautätigkeit – und die damit verbundene Entwicklung der Baupreise – hat auch die Entwicklung der Bauzinsen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) schreibt dazu: "Da aber das Preis- ebenso wie das Zinsniveau insgesamt hoch bleiben dürften und darüber hinaus viele Förderprogramme in der Schwebe hängen, wird wohl vor allem das Hochbauvolumen in Mitleidenschaft gezogen werden und teilweise deutlich zurückgehen."
In absehbarer Zeit dürften die Baupreise also auf dem hohen Niveau verharren. Umso wichtiger ist daher eine gute Bauplanung.
Ganz gleich, wie sich die Baupreise entwickeln – Basis für die Verwirklichung Ihres Wohntraums ist immer eine solide Baufinanzierung. Sprechen Sie mit einem unserer Heimatexperten, wenn Sie nach einer passenden Finanzierung für Ihr Eigenheim suchen. Er beantwortet gerne Ihre Fragen zu den verschiedenen Optionen und Fördermöglichkeiten und erstellt mit Ihnen gemeinsam einen Finanzierungsplan. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer individuellen Beratung.
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