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Bauspardarlehen: so funktioniert's  

Sicher planen und finanzieren: Erfahren Sie mehr zum Bauspar-Kredit und seinen Vorteilen. 


 

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Das Wichtigste in Kürze

Aktualisiert am 21.04.2026

  • Das Bauspardarlehen ist Teil des Bausparvertrags und garantiert feste Zinsen über die gesamte Vertragslaufzeit – unabhängig von Veränderungen auf dem Kapitalmarkt
  • Das Bauspardarlehen eignet sich für den Kauf, den Bau, die Modernisierung einer Immobilie oder die Umschuldung bestehender wohnwirtschaftlicher Kredite.
  • Kostenlose Sondertilgungen sind jederzeit und in beliebiger Höhe möglich – so sind Sie schneller schuldenfrei.

Artikel erstellt von
Ulrich Hasper
Schwäbisch Hall-Redaktion

Was ist ein Bauspardarlehen?

Das Bauspardarlehen ist ein Kredit und Teil des Bausparvertrags. Der Bausparvertrag wird über eine bestimmte Bausparsumme abgeschlossen. Nach der Ansparphase und der Zuteilung erhalten Sie ein zinssicheres Darlehen für wohnwirtschaftliche Vorhaben wie Kauf, Bau, Modernisierung oder Umschuldung.

Der Sollzins für das Bauspardarlehen wird bei Vertragsabschluss festgelegt und bleibt über die gesamte Laufzeit unverändert. Sie zahlen das Bauspardarlehen in planbaren Raten zurück; Sondertilgungen sind jederzeit und ohne Zusatzkosten möglich.

Oft lässt sich das Darlehen mit staatlichen Förderungen kombinieren, zum Beispiel mit Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau oder mit Wohn-Riester.

Hand legt Münzen auf einen Geldstapel
Mit Bausparguthaben und Bauspardarlehen ins eigene Heim. (Quelle: iStock-876037300-Kritchanut)

Die Vorteile des Bauspardarlehens

👉Tipp: Das Bauspardarlehen ist häufig kombinierbar mit staatlichen Förderprogrammen. Ihr Berater unterstützt Sie hierbei gerne.

Ihr individuelles Bauspardarlehen und dessen Konditionen ermitteln Sie mit unserem Bausparrechner.


Die Zuteilung des Bauspardarlehens

Die Zuteilung des Bauspardarlehens erfolgt, wenn die erforderliche Ansparsumme und Bewertungszahl erreicht sind. Dieses Ziel ist in den meisten Verträgen erfüllt, sobald die Sparer 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme erreicht haben.
Die Bausparsumme ist dabei die Gesamtsumme aus Sparguthaben und Bauspardarlehen, dem Bausparvertrag-Kredit.

Beim Bauspardarlehen lässt sich die Zuteilung allerdings nicht auf den Tag genau festlegen. Das liegt am Solidarprinzip, das dem Bausparen zugrunde liegt: Die Kredite werden aus den angesparten Beiträgen aller Sparer zugeteilt. Die Zuteilung hängt also auch davon ab, wie viele Sparer gleichzeitig ihre Sparziele erreichen.

Im Video wird die Zuteilung des Bauspardarlehens erklärt.

Höhe des Bauspardarlehens und der monatlichen Rate

Bei den Schwäbisch Hall-Tarifen sind die Höhe des Bauspardarlehens und der monatlichen Rate in den Vertragsbedingungen festgelegt

Ermittlung der Darlehenshöhe:
Die Höhe des zugeteilten Bauspardarlehens ergibt sich aus der Differenz zwischen der Bausparsumme und dem Bausparguthaben bei Zuteilung. Also: Bauspardarlehen = Bausparsumme - Bausparguthaben. 

Ermittlung der monatlichen Zins- und Tilgungsrate:
Die Rückzahlung erfolgt in konstanten monatlichen Raten, die Zins und Tilgung kombinieren. In den Schwäbisch Hall Fuchs-Tarifen wird die monatliche Rate als Promillesatz der Bausparsumme angegeben.

Rechenbeispiel

Ausgangslage: Bausparvertrag mit 50.000 Euro Bausparsumme, 40 Prozent Mindestsparguthaben und einer monatlichen Zins- und Tilgungsrate von 6 ‰ der Bausparsumme.  

  • Bausparsumme: 50.000 €
  • Mindestsparguthaben bzw. zugeteiltes Guthaben (40 % der Bausparsumme): 20.000 €
  • Bauspardarlehen: 50.000 € Bausparsumme - 20.000 € zugeteiltes Guthaben = 30.000 € Bauspardarlehen
  • Monatliche Zins- und Tilgungsrate (6 ‰ der Bausparsumme): 50.000 € * 0,006 =  300 €.

Die Phasen des Bausparvertrags

Das Bauspardarlehen ist Teil des Bausparvertrags. Der Bausparvertrag besteht aus drei Phasen:

Sparphase: Sie zahlen monatlich Beträge in den Bausparvertrag ein, bis das Mindestguthaben erreicht ist.

Zuteilungsphase: Sobald das Sparziel und weitere Kriterien erfüllt sind, wird der Vertrag „zuteilungsreif“.

Auszahlungs-/Darlehensphase: Sie erhalten Ihr angespartes Guthaben und können zusätzlich das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen.

Für eine persönliche Bauspar-Beratung sprechen Sie mit Ihrem Heimatexperten vor Ort.

Beratungsfuchs

    

So beantragen Sie das Bauspardarlehen

  1. Zuteilungsbenachrichtigung abwarten

    Die Bausparkasse kontaktiert Sie schriftlich, sobald Ihr Vertrag zuteilungsreif ist.

  2. Zuteilung annehmen

    Sie müssen der Bausparkasse förmlich mitteilen, dass Sie die Zuteilung wünschen. Dabei entscheiden Sie, ob nur das Guthaben oder auch das Darlehen zugeteilt werden soll.

  3. Wohnwirtschaftliche Verwendung nachweisen

    Da ein Bauspardarlehen zweckgebunden ist, müssen Sie belegen, dass das Geld für eine geeignete Maßnahme genutzt wird.

  4. Darlehensprüfung

    Wie bei jedem Kredit prüft die Bank Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit sowie die Sicherheiten. Ihr Heimatexperte hilft Ihnen bei der Zusammenstellung der Unterlagen.

  5. Auszahlung des Bauspardarlehens

    Nach erfolgreicher Prüfung und Bearbeitung wird die Summe auf Ihr Konto überwiesen.

    

Welchen Vorteil habe ich, wenn ich das Bauspardarlehen nutze?

Schwäbisch Hall-Bauspar-Experte Matthias Zott

Schwäbisch Hall-Bauspar-Experte Matthias Zott erklärt:

"Erstens sind aktuell die Bauspardarlehen, ab 10.10.2024 sowohl bei unserem neuen Tarifangebot als auch bei vielen älteren Tarifen, günstiger als vergleichbare Darlehen im Markt. Bleibt das auch so in den kommenden Jahren, hat man für später ein günstiges Darlehen sicher und kann damit eine Menge Geld sparen.

Dann kommen zwei weitere Vorteile hinzu: einmal die Möglichkeit von kostenlosen Sonderzahlungen. Diese Sondertilgungen reduzieren die Restschuld schneller und senken so meine Zinskosten. Zudem kann ich die meisten staatlichen Förderungen fürs Bausparen weiter nutzen: vermögens­wirksame Leistungen plus Arbeitnehmer-Sparzulage oder Wohn-Riester-Förderung senken meine Kreditlast."


Mögliche Verwendungszwecke des Bauspardarlehens

  • Kauf von Wohneigentum
    Der klassische Fall der Immobilienfinanzierung mit einem Bauspardarlehen ist der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung zur Eigennutzung. Alternativ können Sie das Bauspardarlehen zum Kauf von Wohnrechten in Wohnungsgenossenschaften, in Altenwohnheimen oder Pflegeheimen nutzen.
  • Neubau von Wohneigentum
    Die Finanzierung von Immobilien ist die traditionelle Nutzung und bis heute eine der wichtigsten wohnungswirtschaftlichen Verwendungen von Bauspardarlehen. Neben dem Neubau eines Eigenheims zählen zu diesem Verwendungszweck der Bau von Eigentumswohnungen sowie Erweiterung und Umbau des Eigenheims. Das Bauspardarlehen finanziert alle Arten von Baukosten und Baunebenkosten, wie z. B. Statiker- und Architektenhonorare, Erschließungskosten, Kosten für die Gartenanlage, Mauern, Außenanlagen und Garagen. Die Bau- oder Kaufnebenkosten werden allerdings nicht mitfinanziert, sondern sind in der Regel aus Eigenkapital zu bezahlen.
  • Kauf eines Baugrundstücks
    Wenn Sie den Kauf eines Bauplatzes mit dem Bauspardarlehen finanzieren, muss das Grundstück zum Bauen geeignet sein: Es muss ein Bebauungsplan vorliegen, oder das Land ist als Bauerwartungsland eingestuft.
  • Darlehen zur Modernisierung
    Viele Sparer nutzen das Bauspardarlehen für die Modernisierung, Instandsetzung oder Reparatur ihres Eigenheims, etwa im Rahmen eines Heizungstauschs, einer energetischen Sanierung oder eines barrierefreien Umbaus.
  • Anschlussfinanzierung
    Mit dem Bauspardarlehen können Sie im Rahmen einer Umschuldung einen bestehenden Immobilienkredit ablösen. Außerdem kann das Bauspardarlehen in der Anschlussfinanzierung gute Dienste leisten: Ein Teil der Restschuld wird abgetragen, das führt zu besseren Konditionen für die restliche Kreditsumme.
  • Nicht zulässige Verwendungszwecke
    Das Bauspardarlehen steht nicht für Konsumzwecke zur Verfügung. Außerdem ist es in der Regel nicht möglich, das Bauspardarlehen für gewerbliche Zwecke einzusetzen. Auch hier gibt es Ausnahmen: Wenn Sie Baumaßnahmen in Wohngebieten und zur Mischnutzung planen, können Sie unter Umständen das Bauspardarlehen einsetzen. Wenden Sie sich mit konkreten Anfragen gern an Ihren Berater.

Gute Beratung ist unverzichtbar

Sie möchten in ein paar Jahren in Ihren eigenen vier Wänden wohnen? Oder haben Sie bereits einen Bausparvertrag und möchten bald ein Darlehen in Anspruch nehmen? Unsere Heimatexperten stehen Ihnen bei allen Fragen zur Immobilienfinanzierung zur Seite. Gemeinsam legen Sie Bausparsumme, Laufzeit und Höhe der Raten fest. Mit Ihrem individuellen Finanzierungsplan können Sie Ihren Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden lassen. Profitieren Sie jetzt von unserer umfassenden Beratung.


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