1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Zum Hauptinhalt springen

Kosten für neue Fenster: Preise 2026

Was kostet ein neues Fenster im Neubau oder Altbau? Eine Preisübersicht der verschiedenen Fenster-Rahmenarten sowie Tipps für die richtige Fensterwahl.

Zeichen für Information

Das Wichtigste im Überblick

Aktualisiert am 03.04.2026 

  • Kunststofffenster kosten inklusive Einbau im Neubau ab ca. 930 Euro, Holzfenster ab ca. 1.245 Euro, Holz-Alu-Fenster ab ca. 1.570 Euro/Stück.
  • Beim Altbau liegen die Fensterkosten rund zehn Prozent höher.
  • Für Abbruch und Entsorgung eines alten Fensters müssen Sie mit ca. 55 Euro pro Stück rechnen.
  • Rund 20 bis 30 Prozent der Kosten für neue Fenster entfallen auf den Einbau.
Dirc Kalweit

Artikel erstellt von
Dirc Kalweit
Schwäbisch Hall-Redaktion

Wie viel kostet ein neues Fenster?

Die Kosten für neue Fenster können stark variieren. Ein wesentlicher Faktor ist das Rahmenmaterial. Hier eine Kostenübersicht 2026 inklusive Einbau:

Rahmenmaterial Kosten/Stück Neubau Kosten/Stück Altbau
Fenster    
Kunststoff, einflügelig, Fensterbank, innen/außen ca. 930 € ca. 1.023 €
Holz, einflügelig, Fensterbank, innen/außen ca. 1.245 € ca. 1.370 €
Holz-Alu, einflügelig, Fensterbank, innen/außen ca. 1.570 € ca. 1.727 €
Fenstertüren    
Kunststoff, einflügelig, Fensterbank ca. 1.345 € ca. 1.480 €
Kunststoff, einflügelig, Fensterbank ca. 1.415 € ca. 1.560 €
Holz-Alu, einflügelig, Fensterbank ca. 2.515 € ca. 2.770 €
Zusatzarbeiten    
Fenster abbrechen   ca. 55 €
Fenstertür abbrechen   ca. 60 €
  • Fußnoten

    Quelle: Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI), Stand: 4. Quartal 2025. 

    Die Preise sind statistische Mittelwerte aus ausgeschriebenen und abgerechneten Projekten und Netto. Sie variieren regional sowie saisonal deutlich und sind projektbezogen anzupassen. Bei Einzelmaßnahmen und direkter Beauftragung durch den Bauherren ist mit Preiszuschlägen und Mehrkosten zu rechnen.

     

     

Warum sind die Kosten für neue Fenster im Altbau höher als im Neubau?

Das eigentliche Fenster selbst kostet beim Altbau genauso viel wie beim Neubau. Im Bestand kommen jedoch die Demontage- und Entsorgungskosten für die alten Fenster dazu. Außerdem fallen die Montagekosten für die neuen Fenster meist deutlich höher aus als im Neubau.

Das liegt daran, dass häufig diverse Anschlussarbeiten notwendig sind. Beispielsweise muss nach dem Ausbau der alten Fenster die Laibung gesäubert und in der Regel mit einem sogenannten Glattstrich versehen werden. Außen- und Innenfensterbänke müssen versetzt, Rollladenkästen wärmegedämmt werden.  


Was kosten Einbau und Ausbau von Fenstern?

Der Ausbau von Fenstern im Altbau kostet laut dem Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI)

  • pro Fenster rund 55 Euro pro Stück
  • pro Fenstertür sind es rund 60 Euro pro Stück

Daneben ist die Montage ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtkosten bei neuen Fenstern.

  • Einbaukosten pro Fenster: etwa 150 bis 300 €
  • Im Altbau: Bei erhöhtem Aufwand bis zu 400 € möglich.

In der Praxis entfallen rund 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten auf den Einbau.


Kosten sparen: Kann ich ein neues Fenster selbst einbauen?

Moderne Fenster sind Hightech-Produkte, die nur dann richtig funktionieren, wenn sie korrekt eingebaut wurden. Bei der Montage kann man viel falsch machen.

Fehler etwa in der Abdichtung der Anschlussfuge beeinträchtigen nicht nur den Wärmeschutz, sondern können auch Schäden nach sich ziehen. Eigentümer sind deshalb gut beraten, einen qualifizierten Fachbetrieb mit der Montage zu beauftragen.

Das erhöht zwar die Kosten für neue Fenster, doch die Firma haftet auch für Mängel. Außerdem gibt es nur dann staatliche Fördermittel, wenn die Maßnahme von einem Fachunternehmen durchgeführt wurde.

Neue Fenster Kosten: Zwei Männer bauen Fenster ein
Auch wenn es mehr kostet: Den Einbau moderner Fenster sollte man den Profis überlassen. (Quelle: adobe.stock.com - yuriygolub)

Welche Förderung gibt es bei den Kosten für neue Fenster?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt den Fenstertausch durch Zuschüsse, wenn folgende Uw-Werte eingehalten werden:

  • Fassadenfenster: höchstens 0,95 W/m²K
  • Dachflächenfenster: mindestens 1,0 W/m²K
  • einbruchhemmende Fenster und Fenster mit Sonderverglasung (etwa zum Schallschutz): mindestens 1,1 W/m²K.

⚠️ Damit liegen diese Werte deutlich unter denen, die das Gebäudeenergiegesetz vorschreibt.

Alle Infos dazu finden Sie in diesem Artikel: Neue Fenster: So erhalten Sie die Förderung.


Kann ich die Kosten für neue Fenster von der Steuer absetzen?

Eine Alternative zur BAFA-Förderung ist die Steuerförderung nach § 35c EStG. Selbstnutzer können 20 % der Kosten für einzelne energetische Maßnahmen absetzen. Das gilt für Gebäude, die mindestens zehn Jahre alt sind. Der Betrag verteilt sich auf drei Jahre. Er wird direkt von der Steuerschuld abgezogen. Maximal sind 40.000 Euro möglich. Als Nachweis genügt eine Fachunternehmererklärung.

Nach § 35a EStG sind auch 20 % der Arbeitskosten für Handwerker absetzbar. Material zählt nicht. Außerdem mindert dieser Abzug nur das zu versteuernde Einkommen. Die Steuerschuld selbst sinkt dadurch nicht. Daher ist diese Regel meist weniger attraktiv.

Unsere Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar. Sie können und sollen eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt, Steuer- oder Finanzberater, bei der die Besonderheiten des Einzelfalles berücksichtigt werden können, nicht ersetzen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Haftung. Die Beiträge verstehen sich nicht als persönliche Empfehlung, sondern als allgemeine Empfehlung für alle Leser.  

Mehr Infos zum energetischen Sanieren – hier downloaden!

Leifaden energetisch sanieren

Sie fragen sich, wie Sie Ihr Eigenheim gezielt zukunftssicher machen können? Auf dem Weg zu einem sanierten Eigenheim gibt es viele Dinge zu beachten und wichtige Entscheidungen zu treffen. Der kostenlose Leitfaden von Schwäbisch Hall begleitet Sie auf diesem Weg und gibt wertvolle Tipps und Hilfestellungen zu Pflichten, Chancen, Kosten und Fördermöglichkeiten. Außerdem enthalten: eine Checkliste für Ihre Sanierung.

Zum PDF-Download

    

Wie viel Energiekosten kann ich durch neue Fenster einsparen?

Als Faustregel gilt: Eine Reduzierung des Uw-Wertes (Wärmedurchgangskoeffizient) um 0,1 W/m² spart jährlich pro Quadratmeter Fenster rund 10 kWh Gas beziehungsweise 1,2 Liter Heizöl. 

Laut Verband Fenster + Fassade (VFF) lassen sich beim Austausch einfach verglaster Fenster durch moderne Dreifachverglasung rund 490 kWh Energie pro Fenster und Jahr einsparen. Bei zehn Fenstern entspricht das etwa 4.900 kWh bzw. rund 600 Euro jährlich (bei einem angenommenen Gaspreis von 12,23 ct/kWh).


Wann amortisieren sich neue Fenster?

Wann sich neue Fenster amortisiert haben, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • dem Zustand der alten Fenster
  • der Effizienz der neuen Fenster
  • den aktuellen Energiepreisen
  • dem individuellen Heizverhalten
  • der staatlichen Gesetzgebung, z. B. der CO2-Steuer

Die Amortisationszeit hängt grundsätzlich von den Investitionskosten im Verhältnis zur eingesparten Energie ab. Generell gilt: Je höher die Energiepreise, desto schneller amortisiert sich die Investition in neue Fenster. Bei einer jährlichen Ersparnis von 600 Euro Energiekosten und einem Investment von 10.000 Euro für neue Fenster ergäbe sich eine Amortisationszeit von 16,7 Jahren.


Modernisieren mit Schwäbisch Hall

Sie möchten Ihr Haus modernisieren und suchen die passende Finanzierung? Unsere Heimatexperten beraten Sie zu Optionen und Fördermöglichkeiten und erstellen einen Finanzierungsplan. Jetzt Termin vereinbaren und von der individuellen Beratung profitieren.


Kosten für neue Fenster: Fragen & Antworten

Akkordeon öffnen

Moderne Fenster sind komplexe Bauelemente, die sich in Materialien und Technik an vielen Stellen unterscheiden können. Das schlägt sich in sehr unterschiedlichen Preiszusammensetzungen nieder. Die wichtigsten Faktoren bei den Kosten für neue Fenster sind:

  • Maße, Größe, Anzahl der Flügel, Standard- oder Sondermaße, Form
  • Öffnungsmechanismus (Kippfenster, Dreh-Kipp-Fenster, Dreh-Stulp-Fenster, geschlossene Fenster)
  • Material, Farbe, Gestaltung des Rahmens
  • Verglasung (Wärmeschutz, Schallschutz, Sonnenschutz …)
  • Aufteilung (zum Beispiel durch Pfosten/Stulp, Sprossen, Riegelgriffe, Typ, Material, Farbe)
  • Einbruchschutz
  • Zusatzausstattungen (Feuchtigkeitsabsorber im Rahmen, integrierter Insektenschutz, elektrische Fensteröffner, Automation, Schließkontrolle …)

Tipp: Viele Hersteller und Händler bieten auf ihrer Internetseite einen Online-Konfigurator an. Mit wenigen Klicks können Sie dort Rahmen, Glas und gewünschte Eigenschaften wählen und die Kosten Ihrer Fenster ermitteln. 

Akkordeon öffnen

Es ist zwar nicht zwingend erforderlich, die Fassadendämmung und den Einbau neuer Fenster zu kombinieren. Aber dieses Vorgehen hat entscheidende Vorteile. Wenn nur die Fenster erneuert werden, die Fassade jedoch ungedämmt bleibt und beispielsweise einen U-Wert von 3,3 W/m²K aufweist, dann wird die Hauswand im Winter schnell kälter als das Fenster.

Das kann fatale Folgen haben: Die Feuchtigkeit aus der warmen Raumluft schlägt sich jetzt nicht mehr – wie früher – am Fenster nieder, sondern an der kalten Innenwand. Dort kann sie zum Nährboden für Schimmel werden. Werden Fassade und Fenster gleichzeitig saniert, so können die Maßnahmen optimal aufeinander abgestimmt werden: Das Fenster wird so eingebaut, dass es bündig mit dem Mauerwerk abschließt. Dann kommt die Fassadendämmung davor. Sie überdeckt die Anschlussfuge zwischen Fenster und Hauswand, so dass an dieser kritischen Stelle keine Wärmebrücke entsteht. 

Akkordeon öffnen

  • Kunststofffenster zeichnen sich durch ihren günstigen Preis, ihre lange Lebensdauer und ihre Pflegeleichtigkeit aus. Lediglich die Dichtungen sollten von Zeit zu Zeit mit einem Gummipflegemittel behandelt werden, damit sie im Laufe der Jahre nicht porös werden. In puncto Wärmedämmeigenschaften halten hochwertige Kunststoffrahmen mit Mehrkammersystemen in den Rahmenprofilen durchaus mit Holzrahmen mit. Kosten: ab ca. 930 Euro (Neubau) bzw. ca. 1.023 Euro (Altbau)
  • Holzfenster sind etwas teurer, verfügen aber über eine günstige Umweltbilanz und gute Dämmeigenschaften sowie eine hohe Stabilität und erzeugen ein behagliches Ambiente. Sie verlangen einen höheren Pflegeaufwand. Bei der Wahl des Holzes sollte man darauf achten, dass es möglichst aus zertifiziert nachhaltiger Bewirtschaftung in heimischen Wäldern stammt. Kosten: ab ca. 1.245 Euro (Neubau) bzw. ca. 1.370 Euro (Altbau)
  • Holz-Aluminium-Fenster punkten mit den Vorteilen von beiden Materialien: Auf der Innenseite sorgt Holz für eine wohnliche Atmosphäre, die Außenseite ist dank der Aluminiumverkleidung witterungsbeständig und pflegeleicht. Aufgrund der aufwendigen Konstruktion ist diese Fensterart die teuerste. Kosten: ab ca. 1.570 Euro (Neubau) bzw. ca. 1.727 Euro (Altbau)
Akkordeon öffnen

Die Wärmedämmung eines Fensters wird durch den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) beschrieben. Er misst den Wärmeverlust in der komplizierten Maßeinheit „Watt pro Quadratmeter und Kelvin“ (W/(m2K). Je niedriger der U-Wert, desto geringer der Energieverlust. Ein neues Fenster besteht aus mehreren Materialien mit unterschiedlichen Dämmeigenschaften. Die einzelnen Komponenten haben daher unterschiedliche U-Werte.

Man unterscheidet beim Wärmedurchgangskoeffizienten für Fenster in:   

  • Uf-Wert (f für engl. frame = Rahmen): Er hängt u. a. vom Material und der Anzahl der Luftkammern im Rahmen ab.
  • Ug-Wert (g für engl. glazing = Verglasung): Er wird vor allem von der Zahl der Scheiben, ihrem Abstand zueinander, die isolierende Schicht (Vakuum, Luft oder Edelgas) und einer eventuellen Beschichtung bestimmt.
Fensterkunde Dreifachverglasung
Mit Edelgas gefüllte Dreifachverglasungen haben einen sehr hohen Wärmeschutzeffekt. (Quelle: Ayamap - Fotolia)
  • Entscheidend ist aber der Uw-Wert (w für engl. window = Fenster). Er setzt sich aus dem Uf-Wert, dem Ug-Wert und den verschiedenen Dicken und Flächenwerten des Fensters zusammen und beziffert den Wärmedurchgangskoeffizienten für das gesamte Fenster. Seit 2010 sind die Hersteller verpflichtet, ihn für jedes Fenster anzugeben.

Zur Einordnung: Die heute nicht mehr verwendeten Fensterarten mit Einfachverglasung weisen einen Uw-Wert von mehr als 5 W/m²K auf. Wärmeschutzgläser mit Zweifachverglasung können Uw-Werte von 1,2 W/m²K oder besser und solche mit Dreifachverglasungen sogar Uw-Werte zwischen 0,5 und 0,8 W/m²K erreichen.

Wer alte Fenster gegen neue austauschen möchte, muss dabei die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes beachten: 

Akkordeon öffnen

Eine Fenstererneuerung ist eine gute Gelegenheit, den Einbruchschutz zu erhöhen. Je länger Einbrecher brauchen, um sich Zugang zu verschaffen, umso größer ist ihr Risiko erwischt zu werden, und damit die Chance, dass sie aufgeben und wieder abziehen.

Die Kriminalpolizei empfiehlt einbruchhemmende Fenster nach DIN EN 1627. Sie werden in sieben Widerstandsklassen von [RC] 1 N bis [RC] 6 (RC = Resistance Class, englisch für "Widerstandsklasse") eingeteilt. 

[RC] 6 steht für die höchste Widerstandsklasse. Die beiden niedrigsten Widerstandsklassen bieten laut Kriminalpolizei nur in wenigen Einbausituationen ausreichend Schutz: [RC] 1 N kann als Grundsicherung für Fenster bei erhöhtem Einbau eingesetzt werden, wenn dieses nur mit Hilfe einer Aufstiegshilfe erreichbar ist. Und die Widerstandsklasse [RC] 2 N ist nur dann empfehlenswert, wenn kein direkter Angriff auf die Verglasung zu erwarten ist, da in dieser Klasse auf die Sicherheitsverglasung verzichtet wird.

Uneingeschränkt empfehlenswert sind erst Fenster ab der Widerstandsklasse [RC] 2. Sie haben bei der Zertifizierung eine statische und dynamische Belastungsprüfung und einen simulierten Einbruch mit Werkzeug bestanden. Kennzeichen dieser Fenster sind:

  • Sicherheitsschließteile und Pilzzapfen in geringem Abstand
  • Aufbohrschutz im Getriebe
  • abschließbare Griffe
  • Verbundsicherheitsglas mit 26 Millimetern Gesamtstärke

Ein Fenster mit diesem Einbruchschutz kann durchaus 150 bis 300 Euro teurer sein als ein Standardfenster. Ein Kompromiss kann sein, alle gut erreichbaren und damit besonders gefährdeten Fenster beispielsweise im Erdgeschoss und an Balkonen mit diesem Zusatzschutz auszurüsten.

Das könnte Sie auch interessieren

    

Hinweis: Sie verwenden einen veralteten oder nicht unterstützten Browser. Gegebenenfalls kann es zu Einschränkungen bei der Benutzung der Webseite kommen.