Auch an unserem Arbeitsplatz hat unser Verhalten Auswirkungen auf die Umwelt – und darauf, wie wir künftig leben. Wir berücksichtigen den Ressourceneinsatz und arbeiten kontinuierlich daran, die Effizienz unserer Geschäftstätigkeit zu verbessern.
Der zunehmende Ressourcenverbrauch ist für jedes Unternehmen eine Verpflichtung, verantwortlich zu wirtschaften - so auch für die Bausparkasse Schwäbsich Hall. Wir arbeiten daran, unseren Verbrauch natürlicher Ressourcen zu senken.
Energiemanagement
Für den Klimaschutz ist das Energiemanagement in unseren Bürogebäuden entscheidend: Wo wir den Verbrauch von fossilen Energieträgern verringern, vermeiden wir CO2-Emissionen aus deren Verbrennung. Wir beziehen unseren Strom aus einer erneuerbaren Energiequelle und heizen mit der Abwärme lokaler Kraftwerke. Wir haben Maßnahmen in der Wärmeerzeugung und -verteilung umgesetzt und optimieren beispielsweise laufend den Energieverbrauch unserer Rechenzentren. Wir erfassen die CO2-Emissionen, die in Zusammenhang mit größeren Veranstaltungen des Innen- und Außendienstes entstehen, und arbeiten kontinuierlich daran, diese zu verringern.
Ressourcenverbrauch
Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit verbrauchen wir im Wesentlichen Papier, das in Druckern und Kopierern zum Einsatz kommt – für unsere Geschäftsprozesse setzen wir auf elektronische Dokumente und digitale Kommunikation, zum Beispiel über unser Online-Kundenportal.
Bei unserem Wasserverbrauch verwenden wir ausschließlich Trinkwasser von regionalen Versorgern. Zudem dokumentieren wir unser Abfallaufkommen in der Hauptverwaltung.
Regionale Zusammenarbeit
Neben unseren eigenen Bemühungen zum Umwelt- und Klimaschutz ist auch das Umweltmanagement unserer Lieferanten und Geschäftspartner von Bedeutung. Deshalb berücksichtigen wir soziale und ökologische Aspekte bei der Auswahl unserer Lieferanten und Geschäftspartner in der Beschaffung und den Einkaufsprozessen.
Wir arbeiten bevorzugt mit lokalen Anbietern zusammen und pflegen langfristige Geschäftsbeziehungen. Beispielsweise kommen 50 bis 70 Prozent der eingekauften Lebensmittel und Produkte aus dem Umland.
Zertifiziertes Umweltmanagement
Seit Juli 2025 ist das Umweltmanagement der Schwäbisch Hall Gruppe nach dem Eco Management and Audit Scheme (EMAS) zertifiziert. EMAS hilft uns dabei, die Auswirkungen unseres Geschäftsbetriebs gezielter zu steuern.
Das Umweltmanagementsystem nach EMAS gibt klare Vorgaben, welche Aspekte betrachtet, gemanagt und berichtet werden müssen. Dazu zählen beispielsweise die Erwartungen der Stakeholder, Chancen und Risiken, Ziele und Maßnahmen, Audits und operative Prozesse. EMAS stellt sicher, dass Schwäbisch Hall alle Umweltaspekte - vom Energieverbrauch bis zu Abfall und Emissionen - rechtssicher und transparent umsetzt.
Als Teil der EMAS-Zertifizierung wurden eine Umweltpolitik sowie eine Umwelterklärung veröffentlicht. Die Umwelterklärung wird jährlich aktualisiert, um den Fortschritt zu messen.
Akkordeon öffnen
Auch für uns gilt es: Seit dem 1. Januar 2023 fällt die Bausparkasse Schwäbisch Hall unter das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz – kurz LkSG. Das Gesetz soll den Schutz von Menschenrechten und der Umwelt in globalen Lieferketten verbessern. Wir als Unternehmen sind damit verpflichtet, noch genauer hinzuschauen, mögliche Risiken in unseren Lieferketten zu identifizieren und Sorgfaltspflichten zu verankern.
Grundsätzlich neu ist die Thematik für Schwäbisch Hall nicht: Bereits seit mehr als zehn Jahren haben wir verbindliche Anforderungen an unsere Lieferanten. Für die Umsetzung des LkSG galt es daher vor allem, Vorhandenes zu erweitern. So ist unser Hinweisgebersystem nun um ein Beschwerdeverfahren nach den Anforderungen des LkSG ergänzt. Außerdem haben wir eine Grundsatzerklärung abgegeben und einen Menschenrechtsbeauftragten sowie dessen Stellvertreterin etabliert. Bei der Betrachtung unserer Lieferketten beziehen wir auch konzernangehörige Gesellschaften ein, auf die ein bestimmender Einfluss ausgeübt wird.
Im Sinne des LkSG haben wir unseren eigenen Geschäftsbereich sowie unsere unmittelbaren Lieferanten einer Risikoanalyse unterzogen. Einer abstrakten Betrachtung nach Länder-, Branchen- und Beschaffungsrisiken folgte die konkrete Analyse. Julian Trittenbach ist erster Ansprechpartner für Nachhaltigkeit im Einkauf im Unternehmen und erklärt: „Schwäbisch Hall arbeitet vorwiegend mit nationalen Lieferanten zusammen und bevorzugt wo immer möglich regionale Anbieter. Wir kennen viele unserer Lieferanten seit Jahren, regelmäßige Gespräche mit ihnen sind fest etabliert – all das hat positiv darauf eingezahlt."
Neue Aufgaben für viele Bereiche
An der Umsetzung des neuen Gesetzes waren viele Fachbereiche beteiligt: vom Einkauf über den Bereich Recht und Compliance, das Risikocontrolling bis hin zum Nachhaltigkeitsmanagement. Unser Einkaufs- und Lieferantenmanagement verantwortet künftig die Risikoanalyse der unmittelbaren Lieferanten, seit 2022 nutzen wir dafür die Plattform EcoVadis. Außerdem übernimmt der Fachbereich Schulungs- und Präventionsmaßnahmen innerhalb des Einkaufs und bei Lieferanten. Die entsprechende Risikoanalyse für unseren eigenen Geschäftsbereich verantwortet unser Risikocontrolling. Ein wirksames und angemessenes Risikomanagement im Sinne des Gesetzes überwacht wiederum die Menschenrechtsfunktion, die im Bereich Recht und Compliance angesiedelt ist. Um all unsere Mitarbeitenden über die Entwicklungen rund um das LkSG zu informieren, haben wir unsere verpflichtende Compliance-Schulung um Inhalte des LkSG erweitert und im Intranet über diese Themen berichtet.
Besser im Austausch mit anderen
Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit den Unternehmen in der DZ BANK Gruppe. So können wir Prozesse gemeinsam definieren, Informationen teilen oder uns bei Schwierigkeiten unterstützen. Im Einkauf und nachhaltigem Lieferantenmanagement gibt es seit Langem eine übergreifende Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit im Einkauf“. Zusammen entwickeln wir etwa Schulungsunterlagen für Mitarbeitende im Einkauf und haben zuletzt unsere Nachhaltigkeitsanforderungen für Lieferanten erweitert – das schafft gemeinsame Standards. Außerdem kann die gesamte Gruppe zusammen die Plattform EcoVadis nutzen. Zusätzlich sind wir über eine Arbeitsgruppe beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) im Dialog mit Unternehmen aus anderen Branchen.
Was machen eigentlich Menschenrechtsbeauftragte?
"Wir überwachen das Risikomanagement. Konkret heißt das: Anhand einer Risikoanalyse untersuchen wir, ob und wo in unseren Lieferketten Menschenrechtsverletzungen und bestimmte Umweltrisiken auftreten können. Je nach Risikolage leiten wir dann Maßnahmen ab, um die Risiken zu minimieren und etwaige Verletzungen abzustellen.
Zu unseren Aufgaben gehört es auch, jährlich die zuständige Behörde über unsere Tätigkeiten zu unterrichten. Wir setzen Präventionsmaßnahmen um und gehen Hinweisen nach. Für uns erfreulich: Bisher sind uns keine Verstöße hinsichtlich Menschenrechten und Arbeitspraktiken im Sinne des LkSG bekannt geworden."
Mit dem Rad zur Arbeit
Mehr als die Hälfte unserer mehr als 3.500 Mitarbeitenden am Standort Schwäbisch Hall pendelt normalerweise zur Arbeit. Die tägliche Fahrt mit dem Auto belastet das Klima. Deshalb setzen wir gemeinsam mit unseren Angestellten auf verschiedene Maßnahmen. Denn auf dem Weg zu weniger CO2-Emissionen zählt jeder Kilometer.
Auf zwei Rädern zur Arbeit
Mit dem Rad ins Büro – das ist nicht nur gesund, sondern auch klimafreundlich. Seit 2019 bieten wir unseren Mitarbeitenden das Jobrad an: Im Rahmen des arbeitnehmerfinanzierten Leasing-Modells können sie ein neues Rad leasen und Steuervorteile genießen. Rund 550 Beschäftigte nutzen das Angebot bereits – darunter Stefan Gruber.
JobTicket für den ÖPNV
Mehr als die Hälfte unserer Mitarbeitenden pendelt täglich aus umliegenden Orten oder anderen Stadtteilen zu ihrem Arbeitsplatz. Für viele von ihnen ist das kostenlos: Schon seit den 1990er-Jahren können alle, die bei Schwäbisch Hall arbeiten durch das JobTicket, das städtische oder regionale Liniennetz umsonst nutzen.
Straßenverkehr mit Elektrofahrzeugen
Elektroautos verursachen im Betrieb keinen direkten CO2- und Schadstoffausstoß. Aus diesem Grund fördern wir bei Schwäbisch Hall gezielt ihre Nutzung: Insgesamt zehn Ladestationen im Parkhaus befinden sich auf dem Firmengelände. Mit diesem Angebot wollen wir den Einsatz von elektrisch betriebenen Autos im Alltag erleichtern.
Für regionale Einsatzfahrten wie Botendienste nutzt die Schwäbisch Hall Facility Management GmbH drei Elektroautos. Künftig wollen wir beim Austausch von Fahrzeugen mehr Elektroautos berücksichtigen.