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Was ist ein Bausparvertrag und wie funktioniert er?

Bausparen ist der Grundstein einer Immobilienfinanzierung. Wir erklären, wie ein Bausparvertrag funktioniert.
 

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Das Wichtigste in Kürze

Aktualisiert am 02.02.2026

  • Ein Bausparvertrag ist ein Finanzprodukt, das Elemente des Sparens und der Immobilienfinanzierung kombiniert.
  • In der Ansparphase sparen Sie einen bestimmten Betrag an.  Mit der Zuteilung haben Sie dann einen Anspruch auf das Bauspardarlehen.
  • Bausparverträge gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, passend zu unterschiedlichen Bedürfnissen.

Was ist ein Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag ist ein Spar- und Finanzierungsinstrument. Sie sparen dabei rund die Hälfte einer vorher vereinbarten Bausparsumme an. Den anderen Teil erhalten Sie später als (Bauspar-)Darlehen.

Mit einem Bausparvertrag bauen Sie gezielt Eigenkapital auf und können bei Berechtigung staatliche Förderungen nutzen. Der Zinssatz für das Darlehen steht von Anfang an fest. Das gibt Ihnen Planungssicherheit. 

Sie wollen es genauer wissen? Hier finden Sie ausführliche Infos zum Thema Bausparvertrag.

In zweieinhalb Minuten erklärt: So funktioniert ein Bausparvertrag

So funktioniert ein Bausparvertrag: die 3 Phasen

Zu Beginn legen Sie fest, welche Summe Sie für die Umsetzung Ihres Vorhabens benötigen, die sogenannte Bausparsumme. Darüber hinaus werden noch Sparrate und Spardauer sowie der Zinssatz für das spätere Darlehen mit der Bausparkasse vereinbart.

  1. 1. Ansparphase

    Sie zahlen regelmäßig in den Vertrag ein und bauen Ihr Bausparguthaben auf. Ziel: Mindestsparguthaben und erforderliche Bewertungszahl erreichen.

  2. 2. Zuteilung

    Wenn die Bedingungen erfüllt sind, wird der Vertrag zuteilungsreif. Sie können nun das Bausparguthaben plus das Bauspardarlehen abrufen.

  3. 3. Darlehensphase

    Sie erhalten das fest verzinste Bauspardarlehen und zahlen es in planbaren Raten zurück, bis es vollständig abbezahlt ist.

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In der Ansparphase sparen Sie durch die monatliche Sparrate (den sogenannten Regelsparbeitrag) ein Mindestguthaben an. Die Höhe richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen und beträgt in der Regel 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme.

Dieses Sparguthaben wird verzinst. Darüber hinaus unterstützt der Staat viele Bausparer mit Fördermitteln. Je nach Berechtigung erhalten Bausparer so zum Beispiel die Wohnungsbauprämie, Wohn-Riester, vermögenswirksame Leistungen oder die Arbeitnehmersparzulage. So wird der Bausparer bei der Eigenkapitalbildung unterstützt.

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Das Ansparen des Mindestguthabens ist eine Voraussetzung für die Zuteilung des Bausparvertrags. Darüber hinaus gibt es – abhängig vom gewählten Bauspartarif – noch weitere Kriterien:

  • Mindestspardauer oder Mindestvertragslaufzeit
  • Bewertungszahl: Diese setzt sich meist aus der Sparleistung und der Vertragslaufzeit zusammen. Erreichen mehrere Bausparer gleichzeitig die Zuteilungsphase, dann erhält derjenige mit der höchsten Bewertungszahl zuerst seine Zuteilung.

Mit der Zuteilung haben Sie als Bausparer dann einen Anspruch auf das Bauspardarlehen. Dieses Darlehen läuft zu einem vorher festgelegten Zinssatz. Sie müssen das Bauspardarlehen aber nicht zwangsläufig sofort in Anspruch nehmen. Sie haben die Option, es auch zu einem späteren Zeitpunkt zu beantragen. 
 

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Mit der Auszahlung der festgelegten Bausparsumme – also Guthaben plus Darlehen – können Sie diese Mittel für Ihre Immobilienwünsche einsetzen. Jetzt beginnt auch die Rückzahlung des Bauspardarlehens. Die monatliche Rückzahlungsrate setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen, deren Höhe schon bei Abschluss des Bausparvertrags festgelegt wurde.
 

Mit Bausparen sinnvoll vorsorgen

Für eine persönliche Bauspar-Beratung sprechen Sie mit Ihrem Heimatexperten vor Ort.

Abbildung Bausparfuchs Beratung vereinbaren

Wie sehen Ihre Wohnwünsche für die Zukunft aus? Sind Sie Mieter und wollen in einigen Jahren in die eigenen vier Wände ziehen oder als Hauseigentümer Rücklagen für eine energetische Modernisierung bilden? Und dabei die Chance auf staatliche Förderung nutzen?

Wie auch immer Ihre Pläne aussehen, unsere Heimatexperten vor Ort beraten Sie dazu ausführlich, informieren Sie über die Vorzüge des Bausparens und prüfen, ob Sie für die Prämien vom Staat förderberechtigt sind. Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin.

     

4 Vorteile eines Bausparvertrages

Warum sollten Sie sich für den Abschluss eines Bausparvertrages entscheiden? Vorteile, die Bausparer genießen:

  1. Eigenkapital bilden: Mit einem Bausparvertrag bilden Sie gezielt Eigenkapital als Basis für Ihre Finanzierung. 
  2. Festen Darlehenszins sichern: Mit einem Bausparvertrag sichern Sie sich die aktuell günstigen Bausparvertragszinsen für Ihre Wohnwünsche von morgen.
  3. Bausparförderung einstreichen: Beim Bausparen unterstützt Sie der Staat bei Berechtigung mit verschiedenen Bauspar-Fördermitteln
  4. Flexibel bleiben: Ob Sie Ihren Bausparvertrag zum Bauen, Kaufen, energetischen Sanieren oder für Ihre Anschlussfinanzierung benötigen – Sie haben die Wahl.

Wie bei jedem anderen Finanzprodukt auch, fallen beim Bausparen Gebühren an. Das ist die Abschlussgebühr, die einmalig fällig wird und abhängig von der Höhe der Bausparsumme ist. In der Regel wird die Gebühr mit den ersten Sparraten verrechnet. 
 

Warum ist es wichtig, Eigenkapital aufzubauen?

Schwäbisch Hall-Bauspar-Experte Matthias Zott

"Eigenkapital ist kein reiner Selbstzweck. Je mehr Finanzmittel ich angespart habe, desto weniger Darlehen benötige ich für meine Finanzierung. Zudem wirkt sich das Eigenkapital positiv auf meinen Darlehenszins aus.
Und: Je mehr Eigenkapital ich mitbringe, desto besser fällt meine Bonität aus. Das bedeutet, ich erhalte einen höheren Kreditspielraum oder einen besseren Zins."

Bauspar-Experte Matthias Zott arbeitet seit mehr als 15 Jahren im Produktmanage­ment von Schwäbisch Hall:

Welcher Bausparvertrag passt zu Ihnen?

Welcher Bausparvertrag zu Ihnen passt, hängt ganz von Ihren Zielen und Wünschen ab. 


Bausparvertrag oder Immobilienkredit: Was ist der Unterschied?

Der Bausparvertrag ist nur eine Möglichkeit der Immobilienfinanzierung. Eine andere ist der klassische Immobilienkredit bei der Baufinanzierung

Beim Bausparvertrag gibt es unterschiedliche Bauspartarife. Darin geregelt sind unter anderem die Laufzeit, Zinssätze, die Mindestbewertungszahl und weitere Faktoren. All diese Kriterien werden in der Regel weit vor der Umsetzung des Bau- oder Kaufvorhabens beziehungsweise der Modernisierung festgelegt.

Ein Bausparvertrag ist daher eine Planung in die Zukunft. Bei einer Baufinanzierung, meist in der Form eines Annuitätendarlehens, wird das Darlehen eher kurzfristig ausgezahlt. Dafür fordert das Kreditinstitut, welches das Darlehen vergibt, in vielen Fällen vom Darlehensnehmer aber auch einen bestimmten Teil an Eigenkapital.

Eine Baufinanzierung kann aber durchaus auch aus beiden Teilen, also einem Bausparvertrag und einem klassischen Annuitätendarlehen, bestehen – oftmals auch Zinszahlungs- oder Tilgungsaussetzungsdarlehen genannt. Für die ideale Finanzierung braucht es immer eine umfassende Analyse der individuellen Situation. Hier hilft in jedem Fall der Rat eines unserer Heimatexperten vor Ort.


Fragen und Antworten zum Bausparvertrag:

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Die Bausparsumme, und damit die Höhe des Bausparvertrags, setzt sich aus dem Mindestsparguthaben und dem potenziellen Darlehen zusammen. Die Mindestbausparsumme liegt bei 10.000 Euro.  

Die Höhe der Bausparsumme hängt vom voraussichtlichen Finanzierungsbedarf für Ihren Immobilienwunsch und ihren individuellen Sparmöglichkeiten ab. Mit einem Bausparguthaben erschaffen Sie sich Eigenkapital, das Sie für eine spätere Immobilienfinanzierung einsetzen können.

Für Renovierungs- oder Sanierungsmaßnahmen holen Sie am besten einen Kostenvoranschlag ein und stimmen darauf Ihre Bausparsumme ab.   

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Mit einem Bausparvertrag bauen Sie gezielt Eigenkapital als Basis für Ihre Finanzierung auf und sichern sich außerdem die Option auf ein Bauspardarlehen. Sollten Sie sich für einen Bausparvertrag entscheiden, profitieren Sie unter Umständen von Prämien und Zulagen wie Riester-Förderung, Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage. Mit diesen Instrumenten fördert der Staat die Eigenkapitalbildung.

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Es ist grundsätzlich möglich, dass Sie schneller die benötigten Mittel erhalten. Dazu sind unter Umständen Vertragsänderungen oder eine Zwischenfinanzierung erforderlich – je nach Stand Ihres Bausparvertrags.
Es ist deshalb wichtig, dass ein Berater Ihren Bausparvertrag genau anschaut und Ihnen die beste Option empfiehlt. Gehen Sie deshalb in diesem Fall bitte unbedingt auf Ihren Heimatexperten zu!

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Sobald Sie volljährig sind, können Sie einen Bausparvertrag abschließen. 

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Ja, das ist möglich. Ein Bausparvertrag kann bereits für minderjährige Kinder abgeschlossen werden. Dieser dient dazu, frühzeitig Kapital aufzubauen und so für die finanzielle Zukunft des Kindes vorzusorgen.

So können beispielsweise die Eltern einen Bausparvertrag abschließen und ansparen, und das Kind übernimmt ihn später. Das Guthaben und das Bauspardarlehen können nach Zuteilung für den Immobilienerwerb oder eine andere wohnwirtschaftliche Verwendung zum Einsatz kommen.

Mehr zum Thema gibt's in unserem Artikel "Bausparvertrag für Kinder".  

Podcast zum Thema: Tipps & Strategien fürs Bausparen


Gute Beratung ist unverzichtbar

Ob auch für Sie ein Bausparvertrag sinnvoll ist und was die Vorteile eines Bausparvertrages sind: Fragen Sie dazu einen unserer Heimatexperten und lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich beraten.   


Mehr Infos zum Thema Bausparen

Ist Bausparen sinnvoll? Für wen lohnt sich der Abschluss eines Bausparvertrages? Diese und viele weitere Fragen klären wir in unseren Bauspar-Artikeln.

 

Unsere Auszeichnung

Beste Bausparkasse - Testsieger Schwäbisch Hall

Schwäbisch Hall ist 2024 Testsieger
Das Finanzmagazin "€uro" hat 2024 die
"Beste Bausparkasse" gesucht:
Schwäbisch Hall wurde wiederholt Testsieger

 

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