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So geht's: Vermögen aufbauen mit wenig Geld

Du willst Geld zurücklegen, hast aber keine großen Beträge übrig? Kein Problem: Auch mit 10, 25 oder 50 Euro im Monat kannst du anfangen. Wichtig ist, dass du weißt, wofür du sparst und welche Sparform zu deinem Ziel passt. 

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Das Wichtigste in Kürze

Aktualisiert am 30.07.2026

  • Auch kleine Beträge können einen Unterschied machen - wichtig ist, regelmäßig zu sparen.
  • Wähle deine Sparform passend zu deinem Ziel, deiner Laufzeit und deinem Risiko.
  • Automatisiere dein Sparen mit einem Dauerauftrag oder Bausparvertrag.
Lisa Rauch

Artikel erstellt von
Lisa Rauch
Schwäbisch Hall-Redaktion

Welche Sparform lohnt sich wirklich?

Sparbuch – geringe Zinsen, wenig attraktiv

💰 Das Sparbuch war früher eine sichere Option. Doch die heutigen Zinsen sind sehr gering. Bei Inflation verliert dein Erspartes an Wert.

Tagesgeldkonto – Flexibilität und moderate Zinsen

💵 Ein Tagesgeldkonto bietet dir aktuell Zinsen zwischen zwei und drei Prozent. Diese Sparform ist ideal, wenn du kurzfristig Geld parken möchtest. Du bleibst dabei flexibel.

ETFs – langfristiger Vermögensaufbau mit Risiko

📈 ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine der besten Optionen für den langfristigen Vermögensaufbau. Plane fünf bis zehn Jahre ein. Du investierst in breit gefächerte Aktien- oder Anleihenmärkte. Dabei musst du bereit sein, Risiken einzugehen. Die Märkte können schwanken.

Bausparvertrag – sinnvoll für Immobilienpläne

🏠 Der Bausparvertrag eignet sich besonders, wenn du konkrete Immobilienpläne hast. Möchtest du eine Immobilie kaufen oder renovieren? Dann ist Bausparen sinnvoll. Du sparst zunächst einen Betrag, um später von einem günstigen Kredit zu profitieren.

Fazit

👉 Für kurzfristige Bedürfnisse ist ein Tagesgeldkonto praktisch

👉 ETFs sind für langfristige Anlagen eine attraktive Option

👉 Der Bausparvertrag bietet Planungssicherheit für Immobilieninteressierte 🏠

💡 Tipps zum Geld sparen: Wähle die Sparform, die am besten zu deinem Lebensstil und deinen finanziellen Zielen passt. 


3 Faktoren, um mit wenig Geld Vermögen aufzubauen

Es gibt nicht die eine perfekte Sparform – entscheidend ist, dass du sie deinem Ziel anpasst. Wie schnell dein Vermögen wächst, hängt außerdem von drei wichtigen Faktoren ab:

Regelmäßigkeit: Beim Vermögensaufbau zählt vor allem Kontinuität. Richte am besten einen Dauerauftrag ein und spare jeden Monat einen festen Betrag – auch kleine Sparraten können langfristig einen Unterschied machen.

Ausdauer: Ein Vermögen lässt sich nur nach und nach und über einen längeren Zeitraum aufbauen. Dabei kann auch der Zinseszinseffekt helfen.

Staatliche Fördermittel: Du musst nicht alles allein stemmen. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du staatliche Förderungen nutzen. Informiere dich frühzeitig, welche Förderungen für dich infrage kommen.


Warum sich frühes Sparen lohnt

Zeit ist dein bester Freund beim Vermögensaufbau. Je früher du startest und je länger du investierst, desto mehr wächst dein Geld. 

Besonders bei kleinen Beträgen lohnt sich der Zinseszinseffekt: Lass die Zinsen einfach drin und sie werden automatisch wieder investiert. Das nennt man "Thesaurierung". Der Clou: Dein Geld wächst von allein, ohne dass du ständig eingreifen musst. Und je höher die Zinsen, desto größer der Gewinn!

Hier eine Übersicht des Zinseszinseffekts bei verschiedenen Laufzeiten und Zinssätzen bei einem Investment von 1.000 Euro:

Laufzeit1 % Zinsen pro Jahr3 % Zinsen pro Jahr 5 % Zinsen pro Jahr
1 Jahr1.010,00 €1.030,00 €1.050,00 €
5 Jahre1.051,01 €1.159,27 €1.276,28 €
10 Jahre1.104,62 €1.343,92 €1.628,89 €
20 Jahre1.220,19 €1.806,11 €2.653,03 €

1.000 Euro auf einmal anzulegen, ist nicht für jeden möglich. Deshalb kannst du auch mit regelmäßigen Sparraten starten. Sparst du zum Beispiel jeden Monat rund 83 € und legst das Geld langfristig an, kann sich daraus über die Zeit ein beachtliches Vermögen entwickeln.

Laufzeit/Ertragbei 1 % Zinsen pro Jahrbei 3 % Zinsen pro Jahrbei 5 % Zinsen pro Jahr
10 Jahreca. 10.477 Euroca. 11.604 Euroca. 12.887 Euro

Verdopple dein Geld: Die 72er-Regel erklärt

Mit der 72er-Regel kannst du grob abschätzen, wie lange es dauert, bis sich dein angelegtes Geld bei einer bestimmten jährlichen Rendite verdoppelt. Die Regel dient nur als Orientierung und ersetzt keine genaue Berechnung.

Beispiel: Bei einem Zinssatz von 3 % dauert es 24 Jahre, bis sich dein Geld verdoppelt.

72 : 3 = 24

72 : Zinssatz = Anzahl der Jahre

Du kannst auch herausfinden, welchen Zinssatz du brauchst, um dein Geld in einer bestimmten Zeit zu verdoppeln. 

Beispiel: Wenn du in 10 Jahren dein Geld verdoppeln willst, brauchst du einen Zinssatz von 7,2 %.

72 : 10 = 7,2

72 : Anzahl der Jahre = Zinssatz


Wie viel Geld kannst du regelmäßig sparen?

Bevor du eine Sparform auswählst, solltest du wissen, wie viel Geld du jeden Monat realistisch zurücklegen kannst. Unser Einnahmen-Ausgaben-Rechner hilft dir dabei, deinen möglichen Sparbetrag zu berechnen. Du wohnst noch zu Hause? Dann trage bei den Wohn- und Nebenkosten einfach 0€ ein.

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Wenig Startkapital: Mit diesen Investments kannst du dein Geld vermehren

Egal, ob du wenig oder etwas mehr Geld zum Investieren hast: Überlege dir gut, wie du dein Geld anlegst und vergleiche die verschiedenen Optionen. Hier sind die beliebtesten Anlageformen, um mit wenig Geld Vermögen aufzubauen:

Akkordeon öffnen

Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die auch als Schuldverschreibungen, Rentenpapiere oder Obligationen bezeichnet werden. In der Regel werden bei einer Anleihe über einen vorher festgelegten Zeitraum regelmäßig Zinsen ausgezahlt, am Ende erhält der Anleger die eingesetzte Summe zurück.

  • Pro: regelmäßige Zinserträge
  • Contra: relativ niedrige Renditeerwartungen
Akkordeon öffnen

Aktien sind direkte Unternehmensbeteiligungen. Je erfolgreicher das Unternehmen, desto höher wird die Aktie bewertet. Darüber hinaus zahlt das Unternehmen bei guter Geschäftslage seinen Anteilseignern eine Dividende.

  • Plus: Höheres Renditepotenzial durch Kurssteigerungen und Dividenden
  • Minus: Risiko der Kursschwankungen und des Totalverlustes
Akkordeon öffnen

Bei Fonds wird das Geld vieler Anleger gebündelt und von einem Fondsmanager auf dem Kapitalmarkt investiert. Es gibt verschiedene Arten von Fonds, in den letzten Jahren sind vor allem ETFs (Exchange Trade Funds) immer beliebter geworden. Bei einem ETF "entfällt" der Fondsmanager, Anleger können hier selbst direkt an der Börse investieren, sie benötigen dafür nur ein Depot.

  • Plus: geringe Verwaltungskosten, breit gestreutes Risiko
  • Minus: Risiko der Kurs- und damit auch Wertschwankungen
Akkordeon öffnen

Beim Festgeld legst du eine bestimmte Summe zu einem Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit an. Üblicherweise bieten Banken Festgeldkonten an. 

  • Plus: Sicheres Investment, die Einlage ist geschützt
  • Minus: Relativ geringe Rendite, die sich an der aktuellen Zinsentwicklung orientiert
Akkordeon öffnen

Mit einem Bausparvertrag sparst du in der Regel eine bestimmte Summe an, um anschließend ein Bauspardarlehen zu erhalten. Du kannst aber auch Bausparen als Geldanlage nutzen, zum Beispiel als Vorsorgesparen für Kinder oder Enkel.

  • Plus: Sicheres Investment, günstige Zinssicherung für ein späteres Baudarlehen
  • Minus: Relativ geringe Rendite auf das eingezahlte Guthaben

    

Sichere dir Extra-Geld: Förderungen von Arbeitgeber und Staat

Wer sich mit wenig Geld ein Vermögen aufbauen möchte, sollte unbedingt die Zulagen und Prämien vom Arbeitgeber oder Staat sichern. Eine der bekanntesten Formen der Sparförderung sind die vermögenswirksamen Leistungen (vL). Darunter versteht man freiwillige Geldleistungen des Arbeitgebers, die speziell dafür gedacht sind, auch mit wenig Startkapital sein Geld zu vermehren. Bis zu 40 Euro pro Monat (480 Euro im Jahr) sind an vL möglich. Allerdings dürfen Arbeitgeber die vL-Zahlungen nur auf ganz bestimmte Anlageprodukte tätigen. Das kann zum Beispiel Fondssparen sein, aber auch ein Bausparvertrag.

Zusätzlich zum Arbeitgeber beteiligt sich auch der Staat an der Vermögensbildung. Wer seine vermögenswirksamen Leistungen in einen Bausparvertrag oder einen Aktienfonds einzahlt, erhält bei Berechtigung noch die Arbeitnehmersparzulage (ASZ). Und wer den Vermögensaufbau später für die eigenen vier Wände nutzen möchte, erhält vom Staat bei Berechtigung noch die Wohnungsbauprämie und den Wohn-Riester. Und hier greift wieder die Sparformel "Je früher, desto besser". Denn zum Beispiel die Wohnungsbauprämie können Berechtigte schon ab 16 Jahren beantragen!

Wie hoch die Bausparförderung ausfallen kann, ob du darauf Anspruch hast: Lies dazu gern unseren Artikel Staatliche Förderung beim Bausparen und bespreche deine persönlichen Fragen am besten mit einem unserer Heimatexperten vor Ort.


Du hast noch Fragen, was du alles mit einem Bausparvertrag machen kannst? Wir sind für dich da:

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