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Checkliste energetische Sanierung

 

    

Checkliste jetzt sichern: Ihr Schritt-für-Schritt-Plan

Eine Immobilie energetisch auf Vordermann zu bringen, ist oft eine komplexe Aufgabe. Nutzen Sie unsere Checkliste für eine gute und sichere Planung Ihres Bauvorhabens. So denken Sie an alles.

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Das Wichtigste in Kürze

Aktualisiert am 31.03.2026

  • Mit einer energetischen Sanierung verbessern Sie die Energieeffizienz Ihrer Immobilie und erhöhen Ihren Wohnkomfort.
  • Eine gute Planung bedeutet dabei: Schwachstellen ermitteln, Sanierung planen, Kosten kalkulieren, Angebote einholen und Finanzierung aufstellen. 
  • Mit Förderprogrammen hilft der Staat Eigentümern dabei, ihr Gebäude nachhaltig zu sanieren.

Artikel erstellt von
Constance Schmitt
Schwäbisch Hall-Redaktion

Was ist eine energetische Sanierung?

Für Sanierung eingerüstetes Haus
Ist Ihre Immobilie in die Jahre gekommen, ist eine Haussanierung sinnvoll, um Energie zu sparen. (Quelle: finecki - stock.adobe.com)

Eine energetische Sanierung hilft Ihnen, den Energieverbrauch, die Nebenkosten und den CO₂‑Ausstoß Ihres Hauses deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig steigern Sie den Wohnkomfort und den Wert Ihrer Immobilie.

Ob gesetzliche Sanierungspflicht oder persönliche Wünsche, wie barrierefreies Wohnen, nachhaltige Materialien oder Smart-Home-Technik – das alles beeinflusst Ihre Planung.

Gerade ältere Gebäude haben viele energetische Schwachstellen. Planen Sie deshalb genau, wie Sie vorgehen wollen. Unsere Checkliste zur energetischen Sanierung Ihres Hauses unterstützt Sie dabei.

Wichtig: Ziehen Sie bei größeren Projekten auf jeden Fall einen Experten hinzu, beispielsweise einen Architekten oder Energieberater.  


Checkliste Haussanierung: Die 5 wichtigsten Schritte 

1. Energetische Schwachstellen ermitteln

Egal, ob Sie ein Objekt geerbt haben, erwägen, ein Haus zu kaufen und zu renovieren oder bereits im Eigenheim wohnen, schätzen Sie den energetischen Zustand des Hauses realistisch ein. Nehmen Sie dabei das Gebäude genau unter die Lupe. Füllen Sie Schritt für Schritt unsere Checkliste aus. Darin vermerken Sie energetische Defizite und erhalten einen ersten Überblick über mögliche Kosten. Prüfen Sie bei Ihrer Begehung folgende Punkte:

Akkordeon öffnen

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  • Müssen Sie die Ölheizung tauschen? Welches umweltfreundliche Heizsystem passt zu den baulichen Gegebenheiten vor Ort?
  • Planen Sie eine Solarthermie oder eine Photovoltaikanlage, um selbst Solarstrom zu erzeugen und zu speichern?
  • Sind Hausinstallationen in die Jahre gekommen, sollten diese nicht nur aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb für eine verlässliche Einschätzung.
  • Überlegen Sie, ob der Einbau einer Lüftungsanlage bei einem umfassenden energetischen Umbau sinnvoll ist. Ein Experte weiß, ob eine Anlage nachgerüstet werden kann.

👉 In einem eigenen Artikel erfahren Sie, was bei der Sanierung einer Bestandsimmobilie ausgetauscht werden muss.

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  • Schauen Sie sich Baupläne und den Energieausweis genau an. Echte Verbrauchswerte geben ebenfalls Auskunft darüber, wo die "Energiefresser" zu finden sind. Je nach Umfang der Sanierungsarbeiten bieten ein Architekt oder ein Gutachter für das Haus wertvolle Unterstützung.
  • Ein Energieberater ermittelt notwendigen Sanierungsbedarf und fasst im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) technisch mögliche und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zusammen. Eine gute Grundlage, um Ihre energetische Sanierung von der Finanzierung bis zur Umsetzung fundiert zu planen und den Umstieg auf erneuerbare Energien zu erleichtern. In bestimmten Fällen schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sogar eine verpflichtende Energieberatung vor. Lesen Sie, welche Fördermittel es für die Empfehlungen durch einen Energieberater gibt.
  • Sanieren Sie Ihr Haus, sollten Sie an diesem Punkt überlegen, ob Sie noch weitere Wohnwünsche haben, die Platz auf Ihrer Checkliste finden müssen? Vielleicht denken Sie schon länger an ein barrierefreies Bad oder planen einen Wintergarten? Ihre Familie wächst und ein Hausanbau rückt in greifbare Nähe?  Möglicherweise sollen Smart-Home-Systeme nach der energetischen Sanierung Ihr Leben erleichtern? Renovieren Sie Ihr Haus zusätzlich dadurch, dass Sie  Parkett verlegen oder die Wohnung streichen, setzen Sie diese Arbeitsschritte ebenfalls auf die Checkliste. So nutzen Sie die Umbauphase auch für diese Projekte. Das spart Zeit und nutzt Synergien.

 

   

2. Haussanierung planen und Kosten kalkulieren

Den energetischen Ist-Zustand der Immobilie haben Sie erfasst. Jetzt zeigt sich, in welchem Umfang Sanierungsarbeiten notwendig sind. Von kleineren Maßnahmen bis hin zur Kernsanierung, bei der das komplette Haus auf den Kopf gestellt wird, ist alles möglich. Alle Punkte gehören auf Ihre Checkliste zur Haussanierung. Und wie geht's jetzt weiter?

Beziehen Sie bei der Maßnahmenplanung unbedingt Experten ein. Je nach Umfang der energetischen Sanierung sind das qualifizierte Handwerksbetriebe, Architekten, Fachingenieure oder ein Energieberater. Diese Experten unterstützen und informieren Sie zu diesen Themen:

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Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht für alle Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern bei einer energetischen Sanierung Maßnahmen vor, die verpflichtend sind. Kaufen oder erben Sie jetzt einen Altbau, müssen Sie diesen nach den gesetzlichen Vorgaben sanieren. Mit einer Ausnahme: Wer vor dem Stichtag 1. Februar 2002 das Haus selbst bewohnt hat, für den gilt die GEG-Sanierungspflicht nicht.

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Häuser aus bestimmten Epochen weisen oft typische Mängel auf, schreibt wohnglück.de. Daraus lässt sich oft ein bestimmter Modernisierungsbedarf ableiten. Besondere Anforderungen gibt es, wenn Sie ein Baudenkmal sanieren wollen.

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Das Alter und der Zustand des Gebäudes, die Ausmaße Ihres Bauvorhabens sowie die Komplexität der Baumaßnahmen entscheiden darüber, wie tief Sie in die Tasche greifen müssen. Sie entscheiden in dieser Phase auch über die Materialien und deren Kosten: Sollen zum Beispiel ökologische Dämmstoffe zum Einsatz kommen? Können Sie Eigenleistung einbringen, zum Beispiel Wände streichen oder einen Boden verlegen, senken Sie die Gesamtkosten. 

Unser Artikel Kosten für eine energetische Sanierung zeigt Ihnen übersichtlich, mit welchen Kosten Sie für Ihre geplanten Umbauten rechnen sollten. 

Für einen ersten Überblick nutzen Sie gerne unseren Sanierungskosten-Rechner 👇

Hier Sanierungskosten berechnen

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Mit wenigen Eingaben zum Ergebnis. Hier klicken:

    

3. Angebote einholen und Aufträge erteilen

Jetzt kümmern Sie sich um konkrete Angebote für alle Gewerke und vergeben Aufträge an Fachfirmen. Bei größeren Projekten plant und koordiniert ein Architekt die Ausführung, kleinere Maßnahmen können Sie selbst steuern. Legen Sie fest, ob und in welchem Umfang Sie Eigenleistung einbringen wollen. Dabei sind diese Punkte wichtig:

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Fordern Sie mehrere Handwerksbetriebe dazu auf, ein Angebot abzugeben. Vereinbaren Sie Termine vor Ort. So kann sich der Handwerker ein genaues Bild machen und Ihnen ein aussagekräftiges, schriftliches Angebot erstellen

  • Alle Angebote sollten eine konkrete Leistungsbeschreibung enthalten: konkreten Angaben zu Materialien, Arbeitsschritten und dem geplanten Ausführungszeitraum. Je klarer diese Punkte festgehalten werden, desto präziser fällt das Angebot aus.
  • Klären Sie, ob für das Angebot Kosten anfallen. Werden diese verrechnet, wenn Sie den anbietenden Betrieb beauftragen?
  • Fragen Sie nach, wer sich um ein Gerüst, Lagerflächen oder einen Abfallcontainer kümmert? Halten Sie auch das schriftlich fest, damit es später nicht zu Missverständnissen kommt.

 

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Haben Sie sich für bestimmte Anbieter entschieden, wird ein Bauvertrag aufgesetzt. Dieser enthält in der Regel Angebot, Leistungsbeschreibung, Ausführungsplanung und Zahlungsbedingungen. 

Wichtig zu wissen: Wollen Sie eine Förderung bei KfW oder BFA beantragen, benötigen Sie seit 2024 einen besonderen Vertrag mit dem Handwerksbetrieb. Vorgeschrieben ist, ein "Lieferungs-und Leistungsvertrag, geschlossen unter Vereinbarung einer auflösenden oder aufschiebenden Bedingung der Förderzusage". 

Das bedeutet konkret: Sie müssen bereits einen Handwerkervertrag haben, bevor Sie die Förderung beantragen. Dieser beinhaltet eine Klausel, die regelt, dass der Vertrag erst in Kraft tritt, wenn Sie die Förderzusage bekommen. Wird die Förderung abgelehnt, wird der Vertrag ungültig. 

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4. Finanzierung und Förderung kombinieren

Sie haben den finanziellen Rahmen Ihrer energetischen Sanierung festgelegt und bereits ein Umsetzungskonzept entwickelt. Auf dieser Grundlage planen Sie jetzt Ihre Baufinanzierung. Dazu entwickeln Sie gemeinsam mit unseren Heimatexperten einen Finanzierungsplan, der verschiedene Bausteine kombinieren kann:

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Mit unserem Kredit für Ihre energetische Sanierung können Sie die Kosten für eine energetische Sanierung verlässlich finanzieren. In Kombination mit Eigenkapital, einem Bauspardarlehen aus bestehenden Bausparverträgen und möglichen Eigenleistungen setzen Sie auf bewährte Finanzierungselemente. Planen Sie dabei immer einen finanziellen Puffer für Unvorhergesehenes ein.

 

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Der Staat unterstützt energetische Sanierungsmaßnahmen finanziell. Sowohl einzelne Arbeiten zur Steigerung der Energieeffizienz als auch den kompletten Umbau einer Immobilie zu einem KfW-Effizienzhaus. Darüber hinaus gibt es auch Fördermittel für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung oder die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Auch ein Energieberater kann gefördert werden, für Fachplanung und Baubegleitung. Welche Arbeiten das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und die KfW fördern, verrät Ihnen dieser Artikel

👉 Energetische Sanierung: So viel Förderung gibt's vom Staat.

Tipp: Besonders junge Familien können sich den Neubau eines Hauses oft nicht mehr leisten. Die Entscheidung, ein älteres Haus zu sanieren, ist dann eine echte Alternative. Das KfW-Förderprogramm "Jung kauft Alt" soll einkommensschwache Familien mit minderjährigen Kindern finanziell beim Kauf und der energetischen Sanierung eines Altbaus unterstützen. Die Förderung erfolgt hier über einen zinsverbilligten Kredit.  

In diesen Artikeln erhalten Sie weitere Informationen zur Sanierung eines Bestandsgebäudes und möglicher staatlicher Förderung: 

Jetzt zur energetischen Sanierung beraten lassen

Die Schwäbisch Hall-Heimatexperten informieren Sie in einem persönlichen Gespräch gerne, wie Ihre Finanzierung aussehen könnte und, ob Sie Förderungen in Anspruch nehmen können. Gemeinsam entwickeln Sie einen Finanzierungsplan, der passt.

Sie möchten gerne vorab wissen, mit welchen Kosten auf Sie zukommen könnten? Ob Fassade oder Dach: Für die Kalkulation einzelner Gewerke bei energetischer Sanierung nutzen Sie unsere Rechner für Kernsanierungs- und Renovierungskosten.

 

Lassen Sie sich zum Thema Modernisieren & Förderung beraten – Ihr Heimatexperte vor Ort freut sich auf Sie.

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5. Umbau der Immobilie und Bauabnahme

Besonders bei umfangreichen Projekten ist es wichtig, die verschiedenen Arbeiten aufeinander abzustimmen und dabei die richtige Reihenfolge einzuhalten. Dabei gilt beispielsweise für die Dämmung Ihrer Immobilie der Grundsatz "Von außen nach innen". Warum das wichtig ist, erfahren Sie hier. Schritt für Schritt kommen Sie so Ihrem Traumhaus näher. Ist alles erledigt, erfolgt die finale Bauabnahme Ihrer Immobilie: 

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Ein Bauleiter oder Architekt begleitet die energetischen Umbaumaßnahmen von Anfang an. Er stimmt die Arbeiten der beteiligten Firmen aufeinander ab, greift ein, wenn Probleme auftreten, und kontrolliert die Qualität der Leistungen. 

Werden nach Abschluss der Arbeiten bei der Bauabnahme Mängel festgestellt, ist die beauftragte Firma verpflichtet, diese zu beheben.

Wichtig: Haben Sie staatliche Förderungen beantragt, prüfen Sie gemeinsam mit dem Architekten oder einem anderen Experten, ob alle erforderlichen Nachweise dafür vorliegen. Dann können Sie den letzten Punkt auf der Checkliste zur Sanierung Ihres Hauses abhaken.

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Bei einer energetischen Sanierung empfiehlt es sich, nach dem Prinzip "Von außen nach innen" vorzugehen. Diese Reihenfolge ist wichtig, weil sie entscheidet, wie viel Wärme Ihr Gebäude verliert und wie effizient die weiteren Maßnahmen wirken.

Verbessern Sie zunächst die Gebäudehülle, zum Beispiel durch eine Fassadendämmung oder neue Fenster, sinkt Ihr Energiebedarf deutlich. Auf dieser Basis kann die neue Heizung anschließend passend, kleiner und effizient geplant werden. Wird dagegen zuerst die Heizung erneuert, ist sie später oft zu groß ausgelegt und verbraucht unnötig Energie – mögliche Einsparungen bleiben dann ungenutzt.

Fassade eines Hauses wird gedämmt
Bei Bestandsimmobilien geht bis zu einem Drittel der Energie über die Fassade verloren. Wird diese gedämmt, sinkt der Energieverbrauch deutlich. (Quelle: maho - stock.adobe.com)

 

Wer sich im Rahmen der Sanierung einer guten Wärmedämmung widmet, für den gilt der Grundsatz "von außen nach innen".

  • Das bedeutet: zuerst wird die Gebäudehülle gedämmt. Damit erhält das Haus energetisch eine "zweite Haut".
  • Die Dämmung des Daches geht dabei oft mit der Installation einer Photovoltaik-Anlage einher.
  • Anschließend werden neue, besser isolierte Fenster eingesetzt und Außentüren getauscht. Nur dann arbeitet die später installierte Heizanlage effizient.
  • Ein gesundes Wohnklima schafft man mit effizienten Lüftungsanlagen, die Wärme aus der Abluft zurückgewinnen und so Heizenergie sparen.
  • Das digitale Zuhause gewinnt immer mehr Anhänger. Denn Energiemanagement erleichtert nicht nur den Alltag, sondern spart Strom- und Heizkosten. Zum Beispiel durch smarte Heizthermostate.
  • Guten Sonnennschutz gibt es in verschiedenen Varianten. Welcher förderfähig ist, lesen Sie hier.

 

     

Gute Beratung ist unverzichtbar

Energie sparen, Kosten minimieren und Wohnkomfort erhöhen – das soll eine energetische Sanierung bewirken. Sprechen Sie mit einem unserer Heimatexperten, wenn Sie nach einer passenden Finanzierung für Ihr Bauvorhaben suchen. Er beantwortet gerne Ihre Fragen zu den verschiedenen Optionen plus Fördermöglichkeiten und erstellt mit Ihnen gemeinsam einen Finanzierungsplan. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer individuellen Beratung.


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