Im Laufe eines Jahres treten häufig neue Gesetze und Regelungen in Kraft, die finanzielle Auswirkungen oder bauliche Maßnahmen für Immobilienbesitzer und Bauherren bedeuten. Damit Sie aktuell informiert sind, sammeln wir die wichtigsten Änderungen für Sie.

+++ Newsticker: Baukindergeld 2.0 ab Juni 2023 +++

Bauwillige müssen sich noch gedulden. Eine neue Wohneigentumsförderung für Familien soll es laut Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) ab Juni 2023 geben. Zinsgünstige KfW-Kredite sollen Nachfolger für das Baukindergeld werden, wenn auch nicht in dieser Größenordnung. Die Eckdaten der geplanten Förderung:

  • Nur für Neubauten zur dauerhaften eigenen Wohnnutzung und Schaffung von energetisch hochwertigem Wohneigentum. In die Förderung nicht einbezogen werden soll der Kauf von Bestandsimmobilien.
  • Ausschließlich für Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt mit einem maximal zu versteuernden Jahreseinkommen von 60.000 Euro. Diese Grenze erhöht sich um 10.000 Euro für jedes weitere minderjährige Kind im Haushalt.

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Förderung für Sanierung ist angepasst

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist seit dem 1. Januar 2023 nach Änderungen im Sommer 2022 erneut angepasst worden, um im Sanierungsbereich einen stärkeren Effekt zu erzielen. Das wirkt sich auf die BAFA-Förderung aus. Zum Beispiel wurde die Förderung von Hybrid-Heizungen mit fossilen Komponenten, also zum Beispiel die Kombination von einem Gas-Brennwertkessel mit Solarthermie, abgeschafft. Biomasseheizungen (in der Regel Holzheizungen wie zum Beispiel eine Pelletheizung) und Wärmepumpen werden nur dann gefördert, wenn das Gebäude zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien beheizt wird. Neu in die Förderung einbezogen sind die Materialkosten bei Eigenleistung, wenn deren fachgerechte Durchführung durch einen Energieberater bescheinigt wird.

Ab 2024 kann die Riester-Förderung neben dem Aufbau von Eigenkapital, der Tilgung bzw. Umschuldung eines Darlehens und der barrierefreien Modernisierung auch für die energetische Sanierung von selbstgenutztem Wohneigentum verwendet werden.

 

Höherer Sparer-Pauschbetrag seit 2023

Der Sparer-Pauschbetrag hat sich zum 1. Januar 2023 von 801 Euro auf 1.000 Euro für Alleinstehende und von 1.602 Euro auf 2.000 Euro für Verheiratete erhöht. Ihre erteilten Freistellungsaufträge wurden von den Finanzinstituten automatisch um 24,844 Prozent erhöht. Wir haben ebenfalls die uns vor dem 1. Januar 2023 erteilte Freistellung für Ihre Bausparverträge automatisch angepasst. Schwäbisch Hall hat eine Glättung auf den nächst höheren Euro-Betrag vorgenommen. Dies kann zu einer Überschreitung des zulässigen Sparer-Pauschbetrages führen, die von den Finanzbehörden nicht beanstandet wird. Der bisherige und der neue Freistellungsbetrag ist auf dem Jahreskontoauszug 2022 ausgewiesen. Sie wollen Ihren Freistellungsauftrag ändern? Loggen Sie sich einfach in unser Kundenportal MEIN KONTO ein.

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Wie sehen Ihre Pläne fürs neue Jahr aus? Egal, ob Sie sich Ihren Wohntraum erst erfüllen oder Ihre eigenen vier Wände umbauen und modernisieren möchten: Unsere Heimatexperten vor Ort beraten Sie gerne zu Ihren Chancen auf Ihr persönliches Wohnglück und prüfen, ob Ihr Bausparkonto noch zu Ihren Zielen passt.

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Photovoltaik-Anlagen für Privathaushalte und Eigenversorgung sind besser gestellt

  • Die Bundesregierung will den Ausbau von Photovoltaik voranbringen. Seit 2023 sind kleinere Solarstromanlagen bis 30 Kilowatt-Peak (kWp) auf Einfamilienhäusern für Eigentümer und Mieter steuerfrei gestellt. Bei Mehrfamilienhäusern gilt dies für Anlagen von bis zu 15 kWp je Wohnung oder Geschäftseinheit. Bislang waren Anlagen nur mit einer Leistungsgrenze von 10 kWp befreit. Die Regelung betrifft sowohl Neu- als auch Bestandsanlagen und gilt für kleine Anlagen rückwirkend ab dem 1. Januar 2022. Eine Steuererklärung für die Einnahmen aus dem Betrieb entfällt in vielen Fällen.
  • Für Anlagen mit Eigenversorgung erhalten Sie einen höheren, festen Vergütungssatz für die Einspeisevergütung. Für Anlagen bis 10 kWp sind das 8,2 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Bei größeren Photovoltaik-Anlagen wird der Anlagenteil ab 10 kWp mit 7,1 Cent pro kWh vergütet.
Haus mit Photovoltaik
Mit der Kraft der Sonne Strom erzeugen. Der Nullsteuer-Satz bei der Anschaffung und Installation sowie die Befreiung von der Einkommensteuer machen ab 2023 Photovoltaik auf dem eigenen Hausdach lukrativer. (Quelle: ©MAXSHOT_PL – stock.adobe.com )
  • Bereits seit dem 1. Mai 2022 besteht bei Neubauten im Wohnbereich die Pflicht, eine Photovoltaikanlage zu installieren. Für grundlegende Dachsanierungen mit einem Baubeginn ab dem 1. Januar 2023 besteht in Baden-Württemberg eine Photovoltaikpflicht. Informieren Sie sich zu den Kosten und der Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage.
     

    

Energiespar-Tipps rund um die eigene Immobilie:

  • Wo können Sie im Haushalt Energie und Kosten sparen? Unsere Spartipps unterstützen Sie dabei.
  • Ihre Immobilie ist älter? Informieren Sie sich über die energetische Sanierung einzelner Gewerke bis zur Komplettsanierung, inklusive Kosten und den vielfältigen Fördermöglichkeiten. Finanzieren Sie mit unserem attraktiven Sanierungskredit.
  • Und günstig bauen, geht das trotz steigender Baukosten? Wenn Sie bei der Planung Einsparungen vornehmen, senkt das Ihre Gesamtkosten für das Vorhaben und Sie können dennoch den Traum vom Eigenheim realisieren.
  • Strom und Wärme zuhause selbst erzeugen. Setzen Sie auf regenerative Energien.

    

 

Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung bis 31. Januar 2023

36 Millionen Grundstücke müssen laut Bundesfinanzministerium bis 2025 neu bewertet werden. Um eine Gleichbehandlung sicherzustellen, wird die Grundsteuer neu berechnet. Hierfür müssen Grundbesitzende eine „Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte" abgeben. Die Abgabefrist wurde von Ende Oktober 2022 auf Ende Januar 2023 verlängert.

Angaben wie Grundbuchdaten, Art der Immobilie und deren Nutzung, Gebäudealter, Grundstücksfläche, Wohnfläche etc. müssen Sie dafür machen. Aber Achtung: Manche Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen haben eigene Modelle zur Berechnung der Grundsteuer entwickelt. Informieren können Sie sich dazu bei Ihrem Finanzamt. Ausführliche Informationen zur Grundsteuer haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

 

Steuerliche Anpassungen für Arbeitnehmer und Familien seit Januar 2023

  • Inflationsausgleichsgesetz: Unter anderem wurde der Grundfreibetrag auf 10.908 Euro angehoben, der Kinderfreibetrag auf 8.952 Euro. Die nochmalige Erhöhung beider Freibeträge zum 1. Januar 2024 ist beschlossen. Außerdem werden Familien ab 2023 durch die Kindergelderhöhung entlastet. Bisher wurde das Kindergeld gestaffelt bezahlt: für das erste und zweite Kind jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und ab dem vierten Kind 250 Euro. Seit Januar 2023 erhalten Eltern 250 Euro für jedes Kind. Das sind bei einer Familie mit zwei Kindern 744 Euro mehr als 2022.
  • Die Homeoffice-Pauschale wurde verbessert und entfristet. Sie ist von 600 Euro auf 1.260 Euro gestiegen. 210 Homeoffice-Tage können Steuerzahler dadurch fortan im Kalenderjahr in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Die Vergünstigung für die Arbeit im Homeoffice muss aber nach wie vor mit der Werbungskostenpauschale verrechnet werden. 
  • Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden vollständig als Sonderausgaben in der Steuererklärung berücksichtigt. Gleiches gilt für Beiträge, die in eine Rürup-Rente an berufsständische Versorgungswerke und an die landwirtschaftliche Alterskasse fließen.

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Unser News-Archiv zu Neuerungen

 

Preisbremsen für Entlastung bei den Energiekosten seit Januar 2023

  • C02-Preise: Die 2023 angestandene CO2-Preis-Erhöhung für die fossilen Brennstoffe Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas ist um ein Jahr verschoben worden. Außerdem ist die Mehrwertsteuer für Gas noch bis zum 31. März 2024 von 19 auf 7 Prozent gesenkt.
  • Vermieter tragen seit 2023 Teil der C02-Abgabe für das Heizen mit Öl und Gas: Seit der Einführung 2021 haben Mieter die CO2-Abgabe alleine getragen. Das wurde geändert. Das Gesetz gibt sowohl Mietern einen Anreiz zum Energie sparen, als auch Vermietern einen Anreiz für bauliche Verbesserungen. Demnach ist für die Aufteilung der Kosten die energetische Qualität des Wohngebäudes maßgeblich, genauer gesagt der Kohlendioxidausstoß des Gebäudes pro Quadratmeter Wohnfläche. Je schlechter dieser ist, umso höher ist der Anteil des Vermieters. Die Aufteilung erfolgt in zehn Stufen. So kann Vermietern bei besonders emissionsreichen Wohngebäuden ein Anteil von bis zu 95 Prozent der CO2-Abgabe zufallen. Ausnahmen gibt es, zum Beispiel wenn ein Gebäude aufgrund von Vorgaben des Denkmalschutzes nicht besser gedämmt werden darf. Oder umgekehrt Mietern bis zu 100 Prozent, wenn das Wohngebäude in einem energetisch guten Zustand ist. Versorgen sich Mieter selbst mit Brennstoffen, können sie dem Vermieter gegenüber Erstattungsansprüche geltend machen.
  • Strompreisbremse: Aus dem verabschiedeten 200-Milliarden-Paket finanziert der Staat unter anderem neben der Gaspreisbremse auch die Strompreisbremse. Sie greift bereits seit Januar 2023 für die Industrie, für Haushalte und kleinere Unternehmen ab März 2023 – dann aber rückwirkend zum Jahresbeginn. Das heißt: Der Strompreis für Haushalte und kleinere Unternehmen ist auf 40 ct/kWh brutto begrenzt. Dies gilt für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Im März werden rückwirkend auch die Entlastungsbeträge für Januar und Februar 2023 angerechnet. Außerdem ist die EEG-Umlage für Strom aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ab 2023 dauerhaft abgeschafft. Seit Sommer 2022 war die Zahlung bereits zur Milderung der hohen Energiepreise ausgesetzt.
     

Inflationsausgleichsprämie

November 2022: Das Loch im Geldbeutel macht sich bei vielen Haushalten bemerkbar. Waren und Dienstleistungen werden teurer, die Energiekosten steigen. Im August 2022 betrug die Inflationsrate noch 7,9 Prozent. Stand Oktober kletterte sie sprunghaft auf 10,4 Prozent. Um die Bürger zu entlasten, wurde die Inflationsausgleichprämie beschlossen. Sie ist eine freiwillige Leistung von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen an ihre Beschäftigten in Höhe von bis zu 3.000 Euro, steuer- und sozialversicherungsfrei zusätzlich zum Gehalt. Die Prämie kann seit 26. Oktober 2022 bis 31.12.2024 gewährt und auch in Teilbeträgen ausgezahlt werden.

 

Keine unterschiedlichen Preise von Neu- und Bestandskunden

November 2022: Bei der Festlegung der Energiepreise müssen seit dem 1. November 2022 Neu- und Bestandskunden gleich behandelt werden, was die Preise in der Grundversorgung angeht. Sogenanntes Preissplitting bei der Grundversorgung wird somit im Rahmen einer Anpassung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) untersagt. Darüber informiert die Bundesnetzagentur.
Relevant wird diese Regelung beispielsweise, wenn ein Energieversorger pleite geht. Wenn jemand keinen bestehenden Vertrag hat, wird der Haushalt zuerst drei Monate der Ersatzversorgung zugeordnet und dann der Grundversorgung. Ziehen Sie in eine Wohnung und schließen keinen gesonderten Vertrag mit einem Energieversorger ab, werden Sie direkt der Grundversorgung zugeordnet.
Um höhere Kosten an Kunden weitergeben zu können haben einige Anbieter höhere Preise in Neukundenverträgen eingeführt. Dies ist nun nicht mehr zulässig. Allerdings dürfen die Preise in der Ersatzversorgung höher sein und auch regelmäßig angepasst werden.


 

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