Schritt für Schritt zum Wunschgarten

  • Bestandsaufnahme
  • In fünf Schritten zur grünen Oase
  • Details der Gartenplanung

 

 

Serie Generationenwechsel, Folge 12: Ihr geerbtes, gekauftes oder neu gebautes Haus ist bezugsfertig – jetzt wollen Sie den Garten anlegen. Unser Tipp: Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung und berücksichtigen Sie die Außengestaltung schon in der Finanzierung.


 

Garten anlegen: So planen Sie richtig

Wenn zu Ihrem Haus ein Außengelände gehört, werden Sie sich auch zum Thema Garten Gedanken machen. Mit welchem (finanziellen) Aufwand Sie den Garten anlegen, hängt vor allem davon ab, ob es sich um ein Grundstück mit einem bereits kultivierten Garten handelt oder ob Sie von Grund auf den Garten neu anlegen müssen. Zudem klaffen oft Ansprüche und Vorstellungen weit auseinander: Ein Teil der Familie möchte eine Rasenfläche zum Toben, der andere Teil stellt sich den Garten als kleines Gesamtkunstwerk vor.

Übernehmen Sie eine Bestandsimmobilie, ist das Außengelände oft bereits gestaltet. Hier stellt sich die Frage, was Sie ändern wollen. Viele gehen erst mit der Zeit daran, den Garten den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Manchmal passt die Außenanlage allerdings nicht zu den neuen eigenen Vorstellungen oder ist in einem ungepflegten Zustand. Dann stehen Sie ebenso wie bei einem Neubau vor einem größeren Gartenprojekt.

Wenn Sie Ihr Haus „auf der grünen Wiese“ bauen, müssen Sie nicht nur den Garten neu anlegen, sondern die gesamte Grundstücksfläche, inklusive Garage oder Carport, Wege und Terrassen. Sie haben einerseits die Freiheit, alles nach eigenen Wünschen zu gestalten, andererseits benötigen Sie möglicherweise ein höheres Budget, um den Garten anzulegen.


1. Das Gelände ausmessen

Bevor Sie den Garten anlegen, gibt es einige Vorarbeiten. Zum einen gehört dazu die genaue Erfassung der Ausgangslage. Tragen Sie zusammen, welchen Schnitt Ihr Grundstück hat. Bei Altimmobilien müssen Sie einen aktuellen Plan anfertigen, der alle Wege, Gartenhäuser und größere Bäume enthält. Prüfen Sie, an welchen Stellen das Gelände tiefer liegt, wo es Steigungen gibt, wie der Boden beschaffen ist. Da es immer häufiger zu Extremwetter-Ereignissen mit starken Niederschlägen kommen wird, ist die Frage des Wasserabflusses wichtig – entweder in eine gut platzierte Sickergrube oder in Drainage und Kanalisation. Schreiben Sie zudem auf, welche Teile vom Garten besonders viel Sonne oder Schatten erhalten. Das ist für die Auswahl der Pflanzen wichtig. Ist Ihr Grundstück bereits eingezäunt? Wie ist die Lage in Bezug auf Nachbargärten?


2. Garten anlegen: Ideen und Wünsche

Als nächstes kommt Ihre Wunschliste ins Spiel. Schließlich wollen Sie den Garten so anlegen, dass er optimal zu Ihren Bedürfnissen passt. Essen Sie gern auf der Terrasse? Dann sollte sie ausreichend Platz für Tische und Stühle für mehrere Personen bieten. Sie laden oft zum Grillabend ein? Dann lohnt sich ein fest installierter Grill. Sie haben Kinder oder bekommen häufig Besuch von Familien mit Kindern? Planen Sie einen Spielbereich ein. Kleine Kinder freuen sich über eine Sandkiste oder ein Planschbecken, größere Kinder mögen eine Rasenfläche, auf der auch Ball gespielt werden kann.

Weitere Punkte auf Ihrer Wunschliste könnten sein

  • eine gemütliche Ecke, um den Garten auf einer Bank oder Sitzecke zu genießen
  • Platz für größere Feiern im Festzelt oder mit der Biertischgarnitur
  • ein Platz zum Sonnenbaden
  • ein Teich für Zierfische oder Pflanzen
  • eine Ecke für den Kräutergarten
  • ein Swimmingpool

3. Die Grundstücksgrenzen gestalten

Wenn Sie den Garten anlegen, sollten Sie natürlich auch über die Grundstücksgrenzen nachdenken. Wie soll das Areal zur Straße hin abgegrenzt werden, wie zu den Nachbarn? Gibt es Sicherheitsfragen zu berücksichtigen, zum Beispiel gegen unbefugtes Betreten? Haben Sie kleine Kinder oder Haustiere, die nicht auf die Straße laufen sollen? Welcher Zaun, welche Mauer oder Hecke passen zum Stil des Hauses und des Gartens?

Auch der Wunsch nach Privatsphäre spielt bei der Wahl der Grundstücksbegrenzung eine wichtige Rolle. Hohe Sträucher oder Mauern bieten zwar viel Sichtschutz, können aber gleichzeitig nicht nur neugierige Blicke, sondern auch die Sonne wegsperren. Klären Sie außerdem vorab, welche Vorgaben und Vorschriften gelten. Je nach Bundesland variieren diese teilweise erheblich. Generell gilt: Je höher der Sichtschutz, umso mehr Abstand muss zum Nachbarn gewahrt werden.


4. Eine Skizze erstellen

Sobald Sie die Voraussetzungen und Ihre Wünsche im Detail zusammengetragen haben, geht es an die eigentliche Planung. Skizzieren Sie Ihre Vorstellung vom Garten auf einem großen Bogen Papier oder nutzen Sie ein Online-Planungstool.

Wenn Sie eine Bestandsimmobilie gekauft haben, hat sich dieses Vorgehen bewährt:

  • Sie erstellen eine Liste mit allen vorhandenen Elementen wie Terrassen, Einzelpflanzen, Geräteschuppen und anderen Objekten.
  • Dann gehen Sie die Liste Stück für Stück durch und bewerten, was Sie behalten möchten und was nicht
  • Anschließend skizzieren Sie, wie Sie Ihren „neuen“ Garten anlegen wollen.

5. Kosten beim Garten anlegen

Nun haben Sie Ihre Vorstellungen so weit konkretisiert, dass Sie die Skizze mit einem Gartenbaubetrieb, einer Gärtnerei oder einem Landschaftsarchitekten besprechen können. Die Fachleute beurteilen, ob beispielsweise der Boden für Ihre Planungen geeignet ist.

Wenn Sie den Garten neu anlegen, sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden. Professionelle Gartenbauer haben nicht nur das richtige Gerät, sondern wissen auch, wie sie den Garten anlegen müssen, um sich darin schnell wohlzufühlen.

Interessant ist insbesondere der Kostenvoranschlag, den der Gartenbaubetrieb oder Landschaftsarchitekt erstellt. Überlegen Sie vorab, ob es Arbeiten gibt, die Sie selbst erledigen können oder ob Sie nur einen Teil des Gartens professionell anlegen lassen. Denn die Kosten, um den Garten anzulegen, können schnell bei 12 bis 18 Prozent des Kaufpreises des Hauses liegen. Überlegen Sie sich daher, ob Sie alle Ihre Wünsche sofort verwirklichen oder in mehrere zeitlich gestaffelte Schritte aufteilen.


Was kostet es, wenn Sie einen Garten anlegen?

Sie möchten Ihren Garten anlegen und dabei auf einen Fachmann setzen? Dann müssen Sie womöglich mit Kosten im fünfstelligen Bereich rechnen.

Nach einer Faustformel können Sie davon ausgehen, dass die Kosten für das Garten-Anlegen zwischen 30 und 70 Euro pro Quadratmeter liegen. Besonderheiten wie eine Hanglage oder teure Extras wie ein Swimmingpool sind darin noch nicht enthalten. Idealerweise beziehen Sie die Kosten für die Gartengestaltung gleich in die Finanzierung ein. So decken Sie sämtliche Aufwendungen mit Ihren monatlichen Kreditraten ab. In allen Finanzierungsfragen bieten Ihnen die Heimatexperten von Schwäbisch Hall eine ausführliche, persönliche Beratung und erarbeiten mit Ihnen einen individuellen Finanzierungsplan. Damit Ihr Traum von der eigenen grünen Oase Wirklichkeit werden kann.

Persönliche Beratung

Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Bausparen und Baufinanzierung – Beratung vor Ort durch unsere Heimatexperten-144x173Beratung vereinbaren

RollrasenRollrasen muss nach dem Verlegen ausreichend bewässert werden. Dann ist er schon nach etwa vier Wochen als Spielfläche nutzbar. (Quelle: brebca)

Boden und Untergrund

Das Projekt Garten anlegen besteht aus vielen Einzelschritten. Jeder Einzelposten lässt sich beziffern, sodass Sie durch die Auswahl von günstigeren Varianten – zum Beispiel bei der Anlage der Terrasse – die Gesamtkosten beeinflussen können.

Dies sind die üblichen Aufgaben in Bezug auf die Gestaltung des Untergrunds:

Boden vorbereiten

Untersuchen Sie zunächst den vorhandenen Boden. Finden Sie heraus, ob es sich dabei um einen Sandboden oder einen Lehmboden handelt – oder ob Muttererde mit Humus vorhanden ist. Die meisten Böden sind Mischböden mit einer eher sandigen oder lehmigen Ausprägung.

Testen Sie dann den pH-Wert Ihres Bodens, die nötigen Geräte finden Sie im Baumarkt. Um einen Garten anzulegen, sollte der pH-Wert bei einem Mittelwert zwischen sauer und alkalisch liegen.

Wege und Zufahrten

Die Auswahl an Materialien für die Pflasterung ist groß. Wählen Sie den Stein, der am besten zu Ihren Vorstellungen und zu Ihrem Budget passt, bereiten Sie den Untergrund für Wege und Flächen vor und setzen Sie dann die Steine. Der Unterbau ist entscheidend für die Haltbarkeit der Wege. Wenn Sie den Weg auch mit dem Pkw nutzen wollen, ist Stabilität besonders wichtig. Kleinere Wege legen Sie mit einer Kies- oder Split-Schicht an, die ebenfalls auf einem Schotterbett zu liegen kommt.
 

Rasen

Je nach Nutzungswunsch wählen Sie eine robuste oder Zierrasenart, entscheiden sich für Rollrasen oder säen selbst aus. Rollrasen zaubert eine ebenmäßig grüne Fläche im Handumdrehen, ist allerdings deutlich teurer als Saatgut.
 


Pflanzung eines BaumsDie Pflanzung eines Baums ist ein sehr symbolischer Akt der Gartengestaltung. (Quelle: This content is subject to copyright.)

Wenn der Boden für den Garten ausgewählt und angelegt ist, geht es an die weitere Gestaltung:
 

Terrasse

Die Terrasse kann zum zweiten Wohnzimmer werden – entsprechend lohnt es sich, diesen Bereich sorgfältig zu planen. Zur gelungenen Terrasse gehört der Übergang vom Haus: ebenerdig oder mit einer sicheren, breiten Stufe oder kleinen Treppe. Die Gestaltung der Terrasse sollte zum Architekturstil und auch zur Größe des Hauses passen.

Bei der Auswahl der Materialien haben Sie die Wahl zwischen Holz, Stein, Beton oder Dielen aus Verbundstoffen. Kriterien sind die Witterungsbeständigkeit und die Optik. Verschiedene Materialien speichern Hitze unterschiedlich, manche verschmutzen schnell, andere eignen sich nicht zum Barfußlaufen oder lassen sich schwer verlegen: eine komplexe Entscheidung.

Zaun oder Hecke

Wenn Sie Ihren Garten anlegen, spielt auch die Entscheidung Zaun oder Hecke eine Rolle. Berücksichtigen Sie Sonne, Wind und Sichtschutz. Informieren Sie sich, wie schnell die verschiedenen Heckenpflanzen wachsen, und überlegen Sie sich, wie viel Arbeit die jeweilige Hecke macht. Das Aufstellen eines Zaunes ist der Pflanzung einer Hecke vergleichbar. Der Zaun braucht jedoch weniger Pflege.
 

Bäume und Beete

Bäume und Beete bestimmen maßgeblich den Charakter Ihres Gartens. Nehmen Sie sich Zeit, die Pflanzen zusammenzustellen, und lassen Sie sich von Ihrer Gärtnerei beraten. Ob sich die gewünschte Pflanzenpracht entfaltet, hängt wesentlich vom Boden und der richtigen Pflege ab. Es gibt zahlreiche schnell wachsende Baumarten, die schon bald als Schattenspender dienen können.
 

Extras

Wenn Sie einen Teich oder Swimmingpool anlegen, sichern Sie ihn so, dass kleine Kinder keinen unbeaufsichtigten Zugang haben. Ein Tipp für Neubauten: Lassen Sie die Grube für Teich oder Schwimmbad schon während der Bauphase ausheben, so muss der Bagger nicht zweimal anrücken.


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Gute Beratung ist unverzichtbar

Wer einen Garten neu anlegen möchte, muss mit einigen Zusatzkosten rechnen. Sie möchten diese bei der Baufinanzierung gleich mit einplanen? Oder nachträglich finanzieren? Unsere Heimatexperten sind jederzeit für Sie da, um mit Ihnen gemeinsam einen passenden Finanzierungsplan auszuarbeiten. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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