Garten anlegen: Planung und Finanzierung

Serie Generationenwechsel, Folge 15: Ihr geerbtes, gekauftes oder neu gebautes Haus ist bezugsfertig – jetzt wollen Sie den Garten anlegen. Unser Tipp: Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung und berücksichtigen Sie die Außengestaltung schon in der Finanzierung.


Garten anlegen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Ob Bestandsimmobilie oder Neubau: Wenn zu Ihrem Haus ein Außengelände gehört, werden Sie sich auch zum Thema Garten Gedanken machen. Mit welchem (finanziellen) Aufwand Sie den Garten anlegen, hängt vor allem davon ab, ob es sich um ein Grundstück mit einem bereits kultivierten Garten handelt oder ob Sie von Grund auf neu starten. Zudem klaffen oft Ansprüche und Vorstellungen weit auseinander: Die eine Familie möchte vor allem eine Rasenfläche für Spiel und Spaß, andere folgen bei der Gestaltung einem bestimmten Motto oder Stil und formen ihren Garten zu einem kleinen Gesamtkunstwerk.

Übernehmen Sie eine Bestandsimmobilie, ist meist das Außengelände bereits gestaltet; hier stellt sich die Frage, was Sie ändern wollen. Viele lassen die Außenanlage erst einmal wie sie ist und gehen mit der Zeit daran, den Garten den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Manchmal passt die Außenanlage allerdings nicht zu den neuen Eigentümern oder ist in einem ungepflegten Zustand. Dann stehen Sie ebenso wie bei einem Neubau vor einem größeren Gartenprojekt.

Wenn Sie Ihr Haus „auf der grünen Wiese“ bauen, wird die gesamte Grundstücksfläche neu gestaltet, also Garten, Garage oder Carport mit Zufahrt, Wege und Terrassen. Sie haben einerseits die Freiheit, alles nach eigenen Wünschen zu gestalten, andererseits benötigen Sie möglicherweise ein höheres Budget, um den Garten anzulegen.


So bereiten Sie Ihr Gartenprojekt vor: Fünf Schritte

1. Das Gelände ausmessen

Bevor die Arbeitsgeräte anrollen, gibt es einige Vorarbeiten. Zum einen gehört dazu die genaue Erfassung der Ausgangsvoraussetzungen. Tragen Sie zusammen, welchen Schnitt Ihr Grundstück hat. Bei Altimmobilien müssen Sie einen aktuellen Plan anfertigen, der alle Wege, Gartenhäuser und größere Bäume enthält. Prüfen Sie, an welchen Stellen das Gelände tiefer liegt, wo es Steigungen gibt, wie der Boden beschaffen ist. Da es in der Zukunft häufiger zu Extremwetter-Ereignissen mit starken Niederschlägen kommen wird, ist die Frage des Wasserabflusses wichtig – entweder in eine gut platzierte Sickergrube oder in Drainage und Kanalisation. Schreiben Sie zudem auf, welche Teile vom Garten besonders viel Sonne oder Schatten erhalten. Das ist für die Auswahl der Pflanzen wichtig. Ist Ihr Grundstück bereits eingezäunt? Wie ist die Lage in Bezug auf Nachbargärten?

2. Ihre Wünsche zusammenstellen

Als nächstes kommt Ihre Wunschliste ins Spiel. Schließlich wollen Sie den Garten so anlegen, dass er optimal zu Ihren Bedürfnissen passt. Essen Sie gern auf der Terrasse? Dann sollte sie ausreichend Platz für Tische und Stühle für mehrere Personen bieten. Sie laden oft zum Grillabend ein? Dann lohnt sich ein fest installierter Grill. Sie haben Kinder oder bekommen häufig Besuch von Familien mit Kindern? Planen Sie einen Spielbereich ein. Kleine Kinder freuen sich über eine Sandkiste oder ein Planschbecken, größere Kinder mögen eine Rasenfläche, auf der auch Ball gespielt werden kann. Klettergerüste oder Schaukeln gibt es in großer Auswahl – alle benötigen jedoch ausreichend Platz.

Weitere Punkte auf Ihrer Wunschliste könnten sein

  • eine gemütliche Ecke, um den Garten auf einer Bank oder Sitzecke zu genießen
  • Platz für größere Feiern im Festzelt oder mit der Biertischgarnitur
  • ein Platz zum Sonnenbaden
  • ein Teich für Zierfische oder Pflanzen
  • eine Ecke für den Kräutergarten
  • ein Swimmingpool

3. Die Grundstücksgrenzen gestalten

Denken Sie auch über die Grundstücksgrenzen nach: Wie soll das Areal zur Straße hin abgegrenzt werden, wie zu den Nachbarn? Gibt es Sicherheitsfragen zu berücksichtigen, zum Beispiel gegen unbefugtes Betreten? Haben Sie kleine Kinder oder Haustiere, die nicht auf die Straße laufen sollen? Welcher Zaun, welche Mauer oder Hecke passt zum Stil des Hauses und des Gartens?


4. Eine Skizze erstellen

Sobald Sie die Voraussetzungen und Ihre Wünsche im Detail zusammengetragen haben, geht es an die eigentliche Planung. Skizzieren Sie Ihre Vorstellung vom Garten auf einem großen Bogen Papier oder nutzen Sie ein Online-Planungstool.

Wenn Sie eine Bestandsimmobilie gekauft haben, hat sich dieses Vorgehen bewährt: Sie erstellen eine Liste mit allen vorhandenen Elementen wie Terrassen, Einzelpflanzen, Geräteschuppen und anderen Objekten. Dann gehen Sie die Liste Stück für Stück durch und bewerten, was Sie behalten möchten und was nicht. Anschließend skizzieren Sie, wie Sie Ihren „neuen“ Garten anlegen wollen.

 

5. Eine Fachmeinung einholen

 

Nun haben Sie Ihre Vorstellungen so weit konkretisiert, dass Sie die Skizze mit einem Gartenbaubetrieb, einer Gärtnerei oder einem Landschaftsarchitekten besprechen können. Die Fachleute beurteilen, ob beispielsweise der Boden für Ihre Planungen geeignet ist.

Geht es darum, den Garten komplett neu anzulegen, sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden. Professionelle Gartenbauer haben nicht nur das richtige Gerät, sondern wissen auch, wie sie den Garten so anlegen, dass die Eigentümer sich dort schnell wohlfühlen.

Interessant ist insbesondere der Kostenvoranschlag, den der Gartenbaubetrieb oder Landschaftsarchitekt erstellt. Jetzt können Sie entscheiden, ob Sie alle Ihre Wünsche sofort verwirklichen oder in mehrere zeitlich gestaffelte Schritte aufteilen.


Garten anlegen im Detail

Das Projekt Garten anlegen besteht aus vielen Einzelschritten. Jeder Einzelposten lässt sich beziffern, sodass Sie durch die Auswahl von günstigeren Varianten – zum Beispiel bei der Anlage der Terrasse – die Gesamtkosten beeinflussen können.

Dies sind die üblichen Aufgaben und Kostenpunkte:

  • Boden vorbereiten

Untersuchen Sie den vorhandenen Boden auf dem Neubaugrundstück oder rings um die Bestandsimmobilie. Finden Sie heraus, ob Ihr Boden eher ein Sandboden ist, ein Lehmboden oder ob Muttererde mit Humus vorhanden ist. Die meisten Böden sind Mischböden mit einer eher sandigen oder lehmigen Ausprägung.

Wichtig ist auch die Nährstoffanalyse. Testen Sie den pH-Wert Ihres Bodens, die nötigen Geräte finden Sie im Baumarkt. Um einen Garten anzulegen, sollte der pH-Wert idealerweise bei einem Mittelwert zwischen sauer und alkalisch liegen. Wenn Sie mit der bestehenden Bodenqualität keinen Garten anlegen können, müssen Sie den Boden austauschen oder durch Zugabe von anderen Böden oder Dünger die Qualität verbessern.

  • Wege und Zufahrten

Die Auswahl an Materialien für die Pflasterung ist unüberschaubar groß. Wählen Sie den Stein, der am besten zu Ihren Vorstellungen und zu Ihrem Budget passt, bereiten Sie den Untergrund für Wege und Flächen vor und setzen Sie dann die Steine. Der Unterbau ist entscheidend für die Haltbarkeit der Wege; vor allem wenn Sie den Weg auch mit dem Pkw nutzen wollen, ist Stabilität wichtig. Kleinere Wege legen Sie mit einer Kies- oder Split-Schicht an, die ebenfalls auf einem Schotterbett zu liegen kommt.

  • Terrasse

Die Terrasse kann zum zweiten Wohnzimmer werden – entsprechend lohnt es sich, diesen Bereich sorgfältig zu planen. Zur gelungenen Terrasse gehört der Übergang vom Haus: ebenerdig oder mit einer sicheren, breiten Stufe oder kleinen Treppe. Eine Terrasse kann aus mehreren Bereichen bestehen oder das Haus umlaufen. Die Gestaltung der Terrasse sollte zum Architekturstil und auch zur Größe des Hauses passen.

Bei der Auswahl der Materialien haben Sie die Wahl zwischen Holz, Stein, Beton oder Dielen aus Verbundstoffen. Als Kriterien gelten Witterungsbeständigkeit und Optik. Verschiedene Materialien speichern Hitze unterschiedlich, manche verschmutzen schnell, andere eignen sich nicht zum Barfußlaufen und wieder andere lassen sich schwer verlegen: eine komplexe Entscheidung.

Zum Terrassenbelag kommen dann Terrassenmöbel wie Tische und Stühle hinzu. Als Sonnenschutz kommt je nach Sonneneinstrahlung und Nutzung ein Schirm infrage, oder Sie entscheiden sich für einen fest installierten Sonnenschutz aus Markise oder Überdachung. 

  • Rasen

Je nach Nutzungswunsch wählen Sie eine robuste oder Zierrasenart, entscheiden sich für Rollrasen oder säen selbst aus.

  • Zaun oder Hecke

Bei der Entscheidung Zaun oder Hecke sollten Sie Sonne, Wind und Sichtschutz berücksichtigen. Informieren Sie sich, wie schnell die verschiedenen Heckenpflanzen wachsen, und überlegen Sie sich, wie viel Arbeit die jeweilige Hecke macht. Das Aufstellen eines Zaunes ist der Pflanzung einer Hecke vergleichbar. Der Zaun braucht jedoch weniger Pflege.

  • Bäume und Beete

Bäume und Beete bestimmen maßgeblich den Charakter Ihres Gartens. Nehmen Sie sich Zeit, die Pflanzen zusammenzustellen, und lassen Sie sich von Ihrer Gärtnerei beraten. Ob sich die gewünschte Pflanzenpracht entfaltet, hängt wesentlich vom Boden und der richtigen Pflege ab. Es gibt zahlreiche schnell wachsende Baumarten, die schon bald als Schattenspender dienen können.

  • Extras

Wenn Sie einen Teich oder Swimmingpool anlegen, sichern Sie ihn so, dass kleine Kinder keinen unbeaufsichtigten Zugang haben. Ein Tipp für Neubauten: Lassen Sie die Grube für Teich oder Schwimmbad schon während der Bauphase ausheben, so muss der Bagger nicht zweimal anrücken.


Was kostet es, wenn Sie einen Garten anlegen?

Persönliche Beratung

Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Bausparen und Baufinanzierung – Beratung vor Ort durch unsere Heimatexperten-144x173Beratung vereinbaren

Experten beziffern die Kosten für das Garten-Anlegen bei einem Neubau mit bis zu 15 Prozent des Hauspreises. Darin ist dann die gesamte Außengestaltung einschließlich Umzäunung samt allen Wegen und Einfahrten enthalten. Nach einer Faustformel können Sie davon ausgehen, dass für jeden Quadratmeter Garten anlegen zwischen 30 und 70 Euro anfallen. Bei einem Außengelände von 500 Quadratmetern wären das 15.000 bis 35.000 Euro. Besonderheiten wie Hanglage oder teure Extras wie Swimmingpools sind darin allerdings nicht enthalten.

Ob Sie die Sanierung einer geerbten Bestandsimmobilie oder einen Neubau planen: Beziehen Sie die Kosten für die Gartengestaltung von vornherein in die Finanzierung ein. Dann haben Sie gleich das passende Budget zur Verfügung und decken sämtliche Aufwendungen mit Ihren monatlichen Kreditraten ab. In allen Finanzierungsfragen bieten Ihnen die Heimatexperten von Schwäbisch Hall eine ausführliche, persönliche Beratung und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Finanzierungsplan. Ob Sofortfinanzierung oder längerfristiges Projekt: Bausparen bietet Ihnen die Möglichkeit, sich schon jetzt niedrige Zinsen zu sichern, auch wenn Sie erst in mehreren Jahren über die Mittel verfügen wollen.

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