Wintergarten-Anbau planen

  • Standort festlegen
  • Fundament & Trägerkonstruktion
  • Wärmehaushalt & Lüften

Ein Wintergarten-Anbau steigert Ihre Wohnqualität: Sie gewinnen ein Zimmer hinzu, können in der kalten Jahreszeit „draußen“ sitzen und haben einen Ort, um Gartenpflanzen frostgeschützt zu überwintern. Lesen Sie hier, auf was Sie beim Anbau eines Wintergartens achten müssen.


Wintergarten-Anbau: Standort festlegen

Falls Sie die Möglichkeit haben, zwischen verschiedenen Standorten für Ihren Wintergarten-Anbau auszuwählen, sollten Sie gut überlegen, welche Bedürfnisse dieser erfüllen soll.

  • Den größten Nutzen von der Sonneneinstrahlung hat naturgemäß ein nach Süden gehender Wintergarten-Anbau. Er muss aber vor allem im Sommer durch Klimatisierung vor Überhitzung geschützt werden, zum Beispiel durch eine Klimaanlage, Jalousien und effektives Lüften.
  • Ist der Anbau nach Westen ausgerichtet, kann man davon ausgehen, dass er die Sonnenwärme bis in die Abend- und Nachtstunden mitnimmt, während eine Ostlage im Sommer spätestens ab dem Mittag oft einen kühlen, weil schattigen Platz verspricht.
  • Ein Wintergarten-Anbau, der in Nordrichtung angelegt ist, profitiert am wenigsten von solarer Aufheizung. Diese kann nur geringfügig die Heizungsanlage unterstützen, die Sie natürlich brauchen, wenn Sie sich auch in den kalten Jahreszeiten in Ihrem Wintergarten wohlfühlen wollen.

Anbau Wintergarten finanzieren

Ganz gleich, wo Sie Ihren Wintergarten-Anbau am Haus anbringen, ist neben einer guten Planung auch eine gute Finanzierung notwendig. Unsere Heimatexperten vor Ort besprechen gerne mit Ihnen wie Ihr persönlicher Finanzierungsplan aussehen kann. Lassen Sie sich jetzt beraten. Am besten vereinbaren Sie gleich einen Beratungstermin mit uns.

 

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Fundament & Trägerkonstruktion

Für Ihren Wintergarten-Anbau benötigen Sie ein Fundament aus Beton – selbst wenn die Lasten eines Wintergartens deutlich geringer ausfallen, als bei einem normalen Hausanbau. Es gelten aber die gleichen Anforderungen an Fundament, Bodenplatte & Co. Oft gehen viele Hausbesitzer davon aus, dass ein Wintergarten-Anbau, der auf eine bereits vorhandene Terrasse gestellt wird, kein Fundament benötigt. Kontrolliert werden muss auf jeden Fall, ob

  • die Terrasse ausreichend tragfähig ist,
  • sie womöglich ein (manchmal kaum wahrnehmbares) Gefälle hat,
  • eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit und
  • die nötige Wärmedämmung vorhanden ist.

Planen Sie gar Ihren Balkon zum Wintergarten zu machen, muss auf jeden Fall geprüft werden, ob der Balkon das Gewicht des Wintergarten-Anbaus tragen kann. Wenn nicht, braucht es eine zusätzliche Abstützung des Balkons. Am besten ziehen Sie hierfür einen Experten zu Rate.

Die Trägerkonstruktion für den Wintergarten-Anbau, kann aus Holz, Aluminium oder Kunststoff bestehen. Jedes Material hat seine Vorteile: Holz hat eine warme Ausstrahlung, ist aber pflegeintensiv. Aluminium gilt als belastbar und pflegeleicht. Kunststoff wiederum ist nur etwas für kleinere Wintergärten. Es senkt zwar die Kosten, mindert aber auch dessen Stabilität. Als besonders beliebt hat sich ein Mix aus Holz für die Innenkonstruktion und Alu für die Außenstruktur erwiesen.
 

Alu oder Holz – welches Material ist besser für den Wintergarten-Anbau?

  • Aluminium-Wintergärten sind wegen des geringen Gewichtes, der Korrosionsbeständigkeit und gleichzeitigen Festigkeit des Materials sehr beliebt. „Pulverbeschichtete und einbrennlackierte Alu-Profile sind extrem pflegeleicht und haben eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer“, so Dr. Spenke vom Bundesverband Wintergarten. Und weiter: „Hier ist auch auf die Zertifizierung des Herstellers der tragenden Aluminiumkonstruktion nach DIN EN 1090 und das dazugehörige CE-Zeichen zu achten.“
  • Der Wintergarten-Anbau aus Holz zeichnet sich durch eine warme, wohnliche Atmosphäre aus und bietet eine gute Wärmedämmung. Dies kann auch im Zusammenhang mit den Vorschriften der deutschen Energieeinsparverordnung von Bedeutung sein. Bei der Fertigung kommt meist kein Massivholz zum Einsatz, sondern verleimtes Brettschichtholz, idealerweise aus nachhaltiger Bewirtschaftung und -produktion. Es verfügt in puncto Stabilität, Rissbeständigkeit und Wärmedämmung über bessere Eigenschaften. Der Nachteil des Naturmaterials Holz ist seine Wetteranfälligkeit. Es muss außen vor Niederschlägen und Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Wintergarten-Anbau: Das Dach

Nach Fundament und Trägerkonstruktion ist das Wintergartendach ein Thema. Ebenso wie bei einem herkömmlichen Neu- oder Anbau, können Sie aus verschiedenen Dachformen auswählen.

  • Ein Pultdach zeichnet sich durch eine verhältnismäßig einfache Konstruktion aus. Es besteht aus einer meist nur gering geneigten Dachfläche – genau wie bei einem modernen Flachdach. Pultdächer sind derzeit beliebt und häufig in Neubaugebieten anzutreffen.
  • Das Sattel- oder Giebeldach ist der Klassiker und kommt am häufigsten vor. Diese Dachform – mit zwei entgegengesetzt geneigte Flächen – lässt im Vergleich zum Pultdach mehr Licht herein. Ein wichtiger Aspekt für Wintergarten-Anbauten, die nicht direkt nach Süden ausgerichtet sind.
  • Ein weiterer Typ ist das Pavilliondach. Sein Einsatzgebiet: Runde bzw. halbrunde Mehr-Eck-Konstruktionen. Diese Dachform ordnet dreieckige Dachelementen fächerartig an und wird oftmals für freistehende Wintergärten, die nicht ans Haus angebaut sind, genutzt.

Unabhängig davon, für welchen Dachtypen Sie sich entscheiden: im Sinne eines harmonischen Gesamtbildes, sollte die gewählte Wintergartendachform zu Ihrem Haus passen.

Genehmigungspflicht für Wintergarten-Anbau?

Ein Wintergarten-Anbau kann bauanzeigepflichtig oder baugenehmigungspflichtig sein. Das hängt von seiner Größe ab und davon, ob er beheizt werden soll. Bauen Sie keine Heizung ein, können Sie in einigen Bundesländern auf eine Baugenehmigung verzichten. Fragen Sie jemanden, der sich mit den Vorschriften für den Anbau eines Wintergartens in Ihrem Bundesland auskennt:

  • Ihren Architekten,
  • den Hersteller Ihres Wintergarten-Bausatzes oder
  • Ihr zuständiges Landesbauamt.

Vor allem große Wohnwintergärten sind oftmals genehmigungspflichtig.

Wintergarten-Anbau mit Heizung, Verglasung & Co

Wenn Sie sich für einen Kaltwintergarten entscheiden, brauchen Sie sich um Heizung oder Isolierung weniger Gedanken zu machen – beides ist hier nicht vorgesehen. Anders sieht es bei einem Wohnwintergarten-Anbau aus: Normalerweise kann die Wintergartenheizung an das Heizsystem des bestehenden Gebäudes angeschlossen werden. Heizkörper sollten dabei stets an den kältesten Stellen installiert werden, also im unteren Bereich der Glasflächen. Um die schöne Sicht nach draußen nicht zu beeinträchtigen, bieten sich niedrig gebaute Heizkörper an, die zum Teil sogar in den Boden eingelassen werden können.

Nicht zu empfehlen ist dagegen eine Fußbodenheizung. Sie braucht zu lange zum Hoch- und Herunterfahren – somit kann man nicht schnell genug auf die sich verändernde Sonneneinstrahlung reagieren.


Wichtig: Qualität der Verglasung


Die Verglasung Ihres Wintergartens ist laut Bundesverband ein weiterer tragender Bestandteil bei der Erstellung Ihres Anbaus. Zum einen muss sie Schall-, Sonnen- und Einbruchschutz in einem sein, zum anderen ist sie für Wärmeverluste (in der Heizperiode) und Erwärmung des Wintergarten-Anbaus verantwortlich.

Für den beheizten Wintergarten eignet sich daher kein Einfachglas. Hier kommt ein Mehrscheiben-Isolierglas oder Wärmedämmglas zum Einsatz. Zudem kann das Glas unterschiedlich beschichtet sein, und sich beispielsweise „selbst reinigen“, was Ihnen eine aufwändige Fensterwäsche erspart. Übrigens: Fensterflächen, die als Wintergartendach montiert werden, müssen den besonderen Bestimmungen für Überkopfverglasung entsprechen.
 

Beschattung ist unabdingbar

Spezielle Sonnenschutzgläser mit Beschichtung halten bis zu 80 Prozent der Wärmestrahlung ab. Darüber hinaus sind Wintergarten-Markisen, Sonnensegel, Rollos oder Vorhänge eine sinnvolle Form der Beschattung für Ihren Anbau als Wintergarten. Systeme von innen sind dabei aber eher die zweite Wahl, da die Wärme bereits im Innenraum angekommen ist und mit einer Lüftung abgebaut werden muss. Wirkungsvoller ist eine Außenbeschattung – die auch auf natürlichem Wege durch Bäume oder Pflanzen erfolgen kann.


Besonders wichtig: effektives Lüften

Ebenso wichtig wie Heizung, Verglasung und Beschattung ist eine effektive Lüftung für Ihren Wintergarten-Anbau. Zu diesem Zweck können Sie Dachlüftungsklappen einbauen, ebenso wie Oberlichter, Schiebetüren oder -fenster. Ein rascher Luftaustausch ist gewährleistet, wenn gleichzeitig Lüftungsklappen im Wintergartendach und in Bodennähe geöffnet sind. Dabei entweicht die warme, verbrauchte Luft nach oben, während von unten kühle Frischluft nachströmt.

Eine andere Möglichkeit stellen motorische Lüftungssysteme dar, die den Austausch von Zu- und Abluft im Wintergarten-Anbau automatisch regeln oder über Smart-Home-Systeme gesteuert werden können. Moderne Motorgebläse verursachen dabei kaum noch Geräusche. Wenn Sie lärmempfindlich sind, fühlen Sie sich vielleicht dennoch gestört, etwa wenn Sie den Wintergarten als Arbeitsplatz nutzen.

Wichtig ist, im sensiblen Bereich Heizung und Lüftung alle Elemente optimal aufeinander abzustimmen. In der Regel sollten Sie hier einen Fachmann zu Rate ziehen.


Gute Beratung ist unverzichtbar

Bei der Finanzierung eines Wintergarten-Anbaus ist es wichtig, alle Schritte im Blick zu haben. Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit für Sie da, wenn Sie Fragen haben. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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