Küche renovieren: Schick, funktional, intelligent

  • Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
  • Rücken schonen durch höhere Arbeitsflächen
  • Smarte Technologie bei Kochen und Backen

Serie Generationenwechsel, Folge 5: Eigentümer, die Ihr Haus oder Ihre Altbauwohnung renovieren, möchten meist im selben Zug auch die Küche renovieren. Denn gerade hier gibt es nach jahrzentelangem Gebrauch oft dringenden Handlungsbedarf. Erfahren Sie hier, was Sie dabei beachten sollten.


Die alte Küche renovieren – oder neu planen?

Wer eine Küche renovieren möchte, stellt dabei oft hohe Ansprüche an Funktionalität, Komfort, Ergonomie und Energieeffizienz. Sind Sie Hobbykoch und brauchen viel Platz für Ihr Profi-Equipment? Oder legen Sie eher Wert auf eine praktische, pflegeleichte Küche? Prüfen Sie zuallererst Ihren persönlichen Anspruch, bevor Sie die Küche modernisieren.

Geräte wie Backofen, Kühlschrank und Geschirrspüler entsprechen vielleicht nicht mehr Ihren Erwartungen oder den aktuellen Standards und sind zudem Energiefresser. Sind sämtliche Flächen und Geräte in die Jahre gekommen und schwer zu modernisieren, wird es notwendig, dass Sie eine neue Küche planen und die bestehende komplett auszutauschen. Schließlich bieten moderne Küchen auch mehr Raum für Geselligkeit und Barrierefreiheit.

Sind das Mobiliar und die Geräte hingegen noch nicht allzu veraltet, kann es auch ausreichen, wenn Sie die bestehende Küche umgestalten und einzelne Elemente austauschen. Dabei können bereits kleine Tricks viel bewirken und Ihrer Küche einen modernen Look verpassen.


Die Küche renovieren mit kleineren Maßnahmen

Wenn Sie Ihre Küche renovieren, können Sie mit kleineren Veränderungen bereits viel bewirken:

  • Erneuerung  der Fronten. Bei Einbauküchen mit genormten Maßen lassen sich alte Fronten oft problemlos gegen Neuteile austauschen. Passen neue Standard-Fronten nicht auf Geräte und Schränke, fertigen Fachbetriebe maßgerechte Teile an. 
  • Austausch von Arbeitsplatten. Ziehen Sie hierfür einen Fachmann hinzu, bevor Sie diesen Teil der Küche renovieren. Denn je nach Montagetechnik der alten Platten kann es schwierig sein, sie von den Unterschränken zu lösen - wenn beispielsweise Silikonkleber benutzt worden ist.
  • Erneuerung der Beleuchtung. Eine moderne Beleuchtung kann den Gesamteindruck deutlich verbessern. Mit energiesparenden LED-Lampen setzen Sie helle und farbige Akzente. Lichtleisten unter den Hängeschränken spenden Licht für Arbeitsflächen. Auch die Innenbeleuchtung von Schränken setzt ein optisches Highlight. 
  • Neue Griffe. Eine der einfachsten kleinen Maßnahmen ist der Austausch der Griffe. Ob bunt, metallisch oder aus Holz: Die Auswahl ist hier groß.

Die Küche renovieren – Wände einreißen

Natürlich gehört mitunter mehr dazu, als nur ein paar Fronten auszutauschen, falls Sie Ihre Küche modernisieren wollen. Oft entsprechen die Anordnung und Raumaufteilung nicht mehr den Vorstellungen einer zeitgemäßen Küche. Denn die Rolle der Küche innerhalb des Hauses hat sich stark verändert. Früher war sie ein reiner Arbeitsbereich, heute ist sie in vielen Haushalten kommunikativer Mittelpunkt.

Wenn Sie Ihre Küche renovieren und dabei neu anordnen möchten, müssen möglicherweise – soweit statisch möglich – einige Wände entfernt werden. Prüfen Sie nicht nur die Statik, sondern mithilfe eines Mess- oder Ortungsgeräts, ob Wasser- oder Stromleitungen durch die Wände verlaufen. Bei Metallrohren sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen, der die Leitungen umlegt.

Denken Sie bei einer solchen weitreichenden Küchenrenovierung sowohl an die Ergonomie als auch die Barrierefreiheit – beides lebt von ausreichend großem Raum.


Home Office in der renovierten Küche

Die Küche ist häufig nicht nur kommunikativer Mittelpunkt, sie kann auch ein alternativer Arbeitsbereich sein. Auch Esstisch oder Tresen eignen sich zum Arbeiten, wenn Sie kein eigenes Arbeitszimmer zur Verfügung haben.

Denken Sie an die Anschlüsse der Steckdosen, wenn Sie Ihre Küche renovieren und Möglichkeiten zum Arbeiten schaffen möchten. Schließlich kommen Laptop und Handy kaum den ganzen Tag ohne Strom aus. Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen lösen das Problem, falls keine Steckdose in nächster Nähe ist. Tipp: Schaffen Sie in der Küche außerdem Platz für Ihre Büroutensilien. Unterlagen, Stifte und Laptop können in Schubläden oder Türsystemen bestens verstaut werden.

Wenn Sie einen Küchentresen haben, können Sie zwischendurch auch im Stehen arbeiten. So beugen Sie Rücken- oder Nackenschmerzen vor.

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Die Küche renovieren: Denken Sie an Ihren Rücken

Ergonomische Aspekte sind nicht nur wichtig, wenn Sie Ihre Küche renovieren und als Arbeitsbereich nutzen. Auch beim Kochen sollten Sie an Ihren Rücken denken. Entscheidend für ein angenehmes Arbeiten ist die Höhe der Arbeitsflächen. Ständiges Bücken ist Gift für den Rücken. Als Anhaltspunkte für eine individuell angepasste Höhe wird bei einer Körpergröße von 1,75 Metern eine Höhe von 95 Zentimetern empfohlen. Für Hobbyköche ab einer Größe von 1,95 Meter sollten es mindestens 110 Zentimeter sein.

Sie möchten Ihre Küche renovieren und nicht komplett entfernen? Mit folgenden Möglichkeiten können Sie die Arbeitsfläche der bestehenden Küche erhöhen:

  • Setze Sie die gesamte Küchenzeile auf Stellfüße. Wichtig ist dabei, dass sie alle die exakt gleiche Höhe haben.
  • Auch durch eine höhere Arbeitsplatte, etwa aus Granit, lassen sich einige Zentimeter dazu gewinnen.
  • Alternativ  können Sie ein gefliestes Podest unterhalb der Küche bauen. Hier ist eine exakte Ausführung wichtig, ziehen Sie im Zweifel einen Fachmann hinzu.

Auch durch technologische Erneuerungen wird die Arbeit in der Küche entspannter. Viele Küchengeräte lassen sich inzwischen intelligent miteinander vernetzen – Stichwort „Smart Home“. Das gilt auch für das Herzstück jeder Küche: den Herd.


Der Herd als Herz der Küche

Der Herd ist eines der Geräte, die bei einer Küchenrenovierung oft erneuert werden. Ob es ein freistehender Herd, eine Kochinsel oder ein Einbaugerät sein soll, ob Sie auf Ceran- oder Induktionsfeld setzen, haben Sie vielleicht schon entschieden. Es gibt auch Herde mit sogenannten Domino-Kochfeldern, einer Kombination aus Ceran und Induktion. Wählen Sie beim Kauf Geräte mit möglichst hohem EU-Energielabel. Die Palette reicht von A+++ (höchste Stufe) bis D. Durch den geringeren Energieverbrauch amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten eines solchen Gerätes relativ schnell.

Die Senkung des Energieverbrauchs ist nur einer der vielen Vorteile, die intelligente Küchenlösungen bieten. So können Sie die Küche renovieren und danach Strom sparen. Unter dem Oberbegriff Smart Cooking hat sich eine Technik etabliert, die nicht nur enorm sparsam arbeitet, sondern auch ein deutliches Plus an Bedienungskomfort bietet.


Die Küche renovieren und smart ausstatten

Im Grunde können Sie inzwischen in der Küche alle Küchengeräte in smarter Variante wählen:

  • Smarte Backöfen regeln die Temperatur beim Braten und Kochen eigenständig nach Garzustand des Gerichts. Sie sorgen so dafür, dass auch komplizierte Gerichte gelingen. Und sie erhöhen den Komfort – etwa durch Bedienung per App vom Sofa.
  • Smarte Herde kommunizieren auch mit anderen Küchengeräten, etwa dem Dunstabzug. Manche Dunstabzugs-Modelle sind sogar direkt ins Kochfeld integriert. Durch die Vernetzung mit dem Herd arbeiten sie immer nur so stark, wie es gerade notwendig ist.
  • Intelligente Geschirrspüler nutzen zum Beispiel die Abwärme des abgeschalteten Backofens, um die Erhitzung des Spülwassers zu unterstützen.
  • Smarte Kühlschränke sind mit einer Kamera im Innern ausgestattet. So können Sie per App im Supermarkt sehen, ob Sie noch Eier oder Milch vorrätig haben. Manche Modelle benachrichtigen sogar den Besitzer, falls die Kühlschranktür offensteht.

Die Auswahl an smarten Lösungen wird immer größer und für die Bedienung per App oder Smart-Home-System müssen Sie kein Technikprofi sein. Einziges Manko: Smarte Küchengeräte haben immer noch ihren Preis. Ob Sie Ihre Küche renovieren und dabei direkt smart ausstatten, hängt somit auch von Ihrem eigenen Budget ab.


Die Küche renovieren und typische Fehler vermeiden

Kalkulieren Sie genau, bevor Sie als Eigentümer die bestehende Küche renovieren, um gängige Fehler zu vermeiden, die die Maßnahmen unnötig verteuern.

Überlegen Sie, wie die Küche geschnitten sein soll und welcher Stil zu Ihnen passt, wenn Sie die Küche planen. Aktuell sind Küchen in dunklen Tönen wie Schwarzbraun oder Grau und Naturmaterialien im Trend. Prüfen Sie außerdem, ob alle notwendigen Gas-, Strom- und Wasseranschlüsse für Ihre Umgestaltungswünsche vorhanden sind.

Wenn Sie Ihre Küche renovieren und weitreichende Maßnahmen planen, eröffnen sich viele Möglichkeiten. Klären Sie für sich die wichtigsten Aspekte und prüfen Sie, welche Elemente Sie beibehalten und welche ausgetauscht werden:

  • Spüle, Arbeitsplatten und Schränke
  • Zahl der benötigten Schränke, Art der Schranktüren
  • Art des Herdes (eingebaut oder freistehend in einer Kochinsel, mit Ceran-, Gas- oder Induktionskochfeld, Backofen integriert oder separat)?
  • benötigte Elektrogeräte
  • Wasser-, Strom- und gegebenenfalls Gasversorgung

Ist diese Liste abgearbeitet, haben Sie einen guten ersten Überblick. Nützlich kann bei der Vorbereitung auch ein Online-Planer aus dem Internet sein. Damit können Sie maßstabsgetreu und virtuell Ihre Küche planen. Eine gute Vorbereitung hilft Ihnen dabei, Ihre Küche so zu renovieren, dass Sie lange Freude an ihr haben – und am Ende nicht Ihr Budget sprengen.


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