Stufe für Stufe: So gelingt die Treppenrenovierung

Knarrende Stufen, ausgeblichene Farben, Kratzer im Geländer? Mit einer Treppenrenovierung bringen Sie eines der wichtigsten Elemente im Haus wieder in Schuss. Einiges können Sie dabei selbst erledigen, für andere Arbeiten sollten Fachleute hinzugezogen werden. Schließlich kommt es nicht nur auf die Optik an, wenn Sie Ihre Treppe renovieren. 


Bei Treppenrenovierung auch auf Sicherheit achten

Stabilität ist entscheidend für eine sichere Treppe. Bevor Sie sich ästhetischen Fragen der Treppenrenovierung zuwenden, sollten Sie also zunächst prüfen, wie es um die Sicherheit bestellt ist:

  • Sind Stufen locker oder an den Trittkanten abgenutzt, sodass Stolper- oder Rutschgefahr besteht?
  • Ist das Tragwerk frei von Feuchtigkeit oder gar Fäulnis?
  • Falls es sich um eine Metalltreppe im Freien handelt: Wie stark hat sich Rost eingefressen?
  • Wie stabil sind Handlauf, Geländer und Geländerstäbe?
  • Ist die Tragfähigkeit der Treppe insgesamt noch gewährleistet?
  • Bei einer Steintreppe: Wie ausgetreten sind die Stufen? Haben sich schon Mulden gebildet?

Fragen Sie im Zweifel besser einen Fachmann um Rat. Der Sicherheitszustand der Treppe ist entscheidend für das weitere Vorgehen: Reicht es, die Treppe nur zu renovieren, also optisch zu erneuern, oder ist eine Komplettsanierung notwendig, vielleicht sogar ein Austausch?


Treppe renovieren oder austauschen?

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Rostbefallene Metalltreppen lassen sich nur mit hohem Aufwand sanieren. Hier sollten Sie kalkulieren, ob eine neue Treppe nicht sinnvoller ist. Lockere Geländerstäbe können Sie dagegen mit etwas handwerklichem Geschick selbst stabilisieren, indem Sie den Handlauf abmontieren, die Stäbe neu verkleben und zusätzliche Metallplättchen zwischen Handlauf und Stäben anbringen. Ist das Geländer zu stark lädiert, bietet sich allerdings auch hier ein Austausch an. Denken Sie dabei an die Zukunft – Stichwort: altersgerechtes Wohnen. Vielleicht möchten Sie einmal einen Treppenlift installieren lassen. Spätestens dann müsste das wackelige Geländer ohnehin ersetzt werden.
Funktionssichere Treppen, die lediglich unansehnlich geworden sind, können Sie selbst oder mithilfe eines Handwerkers relativ leicht wieder wie neu aussehen lassen. Sollten Sie nach einer gründlichen Überprüfung aller Sicherheitsaspekte zu dem Schluss kommen, dass eine einfache Treppenrenovierung nicht reicht, muss eine neue Treppe her. Treppenbau ist ein schwieriges und aufwendiges Gewerk. Daher kann je nach konkreter Situation in Ihrem Haus ein fünfstelliger Betrag anfallen. Sprechen Sie die Frage der Finanzierung mit einem Heimatexperten von Schwäbisch Hall durch. Er zeigt Ihnen die verschiedenen Optionen von der Sofortfinanzierung über einen Renovierungs- oder Modernisierungskredit bis zum vorausschauenden Ansparen eines ausreichend hohen Betrags – mit allen Zuschüssen und Förderungen, die das Bausparen mit sich bringt.

Das können Sie bei der Treppenrenovierung selbst erledigen

Wenn Sie sich rechtzeitig um den Zustand Ihrer Treppe kümmern, können sie diese mit der nötigen Pflege ansehnlich und funktionssicher halten. Zu den einfachen Arbeiten, die Sie selbst erledigen können, gehört das Ausbessern von unschönen Kratzern. Nachdem Sie die entsprechende Stelle mit Schleifpapier geglättet haben, tragen Sie etwas Klarlack auf. Bei farbigem Lack müssen Sie mit leichten Farbabweichungen rechnen, da es besonders bei älteren Treppen kaum möglich ist, den exakt gleichen Farbton für die auszubessernde Stelle zu finden. Gleiches gilt für abgeriebene Stellen auf dem Holz, für die manche Fachleute den Einsatz eines handelsüblichen Retuschierstifts empfehlen. Allerdings dürfte es auch hier schwierig sein, den genauen Farbton zu treffen. Polieren Sie die Stelle abschließend mit einem Baumwolltuch, können Sie das Ergebnis zumindest etwas verbessern.
Durch Holzstufen ziehen sich nach jahrelanger Benutzung manchmal hässliche Kerben. Sie lassen sich mit Wachskitt glätten. Im Handel sind auch spezielle Holzpasten erhältlich, mit denen sich kleinere Schäden beseitigen lassen. Nach dem Auftragen von Wachs oder Paste muss die ausgebesserte Stelle mit Schleifpapier geglättet werden.

 

Was tun bei knarrenden Treppenstufen?

Man's hand pointing to the old scratched wooden stairs' step in the house. Problems and solutions concept.
Abnutzungsspuren auf der Trittstufe werden mit einer neuen Treppenstufenverkleidung wieder unsichtbar. (Quelle: iStock-893478264-Fotoduets)

Knarrende Treppenstufen können ganz schön nerven. Wenn Sie Ihre Treppe selbst renovieren und das Knarren beseitigen wollen, müssen Sie als erstes die Stelle ausfindig machen, die das Geräusch verursacht. Manchmal sind kleine Risse im Holz schuld. Sie lassen sich beispielsweise mit Acryl verschließen. Sind die Risse etwas größer, können Sie die Zwischenräume mit schmalen Holzkeilen füllen, bis kein Spiel mehr möglich ist. Am gründlichsten gehen Sie vor, indem Sie knarrende Stufen mit drei oder vier Schrauben festziehen, die durch die Trittstufe in die Setzstufe gedreht werden. Die Trittstufe ist die begehbare Fläche der Stufe, die Setzstufe die senkrechte Fläche darunter.
Zur Beseitigung größerer Abnutzungsspuren haben Sie bei der Treppenrenovierung mehrere Möglichkeiten. Am einfachsten verfahren Sie mit einer neuen Treppenstufenverkleidung. Das ist ohne großen Aufwand möglich, geht schnell und schmutzt nicht. Verkleidungen gibt es in unterschiedlichen Materialien, Optiken und Dekors.


Ein neues Kleid für jede Treppe

Wichtig ist, alle Stufen zunächst einzeln auszumessen. Anschließend sind Schmutz und gegebenenfalls alte Beläge zu entfernen. Die genau zugeschnittenen Verkleidungen werden dann auf Tritt- und Setzstufen geklebt, dabei immer von oben nach unten arbeiten. Lassen Sie aber etwa einen Zentimeter Fugenbreite. Die Fugen werden später mit Silikon verfüllt, die Treppenkanten bei Bedarf mit einem Kantenprofil geschützt. Ein weiterer Vorteil dieser Art der Treppenrenovierung: Sie ist auf jedem Material möglich, sei es Holz, Stein oder Beton.
Etwas aufwendiger wird es, wenn Sie Ihrer Treppe einen komplett neuen Schutzanstrich geben. Lack, Lasur, Wachs oder Öl – bei der Wahl des passenden Anstrichs kommt es sehr auf die Art der Treppe an. Ist sie Wind und Wetter ausgesetzt, braucht sie eine wasserfeste Versiegelung. Während für weiche Hölzer elastische Wachssorten und Lasuren geeignet sind, können Sie für Hartholz einen trittfesten Lack mit hohem Härtegrad nehmen. Am besten lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten.


Treppenrenovierung: Auf die Vorbehandlung kommt an

Als erster Schritt auf Ihrem Renovierungsplan steht die Vorbehandlung der Treppe. Abgenutzte Beläge und Klebereste müssen mit einem Spachtel entfernt werden. Bei alter Farbe bieten sich dazu Schleifgeräte, Heißluftgebläse oder Beizmittel an. Achten Sie vor allem bei weichem Holz darauf, dass Sie die Treppe nicht beschädigen. Sie selbst sollten beim Schleifen aus Sicherheitsgründen stets eine Atemschutzmaske tragen.
Nach dem ersten Grobschliff ist meist noch ein Feinschliff notwendig. Dazu verwenden Sie am besten Schleifpapier. Zum Schutz vor Hautabschürfungen empfiehlt es sich, Arbeitshandschuhe zu tragen. Achten Sie darauf, dass alle Oberflächen vollkommen glatt sind, bevor Sie sich an den nächsten Schritt machen: die Grundierung.
Hierzu können Sie Lack oder Öl verwenden. Bevor Sie die Grundierung auftragen, müssen Sie alle Flächen sorgfältig von Staub befreien. Lack braucht mit rund zwei Stunden deutlich länger zum Trocknen als Öl (20 bis 45 Minuten). Die Zeiten können allerdings variieren. Beachten Sie die Herstellerangaben auf der Packung.


Versiegelung mit Lack oder Öl

Auch die Grundierung benötigt anschließend noch einen Schliff. Dabei sollte nur sehr feines Schleifpapier zum Einsatz kommen. Nachdem Sie den anfallenden Schleifstaub mit einem Tuch entfernt haben, kann es an die Versiegelung der Treppe mit Lack oder Öl gehen. Haben Sie sich für einen Lack entschieden, tragen Sie je nach Beanspruchung der Treppe mindestens zwei bis vier, eventuell sogar noch mehr Schichten auf. Für jede Schicht können sie eine Trockenzeit zwischen einer und drei Stunden einkalkulieren. Bis zum vollständigen Aushärten des Lacks dauert es circa sieben Tage. In dieser Zeit darf die Treppe nicht mit Schuhen betreten werden.
Bei einer Versiegelung mit Öl reichen nach Expertenangaben meist zwei Schichten unverdünnten Hartöls oder Hartwachsöls. Achten Sie darauf, dass das Öl komplett ins Holz eindringt. Noch feuchte Stellen können Sie mit einem saugfähigen Tuch abtupfen. So vermeiden Sie, dass Flecken entstehen.  

 

Treppenrenovierung mit Laminat

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Geölte Treppen brauchen weniger Zeit zum Trocknen und sehen natürlicher aus als lackierte Stufen, dafür müssen sie erfahrungsgemäß etwa alle drei Jahre zumindest an einigen Stellen nachbearbeitet werden. Wer sich das ersparen will, kann auch zu einer ganz anderen Lösung greifen und die Treppenrenovierung mit Laminat in Angriff nehmen.
Diese recht einfach anzubringende Variante in Parkettoptik lässt sich auf Holztreppen ebenso gut auslegen wie auf Beton, Stein, Metall oder Estrich. Vor dem Verlegen ist es notwendig, für glatte und saubere Oberflächen zu sorgen. Unbedingt an eine Trittschalldämmung denken! Wie bei Treppenverkleidungen aus anderen Materialien ist es zudem ratsam, vor dem Zuschneiden des Laminats jede Stufe einzeln auszumessen. Ein Handwerkertipp: Wenn Sie bei alten Holztreppen das Holz an einigen Stellen anbohren, bevor Sie den Kleber auftragen, findet dieser besser Halt. Und: Warten Sie vor dem Verlegen des Laminats 48 Stunden, damit sich das Material „akklimatisieren“ kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es sich verzieht. Grundsätzlich gilt auch bei der Treppenrenovierung: Im Zweifel lieber einen Fachmann beauftragen!

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