Pool selber bauen

  • Kosten und Aufwand
  • Vorgehensweise beim Poolbau
  • Technik und Ausstattung

Pool selber bauen – darauf sollten Sie achten

Sie träumen von einem Pool im Garten, damit auch zuhause das Urlaubsfeeling aufkommt? Wir verraten, wie Sie Ihren Pool selber bauen können – und worauf Sie dabei achten müssen. Erfahren Sie hier, wie Sie zu Ihrem ganz privaten Schwimmbecken kommen.


Pool selber bauen: Planschen oder Schwimmen?

Bevor Sie Ihren Pool selber bauen, sollten Sie sich die Frage stellen, welche Variante für Ihre Zwecke die richtige ist. Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, die sich in Kosten und Aufwand stark voneinander unterscheiden:

  • Die einfachste Variante, um einen Pool selber zu bauen, sind preisgünstige, leicht montierbare Mini-Pools aus dem Baumarkt. Ihre Außenwand besteht meist aus einem stabilen Gestänge mit wasserdichten Planen, das auf einen Kunststoffboden gesteckt wird. Solche kleinen Becken sind bereits für einige Hundert Euro zu haben.
  • Falls Sie einen Pool selber bauen möchten, in dem Sie richtig schwimmen können, müssen Sie mehr Aufwand betreiben. Die beliebten Stahlwandpools gibt es in einer Tiefe von 1,20 bis 1,50 Meter und in rechteckiger, ovaler und kreisrunder Form. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen einem Pool zum Aufstellen und der in den Boden eingelassenen Variante. Für ein großes Becken mit circa acht Meter Länge müssen Sie rund 2.000 Euro einplanen.  
  • Fast schon Schwimmbad-Gefühl erzielen Sie mit einem vorgefertigten Polyester-Becken, das in eine ausgehobene Baugrube eingelassen wird. Die Lücke zwischen der Poolwand und den Wänden der Grube wird mit Beton aufgefüllt. Nur sehr versierte Heimwerker können einen solchen Pool selbst bauen. Deshalb ziehen die Kosten hier noch einmal an. Ein Neun-Meter-Becken schlägt mit rund 10.000 Euro zu Buche.
  • Gemauerte Pools sind schließlich in jeder Form und Größe möglich und punkten durch ihre lange Haltbarkeit. Sie sind allerdings auch sehr aufwendig und arbeitskostenintensiv. Ohne fachmännische Vorkenntnisse sollten Sie eher davon absehen, diese Variante des Pools selber zu bauen.

Pool bauen lassen oder selber bauen?

Die professionellste Lösung stellen gemauerte Pools dar, die ins Erdreich eingelassen werden. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, diesen Pool selber zu bauen und überlassen Sie dies im Zweifel einem Fachbetrieb - wobei handwerklich geschickte Bauherren den Preis durch Eigenleistungen etwas drücken können. Insbesondere die Umgestaltung beziehungsweise Anpassung der Gartenanlage an die Poolumgebung können Sie in Eigenregie durchführen.


Bei der Planung müssen Sie außerdem vorab die rechtlichen Voraussetzungen prüfen. Zum Beispiel ist ab einer bestimmten Größe eine Baugenehmigung für den Pool erforderlich. Dies ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Auskunft bekommen Sie beim Bauamt oder Bauordnungsamt Ihrer Gemeinde.

So finanzieren Sie Ihren Pool

Die Entscheidung für oder gegen einen Pool, der im Erdboden verankert ist, hängt auch von der finanziellen Situation ab. Denn bei dieser Variante kommen schnell Kosten im niedrigen fünfstelligen Bereich zusammen.


Wenn Sie sich für einen im Boden eingelassenen Swimmingpool entscheiden und hierfür einen Kredit aufnehmen möchten, können Sie sich mithilfe unseres Finanzierungsrechner einen ersten Eindruck über unsere Konditionen machen. Unsere Heimatexperten informieren Sie daraufhin gerne in einem Gespräch über weitere Informationen und erstellen mit Ihnen ein Finanzierungsmodell, das zu Ihnen passt.

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Pool selber bauen: wichtige Vorüberlegungen

Bevor Sie Ihren Pool selber bauen, sollten Sie sich überlegen, wo der beste Standort im Garten liegt. Idealerweise ist der Pool gen Südosten ausgerichtet, da er so am längsten der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Außerdem wichtig: Büsche und Bäume sollten nicht in unmittelbarer Nähe zum Pool stehen – das erspart eine häufige Reinigung.


Im günstigsten Fall befinden sich Strom- und Wasseranschlüsse nicht allzu weit entfernt, sodass keine neuen Leitungen verlegt werden müssen. An einem Platz mit möglichst langer Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Wasser auf natürliche Weise. Das hilft, Heizkosten zu sparen. Ausgaben für die Wassererwärmung können Sie auch mit einer Solar-Poolheizung senken.

 

Bedenken Sie außerdem, wo Sie die technische Ausstattung des Pools unterbringen möchten, damit er sich später möglichst harmonisch in Ihren Garten einfügt.


Die Schritte des Poolbaus

Wenn Sie Ihren Pool selber bauen und ins Erdreich einlassen möchten, sollten Sie sehr gut abwägen, welche Schritte Sie in Eigenregie beziehungsweise mithilfe von Freunden übernehmen können. So sehen die einzelnen Phasen des Poolbaus aus:
  1. Boden ausheben: Mit einem ausgeliehenen Mini-Bagger können Sie den Boden durchaus selbst ausheben – wenn der Pool nicht allzu groß ausfällt. Lagern Sie die ausgehobene Erde, um sie später zum Ausfüllen der Wände zu nutzen.
  2. Bodenplatte legen: Pools, die ins Erdreich eingelassen werden, benötigen eine Bodenplatte. Möchten Sie Ihren Pool selber bauen, müssen Sie rundherum Baubohlen aufbauen und diese präzise ausrichten und fixieren. Auf den Abstandhaltern werden Stahlmatten ausgelegt, bevor die Bodenplatte aus Beton eingegossen wird. Die mit Baufolie geschützte Bodenplatte muss einige Tage abbinden. Engagieren Sie besser Profis, wenn Sie keine Vorkenntnisse haben.
  3. Beckenwände: Entscheiden Sie sich dafür, den Pool selber zu bauen, bieten sich fertige Einbau-Pools mit Stahlwanne Denn sie erleichtern den Poolbau. Alternativ können Sie die Wände mauern – auch hier ist eine exakte Ausführung wichtig. Außerdem kommtbei dieser Variante hinzu, dass die gemauerten Innenwände anschließend verputzt werden müssen. Hierfür eignet sich zum Beispiel Kalk-Zementmörtel.
  4.  Installation von Leitungen: Der nächste Schritt ist die Installation der Zu- und Abflussrohre. Hier ist es möglich, Vorarbeiten wie den Einbau der Leitungen selbst durchzuführen. Ob Sie alles selbst erledigen können oder besser auf einen Fachmann zurückgreifen, hängt von Ihren Heimwerkerkenntnissen ab.
  5.  Folie: Sind die Installationen erledigt, wird der Pool schließlich mit Folie ausgekleidet. Möchten Sie einen Großteil Ihres Pools selber bauen, können Sie diesen Schritt gut selbst ausführen. Achten Sie dabei darauf, die Folie möglichst faltenfrei auszulegen und gut abzudichten.
  6.  Zuletzt wird dann die direkte Poolumgebung gestaltet. Rutschhemmende Platten verhindern Unfälle am Beckenrand, Holzdielen sorgen für einen warmen Look.  

Pool selber bauen: freistehende Stahlwandpools

Bei einem freistehenden Stahlwandpool brauchen Sie zwar keinen Bagger, um die Erde auszuheben. Den Boden müssen Sie trotzdem vorab bearbeiten, bevor Sie den Pool bauen:

  • Tragen Sie die Grasnarbe (oberste Pflanzenschicht) mit einem Spaten ab
  • Ebnen Sie die Fläche und entfernen Sie dabei alle Steine und Wurzelreste. 
  • Verteilen Sie feinkörnigen Sand und ziehen Sie diesen glatt. Danach messen Sie mit der Wasserwaage, ob der Boden wirklich eben ist. Bereits kleine Gefälle können die Stabilität der Außenwände gefährden.
  • Danach empfiehlt es sich, die Erde unter dem Pool mithilfe einer Rasenwalze zu verdichten.
  • Abschließend breiten Sie auf der vorbereiteten Fläche ein Poolvlies aus und ziehen es glatt.

Die meisten freistehenden Stahlwandpools werden nach einem Stecksystem aufgebaut. Zuerst wird die untere Profilleiste zusammengesetzt, dann folgen die Wände, danach wird die Folie eingehängt. Auch hier ist es wichtig, präzise zu arbeiten.


Pool selber bauen: Technik und Ausstattung

Das Projekt Swimmingpool selber bauen ist allerdings mit Fertigstellung des Beckens noch nicht abgeschlossen. Für ungetrübte Badefreuden ist einiges an Technik und Ausstattung notwendig.

  • Zu- und Ablaufinstallationen,
  • Pumpe,
  • Filter und
  • ein sogenannter Skimmer
gehören zur obligatorischen Grundausstattung. Sie halten das Wasser klar und sauber. Dabei zieht der am Beckenrand angebrachte Skimmer Wasser von der Oberfläche. Die Pumpe drückt es anschließend in den Filter, von wo das gefilterte Wasser in den Pool zurücktransportiert wird. Dies geschieht meist mithilfe von Einlaufdüsen.

 

Grobe Verunreinigungen wie Zweige und Blätter lassen sich am besten mit einem Käscher herausfischen. Schmutzpartikel, die auf den Beckenboden gesunken


Der richtige pH-Wert des Wassers

Überhaupt ist die Wasserreinigung ein wichtiger Punkt. Dabei kommt es auch auf den pH-Wert des Wassers an, also die Maßzahl für dessen basische oder saure Eigenschaften. Vom pH-Wert hängt unter anderem die Augen- und Hautverträglichkeit des Wassers ab. Idealerweise liegt er zwischen 7,0 und 7,6.


Es gibt praktische Dosiersysteme, die den pH-Wert messen und gegebenenfalls die notwendige Menge an pH-Wert-senkenden oder -erhöhenden Substanzen zusetzen. Sie können den Wert aber auch selbst messen, zum Beispiel mit speziellen Teststreifen oder einem Handmessgerät. Ein guter pH-Wert fördert auch die Wirksamkeit der Desinfektionsmittel, die dafür sorgen, dass sich in Ihrem Poolwasser keine krankheitserregenden Bakterien und Keime bilden können.  

 

Chlor gilt als wirksamstes Mittel zur Wasserdesinfektion in Schwimmbädern und Außenpools. Dennoch möchten manche Pool-Besitzer den Einsatz von Chlor vermeiden, etwa weil sie den Geruch unangenehm finden oder wegen einer Allergie. Als Alternative bietet sich Brom an. Es ist hautfreundlicher als Chlor und schont die Augen.

Als Nächstes folgt in der Regel die Entwässerungsschicht. Sie leitet überflüssiges Regenwasser ab und dient als Wasserspeicher. Eine aufliegende Filterlage verhindert, dass Schmutz in die Drainage gerät.

Die Vegetationsschicht, auch Substrat genannt, bildet schließlich das Fundament für die Pflanzen. Sie besteht bei einer extensiven Dachbegrünung oft aus verschiedenen Komponenten wie Bims, Ziegelsplitt und Rindenhumus. Bei einer einfachen extensiven Dachbegrünung übernimmt eine einzige Schicht alle Funktionen des Aufbaus.


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