Wallbox: Ladestation für Ihr Elektroauto zu Hause

  • Gründe und Vorteile
  • Vorschriften und Wissenswertes
  • Förderung und Finanzierung

Viele Autofahrer würden gern auf ein umweltfreundliches Elektrofahrzeug umsteigen. Die Möglichkeit, das Elektroauto unterwegs zu laden, ist jedoch nicht überall gegeben. Wer seine eigene Ladestation fürs Elektroauto zu Hause installiert, macht sich unabhängig von öffentlichen Stationen. Hier erfahren Sie, was Sie dabei beachten sollten.


Die eigene Ladestation fürs Elektroauto zu Hause

Wenn Sie Ihr Elektroauto zu Hause laden, können Sie Zeit und Geld sparen. Denn die Anfahrt zur E-Zapfsäule entfällt. Und mit der richtigen Ausstattung laden Sie Ihr E-Auto auch zu Hause komfortabel und sicher. Hierfür benötigen Sie eine sogenannte Wallbox. Dabei handelt es sich um eine Art Spezialsteckdose, die an der Wand angebracht wird – zum Beispiel in der Garage, im Carport oder an einem Ort, an dem Sie Ihr abgestelltes Fahrzeug mit dem dazugehörigen Ladekabel gut erreichen können.

Sie fragen sich, ob Sie Ihr Elektroauto auch an einer normalen Steckdose laden können? Theoretisch ist das möglich, Sie können Ihr Elektroauto auch über eine herkömmliche Haushaltssteckdose aufladen. Dies hat jedoch mehrere Nachteile:

  • Längere Ladezeit: An einer herkömmlichen Steckdose dauert es bis zu zehn Stunden, bevor der Akku des Fahrzeugs voll ist – eine Wallbox schafft das in bis zu rund 90 Minuten.
  • Geldersparnis: Laut ADAC sparen Sie bei einem kleinen Elektrowagen mit einer Wallbox rund 30 Euro pro Jahr.
  • Sicherheit: Haushaltssteckdosen sind nicht für eine solche Dauerbelastung ausgelegt. Bei Bestandsgebäuden mit alten Leitungen riskieren Sie eine Überhitzung oder sogar im schlimmsten Fall einen Brand.

Kann ich die Wallbox selbst installieren?

Die Installation der Wallbox für die Ladestation fürs Elektroauto zuhause sollten Sie unbedingt einem qualifizierten Elektriker überlassen. Der Grund: Wie der Elektroherd benötigt auch eine Wallbox einen Starkstromanschluss, in diesem Fall mit 400 Volt Spannung. Die notwendigen Kabel dürfen nur von einem Experten verlegt werden. Eigenarbeit ist hier lebensgefährlich, außerdem riskieren Sie bei Eigenmontage im Schadensfall Ihren Versicherungsschutz.

Praktischerweise wird die Wallbox direkt in der Garage installiert, wobei in den meisten Fällen eine Leitung von der Küche dorthin zu verlegen ist. Die Box bildet fortan die Schnittstelle zwischen Stromnetz und Akku des Elektroautos.

Sofern Sie sich nicht für ein Modell entscheiden, das ausdrücklich für den Außeneinsatz vorgesehen ist, sollten Sie darauf achten, dass die Box vor Witterungseinflüssen wie Feuchtigkeit, Frost und Sonneneinstrahlung geschützt ist. Überlegen Sie außerdem, ob vorhandene Starkstromleitungen genutzt werden können oder ob neue Kabel verlegt werden müssen. Wenn die Wallbox nicht direkt an der Wand angebracht werden kann, besteht auch die Möglichkeit, einen Standfuß zu verwenden.

Als Eigenheimbesitzer können Sie Ihre Ladestation fürs Elektroauto zuhause selbstverständlich installieren lassen, wo immer Sie wollen. Ab einer bestimmten Leistungsgrenze müssen Sie lediglich Ihren Netzbetreiber über den Einbau informieren. Eine verbindliche Auskunft über eine Meldepflicht erteilt der jeweilige Netzbetreiber.


Was kostet eine Ladestation fürs Auto zu Hause?

Die einfachsten Wallbox-Modelle sind bereits für circa 500 bis 700 Euro zu haben. Sie verfügen meist über einen 11-Kilowatt-Anschluss (oder schwächer). Die Spanne reicht generell von 3,7 bis 22 Kilowatt. Für einen leistungsfähigen 22-Kilowatt-Anschluss werden um die 1.000 Euro fällig. Boxen mit Zusatzfunktionen, etwa zum Laden mehrerer Autos (siehe unten), können auch schon mal das Doppelte kosten.


Für welches Modell Sie sich auch entscheiden: In jedem Fall kommen Kosten für den professionellen Einbau der Wallbox hinzu. Hier sind in der Regel noch einmal einige Hundert Euro einzukalkulieren, bei größerem Aufwand (Wand- oder Deckendurchbrüche, extra lange Kabel) auch eine vierstellige Summe.


Öffentliche Zuschüsse zur Wallbox

Die Bundesregierung fördert den Kauf von Elektroautos mit Prämien von bis zu 9.000 Euro. Bis Ende 2021 können Sie von der sogenannten Innovationsprämie profitieren. Für Hybrid-Elektrofahrzeuge bekommen Sie bis zu 6.750 Euro.

Was viele nicht wissen: Der Bund gewährt seit November 2020 auch Zuschüsse für die Anschaffung, den Einbau und den Anschluss privater E-Auto-Ladestationen in Höhe von 900 Euro. Die Beantragung erfolgt über die KfW-Bank. Mehr als 600.000 Ladepunkte wurden bisher gefördert. Im Juli wurden die Fördermittel um 300 Mio. Euro erhöht.  

 

Hier ein kleiner Überblick, basierend auf Angaben der KfW:

  • Der Zuschuss beträgt 900 Euro pro Ladepunkt (Ein Ladepunkt ist ein Gerät, mit dem Sie ein Elektroauto aufladen können — aber nicht mehrere gleichzeitig).
  • Die Förderung gilt für Ladestationen an privat genutzten Stell­plätzen von Wohngebäuden.
  • Die Unterstützung ist für Eigentümer und Wohnungs­eigentümer­gemein­schaften, für Mieter und Vermieter gedacht. 
  • Nicht antrags­berechtigt sind beispiels­weise Unter­nehmen, die Lade­stationen für eine gewerb­liche Nutzung errichten wollen (z. B. als Kunden­park­plätze, zum Laden des Dienst­fahr­zeuges).

Für die Installation einer Wallbox gibt es aktuell auch einige regionale und lokale Förderprogramme. Wer sich zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen eine private Ladestation anschafft, bekommt bis zu 2.500 Euro. Deshalb sollten Sie prüfen, ob es in Ihrem Bundesland, Ihrer Stadt oder Gemeinde nicht noch andere Förderprogramme gibt, die höher ausfallen. Denn: Kombinierbar sind die Förderungen nicht. 

Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige können ebenfalls Zuschüsse erhalten, zum Teil sogar deutlich höhere als Privatpersonen. Mehr Informationen dazu finden Sie beim ADAC.

Achten Sie vor Beantragung eines Zuschusses darauf, ob er eventuell an die Stromabnahme von einem bestimmten Anbieter gekoppelt ist. Sollte das der Fall sein, rechnen Sie zunächst aus, ob sich durch einen Wechsel in einen anderen Tarif Ihre Stromkosten erhöhen – und ob sich der Zuschuss dann auf Dauer gesehen noch lohnt.

Natürlich können Sie auch Ihren Bausparvertrag zum Kauf und Einbau einer Ladestation für ein Elektroauto zu Hause einsetzen.  


So finanzieren Sie zukunftsfähige Maßnahmen zuhause

Wenn Sie im eigenen Zuhause auf Energieeffizienz und Umweltschutz setzen möchten, können Sie Ihr E-Auto auch über eine Photovoltaikanlage aufladen. Energieeffiziente Bau- und Sanierungsmaßnahmen kosten, sie lohnen sich aber langfristig – und werden mit Förderprogrammen bezuschusst.

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Ladestation zuhause: Das gilt für Vermieter und Mieter

Bei Eigentumswohnungen mit gemeinschaftlich genutzten Bereichen sind einige Aspekte zu beachten:

  • Soll die Wallbox in einer Tiefgarage angebracht werden, muss die Eigentümergemeinschaft zustimmen. Sinnvoll ist in diesem Fall die Verwendung eines separaten Stromzählers, damit die anderen Eigentümer nicht durch die Wallbox belastet werden.
  • Es empfiehlt sich, die Box durch eine Zugangssicherung für Fremde zu sperren. Das kann zum Beispiel durch einen sogenannten RFID-Transponder geschehen.

 

  • Mieter müssen vor Installation einer Ladestation für ihr Elektroauto zu Hause die Erlaubnis des Vermieters einholen. Seit Dezember 2020 haben Mieter laut Wohnungseigentumsgesetz einen Anspruch auf eine Lademöglichkeit.
  • Vermieter können von sich aus eine Wallbox installieren, idealerweise schon während der Bauphase eines Objekts. Das erhöht den Wert der Immobilie, auch wenn die E-Auto Ladestation vom Mieter vielleicht nicht sofort genutzt wird.

E-Auto zu Hause laden per Photovoltaikanlage

Mit einer Photovoltaikanlage erhöhen Sie die umweltschonende Wirkung Ihres E-Autos, das Sie darüber laden können. Je weiter die staatliche Einspeisevergütung sinkt, umso mehr lohnt sich der Eigenverbrauch. Genaue Summen lassen sich über einen Eigenverbrauchsrechner im Internet ermitteln.

Außerdem können Sie für eine Photovoltaikanlage ebenfalls Zuschüsse erhalten, etwa von der KfW-Bank. Der Stromanbieter Yello hat errechnet, dass eine Anlage mit einer Fläche von 40 Quadratmetern genug Energie für einen BMW i3 mit 30.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr liefert.

 

 

Technisch immer ausgereifter sind „intelligente“ Ladestationen für Ihr Elektroauto zu Hause, die zum Beispiel mit entsprechenden Zusatzmodulen in ein komplettes Lastmanagementsystem integriert werden. Auf diese Weise haben Sie unter anderem die Möglichkeit, mehrere E-Fahrzeuge gleichzeitig mit Energie zu versorgen. Ist die Wallbox mit Ihrem Smart Home vernetzt, können Sie die Ladestation auch per Smartphone und Tablet bedienen.


Gute Beratung ist unverzichtbar

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