Einbruchschutz: wichtige Aspekte

  • Schwachstellen im Haus
  • Fenster und Türen sichern
  • Meldeanlagen und elektronische Zugangskontrolle

Mit welchem Einbruchschutz wird das eigene Zuhause sicher? Wir verraten, welche Sicherheitsaspekte Sie in Ihrem Eigenheim überprüfen sollten, um Ihr Haus zu sichern – und wir geben hilfreiche Tipps für Verbesserungsmaßnahmen.

Umfrage: großer Bedarf an Einbruchschutz

Laut einer Umfrage des IfD Allensbach planen 2020 1,32 Millionen Personen in Deutschland, Ihr Haus oder Ihre Wohnung in den nächsten ein bis zwei Jahren in Sachen Einbruchschutz aufzurüsten.

Dabei haben sich die polizeilich erfassten Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl in den letzten fünf Jahren fast halbiert. Lag die Zahl 2015 noch bei 167.136 erfassten Fällen, wurden 2019 nur 87.145 Fälle gemeldet und erfasst. Trotzdem ist klar: Wird eingebrochen, ist der sachliche und emotionale Schaden oft groß. Und: Laut Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verfügt nur ein Viertel des deutschen Wohnungsbestands über einen ausreichenden Einbruchschutz. Wer noch keine Maßnahmen ergriffen hat, sollte sich also gut überlegen, ob er nicht aufrüsten will, um auf Nummer sicher zu gehen. 


Einbruchschutz: Sechs Tipps für mehr Sicherheit

Ein Eigenheim bietet viele Möglichkeiten für unerwünschten Zutritt. Wir zeigen Ihnen, wo Schwachstellen im Sicherheitskonzept bestehen können und welche Maßnahmen als Einbruchschutz Ihr Haus sicherer machen:

1. Einbruchschutz Türen
 
Damit die Haustür nicht einfach aufzubrechen ist, empfehlen sich neben dem herkömmlichen Türschloss zusätzliche Vorkehrungen. Erhöhten Schutz bieten Querriegel, Stangen- und Kastenschlösser als Einbruchsicherung. Darüber hinaus sind ein Türspion und Bandsicherungen an den Türangeln ratsam.
 
2. Einbruchschutz Fenster
 
Fenster sollten abschließbar und mit Scharnierseitensicherungen ausgestattet sein. Rollläden dürfen nicht hochschiebbar sein. Fenstergitter bieten ebenfalls einen guten Einbruchschutz und wirken abschreckend.
 
3. Einbruchschutz Terrassen
 
Neben der Haustür sollten Sie auch alle anderen ebenerdigen Ein- und Ausgänge sichern, besonders so genannte Fenstertüren auf Terrassen. Sie sollten über ein Schloss und Scharnierseitensicherungen verfügen – und die Rollläden dürfen sich ebenfalls nicht hochschieben lassen.
 
4. Einbruchschutz Balkon
 
Balkone bieten sich für Einbrecher an, wenn sie leicht erreichbar sind. Daher sollten Einstiegshilfen wie zum Beispiel eine Mülltonne oder etwa Gartenmöbel nicht direkt daneben stehen. Die Balkontüren und -fenster sollten wie im übrigen Haus abschließbar und durch Scharnierseitensicherungen gesichert sein. Auch Rollläden bieten hier Schutz.
 
5. Einbruchschutz Garagen
 
Das Garagentor sollte mit einer Aufschiebesicherung gegen Aufhebeln geschützt sein und automatisch betrieben werden. Falls es eine Verbindungstür zwischen Garage und Haus gibt, sollte diese immer abgeschlossen werden.
 
6. Weitere Maßnahmen
 
Neben der Sicherung von Zugangsbereichen gibt es weitere Maßnahmen für einen sicheren Einbruchschutz:
Alarmanlagen schlagen entweder sofort laut an oder melden einen Einbruch direkt an die Polizei. Zeitschaltuhren für die Beleuchtung können bei Abwesenheit suggerieren, dass jemand zu Hause ist. Wählen Sie hierbei am besten ein Modell, bei dem Sie tageweise unterschiedliche Beleuchtungszeiten einstellen können. Bewegungsmelder verraten akustisch die Anwesenheit von Personen auf Ihrem Grundstück. Auch Zäune und Warnschilder erschweren den Zutritt zu Ihrem Grundstück oder haben abschreckende Wirkung.
 

Einbruchschutz Fenstertüren

Bei knapp der Hälfte aller Einbrüche steigen die Diebe durch Fenstertüren ein. Kein Wunder, liegen die Terrassen meist auf der Rückseite des Hauses. Aufgrund von Hecken oder anderen Arten von Sichtschutz sind sie zudem häufig schwer einsehbar. Es besteht also kaum die Gefahr, entdeckt zu werden.
 
Solch ein bequemer Einstieg lässt sich durch den Kauf einbruchhemmender Fenstertüren verhindern oder nachträglich durch zusätzliche Verriegelungen. Diese sollten sowohl an der Griff- als auch an der Scharnierseite nachgerüstet werden. Bei Balkon- oder Terrassentüren empfehlen sich zwei pro Seite, bei Fenstern reicht zumeist eine aus. Als Faustregel gilt: eine Aufbruchsperre pro laufendem Meter.

Einbruchschutz Rollläden

Zusatzschlösser, Fensterstangenverriegelungen oder Bandsicherungen erschweren Einbrechern den Zugang ins Haus. Nicht wenige geben übrigens auf, wenn sie nicht binnen fünf Minuten ins Haus gekommen sind. Deshalb hinterlassen mehr als ein Drittel der Täter eingeschlagene Scheiben. Hier können Sicherheitsglas oder spezielle Fensterfolien Ihr Haus sichern. Auch Rollläden eignen sich zur nachträglichen Sicherung von Terrassentüren und Fenstern. Sie sollten besser innenseitig montiert sein und sich nicht manuell hochschieben lassen.
 
Sind sie automatisch steuerbar, haben sie neben der Einbruchhemmung noch einen weiteren Vorteil. Über Zeitschaltuhren oder intelligente Haustechnik gesteuerte Rollläden gaukeln zum Beispiel während des Urlaubs die Anwesenheit der Bewohner vor und schrecken Diebe ab. Die neuesten Modelle sind mit Alarmanlagen gekoppelt und fahren dank eines Sensors sogar automatisch herunter, wenn sich der Einbrecher an ihnen zu schaffen macht.

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Dach gegen Einbruch sichern

Sind im Erdgeschoss alle Einstiegsmöglichkeiten mechanisch gut gesichert, steigen Einbrecher nicht selten aufs Dach. Terrassenmöbel, Mülltonnen, dicht am Haus wachsende Bäume oder stabile Rankhilfen für Pflanzen können Kletterhilfen sein. Falls Dachfenster so erreichbar sind, müssen sie ebenfalls gesichert sein.
 
Kalkulieren Sie etwa 200 Euro pro Fenster für die nachgerüstete Sicherheit ein. Denn verlässlichen Einbruchschutz bieten nur qualitativ hochwertige Produkte. Sie unterliegen einer Fremdüberwachung mit regelmäßigen Kontrollprüfungen, erkennbar sind sie am VdS- und/oder dem DIN-Prüfsiegel. Vor Billigware warnt die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“, ein Zusammenschluss von den Verbänden der Sicherheitswirtschaft und der Polizei.

Einbruchschutz Fenster und Meldeanlagen kombinieren

Inzwischen können Sie Fenster auch mit batteriebetriebenen Funkmeldern ausrüsten. An einer zentralen Anzeigetafel sieht man dann auf einen Blick, welche Fenster geöffnet oder geschlossen sind. Auch die Kombination von Fenstersicherungen und Meldeanlagen bietet sich als Einbruchschutz an: Glasbruchmelder oder Verschluss- und Öffnungsmelder im Rahmen lösen Alarm aus, wenn das Fenster gewaltsam geöffnet wird.
 
Zwar zählt die Haustür laut Kripo schon seit einigen Jahren nicht mehr zu den bevorzugten Einstiegsorten von Dieben, dennoch sollte der Haupteingang in Sachen Einbruchschutz keineswegs vernachlässigt werden. Gerade in Geschosswohnungen haben Einbrecher oft leichtes Spiel, weil die Türen aus Pappwaben bestehen oder einfache Schlösser aufweisen. Am sinnvollsten ist hier häufig ein Austausch. Schließlich ist jeder Eingang nur so sicher wie sein schwächstes Bauteil. Zu berücksichtigen sind neben der Tür selbst auch ihre Wandverankerungen, ihre Bänder oder ihr Scharnierseitenschutz und nicht zuletzt die Schlösser.

Nachrüstung von Schlössern und Beschlägen

Was bei Türen im Argen liegt, lässt sich meistens gut erkennen: Sind die Beschläge bei Türen von außen angeschraubt, können sie schnell demontiert werden. Gleiches gilt für überstehende Türzylinder. Ragen sie drei Millimeter heraus, lassen sie sich einfach abschlagen. Qualitätsschließzylinder mit Mehrpunktverriegelung gelten dagegen als beste Abwehr gegen gemeine Einbruchstechniken wie das sogenannte Nadel-Picking oder die Schlüsselschlagtechnik, die kaum sichtbare Spuren hinterlässt.
 
Zusatzschlösser erhöhen den Widerstandswert der Türen. Mit einem Sperrbügel ausgestattet, verhindern sie zudem den direkten Zutritt zur Wohnung, auch wenn die Haustür einen Spalt breit offensteht. Querriegel sichern die Schloss- und die Bandseite, stärken das Türblatt und wirken zudem noch abschreckend.

Haus sichern mit elektronischer Zutrittskontrolle

Eine komfortable und besonders sichere Alternative zu Schlüssel und Schloss verbirgt sich hinter dem Schlagwort „elektronische Zutrittskontrolle“. Codekarten, Electronic Keys und Fingerabdruckleser gelten als bester Einbruchschutz – und sind angenehmer zu handhaben als so manches in die Jahre gekommene Türschloss. Wer seinen modernen Türöffner verliert, nimmt einfach einen neuen und ändert den Code. Ein Austausch des Schlosses ist so nicht mehr notwendig.
 
Ebenso komfortabel: ein elektrischer Antrieb für Garagentore. Durch die Selbsthemmung der Antriebe wird das Tor fest verriegelt. Das ist gerade bei Garagen mit direktem Zugang zum Haus wichtig. Auch Nebeneingänge wie Kellertüren dürfen beim Sicherheits-Check nicht vergessen werden, schließlich sind sie häufig schlecht einsehbar und werden deshalb als Einstiegsorte geschätzt.

Außenabschreckung als Einbruchschutz

Am besten beginnt der Einbruchschutz bereits draußen - mit plötzlicher Beleuchtung durch Bewegungsmelder, die an Alarmanlagen gekoppelt sind. Ihr Einsatz verhindert zwar oft nicht das kriminelle Tun, erhöht aber das Risiko, ertappt zu werden. Hier unterscheidet man zwischen der Überwachung mit Bewegungsmeldern oder Lichtschranken und der Außenüberwachung des Hauses mit Magnetkontakten an Türen und Fenstern, Glasbruchmeldern und Ähnlichem.
 
Wer sein Eigenheim neu baut, lässt die Kabel der einzelnen Komponenten gleich mitverlegen. Denn Draht ist die störungssicherste Variante. Funklösungen lassen sich unkompliziert nachrüsten. Ideal ist die Einbindung in die Haustechnologie, die vielleicht schon Rollläden, Licht und Heizung steuert. Zusätzlicher Tipp: Schließen Sie Fenster und Türen selbst für kurze Besorgungen und lassen Sie keine Fenster auf Kipp stehen.

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