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Was sind Zinsen? Wichtige Aspekte einfach erklärt

Was sind Zinsen und welche Bedeutung haben sie? Vom Dispozins über den Effektivzins bis zum Zinseszins: Wir erklären die verschiedenen Zinsarten.

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Das Wichtigste in Kürze

Aktualisiert am 03.03.2026 

  • Zinsen sind der Preis, der für das Leihen oder Verleihen von Geld gezahlt wird.
  • Bei Krediten bekommt die Bank Zinsen als Vergütung. Wer spart, erhält von der Bank Zinsen auf sein Spargeld.
  • Es gibt viele verschiedene Zinsarten.

Was sind Zinsen?

Zinsen sind der Preis, der für das Leihen oder Verleihen von Geld gezahlt wird. Wer sich Geld von einer Bank leiht (Kredit), zahlt Zinsen als Gebühr, während Sparer Zinsen als Belohnung erhalten, wenn sie ihr Geld anlegen. 

Zinsen sind der tatsächliche Geldbetrag (in Euro), den du für geliehenes oder angelegtes Geld zahlst oder erhältst. Der Zinssatz ist die prozentuale Angabe, die festlegt, wie hoch diese Zinsen im Verhältnis zum Kapital sind, zum Beispiel drei Prozent pro Jahr.

Beispiel: Legst du 1.000 Euro zu drei Prozent pro Jahr an, bekommst du nach einem Jahr 30 Euro Zinsen. 30 Euro sind die Zinsen, drei Prozent ist der Zinssatz.


Wie funktionieren Zinsen?

Zinsen sind im Grunde die „Leihgebühr“ für Geld. Je nachdem, in welche Richtung das Geld fließt, bist du entweder derjenige, der die Gebühr kassiert, oder derjenige, der sie zahlt. Zinsen entstehen aus drei Faktoren: Kapital, Zinssatz und Zeit.
💡 Grob gilt: Zinsen = Kapital × Zinssatz × Zeit.

Beim Sparen bekommst du Zinsen, weil du der Bank Geld überlässt. Beispiel: Legst du 1.000 Euro zu drei Prozent pro Jahr an, erhältst du nach einem Jahr 30 Euro Zinsen. Lässt du das Geld stehen, wirkt Zinseszins: deine Zinsen werden dem Guthaben zugeschlagen und verzinsen sich mit.

Beim Kredit zahlst du Zinsen, weil du dir Geld leihst. Beispiel: Nimmst du 1.000 Euro Kredit zu drei Prozent pro Jahr, zahlst du etwa 30 Euro Zinsen pro Jahr – zusätzlich zur Tilgung und möglichen Gebühren.

💡 Kurz: Sparen = Zinsen bekommen. Kredit = Zinsen zahlen

Was sind Zinsen: Gezeichnete Wippe symbolisiert Hochs und Tiefs
Zinsen erhalten oder zahlen? Kommt darauf an, ob man sich Geld von der Bank leiht oder der Bank sein Geld über ein Konto zur Verfügung stellt. (Quelle: stock.adobe.com / Sasun)

 Welche Zinsarten gibt es?

Wer sich Geld leihen oder anlegen will, bekommt es mit unterschiedlichen Zinsformen zu tun. Hier die gängigsten Zinsarten und Zinsbegriffe:

Zinsart Erläuterung
Habenzins (Guthabenzins) Zinsen, die du auf Spargeld bekommst.
Sollzins (Nominalzins) Vertraglich festgelegter Zinssatz für einen Kredit, ohne weitere Kosten; Basis für die Zinsberechnung.
Effektivzins Gesamtkosten pro Jahr inklusive Zinsen und Gebühren; macht Kredite vergleichbar.
Dispozins/Überziehungszins Zinsen, wenn du dein Girokonto überziehst oder den Dispo nutzt; meist deutlich höher als andere Kreditzinsen.
Negativzins/Verwahrentgelt „Zins“ auf hohe Guthaben, der vom Kontostand abgezogen wird; dein Geld wird weniger.
Zinseszins Zinsen auf bereits gutgeschriebene Zinsen; lässt Guthaben schneller wachsen.

Was ist der Zinssatz und wie wird er berechnet?

Die einfachste Erklärung für den Zinssatz: Er gibt die Höhe der Zinsen an, die für geliehenes Geld (Kreditzins) bezahlt wird. Oder den die Kunden von der Bank für ihre Einlage (Guthabenzins) erhalten.

Die Höhe des Zinssatzes hängt vom Zinsniveau und von der allgemeinen Zinsentwicklung ab. In diesem Zusammenhang ist häufig vom Leitzins die Rede. Der Leitzins ist ein von einer Zentralbank festgelegter Zinssatz. Er bestimmt, zu welchen Bedingungen sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld leihen oder anlegen können. Damit bestimmt er die  Zinsentwicklung, insbesondere bei den aktuellen Bauzinsen.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Zinsen für Immobilienkredite bei der Baufinanzierung.  

Die Angabe des Zinssatzes erfolgt in Prozent und bezieht sich auf einen bestimmten Zeitraum. Wie werden Zinsen berechnet?

Beispielrechnung: Was bedeutet 2 % Zinsen?

Du möchtest einen Betrag von 1.000 Euro für zwei Jahre fest anlegen. Du bekommst dafür von der Bank einen Zinssatz von zwei Prozent pro Jahr. Dann lautet die Rechnung:

1.000 (Kapital) x 0,02 (Zinssatz) x 1 (Laufzeit) = 20

Für das eingesetzte Kapital von 1.000 Euro gibt es nach einem Jahr 20 Euro an Zinsen.

Entwicklung Bauzinsen

Wohnungsbaukredite an private Haushalte    

    


Zinseszins: Warum sich frühes Sparen lohnt

Zinseszins bedeutet: Deine Zinsen werden dem Guthaben wieder zugeschlagen und verzinsen sich mit. So wächst dein Vermögen nicht linear, sondern immer schneller – Zeit und Zinssatz verstärken den Effekt.

Beispiel mit monatlicher Sparrate:

  • Annahmen: Du sparst jeden Monat 150 Euro, der Zinssatz beträgt drei Prozent pro Jahr, Zinsen werden monatlich gutgeschrieben.
  • Einzahlungen ohne Zinsen in zehn Jahren: 150 Euro × zwölf × zehn = 18.000 Euro.
  • Guthaben mit Zins und Zinseszins nach zehn Jahren: ungefähr 20.964 Euro.
  • Ertrag durch Zins und Zinseszins: rund 2.964 Euro.

Je länger du sparst und je höher der Zinssatz, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.

Hinweis: Das ist ein vereinfachtes Beispiel. Steuern, Gebühren und mögliche Zinsänderungen sind nicht berücksichtigt.


Kreditzinsen und Zinssatz beim Bausparen

Auch bei einem Bausparvertrag fallen Zinsen an, in der Ansparphase als Zinsen für das Guthaben. Und dann fallen noch während der Darlehensphase Zinsen an. Hier sind es die Zinsen für das geliehene Geld.

Der Zinssatz für das Darlehen wird bei Abschluss des Bausparvertrages festgelegt, es gibt eine Zinssicherung beim Bausparvertrag. Steigt das allgemeine Zinsniveau während der Ansparphase, dann bleibt der Bausparvertrag davon unberührt. Der Bausparer profitiert dann von dem vorher vereinbarten, niedrigeren Zinssatz.


Was sind Zinsen? Fragen und Antworten

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Zinsen bei einem Kredit sind die Kosten dafür, dass du dir Geld leihst. Sie werden als Prozentsatz (Zinssatz) auf die jeweils verbleibende Restschuld berechnet und fallen mit jeder Rate an.

Beispiel: Leihst du 10.000 Euro zu fünf Prozent pro Jahr, zahlst du zu Beginn etwa 500 Euro Zinsen pro Jahr (rund 41,67 Euro pro Monat). Mit jeder Tilgung sinkt die Restschuld, dadurch werden die Zinsen geringer.

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Zins ist der Preis für geliehenes Geld. Tilgung ist die Rückzahlung des geliehenen Kapitals. Jede Tilgung reduziert deine Restschuld. In der monatlichen Kreditrate stecken meistens beide Bestandteile: ein Teil ist Zins, ein Teil ist Tilgung.

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„p.a.“ steht für „per annum“ (lateinisch) und bedeutet „pro Jahr“. Ein Zinssatz von drei Prozent p.a. heißt: drei Prozent auf ein Jahr gerechnet. 

       

Gute Beratung ist unverzichtbar

Zinsen sind nicht alles. Wer für die Zukunft vorsorgen und auf die eigenen vier Wände hinarbeiten möchte, sollte sich frühzeitig mit der Baufinanzierung oder Bausparen beschäftigen. Was dabei wichtig ist, erklären die Heimatexperten von Schwäbisch Hall gern in einem persönlichen Gespräch.


Mehr Infos zum Thema Bausparen und Geldanlage

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Schwäbisch Hall erhielt in der Online-Umfrage "Fairster Baufinanzierer" zum 5. Mal in Folge die Note "sehr gut" und gehört damit zu den Langzeitsiegern. Im Auftrag von FOCUS-MONEY wurden 2.707 Kunden von 34 teilnehmenden Finanzdienstleistern zu den fünf Kategorien Produktangebot, Service, Kommunikation, Beratung und Preis-Leistungs-Verhältnis befragt.

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