Trittschalldämmung – selbst verlegt

Ob im eigenen Haus oder in der Mietwohnung – wenn Sie Laminat oder Parkett verlegen, sollten Sie sich auch um die Trittschalldämmung kümmern. Sie mindert die Geräusche, die beim Gehen oder beim Rücken von Stühlen entstehen. Gerade bei nicht fest fixierten Bodenauflagen stören das typische Mitfedern und die Begleitgeräusche sonst unweigerlich die Nachbarn – und führen auch zu eigenem Verdruss.


Trittschalldämmung hat mehrfachen Nutzen

Die Trittschalldämmung unter Laminat sorgt für eine generelle Geräuschreduzierung und mindert auch maßgeblich den Trittschall, der in Ihrem Raum zu hören ist. Unter Umständen ist sie sogar rechtlich vorgeschrieben. Die Mindestanforderungen an Trittschalldämmung im Sinne des Gesundheitsschutzes sind in der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ festgeschrieben. Die Details können Sie unter anderem auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (www.dgfm.de) nachlesen.

Über die Dämmung der Geräusche hinaus, bietet eine Trittschalldämmung des Laminats zwei weitere Vorteile:

  • Die Trittschalldämmung gleicht kleine Unebenheiten des Untergrunds aus. So lassen sich Laminat oder Parkett deutlich einfacher verlegen. Bitte beachten: Trittschalldämmung, die meist eine Stärke zwischen einem und fünf Millimetern hat, kann keine ausgeprägten Unebenheiten (max. 3 mm) ausgleichen. Lassen Sie sich beim Kauf beraten, welche die ideale Stärke für Ihren Bedarf ist. Eventuell sollten Sie zuvor Nivelliermasse (Ausgleichsmasse) auf dem Estrich auftragen.
  • Außerdem bietet Ihnen die Dämmung des Trittschalls eine zusätzliche Wärme-Isolierung. Das ist insbesondere bei Räumen im Erdgeschoss von Vorteil oder wenn Sie in einer Etagenwohnung oberhalb wenig geheizter Räume leben.

Das richtige Material für die Trittschalldämmung

Bei Neubauten trägt das ausführende Bauunternehmen Sorge für fachgerechte und vorschriftsgemäße Trittschalldämmung auf Böden und Treppen. Doch was müssen Sie beachten, wenn Sie selbst – etwa als Eigentümer oder Mieter einer unsanierten Altbauwohnung – Laminat mit einer Trittschalldämmung verlegen wollen?

Wichtig ist zunächst die Materialauswahl. Trittschalldämmung für Laminat gibt es aus natürlichen Materialien wie:

  • Rippenpappe
  • Kork
  • Kokos- oder Holzfaser

Alternativ sind künstliche Materialien möglich:

  • Mineralwolle
  • Polystyrol
  • Polyethylen- (PE-)Schaum

Die Entscheidung ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Naturmaterial oder Kunststoff – beides funktioniert. Mit bis zu 20 Dezibel bewirken künstliche Materialien die stärkste Reduktion des Trittschalls. Holzfaser und Kork mindern die Geräusche um etwa 18 bis 19 Dezibel. Trittschalldämmung ist in der Kunststoffvariante ab etwa 2,50 Euro pro Quadratmeter zu haben, Kork kostet bei einer Stärke von drei Millimetern etwa 3,50 Euro. Denken Sie bei Ihrer Materialwahl auch daran, wie viel zusätzliche Höhe Ihr Boden im Hinblick auf nach innen schwingende Türen verträgt.


So verlegen Sie Trittschalldämmung

Trittschalldämmung gibt es entweder in Form von Platten oder als Rollenware. Beides ist einfach zu verarbeiten: Sie legen beziehungsweise rollen die Trittschalldämmung auf dem Estrich über einer PE-Folie aus. Diese fungiert als Dampfbremse (gegen Feuchtigkeit). Stück für Stück fixieren Sie nun die Platten oder Bahnen nebeneinander mit Stoßklebeband. Wichtig ist, dass sich die einzelnen Teile nicht überlappen. Denn diese Unebenheiten drücken sich später im Laminat- oder Parkettboden durch.

Allerdings dürfen auch keine Lücken zwischen den einzelnen Bahnen bleiben. Denn das kann dazu führen, dass sogenannte Schallbrücken entstehen und der Trittschall an diesen Stellen besonders leicht durch die Isolierung hindurch gelangt. Das Laminat können Sie anschließend direkt auf der Trittschalldämmung frei schwimmend, d. h. nicht fest fixiert verlegen.

Übrigens: Im Handel werden auch Bodenbeläge mit bereits integrierter Trittschalldämmung angeboten. Dabei ist eine entsprechende Dämmschicht auf der Rückseite des Laminats oder der Parkettplatten aufgeklebt.

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