Sie sind hier:

KfW-Förderung für Energieeffizienz im Neubau 2022 

  • Aktuelle Kriterien für die Neubauförderung
  • Höhe der Neubauförderung durch die KfW
  • So geht es 2023 mit der Neubauförderung weiter

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die Förderung für Neubauten komplett umgestellt. Einen Überblick über die aktuellen Förderkriterien, wie die Neubauförderung beantragt wird und welche Regeln ab 2023 gelten, finden Sie hier.

    

KfW-Förderung für Energieeffizienz im Neubau – was wird aktuell gefördert?

Seit dem 21. April 2022 gibt es bei der KfW nur noch ein Programm für energieeffizienten Neubau: Gefördert wird ausschließlich die Effizienzhaus-Stufe 40 (EH40) in der Nachhaltigkeitsklasse. 

Die KfW-Förderung 55 wurde bereits im Januar 2022 abgeschafft. Im April sind die bisherigen KfW-40 Programme bei der Neubauförderung gestrichen worden. Dazu unten mehr.

    

Weshalb wurde die KfW-Förderung 55 im Neubau eingestellt?

Die Bundesregierung hat darauf verwiesen, dass die allermeisten neuen Wohngebäude, die derzeit errichtet werden, bereits dem Effizienzhaus-55-Standard (EH55) entsprechen. Was bereits marktüblich ist, muss nicht mehr gefördert werden, so die Argumentation. Im Januar mussten Bundesregierung und KfW mit dem Förderstopp die Notbremse ziehen: Der Topf war leer, vor allem aufgrund der Flut der Anträge für EH55-Neubauten. Im zweiten Halbjahr 2021 hatte die KfW Förderung 55 einen Anteil von 80 Prozent an der KfW-Förderung für Effizienzhäuser.

Der EH55-Standard soll nun ab 1. Januar 2023 der gesetzliche Mindeststandard für den Neubau werden, so der Entwurf für die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Achtung: Obwohl EH55 dann gesetzlicher Standard ist, förderfähig wird er dadurch nicht!


Was hat es mit der KfW Förderung 40 für Neubau auf sich?

Der Effizienzhausstandard KfW 55 soll ab 2023 gesetzlicher Standard beim Neubau werden. Allerdings gibt es dafür keine Fördermittel. (Quelle: bluedesign - stock.adobe.com)

Ein Effizienzhaus 40 muss deutlich energieeffizienter sein als das Referenzgebäude des Gebäudeenergiegesetzes: Der Neubau darf nur 40 Prozent der Primärenergie verbrauchen, und der bauliche Wärmeschutz muss um 45 Prozent besser sein. Diese Förderstufe gab es in der Vergangenheit schon. Dabei wurden bis April 2022 vier Kategorien unterschieden:

  • EH40 Standard
  • EH40 plusEH
  • 40 EE (EE = Erneuerbare Energien)
  • EH40 NH (NH= Nachhaltigkeit)

Diese Differenzierung gibt es jetzt nicht mehr. Übrig geblieben ist die KfW-Förderung 40 NH, allerdings mit zahlreichen neuen Anforderungen und veränderten Konditionen. 


Welche neuen Regeln gelten für die KfW-Förderung Neubau?

Künftig gibt es nur noch Geld vom Staat, wenn der Neubau mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) zertifiziert. Dieses Siegel gibt es schon länger. Es war seit Juli 2021 optionaler Bestandteil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und wurde mit einem Bonus belohnt. Jetzt ist es Pflicht. 

Außerdem gibt es seit April ausschließlich Fördergelder für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien. 


Wie hoch ist die KfW 40 Förderung Neubau?

Das maximale Kreditvolumen beträgt 120.000 Euro, der Tilgungszuschuss liegt bei 5 Prozent – also maximal 6.000 Euro. Den Tilgungszuschuss müssen Bauherren nicht zurückzahlen. (Stand 28.07.2022)


Wie komme ich an einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss?

An der Beantragung hat sich nichts geändert: Bauherren müssen zunächst einen Energieberater einbinden, der in der Energieeffizienz-Expertenliste eingetragen ist, um einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss zu erhalten. Er bescheinigt, dass das Haus die Mindestanforderungen nach dem EH40-Standard erfüllt und dass eine Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude" geplant ist.

Dann sucht der Bauherr einen sogenannten durchleitenden Finanzierungspartner, also eine Bank, Sparkasse oder Versicherung, die mit der KfW zusammenarbeitet. Die KfW bietet dafür eine regionale Suchmaschine an. Mit diesem Finanzierungspartner schließt der Bauherr den Kreditvertrag ab. Er beantragt die KfW-Förderung. 

Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude als Voraussetzung beim Hauskauf auf weißem Hintergrund
Nur mit dem Siegel "Nachhaltiges Gebäude" ist eine KfW-Förderung beim Neubau möglich. (Quelle: © BBSR)

Ihre Experten für Förderung und Finanzierung

Neben der KfW-Förderung gibt es noch viele weitere Fördermöglichkeiten für den Hausbau oder Hauskauf. Welche Förderung macht für Sie am meisten Sinn, wie profitieren Sie am besten von einer staatlichen Unterstützung?

Unsere Heimatexperten beraten Sie gerne zu den Fördermöglichkeiten im Rahmen einer Baufinanzierung. Sie wissen auch, mit welchen Nebenkosten Sie rechnen müssen und besprechen gerne mit Ihnen Ihre Wünsche und Vorstellungen. Schließlich legen Sie sich mit einem Immobilienkredit für viele Jahre oder Jahrzehnte auf gewisse Raten fest, um den Kredit abzuzahlen. Es ist daher wichtig, alle Konditionen sorgfältig abzuwägen. Vereinbaren Sie jetzt ganz unverbindlich eine Beratung, um gemeinsam Ihre ganz persönliche Immobilienfinanzierung zu erarbeiten.

Persönliche Beratung

Unsere Heimatexperten vor Ort beraten Sie gerne.

Abbildung Bausparfuchs Beratung vereinbaren

      

Was mache ich, wenn es einen Förderstopp gibt?

Um im Falle eines Förderstopps oder auch bei Verschlechterungen von Konditionen schnell reagieren zu können, ist es sinnvoll, vorzubeugen und mit Beginn der Bau- oder Kaufplanung alle Förderoptionen zu recherchieren und zu vergleichen. 

Im Rahmen der KfW-Förderung gibt es nicht nur Programme für energieeffiziente Gebäude. Eine Alternative kann das KfW-Wohneigentumsprogramm sein. Einige Landesbanken bieten eigene, vom Bund unabhängige Förderprogramme an. Auch bei Landkreisen oder Kommunen gibt es Fördergelder für energieeffizientes Bauen, beispielsweise für bestimmte Personengruppen wie Familien mit Kindern. Die Informationen über alle Fördermöglichkeiten sind eine gute Grundlage für einen Plan B, falls es mit der KfW 40 Förderung nicht klappen sollte.

Generell sind private Bauherren gut beraten, die KfW-Förderung schnellstmöglich zu beantragen, sobald alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Darüber hinaus sollten Firmen erst beauftragt werden, wenn die Förderzusage vorliegt. 


Wie geht es mit der KfW-Förderung für Energieeffizienz im Neubau in 2023 weiter?

Wer jetzt noch einen KfW 40 Kredit beantragen möchte, muss sich möglicherweise beeilen. (Quelle: momius - stock.adobe.com)

Am 1. Januar 2023 soll ein neues Programm mit dem Titel „Klimafreundliches Bauen“ starten. Die Details dazu werden derzeit in den Ministerien erarbeitet. Bekannt ist bislang nur, dass Nachhaltigkeitsaspekte wie etwa die CO2-Emissionen im Lebenszyklus noch stärker berücksichtigt werden sollen. 

Außerdem hat die Bundesregierung bereits angekündigt, dass der Schwerpunkt der Förderung auf der Sanierung liegen wird, da dort die größten CO2-Reduzierungen erreicht werden können. Im letzten Quartal 2021 gingen jedoch 88 Prozent der Gelder für Effizienzhäuser in den Neubau. Diese Gewichtung soll sich nun ändern. Es ist also zu erwarten, dass deutlich weniger Mittel für den Neubau bereitgestellt werden.

Und schließlich ist die Festlegung von EH55 als gesetzlicher Neubaustandard nur ein Zwischenschritt, bis EH40 gesetzlich verpflichtend wird. Das soll im Jahr 2025 geschehen. Es ist denkbar, dass es dann auch für EH40 keine KfW-Förderung mehr geben wird. 


Gute Beratung ist unverzichtbar

Auch wenn der Staat Ihnen beim Hausbau unter die Arme greift, muss Ihre Finanzierung natürlich auf sicheren Beinen stehen. Wie viel Eigenkapital brauche ich, wie viel Haus kann ich mir leisten? Unsere Heimatexperten beantworten gerne Ihre Fragen und erarbeiten mit Ihnen einen Finanzierungsplan, der alle wichtigen Faktoren berücksichtigt. Damit Sie Ihren Wohntraum ohne Risiko verwirklichen können.

  • Individuelle Beratung
  • 90 Jahre Erfahrung
  • 7 Millionen zufriedene Kunden


   

Das könnte Sie auch interessieren:

Hinweis: Sie verwenden einen veralteten oder nicht unterstützten Browser. Gegebenenfalls kann es zu Einschränkungen bei der Benutzung der Webseite kommen.