Bungalow bauen – modern wohnen

  • Was einen Bungalow ausmacht 
  • Vor- und Nachteile dieses Haustyps
  • Kosten und Planung 

Der Bungalow ist eigentlich der architektonische Star der Sechzigerjahre. Aber der Haustyp passt auch perfekt in unsere Zeit. Wenn Sie einen Bungalow bauen möchten, gibt es jedoch einiges zu beachten. Hier erfahren Sie die Vor- und Nachteile eines Bungalows sowie Wissenswertes in Bezug auf Kosten, Grundriss und Planung.


Bungalow bauen: Der Klassiker neu im Trend

Die Geschichte des Bungalows führt um die halbe Welt:

  • Die Bezeichnung Bungalow stammt vom indischen Subkontinent und bezeichnete ursprünglich einen in Bengalen üblichen flachen Haustyp.
  • Die Engländer brachten den Baustil nach Europa.
  • Besonders in den USA kamen Wohnhäuser mit Flachdach in Mode. In vielen Bezirken rund um die Großstädte ließen sich die Bewohner einen Bungalow bauen.
  • Schnell wurde der Bungalow zum Klassiker. 
Egal, ob klein oder geräumig, Bungalows haben oft den Charakter von Ferienhäusern. Und sie erfreuen sich nicht nur bei Retro-Fans neuer Beliebtheit: Modernes Wohnen auf einer Ebene ist im Trend! Sowohl bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte als auch bei Familien und Singles wird der Bungalow immer beliebter.

Bungalow bauen: Was zeichnet einen Bungalow aus?

Der Bungalow ist ein freistehendes, Gebäude mit nur einem Stockwerk. Alle Wohnräume dieses Haustyps liegen auf einer Ebene. 

Sollte ein Keller vorhanden sein, wird dieser nicht zum Wohngeschoss mitgezählt. Er dient in der Regel lediglich dazu, Heizung sowie Hausanschlüsse getrennt vom Wohnbereich unterzubringen. 

Beim Stichwort Bungalow denken Sie wahrscheinlich an den klassischen Flachdachbau. Tatsächlich können Bungalows aber auch andere Dächer und damit sehr vielfältige Erscheinungsformen haben. 

Diese Elemente charakterisieren einen Bungalow:

  • Vollständig ebenerdige Wohnfläche 
  • Flachdach, Walm- oder Satteldach 
  • Oft gewinkelter Bungalow Grundriss 
  • Große, geschützte Terrasse

Sie favorisieren den flachen Baustil und möchten einen Bungalow bauen? Keine Sorge, Sie müssen sich keineswegs auf ein eingeschränktes Raumangebot einstellen. Bei größerem Platzbedarf bieten Dachformen wie das Sattel- oder Walmdach und eine Teil- oder Vollunterkellerung zusätzlichen Lagerraum. So verlieren Sie den Charakter des Bungalows nicht, schaffen aber dennoch mehr Platz.

Beachten Sie: Nicht jeder Bebauungsplan sieht die Möglichkeit eines Bungalows vor. Planvorgaben zu Dachneigungen/-formen oder Fenstern sind hierbei ausschlaggebend. Legen Sie daher immer ein besonderes Augenmerk auf die Kriterien des Bebauungsplans, bevor Sie einen Bungalow in Betracht ziehen.


Bungalow bauen: die Vorteile

Der Bungalow bringt aufgrund seiner speziellen Bauweise einige Vorzüge mit sich. Von diesen Vorteilen profitieren Sie, wenn Sie einen Bungalow bauen: 

  • Barrierefreiheit: Alle Zimmer liegen auf einer Ebene. Vermeiden Sie beim Bau störende Türschwellen, sind sämtliche Räume problemlos erreichbar. So können Sie, auch wenn Ihre Mobilität durch Krankheit oder später im Alter eingeschränkt ist, weiterhin in Ihrem Bungalow leben. 
  • Verbindung von Innen- und Außenraum: Durch ihre bodentiefen Fenster ermöglichen Bungalows von fast allen Räumen aus den Blick in den Garten. Weil die Fenster oft als Schiebefenster angelegt sind, fühlen Sie sich immer, als würden Sie im Garten sitzen.  Nirgends stören Gitter oder Geländer Ihre Aussicht.
  • Viel Gestaltungsraum: Lassen Sie einen Bungalow bauen, gibt es viele Möglichkeiten für eine flexible und individuelle Raumgestaltung. Der Bungalow Grundriss ist anpassbar, offene oder getrennte Funktionsbereiche lassen sich einfach umsetzen.
  • Im Hausinneren entfallen Elemente wie Zwischendecken und Treppenhaus. Dadurch sinken beim Bungalow bauen die Kosten. Es ergibt sich außerdem ein Zugewinn an Fläche.
  • Für barrierefreies Bauen werden zudem sowohl vom Land als auch von den Bundesländern viele verschiedene Förderprogramme angeboten.

Bungalow bauen: die Nachteile

Früher wurden klassischen Bungalows zwei Mankos nachgesagt: Ihre Flachdächer würden zu Undichtigkeit neigen, und die große Dachfläche einen Wärmeverlustmit sich bringen. Dank moderner Bedachungs- und Isoliertechnik wurden diese Probleme gelöst.  

Ein Haus im Bungalowstil hat aber auch heute einige Nachteile, die Sie abwägen müssen: 

  • Ein wichtiger Faktor beim Bungalow: die Kosten. Einen Bungalow zu bauen, erfordert einen größeren Kostenaufwand in Bezug auf die Grundstücksfläche: Legen Sie die Wohnflächen eines zweistöckigen Hauses gedanklich nebeneinander, wird klar, dass der Bungalow Grundriss eine deutlich größere Fläche einnimmt als das Vergleichshaus mit zwei Etagen.

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  • Dasselbe gilt auch für das Dach. Auch hier müssen Sie aufgrund der größeren Fläche mehr Kosten einplanen. Fundament und Dach eines Bungalows fallen also teurer aus.

In jedem Fall gilt: Wollen Sie sich einen Bungalow bauen, sollten Sie die Zusatzkosten im Vergleich zu zweistöckigen Häusern auf der einen und die Vorteile auf der anderen Seite genau durchrechnen. Ihr Heimatexperte unterstützt Sie hierbei gerne und hilft Ihnen bei Fragen rund um die Finanzierung und Fördermöglichkeiten.


Bungalow bauen: Kosten für Ihren Bungalow

Wie verhalten sich beim Bungalow bauen die Preise? Ohne Betrachtung der Grundstückskosten sind Bungalows im Bau günstiger als mehrstöckige Familienhäuser mit ähnlicher Ausstattung.  

Das liegt daran, dass die Statik eines Bungalows vergleichsweise unkompliziert ist. Außerdem fallen zusätzliche Kosten wie für Treppenhäuser weg. Ein Flachdach ist die günstigste Alternative, Walm- oder Satteldach kosten etwas mehr.  

Die Bungalow-Preise richten sich außerdem nach Größe und Zimmeranzahl Ihres Bauvorhabens.  

Lassen Sie einen Bungalow bauen, kosten die Häuser je nach Aufwand mehr. Auf diese Preisklassen können Sie sich laut des Onlinemagazins hausjournal.de einstellen:

  • Unteres Preisniveau: Sie erhalten einfach gestaltete Fertighaus-Bungalows zwischen 70.000 und 120.000 Euro ab Oberkante Bodenplatte.
  • Mittleres Preisniveau: Ein Fertighaus mit einigen Extras oder ein einfaches, individuell geplantes Massivhaus kostet 120.000 bis 200.000 Euro
  • Oberes Preisniveau: Bei einem individuell geplanten Bungalow im Luxus-Bereich liegen die Preise bei über 200.000 Euro

Bungalow bauen: Größe, Grundriss, Planung

Den Bungalow können Sie ganz nach Ihrem persönlichen Bedarf  entwerfen. Die Anzahl der Zimmer planen Sie nach Ihren persönlichen Präferenzen. Benötigen Sie beispielsweise weniger Zimmer, haben Sie Gelegenheit, den Wohnbereich besonders großzugig zu gestalten.  

Welche Größe bietet sich an, wenn Sie ein Bungalow Haus bauen?

  • Singles und Paare: Ein Bungalow Grundriss mit rund 100 m2 Wohnfläche verfügt meist über zwei bis drei Zimmer. Schlafzimmer, Küche und Wohnzimmer finden mühelos Platz.
  • 3-4 Personen oder Singles/Paare, die mehr Raum benötigen: Ein Bungalow Grundriss mit 120-150 m2 Wohnfläche eignet sich hier: Kinderzimmer und auch Gästezimmer lassen sich auf dieser Wohnfläche gut umsetzen.
  • 4-5 Personen: Ein Bungalow Grundriss mit einer Wohnfläche von über 150 m2 biete Ihnen viel Platz. Auch persönliche Wünsche, beispielsweise ein Elternbad, können bei dieser Größe bedacht werden.  

Bungalows gibt es in verschiedenen Grundrissformen. Neben dem klassischen Rechteck können Bungalows sehr unterschiedlich gestaltet sein. Als Winkelbungalow werden beispielsweise Bungalows bezeichnet, die Buchstabenform haben. Winkelbungalows gibt es in U-, L-, T- oder sogar Z-Form.

Bevor Sie sich für einen Grundrisstyp entscheiden, müssen Sie über Ihre Bedürfnisse nachdenken. Diese Fragen helfen Ihnen bei der Grundrissplanung:

  • Benötigen Sie einen abgetrennten Arbeitsbereich, weil Sie von Zuhause arbeiten oder öfter im Home-Office sind?
  • Bevorzugen Sie einen offenen Wohn- und Essbereich oder sollen diese Räume getrennt sein?
  • Wird Ihre Familie noch wachsen?
  • Benötigen Sie ein separates Gästezimmer oder einen Hobbyraum?
  • Wie möchten Sie den Gartenzugang gestalten?

Gute Beratung ist unverzichtbar

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