Fassadenreinigung: Aktiv gegen Schmutz und Algen

Feinstaub, Emissionen und Feuchtigkeit fordern ihren Tribut: Vor allem in den Städten zeigen Hausfassaden schnell Spuren von Verschmutzung und Algenbewuchs. Wir verraten, was Sie gegen diese unschönen Erscheinungen tun können.


Warum wird eine Fassadenreinigung nötig?

Hässliche Ablagerungen und Algenbefall auf Fassaden nehmen zu – aus ökologischen und bauphysikalischen Gründen:

  • Da immer mehr Häuser ein Wärmedämm-Verbundsystem haben, sind die Außenflächen kühler als nicht isolierte Flächen – hier schlägt sich verstärkt Kondenswasser nieder und begünstigt Algenwachstum. Auch nach einem Regen trocknen die kühlen Wände langsamer als bei einem nicht-isolierten Gebäude.
  • CO2 und Stickoxide aus Autoabgasen wirken wie Dünger für allgegenwärtige Algen.
  • Auf schattigen und vegetationsnahen Flächen herrscht aufgrund höherer Feuchtigkeit ein optimales Klima für Algenbefall auf der Fassade und das Festsetzen von Verschmutzungen.
  • An rauen Oberflächen haften Feinstaub und andere Schmutzpartikel besonders gut.

Besonders das wechselseitige Zusammenspiel dieser Faktoren ist die Ursache dafür, dass sich immer mehr Hausfassaden unansehnlich grün-grau verfärben.


Schmutz- und Algenentfernung: Handarbeit hilft

Ein universell wirksames und dabei ökologisch unschädliches Fassadenreinigungsmittel gibt es leider nicht. Anti-Algen-Farben enthalten Biozide, die über kurz oder lang vom Regen ausgewaschen werden. So gelangen sie in Erdreich und Grundwasser und schädigen Bodenorganismen. Die meisten Biozide werden nicht in Kläranlagen abgebaut, sondern bleiben aktiv.

Aber eine Fassadenreinigung ist auch umweltfreundlich möglich: Wenn Sie Schmutz und Algen von Ihrer Stein- bzw. Putzfassade beseitigen wollen, ist zuerst Handarbeit angesagt. Oft kann mit einer harten Bürste oder einem Schrubber schon einen Großteil der anhaftenden Ablagerungen entfernt werden. Achten Sie dabei jedoch auf die Oberflächenbeschaffenheit: Harte Steine vertragen mehr Druck und Reibung als rauer, oft sandiger Putz. Und da dieser strukturbedingt etwas offenporig ist, wird die mechanische Reinigung nicht bis in die tiefsten Vertiefungen wirken.

Im Falle einer Holzfassade wird ebenfalls vorsichtig per Hand gereinigt. Hier muss aber der Oberflächenzustand des Holzes gründlich geprüft und nach der Reinigung für neuen Holzschutz gesorgt werden.

Algen auf der Fassade: Gut mit Wasser zu lösen

Grundsätzlich sollte bei der Fassadenreinigung Handarbeit der Vorzug vor dem Einsatz eines Hochdruckwasserstrahls gegeben werden. So vermeiden Sie Schädigungen des Anstriches oder Putzes. Wird eine Fassadenreinigung mit Wasserdruck und umweltbelastenden Reinigungsmitteln vorgenommen, muss das Wasser aufgefangen und entsorgt werden – ein Job für Fachfirmen.

Die Vorliebe der Algen für Feuchtigkeit begünstigt die Möglichkeiten ihrer Entfernung: Algenbefall der Fassade lässt sich gut mit Wasser lösen. Dieser Reinigungseffekt wird verstärkt, wenn Sie dem Wasser Essigessenz oder einen Löffel Soda-Pulver pro Liter beifügen. Hinterher ausreichend spülen! Ein weiteres einfaches Mittel: Stellen Sie einen Brei aus 500 Gramm Speisestärke, 100 Gramm Soda und fünf Liter Wasser her. Nach vierstündiger Einwirkzeit wird die Fassade dann mittels Wasserstrahl abgewaschen.


Wie kann man vorbeugen?

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Die schlechte Nachricht vorweg: Verschmutzung und Algenbefall lassen sich nicht dauerhaft vermeiden. Aber Sie können den Algenbefall der Fassade deutlich erschweren und verlangsamen.

  • Wenn Sie eine Wärmedämmung planen, sollten Sie ein System mit hinterlüfteter Außenfassade in Erwägung ziehen. So geht der Algenbefall der Fassade deutlich langsamer vonstatten. Sinnvoll ist auch eine Außenfassade aus Klinkern statt aus Putz. Klinker speichern die Sonnenwärme, nehmen aber keine Feuchtigkeit auf. Das verhindert ein algenfreundliches Klima. Zudem lassen sich harte Klinker gut mechanisch oder mit Wasserdruck reinigen.
  • Hinsichtlich des verwendeten Putzes raten Experten des Oberhausener Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zu einem mineralischen, hydrophilen Putz. Der absorbiert Nässe und entzieht den Algen dadurch die nötige Feuchtigkeit.
  • Auch mit der Wahl des Fassadenanstriches können Sie den Algenbefall der Fassade verlangsamen: Ähnlich wie beim Putz sorgt ein mineralischer, hydroaktiver Anstrich mit Silikatfarben für eine schnellere Feuchtigkeits-Absorption.
  • Als wohl einfachste Maßnahme gegen Algenbefall der Fassade gilt, vorhandene Verschattung bestmöglich zu reduzieren. Schneiden Sie Pflanzen zurück oder setzen Sie sie um, und stellen Sie weniger Gegenstände vor den Wänden auf. Mehr Sonnenlicht trocknet das Kondenswasser auf den Wänden schneller ab – und das mögen Algen gar nicht.

Planen Sie Wärmedämm-Maßnahmen, beraten Sie die Experten der Schwäbisch Hall gern in Fragen der Finanzierung und Förderung.