Fassadenreinigung: Gegen Schmutz und Algen

  • Ursachen und Abhilfe
  • Tipps zum Fassade reinigen
  • Verschmutzungen vorbeugen

Vor allem in Städten sorgen Feinstaub, Emissionen und Feuchtigkeit dafür, dass eine Fassendreinigung notwendig wird. Neben der Optik kann insbesondere bei Algenbefall die Bausubstanz leiden. Ein Schutz vor Witterungseinflüssen wie Wind, Regen und Sonne ist dann nicht mehr garantiert. Hier erfahren Sie, wie Sie Fassaden selbst reinigen können und worauf Sie achten müssen.


Fassadenreinigung: Wie kommt es zu schmutzigen Fassaden?

Unschöne Ablagerungen und Algenbefall an Fassaden entwickeln sich aus ökologischen und bauphysikalischen Gründen:

  • Ihr Haus besitzt ein Wärmedämm-Verbundsystem. Daher sind die Außenflächen kühler als nicht isolierte Flächen. Hier schlägt sich verstärkt Kondenswasser nieder und begünstigt Algenwachstum. Auch nach Regen trocknen die kühlen Wände langsamer als bei einem nicht-isolierten Gebäude.
  • CO² und Stickoxide aus Autoabgasen wirken für allgegenwärtige Algen wie Dünger.
  • Auf schattigen und vegetationsnahen Flächen herrscht aufgrund höherer Feuchtigkeit ein optimales Klima für Algenbefall auf der Fassade. Verschmutzungen setzen sich somit einfacher fest.
  • An rauen Oberflächen haften Feinstaub und andere Schmutzpartikel besonders gut.

Das wechselseitige Zusammenspiel dieser Faktoren ist die Ursache dafür, dass sich immer mehr Hausfassaden unansehnlich grün-grau verfärben und eine Fassadenreinigung notwendig wird.


Fassadenreinigung bei oberflächlicher Verunreinigung

Etwa 90% aller verschmutzten Hausfassaden sind von Algen oder Pilzen befallen. Die Fassade sieht somit nicht nur unschön aus, auch die Bausubstanz leidet über die Zeit. Moose an der Hauswand lagern Wasser ein und bereiten den Nährboden für Pilze. Stete Feuchtigkeit an der Außenwand sorgt für kühle Wände, die Energieeffizienz sinkt. Die Immobilie fällt im Wert.

Eine Fassadenreinigung hilft bei äußerlichen Verunreinigungen, bei starkem Verschmutzungsgrad kann es jedoch notwendig sein, die Fassade neu zu streichen. Ist die Substanz geschädigt, stehen unter Umständen zusätzliche Ausbesserungsmaßnahmen am Haus an.


Fassadenreinigung: Schmutz und Algen selbst entfernen?

Treten Verschmutzungen nur in kleinen Arealen auf und ist die Bausubstanz intakt, können Sie durchaus selbst die Hausfassade reinigen. Bei niedrigem Verschmutzungsgrad können Sie auf umweltschädliche Biozide verzichten, eine umweltfreundliche und nachhaltige Fassadenreinigung ist per Hand möglich:
  • Für „sanft“ anhaftende Verschmutzungen wie Rußpartikel reicht normales Wasser als Reinigungsmittel aus. 
  • Verstärken Sie bei Algenbefall den Reinigungseffekt, indem Sie dem Wasser einen Löffel Essigessenz oder Soda-Pulver pro Liter beifügen.
  • Entfernen Sie mit einer harten Bürste den Großteil der anhaftenden Ablagerungen. Harte Steine vertragen hierbei mehr Druck und Reibung als rauer, sandiger Putz.
  • Auch Holzfassaden können Sie vorsichtig per Hand reinigen. Prüfen Sie hier jedoch den Oberflächenzustand des Holzes gründlich und sorgen Sie nach der Reinigung für einen neuen Holzschutz.

Fassadenreinigung per Hochdruckreiniger

Sind Verschmutzungen hartnäckiger, wird bei der Fassadenreinigung oft zum Hochdruckreiniger samt chemischenReinigungsmitteln gegriffen. Dabei gibt es folgendes zu beachten:

  • Der Hochdruckwasserstrahl kann selbst bei Graffitis helfen, jedoch zu Schädigungen des Anstriches oder Putzes führen. Schon bei kleinen Rissen in der Fassade kann die Bausubstanz durch einen hohen Wasserdruck Schaden nehmen.
  • Zubehör wie Schaum- und Reinigungsbürsten helfen gegen hartnäckige Verschmutzungen. Mit Teleskoprohr erreichen Sie auch höhergelegene Flächen ohne Gerüst.
  • Wenn Sie die Fassadenreinigung mit Wasserdruck und umweltbelastenden Reinigungsmitteln vornehmen, müssen Sie das Wasser auffangen und fachgerechtentsorgen. Die Vorschriften finden Sie beim zuständigen Umweltamt.

Tipp: Teure Hochdruckreiniger müssen Sie nicht kaufen, mieten Sie diese günstig im Baumarkt. Sind die Flächen schwer zu erreichen oder ist die Bausubstanz gefährdet, empfiehlt es sich, einen Profi zu beauftragen.


Was kostet eine Fassadenreinigung?

Mit folgenden Kosten können Sie in etwa rechnen, wenn Sie die Fassadenreinigung selbst in Angriff nehmen:

  • Reinigungsmittel: 20€
  • Miete Hochdruckreiniger: 20 €/4 Stunden, 25€/Tag, 40€/Woche + 150€ Kaution
 
Der Preis für eine professionelle Fassadenreinigung richtet sich nach der Fläche der Fassade. Hier können Sie grob – neben etwaigen Kosten für Anfahrt und Hebebühne – mit den folgenden Kosten rechnen:
  • Reinigung per Hochdruckreiniger ohne Reinigungsmittelzusätze: ab 5€/m²
  • Reinigung per Hochdruckreiniger und Algenmittel: ca. 15€/m²
  • Vorbeugende Desinfektion und Versiegelung nach der Fassadenreinigung: ab 4€/m²
  • Reinigung per Sandstrahler: ab 15€/m²
 
Bei einem zweistöckigen Einfamilienhaus mit 120m² Fassadenfläche ergibt das die folgenden Kostenpunkte:
  • via Hochdruckreiniger mit Wasser: ab 600€
  • via Hochdruckreiniger mit Algenmittel: ab 1800€
  • via Sandstrahler: ab 1800€

So finanzieren Sie zukunftsfähige Maßnahmen zuhause

Neben der Fassadenreinigung gibt es mit der Zeit womöglich weitreichendere Maßnahmen, die notwendig sind. Eine Dachsanierung oder ein Heizungstausch können dabei mit höheren Kosten verbunden sein.

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Fassadenreinigung: Wie kann man einer schmutzigen Fassade vorbeugen?

Die schlechte Nachricht vorweg: Verschmutzung und Algenbefall lassen sich nicht dauerhaft vermeiden. Aber Sie können den Algenbefall der Fassade deutlich abmildern und verlangsamen.

  • Wenn Sie eine Wärmedämmung der Fassade planen, sollten Sie ein System mit hinterlüfteter Außenfassade in Erwägung ziehen. Eine Außenfassade aus Klinkern statt aus Putz ist ebenfalls sinnvoll. Klinker speichern die Sonnenwärme, nehmen aber keine Feuchtigkeit auf. Das verhindert ein algenfreundliches Klima. Zudem lassen sich harte Klinker gut mechanisch oder mit Wasserdruck reinigen.
  • Hinsichtlich des verwendeten Putzes raten Experten des Oberhausener Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zu einem mineralischen, hydrophilen Putz. Dieser absorbiert Nässe und entzieht den Algen dadurch die nötige Feuchtigkeit.
  • Auch mit der Wahl des Fassadenanstriches können Sie den Algenbefall der Fassade verlangsamen. Ähnlich wie beim Putz sorgt ein mineralischer, hydroaktiver Anstrich mit Silikatfarben für eine schnellere Feuchtigkeitsabsorption.
  • Reduzieren Sie vorhandene Verschattung bestmöglich. Schneiden Sie Pflanzen zurück oder setzen Sie diese um. Stellen Sie weniger Gegenstände vor den Wänden auf. Mehr Sonnenlicht trocknet das Kondenswasser auf den Wänden schneller ab.

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