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Energie sparen: Heiz- und Stromkosten senken

  • Heizkosten senken: 10 Tipps
  • Strom sparen: 10 Tipps
  • Energie sparen: weiterführende Artikel

Kosten sparen, Wohnqualität steigern und dabei etwas für den Umwelt- und Klimaschutz tun: Hier finden Sie unsere 20 praktischen Energiespar-Tipps und viele weiterführende Artikel zum Thema.

Heizkosten senken: Gas und Öl sparen

Wer noch mit Gas oder Öl heizt, den treffen die steigenden Energiepreise besonders hart. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie sich die Heizkosten mit relativ einfachen Mitteln senken lassen:

1. Optimale Raumtemperatur einstellen

Selbst bei milden Außentemperaturen neigen viele Menschen dazu, ihre Wohnungen zu überheizen. Das frisst jede Menge Energie und Geld. Heizen Sie deshalb sparsam, allgemein gilt: Die optimale Raumtemperatur im Wohnbereich beträgt 20 bis 21 Grad Celsius. In der Küche genügen in der Regel 18 Grad, im Schlafzimmer darf es mit 16 bis 18 Grad sogar noch ein klein wenig kühler sein. 

2. Türen geschlossen halten

Junge Frau liest ein Buch und legt die Füße zum Aufwärmen auf den Heizkörper
Heizkosten sparen, ohne auf den Komfort zu verzichten. (Quelle: weixx - stock.adobe.com)

Die meisten Heizkörper-Thermostate haben einen Temperaturfühler. Sie reagieren auf die Umgebungstemperatur und heizen entsprechend hoch oder runter. Sobald kalte Luft durch eine geöffnete Tür oder ein offenes Fenster in den Raum strömt, reagiert das Thermostat und regelt die Temperatur nach oben, um den Temperaturunterschied auszugleichen. Diesen Energieverlust können Sie verhindern, indem Sie die Zimmertüren möglichst geschlossen halten oder beim Öffnen des Fensters das Thermostat runterdrehen.

3. Heizkörper atmen lassen

Heizkörper sollten immer ausreichend Platz haben. Das heißt, Möbelstücke, Pflanzen und andere Gegenstände haben in direkter Nähe nichts zu suchen. Halten Sie einen Mindestabstand von etwa 30 Zentimetern ein. Kann die Heizung nicht frei “atmen”, ist die Zirkulation im Raum gestört, so dass sich die warme Luft nicht optimal verteilen kann und das Zimmer schnell auskühlt – verschenkte Energie!

4. Heizkörper entlüften

Wenn Luft in den Rohrkreislauf des Heizkörpers gelangt, kann dieser nicht mehr optimal Wärme abgeben. Die Heizung muss infolge mehr Energie produzieren, damit der Raum auf die gewünschte Temperatur kommt. Um die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, sollten Sie deshalb regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, alle Heizkörper entlüften.

5. Nachtabsenkung

Eine Nachtabsenkung sorgt dafür, dass die Heizkörper nachts automatisch auf eine niedrige Temperatur herunter- und erst am Morgen wieder hochfahren. Auf diese Weise können Sie ohne großen Aufwand Heizkosten einsparen. Empfehlenswert ist eine Temperaturabsenkung um drei bis vier Grad. Ansonsten verbraucht das morgendliche Aufheizen unnötig viel Energie.

6. Kontrolliert lüften

Wer richtig lüftet, kann nicht nur Schimmelbildung vorbeugen, sondern auch jede Menge Energie sparen. Sind Fenster und Türen ständig geöffnet, strömt die warme Luft nach außen, statt sich im Raum zu verteilen. Experten empfehlen regelmäßiges Stoßlüften: Öffnen Sie mehrmals am Tag für fünf bis zehn Minuten sämtliche Fenster. So kann in allen Räumen ein Luftaustausch stattfinden und es geht kaum Wärme verloren.

7. Schäden am Haus reparieren

Defekte Rohre, lockere Dachziegel und andere undichte Stellen sind schlecht fürs Energiemanagement des Hauses. Selbst kleine Gebäudeschäden nach einem Sturm oder Starkregen können die Heizkosten im nächsten Winter massiv in die Höhe treiben. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig, ob Fassade, Rohre und Dach noch intakt sind und kümmern Sie sich rechtzeitig um die Reparatur.

8. Heizungsanlage warten

Grundsätzlich ist es ratsam, die Heizungsanlage einmal im Jahr warten zu lassen. Dabei wird überprüft, ob die Anlage noch den maximalen Wirkungsgrad erreicht. Ist dies nicht der Fall, können Sie schnell entsprechende Maßnahmen ergreifen, um einen unnötig hohen Energieverbrauch zu verhindern.

9. Heizung bei Bedarf erneuern 

Ist eine Öl- oder Gasheizung älter als 30 Jahre, dann muss sie laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) ausgetauscht werden, wenn die Immobilie nach dem 1. Februar 2002 übernommen wurde. Im Zuge dessen sollten Sie gleich über eine umweltschonende Alternative nachdenken, die Sie von fossilen Energieträgern unabhängig macht. Wärmepumpe, Pelletheizung und Solarthermie sind mögliche klimafreundliche Optionen, die zum Teil sogar großzügig vom Staat gefördert werden. Lesen Sie dazu auch unseren Vergleich der Heizsysteme.

10. Haus gut isolieren

Das Energiemanagement eines Hauses kann nur so gut sein wie die Wärmedämmung.  Überprüfen Sie deshalb, ob Ihr Haus optimal isoliert ist. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt einige Maßnahmen vor, wie mehrfach verglaste Fenster und eine moderne Außenwand- sowie Dachdämmung. Ein Energieberater kann Sie unterstützen, inwieweit eine energetische Sanierung sinnvoll sein könnte.

Darüber hinaus können Sie durch einfache Tricks dafür sorgen, dass die Räume im Winter warm und im Sommer angenehm kühl bleiben. In der warmen Jahreszeit schützen Gardinen oder Rollläden vor einem Überheizen. Ganzjährig kann es sinnvoll sein, Türspalte abzudichten, damit keine Wärme eindringen oder entweichen kann. 

    

Gaspreisentwicklung von 2012 bis 2022

Die Tabelle zeigt den durchschnittlichen Gaspreis in Cent pro Kilowattstunde bei einem Verbrauch von 20.000 kWh im Jahr. Im August 2022 lag er mit 14,48 ct/kWh mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Gründe dafür: die erhöhte Nachfrage nach Erdgas, der Russland-Ukraine-Konflikt, die zunehmende Stromproduktion aus Gas sowie steigende Abgaben (CO2-Preis) und Entgelte (Netzentgelte).

Jahr Gaspreis (ct/kWh)
2012 6,57
2013 6,80
2014 6,68
2015 6,48
2016 6,09
2017 5,79
2018 5,63
2019 6,07
2020 5,65
2021 6,56
August 2022 14,48

Quelle: Verivox


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Energie sparen: Stromkosten senken

Neben den Preisen für Öl und Gas steigen auch die Stromkosten. Dabei ist es im Haushalt ziemlich einfach, an dieser Stelle effektiv zu sparen. Hier unsere 10 Stromspartipps:

1. Auf die Energieklasse der Elektrogeräte achten

Je besser die Energieeffizienzklasse von Elektrogeräten, desto größer ihr Stromsparpotenzial, vor allem bei den Stromkosten. Glücklicherweise sind die Zeiten von verwirrenden Einteilungen, die bis A+++ reichten, vorbei. Seit 2021 gilt für Waschmaschinen und Trockner, Kühlgeräte, Geschirrspüler, Lichtquellen sowie elektronische Displays wie Fernseher eine neue Energieklasse-Einteilung von A bis G. Es lohnt sich, beim Kauf neuer Geräte nach einem “A” Ausschau zu halten.

Stromzähler – Nahaufnahme
Es gibt viele effektive Mittel, um die Stromkosten zu senken. (Quelle: moquai86 - stock.adobe.com)

2. Wasserkocher optimal füllen

Ein Wasserkocher ist mit rund 2.000 Watt einer der größten Energiefresser im Haushalt. Je mehr Wasser das Gerät erhitzen soll, desto mehr Strom verbraucht es. Es ist deshalb sinnvoll, immer auf die optimale Füllmenge zu achten und den treuen Küchenhelfer grundsätzlich sparsam einzusetzen.

3. Aufs Ofen vorheizen verzichten

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, heißt die Empfehlung in vielen Rezepten. Doch Pizza, Gebäck und Auflauf gelingen in der Regel auch ohne das minutenlange Vorwärmen. Möglicherweise verlängert sich die Back- oder Garzeit ein wenig, doch die Zubereitung ist unterm Strich energieeffizienter und das Ergebnis schmeckt genauso gut.

4. Kühlschrank und Ofen zügig schließen

Jedes Mal, wenn die Kühlschrank- oder Ofentür geöffnet wird, entweicht wertvolle Kälte beziehungsweise Wärme. Die Elektrogeräte müssen diesen Verlust unter hohem Energieaufwand ausgleichen. Achten Sie also darauf, den Kühlschrank rasch wieder zu schließen und den Ofen nur zu öffnen, wenn es wirklich nötig ist. Meist genügt auch ein Blick durch das Fensterglas.

5. Gefrierschrank regelmäßig abtauen

Ein leichter Reifansatz ist bei Kühl- und Gefrierschränken völlig normal. Wird die Vereisung allerdings dicker, sollten Sie sich zeitnah ums Abtauen kümmern. Die Eisschicht ist nicht nur ein Platz- sondern auch ein Energieräuber. Warten Sie also nicht erst bis zum nächsten Umzug darauf, die Kühltruhe zu enteisen.

6. Mit Deckel kochen

So lecker das Essen auch duftet, lassen Sie beim Kochen oder Braten den Deckel auf Kochtopf und Pfanne. Die Abdeckung sorgt dafür, dass die kostbare Hitze nicht entweichen kann, sondern dort bleibt, wo sie gebraucht wird. Wer ständig ohne Deckel kocht, verschenkt jede Menge Energie. Verwenden Sie außerdem zur Topfgröße passende Herdplatten, um Ihre Stromkosten zu regulieren.

7. Ohne Vorwäsche waschen

Eine Vorwäsche soll hartnäckigen Verschmutzungen auf Textilien zu Leibe rücken. Das Vorwaschprogramm ist allerdings nur in seltenen Fällen wirklich notwendig. Meist tut es auch die einfache Hauptwäsche. So reduzieren Sie die Betriebszeit und Ihren Stromverbrauch. Gegen widerspenstige Rückstände können häufig schon ein paar Tropfen Essigessenz im Waschmittel helfen.

8. Mit niedrigen Temperaturen waschen

Waschmaschinen verbrauchen den Großteil der Energie, um das Wasser zu erhitzen. Wenn Sie Strom sparen wollen, reduzieren Sie die Waschtemperatur. Die meisten Textilien werden auch bei maximal 40 Grad sauber. Eco-Programme arbeiten zusätzlich ressourcenschonend.

9. Waschmaschine optimal beladen

Waschmaschinen haben in der Regel eine Füllmenge von 5 bis 8 Kilogramm. Nutzen Sie das angegebene Volumen ruhig vollständig aus, besonders bei unempfindlichen Textilien wie Handtüchern, Bettwäsche, Jeans und T-Shirts. Damit können Sie die Anzahl der Waschgänge erheblich reduzieren und somit reichlich Strom sparen.

10. Auf Wäschetrockner verzichten

Grundsätzlich sollte jeder Trockengang wohl überlegt sein. Das Elektrogerät ist ein massiver Energiefresser. Hängen Sie Ihre nasse Wäsche lieber in den Heizungskeller oder im Sommer an die frische Luft. Wer auf den Luxus seines Trockners nicht verzichten will, sollte ein Gerät mit höchster Energieeffizienzklasse nutzen. 

    

Strompreisentwicklung von 2012 bis 2022

Die Tabelle zeigt den durchschnittlichen Strompreis für einen Haushalt in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) bei einem Jahresverbrauch  von 3.500 kWh. Trotz des Wegfalls der EEG-Umlage zum 01.07.2022 prognostiziert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. einen weiteren Anstieg des Strompreises. So lag der durchschnittliche Strompreis im Juli 2022 bereits bei 37,30 ct/kWh.

Jahr Strompreis (ct/kWh)
2012 25,89
2013 28,84
2014 29,14
2015 28,70
2016 28,80
2017 29,28
2018 29,47
2019 30,46
2020 31,81
2021 32,16
1. Halbjahr 2022 37,14

Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
Grundpreis anteilig enthalten, Tarifprodukte und Grundversorgungstarife inkl. Neukundentarife enthalten, nicht mengengewichtet



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Ob sich eine energetische Sanierung lohnt, mit welchen Maßnahmen sie sinnvoll Energie sparen – das kann nur ein Experte beurteilen. Den benötigen Sie auch, wenn es um die Finanzierung geht. Unser Heimatexperte vor Ort ist jederzeit für Sie da und berät Sie gerne zu Finanzierungsmöglichkeiten. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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