KfW 40:
Förderung beim Bauen und Modernisieren

  • Was ist KfW 40 und KfW 40 Plus?
  • erforderliche Maßnahmen
  • Höhe der Förderung

Mit dem Energiestandard KfW 40 erfüllen Immobilieneigentümer und Immobilienbauer
die Mindestanforderungen, um eine Förderung zum energetischen Sanieren und Bauen
zu erhalten. Die Fördermittel vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).


Wichtiger Hinweis: Ende Januar hatte die Bundesregierung die Förderung für effiziente Gebäude gestoppt. Seit dem 22. Februar 2022 können bei der KfW wieder neue Anträge für Sanierungsmaßnahmen gestellt werden.

Auch das Beantragen von Fördergeldern für Neubauvorhaben (KfW-Effizienzhaus 40-Standard) war ab 20. April 2022 erneut möglich. Allerdings waren die Mittel wegen der enorm hohen Nachfrage schon nach wenigen Stunden ausgeschöpft.  

Wer einen Antrag auf Neubauförderung stellen will, kann das seit 21.04.2022 wieder tun, diese Möglichkeit beschränkt sich laut KfW aber nur auf die Effizienzhaus-Stufe 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse. Voraussetzung hierfür ist das Qualitätssiegel ‚Nachhaltiges Gebäude‘.


KfW 40-Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist die Förderbank des Bundes und der Bundesländer. Zu ihren Aufgabe gehört unter anderem die ökologischen Lebensbedingungen in Deutschland zu verbessern. Das tut sie beispielweise durch die Förderung energiesparender Techniken. Hierfür hat die KfW Standards festgelegt, nach denen entschieden wird, welche Unterstützung Sie beim Bau oder bei der Sanierung Ihrer Immobilie erhalten können.

KfW-Effizienzhaus 40 ist ein Gebäudestandard, der bestimmte Anforderungen an die Energieeffizienz einer Immobilie stellt. Bei einem KfW-Energieeffizienzhaus 40 ist der Wärmeenergieverbrauch um 60 Prozent geringer als bei einem vergleichbaren Neubau.

KfW 40 beschreibt also den Energieverbrauch eines Hauses in Relation zu den gesetzlichen Vorschriften: Je niedriger die Zahl, desto energieeffizienter ist das Gebäude.

Modernes Niedrigenergiehaus
Bei einem KfW-Energieeffizienzhaus 40 ist der Wärmeenergieverbrauch um 60 Prozent geringer als bei einem vergleichbaren Neubau. (Quelle: KfW-Bildarchiv-photothek.net)

Unterschied zwischen KfW 40 und KfW 40 Plus

Die beste Effizienzhaus-Stufe erreichen Sie mit dem Effizienzhaus 40 Plus. Hier wird die Effizienzhaus-Stufe 40 noch mit zusätzlicher Haustechnik, einem „Plus-Paket“ ausgestattet, das auf eigene Strom­erzeugung und Selbst­nutzung des erzeugten Stroms ausgelegt ist. Im Regelfall kommt der Strom von einer Photovoltaik-Anlage, die mit einem stationären Batteriespeicher sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kombiniert wird.

Wenn Ihre Immobilie die Kriterien für die KfW 40 Plus-Förderung erfüllt, profitieren Sie doppelt: Zum einen machen Sie sich ein Stück weit unabhängiger von steigenden Strompreisen. Zum anderen vergibt die KfW hierfür die höchsten Zuschüsse.


KfW 40 & KfW 40 Plus: energiesparende Maßnahmen

Um Ihre Immobilie gemäß KfW 40-Bedingungen energieeffizient zu sanieren oder zu bauen, können Sie unterschiedlich vorgehen. Wichtig ist, dass eine Energieeffizienz gemäß dem KfW 40-Standard erreicht wird. Die wesentlichen Maßnahmen sind:

Ob Ihre Immobilie die erforderlichen Voraussetzungen für ein KfW-Effizienzhaus 40 erfüllt, hängt stark davon ab, welche Technik und Materialien verwendet werden. Jede Immobilie ist anders, es gibt keine Standardmaßnahmen, die Ihr Eigenheim zum KfW-40-Effizienzhaus machen. Planung und Ausführung müssen individuell kalkuliert werden. Die Expertise Ihres Architekten oder eines unabhängigen Energieberaters ist deshalb unbedingt erforderlich.

Wohnhaus, das energetisch komplett saniert wird, mit einem Baugerüst an der Außenfassade
Um beim energieeffizienten Sanieren und Bauen die KfW-Förderung in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Standards eingehalten werden. (Quelle: KfW-Bildarchiv-Torsten-George)

    

KfW 40 Plus-Förderung: zusätzliche Anforderungen

Ein KfW 40 Plus-Haus muss hinsichtlich seiner Werte dieselben Anforderungen erfüllen wie ein KfW-Effizienzhaus 40, darüber hinaus ist noch ein Plus-Paket umzusetzen. Dies umfasst:

  • eine Anlage zur Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien
  • einen Batteriestromspeicher
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • ein Benutzerinterface zur Visualisierung des Stromverbrauchs

Wie sieht die KfW 40-Förderung aus?

Taschenrechner, Lineal und Stift auf einer Wärmebildkamera-Aufnahme von einem Gebäude
Die KfW-Förderung wird in Form von zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen gewährt. (Quelle: KfW-Bildarchiv-photothek.net)

Sie können wählen, welche KfW-Förderung am besten zu Ihnen passt: einen günstigen Kredit, den Sie nicht komplett zurückzahlen müssen oder einen Zuschuss, der Ihre Ausgaben direkt reduziert.

  • Effizienzhaus 40: 120.000 Euro maximaler Kredit mit 20 Prozent Tilgungszuschuss oder 24.000 Euro Investitionszuschuss (je Wohneinheit)
  • Effizienzhaus 40 Plus: 150.000 Euro maximaler Kredit mit 25 Prozent Tilgungszuschuss oder 37.500 Euro Investitionszuschuss (je Wohneinheit)
  • Die Kosten für die notwendige Planung und Bau­begleitung durch einen Experten können Sie sich direkt mit­fördern lassen. Bei einem Ein­familien­haus sind dies bis zu 5.000 Euro.
  • Tilgungszuschuss KfW-Programm 153: Mit dem Tilgungszuschuss sparen Sie Geld. Dieser reduziert Ihr Darlehen und verkürzt die Laufzeit. Sie müssen also nicht den gesamten Betrag zurückzahlen. Die Höhe des Zuschusses hängt ab von Kredithöhe und dem Effizienzhaus-Standard.

KfW 40 & KfW 40 Plus: Beantragung der Förderung

Da das Thema Energieeffizienz in Gebäuden sehr komplex ist, ist die Einbindung eines Energieberaters für die Fachplanung und für die Förderbeantragung notwendig. Dieser begleitet Sie bei der Planung Ihres Vorhabens und sorgt für die Einhaltung der technischen Anforderungen. Der Energieberater erstellt darüber hinaus auch die Bestätigung für die Antragstellung. Eine Internetseite hilft bei der Suche nach einem anerkannten Energieberater: www.energie-effizienz-experten.de. Sie wird unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der KfW getragen.

Gute Beratung ist unverzichtbar

Sie möchten Ihr Haus energieeffizient bauen oder sanieren? Bevor Sie Fördermittel wie die KfW-Förderung einplanen, sollten Sie genau kalkulieren. Neben Ihrer Finanzlage, die Sie in einem Kassensturz ermitteln, sind Darlehenshöhe, Eigenkapital, Darlehenslaufzeit und Tilgungsraten wichtige Aspekte der Baufinanzierung. Um die für Ihr Immobilienprojekt passende Finanzierung zu finden, sprechen Sie am besten mit einem Heimatexperten von Schwäbisch Hall. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

  • Individuelle Beratung
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Fragen und Antworten

Was ist ein KfW 40-Haus?

KfW 40 ist ein Gebäudestandard, der bestimmte Anforderungen an die Energieeffizienz einer Immobilie stellt. Bei einem KfW-Energieeffizienzhaus 40 ist der Wärmeenergieverbrauch um 60 Prozent geringer als bei einem vergleichbaren Neubau.

 

Wieviel kostet ein KfW 40-, KfW 40 Plus-Haus?

KfW-Effizienzhäuser sind bei vielen Bauträgern und Fertighausbauern Standard oder werden gegen relativ geringen Aufpreis angeboten.
Je nach Bauweise kostet ein KfW 40 Plus-Energiehaus zwischen 20.000 Euro und 100.000 Euro mehr.  

 


 

Nachhaltig sanieren und bauen – der Umwelt zuliebe

Die Energieeffizienz Ihres Hauses lässt sich durch viele Faktoren steigern, das beginnt bereits mit der Wahl der richtigen Baustoffe. Wissenswertes zu nachhaltigen Aspekten – und weiteren Fördermöglichkeiten – finden Sie hier:

 

    

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