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KfW-40-Förderung: So profitieren Sie vom Förderprogramm

KfW 40 steht für einen besonders energieeffizienten Gebäudestandard. Welche Kennwerte ein Effizienzhaus 40 erfüllen muss, welche zusätzlichen Bedingungen für eine KfW-Förderung gelten und warum der Standard allein keinen Förderkredit garantiert.

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Das Wichtigste in Kürze

Aktualisiert am 22.09.2026

  • KfW 40 ist zunächst ein energetischer Standard.
  • KfW 40 und KfW-Förderung sind nicht dasselbe: Der Effizienzhaus-40-Standard allein garantiert keine Förderung. Entscheidend sind die Bedingungen des jeweils beantragten KfW-Programms.
  • Die KfW-Förderung erfolgt in den Programmen 297/298 als zinsverbilligter Förderkredit.
  • Für einen Förderantrag müssen Sie einen Energieeffizienz-Experten einbinden.
Dirc Kalweit

Artikel erstellt von
Dirc Kalweit
Schwäbisch Hall-Redaktion

Was bedeutet KfW 40 beziehungsweise Effizienzhaus 40?

Die Bezeichnung KfW 40 wird häufig als Kurzform für das Effizienzhaus 40 und die damit verbundene KfW-Förderung verwendet. Fachlich sind das zwei verschiedene Dinge: Effizienzhaus 40 bezeichnet den energetischen Standard. Ob dafür ein Förderkredit möglich ist, hängt vom jeweiligen KfW-Programm und seinen zusätzlichen Bedingungen ab. Als Vergleichsbasis dient ein Referenzgebäude nach den jeweils geltenden gesetzlichen und technischen Berechnungsvorgaben.

Für die Einstufung sind unter anderem zwei Kennwerte relevant:

  • der Primärenergiebedarf des Gebäudes und
  • der Transmissionswärmeverlust über die Gebäudehülle.

Beim Effizienzhaus 40 darf der zulässige Primärenergiebedarf höchstens 40 Prozent des Referenzgebäudes betragen. Der zulässige Transmissionswärmeverlust darf höchstens 55 Prozent des Referenzgebäudes erreichen.

Eine sehr gute Dämmung ist eine der Grundvoraussetzungen, um den KfW-40-Effizienzhausstandard zu erreichen. (Quelle: GM Photography - stock.adobe.com)

Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem Energiebedarf im Gebäude auch vorgelagerte Prozesse der Energiebereitstellung. Der Transmissionswärmeverlust beschreibt, wie viel Wärme über die Gebäudehülle an die Umgebung abgegeben wird.

Eine energieeffiziente Gebäudehülle kann dazu beitragen, die Anforderungen einzuhalten. Ob ein Gebäude den Standard erreicht, muss jedoch für jedes konkrete Vorhaben rechnerisch nachgewiesen werden.


Welche KfW-40-Förderung gibt es?

KfW 40 ist kein eigenständiges Förderprogramm. Der Begriff beschreibt den Effizienzhaus-40-Standard. Ob ein Gebäude dafür einen KfW-Kredit erhält, hängt vor allem vom jeweiligen Förderprogramm und den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Bedingungen ab.

KfW-Förderung beim Neubau

Welche KfW-Förderung infrage kommt, hängt unter anderem vom Vorhaben, der geplanten Nutzung und dem energetischen Standard des Gebäudes ab. Der Effizienzhaus-40-Standard spielt vor allem bei bestimmten Förderangeboten für klimafreundliche Neubauten eine Rolle.

Experten für Förderung & Finanzierung

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Beratungsfuchs

Die einzelnen Programme unterscheiden sich bei den Voraussetzungen, der Förderhöhe und dem Ablauf der Antragstellung. Deshalb sollte vor Beginn des Vorhabens geprüft werden, welches Programm zum geplanten Gebäude passt.

Förderung „Klimafreundlicher Neubau“

Für den klimafreundlichen Neubau ist insbesondere das KfW-Produkt „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ mit den Kreditnummern 297 und 298 relevant. In der Förderstufe „Klimafreundliches Wohngebäude“ gehört der Effizienzhaus-40-Standard zu den Voraussetzungen. Zusätzlich gelten weitere Anforderungen, unter anderem an die Treibhausgasemissionen im Gebäudelebenszyklus und an die Wärmeversorgung.

Für diese Förderstufe sind bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit als zinsverbilligter Kredit möglich. Mit den zusätzlichen Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG) können bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit beantragt werden. Eine QNG-Zertifizierung ist für die normale Förderstufe „Klimafreundliches Wohngebäude“ nicht zwingend erforderlich.


Welche Voraussetzungen gelten für KfW 40?

Ein Effizienzhaus 40 wird nicht durch eine einzelne Baumaßnahme erreicht. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Gebäudehülle, Anlagentechnik und Energiekonzept.

Typische planerische Ansatzpunkte sind:

  • eine energieeffiziente Gebäudehülle
  • eine gute Luftdichtheit
  • die Begrenzung von Wärmebrücken
  • eine passende Fenster- und Türqualität sowie
  • ein Energiekonzept, das die jeweiligen technischen Anforderungen erfüllt

Eine feste Liste vorgeschriebener Materialien oder eine pauschal vorgeschriebene Heiztechnik gibt es nicht. Eine Wärmepumpe kann eine geeignete Lösung sein, ist aber nicht automatisch die einzige Möglichkeit. Ob der Standard erreicht wird, muss für das konkrete Gebäude rechnerisch nachgewiesen werden.

Nur mit moderner Heiztechnik (hier: Wärmepumpe) lassen sich die geforderten Kriterien für die Neubauförderung auch erfüllen. (Quelle: Studio Harmony - stock.adobe.com)

Was bedeutet KfW 40 EE?

Die Kennzeichnung EE steht für Erneuerbare Energien. In einem Effizienzhaus 40 EE erbringen erneuerbare Energien und/oder unvermeidbare Abwärme mindestens 65 Prozent der für die Wärme- und Kälteversorgung des Hauses erforderlichen Energie. Außerdem muss eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut sein. Die EE-Klasse spielt für die Neubauförderung keine Rolle (mehr). Sie ist jedoch relevant in der Sanierung. Dort richtet sich die Höhe der Förderung nach der erreichten Effizienzhaus-Stufe. In jeder Stufe gibt es eine EE-Klasse, für die die Förderung dann nochmal höher ausfällt.


Was bedeutet KfW 40 NH?

Die NH-Klasse gab es von der Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude bis zur Umorganisation der Neubauförderung im März 2023. Sie galt ausschließlich für Neubauten der Effizienzhaus-Stufe 40. Um die NH-Klasse zu erreichen, mussten Gebäude zusätzlich zu den Anforderungen an die Energieeffizienz zahlreiche Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen. Das musste mit einem Zertifikat – dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) – nachgewiesen werden.

In der NH-Klasse wurde zusätzlich zum Basis-Fördersatz ein Bonus gewährt. Die EE-Klasse und die NH-Klasse waren nicht kumulierbar. Ähnlich wie bei der EE-Klasse gilt die NH-Klasse nur noch bei der Sanierung zum Effizienzhaus, nicht mehr beim Neubau.


Gilt KfW 40 auch bei der Sanierung?

Ja. Ein bestehendes Wohngebäude kann im Rahmen einer umfassenden energetischen Sanierung auf den Standard Effizienzhaus 40 gebracht werden. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sieht die Sanierung bestehender Wohngebäude auf verschiedene Effizienzhaus-Stufen vor, darunter auch Effizienzhaus 40. 

Entscheidend ist der energetische Gesamtzustand nach Abschluss der Sanierung. Einzelne Maßnahmen wie eine neue Heizung oder eine zusätzliche Dämmung reichen nicht automatisch aus, um den Effizienzhaus-40-Standard zu erreichen. In der Regel müssen mehrere Maßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik aufeinander abgestimmt werden.

Für die Förderung ist außerdem eine energetische Fachplanung und Baubegleitung durch eine zugelassene Expertin oder einen zugelassenen Experten für Energieeffizienz erforderlich. Die KfW fördert die Sanierung zum Effizienzhaus grundsätzlich über den Wohngebäude-Kredit 261. 


Wie beantrage ich die KfW-40-Förderung?

Die Förderanträge für ein KfW 40-Haus werden nach dem bis dato bereits üblichen Verfahren gestellt: Die Baufamilie sucht sich zunächst auf der Energieeffizienz-Experten-Liste des Bundes einen Berater, der für die Beantragung von Fördermitteln für Neubau-Effizienzhäuser zugelassen ist und die erforderlichen Zertifikate erbringen kann. Je nach Stufe 1 oder 2 der Förderung muss ein Nachhaltigkeitsberater einbezogen werden.

Mit den erforderlichen Unterlagen geht die Baufamilie zu einem Finanzierungspartner, der KfW-Kredite durchleitet. Das ist meist die Hausbank. Mit diesem Finanzierungspartner schließt die Baufamilie einen Darlehensvertrag ab, die Bank kümmert sich dann um die Beantragung der KfW-Förderung.

 


Fragen und Antworten zum KfW 40-Haus

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KfW-Effizienzhäuser sind bei vielen Bauträgern und Fertighausbauern Standard oder werden gegen relativ geringen Aufpreis angeboten. Je nach Bauweise kostet ein KfW 40-Energiehaus zwischen 20.000 Euro und 100.000 Euro mehr.  

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Nein. Eine Wärmepumpe ist keine pauschal vorgeschriebene Einzeltechnik. Entscheidend ist, dass das Energiekonzept die technischen Anforderungen des jeweiligen Programms erfüllt. Für die KFN-Förderstufen sind fossile Wärmeerzeuger ausgeschlossen; die Details unterscheiden sich nach Förderstufe.

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Die bundeseigene Förderbank KfW ordnet energieeffiziente Gebäude in Förderstufen. Dazu setzt sie Gebäude ins Verhältnis zu einem im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) definierten Referenzgebäude. Je weniger Energie das zu fördernde Gebäude im Vergleich zum Referenzgebäude verbraucht, umso mehr Fördermittel gibt es.  

Die Begriffe Nullenergiehaus und Plusenergiehaus haben mit der Förderung nichts zu tun. Sie kennzeichnen den Energiestandard des Gebäudes. Ein Nullenergiehaus ist ein Gebäude, das rechnerisch genau so viel Energie verbraucht, wie am oder im Gebäude beispielsweise durch eine Solarthermie- oder eine PV-Anlage erzeugt werden. Wird sogar ein Energieüberschuss produziert, spricht man von einem Plusenergiehaus.

Gemeinsam haben KfW 40 Plus, Nullenergiehaus und Plusenergiehaus somit, dass sie am oder im Gebäude Energie gewinnen und diese größtenteils selbst nutzen. 

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Das Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude" (QNG) ist Pflicht für alle Bauherren, die die aktuelle Förderung "Klimafreundlicher Neubau" in Anspruch nehmen wollen. Zur Erreichung der Stufe KFW-Q ist das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude Plus (QNG-PLUS) oder das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude Premium (QNG-PREMIUM) erforderlich. Diese staatlichen Gütesiegel werden von anerkannten Zertifizierungsstellen vergeben. Sie sind derzeit bei den Anbietern von Nachhaltigkeitszertifizierungen eingerichtet, deren Systeme die Anforderungen des Bundes erfüllen und die damit für die Vergabe des QNG zugelassen sind. Für private Wohngebäude bieten zurzeit diese Institute zugelassene Bewertungssysteme an: 

Über eine Zertifizierungsstelle können Baufamilien mit dem Nachhaltigkeitsberater eines dieser Anbieter Kontakt aufnehmen. Er betreut sie von der Planungsphase bis zum Einzug, bewertet das Gebäude und reicht alle notwendigen Dokumente bei der Zertifizierungsstelle ein. 

       

KfW 40-Haus finanzieren mit Schwäbisch Hall

Luca Florit, Heimatexperte bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall

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