Regenwassernutzung spart Trinkwasser

Kostenloses Regenwasser sammeln und nutzen kann täglich Hunderte von Litern teures Trinkwasser einsparen. Wir zeigen das Einsparpotential und gebenTipps für die Regenwassernutzung.


Effektive Regenwassernutzung spart Geld und schont die Umwelt

Wer sich entschieden hat, seinen Garten nicht mit teurem Trinkwasser zu bewässern, braucht sich deswegen trotzdem keine bis zu 5.000 Euro teure Regenwassernutzungsanlage (inklusive Speicher, Pumpe etc.) anzuschaffen. Dafür reichen bei einem normal großen Garten ein paar Regentonnen oder ein kleinerer und günstigerer Flachtank, den man zu zweit an einem Tag einbauen und in Betrieb nehmen kann. Aber Vorsicht, neben Vorteilen hat der Flachspeicher auch Nachteile. Zum Beispiel ist er schwerer zugänglich und nicht frostsicher.

Wer jedoch vom Sparen oder Umweltschonen nicht genug bekommen kann, für den bietet eine große Anlage reichlich Möglichkeiten für eine effektive Regenwassernutzung. Mit ihr kann man rund 40 Prozent des täglichen Wasserverbrauchs einsparen. Hinzu kommt, dass verschiedene Hygieneinstitute Regenwasser für bakteriologisch unbedenklich hinsichtlich des Waschens von Wäsche erklärt haben, was eine weitere Ersparnis mit sich bringen würde.

Eine moderne Regenwasseranlage könnte über die Hälfte des täglichen Wasserbedarfs erbringen.


Bis zu 300 Liter am Tag teures Trinkwasser sparen

Ein Rechenspiel: Geht man von den besagten 77 Litern Einsparung aus, wären das bei einem Vier- Personen-Haushalt über 300 Liter pro Tag oder fast 110 Kubikmeter im Jahr. Ausgehend von Preisen von bis zu fünf Euro pro Kubikmeter (Grundpreis, Abwassergebühr und Mehrwertsteuer) bedeutet das eine mögliche Ersparnis von 450 bis 550 Euro im Jahr. Somit hätte sich die Anlage nach zehn Jahren bereits amortisiert.

Und das ist großzügig gerechnet, da die Trinkwasserkosten in den letzten Jahren stetig gestiegen sind – und wohl auch weiter steigen werden. Allein angesichts dieser Tatsache dürfte eine effektive Regenwassernutzung künftig noch an Bedeutung gewinnen. Bezüglich der Größe der Anlage und besonders des Speichers kann folgende gängige Faustregel herangezogen werden: Quadratmeter Dachfläche x Abflussbeiwert (abhängig von der Dachneigung) x Kubikmeter Niederschlag pro Jahr = Regenwasserertrag in Kubikmetern pro Jahr.

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Faustregel: rund 30 Quadratmeter Dachfläche erfordern einen Kubikmeter Speichervolumen

Von diesem Ertrag können im Schnitt bis zu 90 Prozent genutzt werden, der Rest wird benötigt, um die Aage sauber zu halten. In der Regel gilt, dass rund 30 Quadratmeter Dachfläche einem Kubikmeter Speichervolumen entsprechen. Wichtig ist jedoch, dass der Speicher nicht zu groß ist, damit er regelmäßig überläuft und die sogenannte Schwimmschicht weggespült wird. Geschieht dies nicht, kann das gesammelte Wasser verfaulen und somit unbrauchbar werden.

Für die reine Gartenbewässerung rechnet man bei einer Grundstücksgröße bis ca. 500 m² und einer angeschlossenen Dachgrundfläche von mindestens 100 m² mit einer Tankgröße von 4.000 Litern. Wird die Nutzung in Haus (WC und Waschmaschine) und Garten angestrebt, muss der Tank bei einem Drei-Personen- Haushalt und vergleichbaren Flächen (Dach und Garten) schon mindestens 5.000 bis 6.000 Liter umfassen.

 

Durchschnittliche Investitionskosten

  • Eine Regenwassernutzungsanlage mit unterirdischem 4.000-Liter-Speicher kostet im Schnitt 4.000 bis 5.000 Euro (Quelle: Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.).
  • Rund 1,5 Millionen Anlagen wurden bereits installiert.