Gartenbeleuchtung: das Grundstück in Szene setzen

  • Funktionale und ästhetische Aspekte
  • Stromanschluss vorab einplanen
  • Richtige Wahl der Leuchten

Bei der Gartenbeleuchtung haben Sie eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten: Je nach Vorliebe können Sie Ihren Garten romantisch, pragmatisch oder effektvoll beleuchten. Ob Bodenstrahler, Pollerleuchten oder Unterwasserscheinwerfer für den Teich – auch die Auswahl an Leuchten ist groß. Wir verraten, wie Sie Ihr Freiluft-Wohnzimmer eindrucksvoll in Szene setzen.

Gartenbeleuchtung: funktionale & ästhetische Aspekte

Das Haus ist gebaut und bezogen, der Garten angelegt. Jetzt können Sie sich an die Feinheiten in Sachen Gestaltung machen. Dazu gehört auch die Gartenbeleuchtung. Als erstes sollten Sie die Sicherheitsfragen klären:

  • Welche Wege auf dem Grundstück sollen ausgeleuchtet werden
  • Wo müssen Lampen und Lichtschalter angebracht sein, um sicher vom Haus zum Carport zu kommen?
  • Wie soll die Beleuchtung gesteuert werden?
Geht es bei der Gartenbeleuchtung um Sicherheit und Orientierung, sollte die Farbtemperatur bei etwa 10.000 Kelvin liegen. Das entspricht einem hellen, weißen Licht, bei dem Stolperwege auch im Dunkeln sehr gut ausgeleuchtet werden.
 

Neben diesen funktionalen Aspekten erfüllt die Gartenbeleuchtung aber auch einen ästhetischen Zweck. Denn mit schönen Lichtakzenten können Sie jeden Garten aufwerten. Denken Sie beispielsweise an ein diffuses Licht im Gartenteich.
Mit Spießstrahlern können Sie Statuen oder Kunstobjekte besonders hübsch hervorheben. Und schon eine einzige Laterne macht Ihre Bank hinten im Garten zu einem stimmungsvollen Highlight. So können Sie bei der Gartenbeleuchtung mit wenig Einsatz und geringen Kosten viel erreichen. Wählen Sie hier eine Lichtfarbe bis maximal 3.000 Kelvin.


Vorbereitung der Gartenbeleuchtung

Bereits beim Bau oder Umbau Ihrer Immobilie sollten Sie die Gartenbeleuchtung mitdenken. Wenn Sie nicht ausschließlich Solarleuchten aufstellen wollen, brauchen Sie Strom. Im Idealfall haben Sie die Kabelauslässe für Leuchten und Steckdosen beim Hausbau eingeplant. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) empfiehlt, sich in Sachen Gartenbeleuchtung vorab folgende Fragen zu stellen:

  • Welche Bereiche sollen beleuchtet werden?
  • Sind Treppen und Wege zu markieren?
  • Welche Pflanzen und Objekte sollen mit Beleuchtung inszeniert werden?
Bäume im Hintergrund können Sie breitstrahlend von unten beleuchten, Sträucher bringen Sie durch eine Beleuchtung von hinten zur Geltung. Pflanzen auf Blumenbeeten in Terrassennähe machen Sie mit einzelnen Strahlern zum Hingucker.
 

Die Kabel für die Gartenbeleuchtung sollten Sie etwa 60 Zentimeter tief im Boden verlegen. Dort sind sie in aller Regel vor Frost und Spatenstichen geschützt. Außerdem vermeiden Sie, dass die Kabel oberirdisch zu einer Stolperfalle werden.


Klassische Gartenbeleuchtung für Wege

Bei der Gartenbeleuchtung sollten Sie die Fußwege und Treppen rund um Ihr Haus funktionell beleuchten. Schließlich geht es um Ihre Sicherheit und die Ihrer Besucher. Vergessen Sie bei der Gartenbeleuchtung auch nicht die Wege zur Garage, zum Schuppen und zum Kellereingang. LED-Lampen für den Außenbereich gibt es in ausreichender Stärke, damit bleibt Ihr Stromverbrauch selbst bei heller Ausleuchtung der Wege gering. Besitzen Sie eine Photovoltaikanlage mit Batterie, können Sie den Strom für Ihre Gartenbeleuchtung sogar selbst erzeugen.

Folgende Tipps helfen bei der Wahl der Gartenleuchten für Wege:

  • Für die Wegbeleuchtung eignen sich Poller- oder Sockelleuchten. Pollerleuchten sind säulenförmige Leuchten für den Garten, erhältlich sind sie in unterschiedlichen Höhen.  
  • Es gibt Leuchten, die nach unten abstrahlen, und solche, die ein Rundumlicht werfen. Achten Sie darauf, Leuchten zu wählen, die hell sind, aber nicht blenden.
  • Klassische Wandleuchten eignen sich für Wege, die direkt an Ihrem Haus oder Ihrer Garage vorbeiführen. Sie gibt es ebenfalls als nach unten gerichtete Strahler und als Rundumleuchten.
  • Tipp des Branchenverbands ZVEI zur Ausleuchtung von Wegen: „Je niedriger die Lichtpunkthöhe, umso kleiner muss der Abstand zur nächsten Leuchte sein.“ Der Begriff Lichtpunkthöhe meint den Abstand zwischen Lichtquelle und Boden.

Weitere Arten der Gartenbeleuchtung

Über die populären Poller- und Wandleuchten hinaus haben Sie weitere Möglichkeiten der Gartenbeleuchtung:

  • Bodenstrahler: Sie werden in die Terrasse eingebaut oder ins Erdreich eingebracht. Bodenstrahler machen sich besonders gut, um kleine Bäume oder Sträucher im Dunkeln zur Geltung zu bringen.
  • Spießstrahler: Mit Spießstrahlern setzen Sie Highlights. So machen Sie beispielsweise einen kleinen Brunnen oder eine Skulptur zum Hingucker.
  • LED-Ketten: LED-Lichterketten eignen sich nicht nur für stimmungsvolle Akzente in Bäumen, sondern auch für eine lineare Gartenbeleuchtung. Als solche werden sie in einem Aluprofil geführt – als Umrandung von Terrassen, für die Kante einer Mauer oder für den Rand eines Holzwegs.
  • Kugelleuchten: Kugelleuchten gibt es im Durchmesser von wenigen Zentimetern bis hin zu Größen von 50 oder sogar 60 Zentimetern. Sie bringen stimmungsvolles Licht in weiß oder sogar farbig.
  • Solarleuchten: Diese Form der Gartenbeleuchtung schont den Geldbeutel und die Umwelt. Solarleuchten sind flexibel platzierbar und leicht anzubringen. Auf der anderen Seite ist Ihre Leistungskraft abhängig vom Sonnenlicht. Aber: Gezielt ausleuchten lässt sich damit kaum.

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Gartenbeleuchtung für Teich und Pool

Neben der Gartenbeleuchtung an Wegen, Gräsern und Bäumen sieht die Kombination von Licht und Wasser besonders reizvoll aus. Wenn Sie einen Gartenteich haben, können Sie mit Unterwasserscheinwerfern und Uferbeleuchtung arbeiten. Im Uferbereich setzen Sie dafür wie bei der übrigen Gartenbeleuchtung Strahler und Pollerleuchten ein. Mit ihnen heben Sie beispielsweise Ziergräser hervor.

Im Unterwasserbereich dürfen Sie nur speziell für diese Zwecke ausgewiesene Leuchten einsetzen. Sie werden mit Schutzkleinspannung betrieben und haben einen vorgeschalteten Transformator. Mit Unterwasserstrahlern können Sie beispielsweise eine Seerose von unten erhellen. Oder Sie leuchten den Bereich aus, in dem das Wasser eines Springbrunnens auftrifft.

Hinweis: Es sollten keine Fische in Ihrem Gartenteich leben, wenn Sie ihn beleuchten wollen. Denn: „Eine Beleuchtung, die teilweise schlagartig ein- und ausgeschalten wird und aus einer unnatürlichen Richtung (unten) kommt, bedeutet für die Fische im Gartenteich Stress“, warnt die Website „Gartenteich-Ratgeber“.


Hohe Leuchten selbst einbauen

Spießstrahler für die Gartenbeleuchtung können Sie in der Regel direkt in die Erde stecken. Sie sind nicht besonders hoch und schwer, halten sich daher meist recht gut im Boden. Für Pollerleuchten, gerade die höheren, brauchen Sie aber unbedingt einen festen Untergrund. Haben Sie in Ihrem Garten einen weichen, vielleicht sandigen Boden, müssen Sie nachhelfen. Dann gießen Sie ein Betonfundament.

Das klingt für Nicht-Handwerker erst einmal schwieriger, als es ist. Sie heben dafür ein Loch aus, bringen eine Schalung aus Holz ein und gießen den Beton hinein. Achten Sie darauf, dass die Oberfläche des Betons schon beim Gießen möglichst gleichmäßig wird. Das erspart Ihnen umständliches Nachschleifen. Ist der Beton ausgehärtet, bringen Sie darauf die Sockelplatte für die Leuchte an. Auf Portalen wie selbermachen.de finden Sie Anleitungen inklusive Fotos für solche Do-it-yourself-Arbeiten.


Vermeiden Sie Fehler bei der Gartenbeleuchtung

Auch bei der Gartenbeleuchtung gibt es einige „Don’ts“. Was Sie bei der Lichtgestaltung Ihres Gartens vermeiden sollten:

  • Ein Zuviel an Gartenbeleuchtung: Das Licht im Garten soll Akzente setzen. Wenn Sie zu viele Leuchten in Ihrem Garten anbringen, machen Sie diesen Effekt zunichte. Denn um zu wirken, benötig Licht immer auch dunkle Zonen daneben. Ausnahme: Wege und Treppen müssen selbstverständlich immer gut ausgeleuchtet sein.
  • Zu helles Licht: Wenn Sie einen kleinen Strauch im Garten geschmackvoll beleuchten möchten, sind Sie mit einer LED-Lampe in der Stärke 400 bis 600 Lumen gut bedient. Das entspricht bei einer Glühbirne 40 bis 60 Watt. Wählen Sie einen höheren Wert, kann das Licht leicht zu grell wirken.
  • Blendende Strahler: Achten Sie auf die Ausrichtung der Leuchten. Kräftige Strahler sollten nicht direkt auf die Terrasse oder in Ihr Wohnzimmerfenster leuchten. Auch der Gartenweg sollte zwar hell, aber nicht zu hell ausgeleuchtet sein. Denn wer auf einem Gartenweg in ein zu helles Licht schaut, hat im „schwarzen Loch“ gleich hinter der Lampe keine Orientierung.
  • Falsches Material: Außenleuchten müssen aus einem wetterbeständigen, nichtrostenden Material sein. Sonst haben Sie nicht lange Freude daran. Gute Materialien für Lampen zur Gartenbeleuchtung sind Aluminium, Edelstahl, Kupfer und Messing.

Automatik für die Gartenbeleuchtung

Um Ihre Gartenbeleuchtung zu steuern, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Variante sind Lichtschalter. Dabei können Sie Leuchten koppeln, die immer gemeinsam in Funktion sein sollen. Daneben gibt es Gartenlampen, die per Fernbedienung funktionieren. Das reicht von der Bedienung einzelner Leuchten bis zur Integration der Gartenbeleuchtung in Ihre Smart-Home-Gebäudetechnik. Philips Hue bietet zum Beispiel Gartenspots und Sockelleuchten an, die Sie bequem per App mit dem Smartphone steuern und dimmen können.

Die eher klassische – und kostengünstigere Variante – ist die Steuerung der Gartenbeleuchtung mit Zeitschaltuhren und Dämmerungsschaltern. Für Wege, Carport, Eingangsbereiche und die Kellertreppe bieten sich Leuchten an, die per Bewegungsmelder funktionieren. Das dient Ihrer eigenen Bequemlichkeit und schreckt außerdem Einbrecher ab.

Aber auch hier sollten Sie gut über die Platzierung nachdenken: Entwickelt sich Ihr Gartenweg zu einem beliebten Schleichpfad für Katzen, wird das wiederholte Anspringen der Gartenbeleuchtung zum Ärgernis.


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