Wärmedämmung: Kosten, Nutzen, Förderung

  • Wärmedämmung: Arten und Materialien
  • Gesetzliche Vorgaben: Wann muss gedämmt werden?
  • Kosten und individuelle Rechner

Mit einer effizienten Wärmedämmung können Sie Energiekosten senken, die Umwelt schonen und gleichzeitig für ein behagliches Wohngefühl sorgen. Bei Neu- und Umbauten ist eine effiziente Wärmedämmung teils gesetzlich vorgeschrieben. Erfahren Sie hier mehr über Techniken, Materialien, Vorgaben und Fördermöglichkeiten.

Warum ist eine Wärmedämmung sinnvoll?

Wärmedämmung, auch Wärmeisolierung oder Wärmeisolation genannt, beschreibt die Reduzierung des Durchganges von Wärmeenergie durch eine Hülle, um einen Gegenstand oder Raum gegen Abkühlung oder Erwärmung abzuschirmen. Im Bauwesen findet Wärmedämmung in erster Linie Anwendung, um die Auskühlung beheizter Gebäude abzumildern

Die Wärmedämmung bringt sowohl bei der energetischen Sanierung eines Altbaus als auch im Neubau viele Vorteile mit sich:

Wärmedämmung: Isolierung
Wärmedämmung für die oberste Geschossdecke im Rahmen eines Dachbodenausbaus. (Quelle: hanohiki - Fotolia)
  • CO2-Verminderung: Je weniger Gas und Öl für das Heizen verbraucht wird, desto besser für die Umwelt. Fossile Energieträger zählen zu den Hauptverursachern der weltweiten CO2-Emissionen.
  • Substanzerhalt: Eine effiziente Wärmedämmung verhindert das Risiko von Schimmelbildung durch Wärmebrücken. So bleibt nicht nur die Substanz erhalten, auch das Raumklima verbessert sich.

Gesetzliche Vorgaben für die Wärmedämmung bei Altbauten

Das Bewusstsein über Energieeinsparmaßnahmen in der Baubranche fand Eingang in Gesetze. 1977 wurde die erste Wärmeschutzverordnung für Gebäude bindend. 2002 wurde sie durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst. Seit 2020 ist
das Gebäudeenergiegesetz (GEG) rechtskräftig. Bei Neu- und Umbauten sind folgende wärmedämmende Maßnahmen teils gesetzlich vorgeschrieben:

  • Dämmung des Dachs beziehungsweise der oberen Geschossdecke, wenn der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2, Ausgabe 2013-02 nicht erfüllt ist
  • Dämmung der Heiz- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen
  • Fassadendämmung nach GEG-Vorgaben, wenn mehr als zehn Prozent der Fassadenfläche saniert werden

Wer sein Haus vor dem 1. Februar 2002 erworben hat, ist von diesen Regelungen ausgenommen. Umgekehrt gilt: Bei einem Haus- oder Wohnungskauf oder auch einer Erbschaft hat der neue Eigentümer zwei Jahre Zeit, dieser Dämmpflicht nachzukommen. Und noch eine Ausnahme gibt es: Für denkmalgeschützte Gebäude, wenn das charakteristische Aussehen durch die Dämmung beeinträchtigt würde oder der Aufwand unverhältnismäßig groß wäre.


Wärmedämmung im Neubau: Unterschiedliche Standards

Baustelle eines Einfamilienhauses
Unterschiedliche Dämmmaterialien haben verschiedene Wärmedurchgangskoeffizienten und werden bedarfsabhängig eingesetzt. (Quelle: Gina Sanders - Fotolia)

Beim Neubau gibt es den KfW-Effizienzhausstandard, um die energetische Qualität von Gebäuden zu bewerten. Dieser technische Standard bewertet mit einer Kennzahl (zum Beispiel KfW 40) die energetische Verbesserung in Bezug zu einem Referenzhaus (KfW 100) und ist die Grundlage für die Förderung von Neubauten und Komplettsanierungen. Ab dem 01.01.2023 gilt beim Neubau KfW 55 als gesetzlich festgelegter Mindeststandard.

Neben den Effizienzhausstandards ist häufig auch vom sogenannten Energiesparhaus die Rede. Der Begriff bezeichnet mehrere Gebäudetypen mit unterschiedlichen Einsparpotenzialen:

  • Niedrigenergiehäuser ist mehr ein Sammelbegriff für Häuser, die wenig Energie verbrauchen. Einen eindeutig definierten Standard gibt es dafür nicht.
  • Passivhäuser müssen auch aufgrund ihrer perfekten Dämmung so gut wie gar nicht mehr beheizt werden.
  • Ein Nullenergiehaus hat eine ausgeglichene Energiebilanz, das heißt im Jahresverlauf produziert so ein Haus genauso viel Energie, wie es verbraucht.

Erreicht wird die geforderte Energieeinsparung zum Beispiel mittels einer Solaranlage oder per Wärmerückgewinnungstechnik. Und vor allem durch eine gute Dämmung. Eine umfassende Wärmedämmung, die über die GEG-Vorgaben hinausgeht, verursacht natürlich Mehrkosten. Diese relativieren sich aber durch die künftige Senkung der Heizkosten. Außerdem gibt es sowohl bei Neubauten als auch bei der Sanierung von älteren Gebäuden diverse staatliche Fördermöglichkeiten. 


Wärmedämmung: die wichtigsten Kenngrößen

Wie effizient ist eine Wärmdämmung? Und wie dick muss eine Wärmedämmung sein, um bestimmte energetische Vorgaben zu erreichen? Um diese Fragen zu beantworten gibt es zwei wichtige Kenngrößen:

  1. Wärmedurchgangskoeffizient. Dieser wird auch U-Wert genannt und gibt – vereinfacht gesagt – an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Angegeben wird er in Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K) . Dabei gilt: Je kleiner der U-Wert, desto größer die Dämmwirkung. Das GEG gibt für verschiedene Dämmmaßnahmen konkret zu erreichende U-Werte vor, zum Beispiel beim Dachboden dämmen oder bei der Fassadendämmung. Auch für den Erhalt von Fördermitteln ist der U-Wert wichtig, zum Beispiel beim Einbau neuer Fenster.
  2. Wärmeleitstufen (WLS)/Wärmeleitgruppen (WLG): Die Wärmeleitfähigkeit gibt an, wie gut die Wärme durch einen Baustoff hindurchgeht. Das bedeutet: Je schlechter die Wärmeleitfähigkeit, desto besser die Dämmeigenschaften. Dämmmaterial mit der Angabe WLG/WLS 30 dämmt also besser als eines mit WLG/WLS 40. 

Welche Arten der Wärmedämmung gibt es?

Wärmedämmung-Fassade
Wärmedämmverbundsystem: Auf das Mauerwerk aufgeklebte und verdübelte Dämmplatten werden verputzt. (Quelle: Ingo Bartussek - Fotolia)

Die Möglichkeiten einer Wärmedämmung sind vielfältig. Unterschieden wird dabei in der Regel in Bereiche, die gedämmt werden sollen und die Technik, die dabei angewandt wird. Im Folgenden listen wir die wichtigsten Arten der Wärmedämmung auf:


Außendämmung/Fassadendämmung

Bei einer Außendämmung am Haus (Fassadendämmung) werden Materialien meist im sogenannten Wärmedämmverbundsystem (WDVS) eingesetzt. Ein solches System besteht aus mehreren Schichten. Die Styroporplatten werden dabei direkt auf die vorbearbeitete Fassade geklebt und oft zusätzlich verdübelt. Danach werden die Platten mit einer Schicht versehen, die Risse im Putz verhindern soll. Darauf folgen eine weitere Zwischenbeschichtung und schließlich der Außenputz.

Eine hinterlüftete Vorhangfassade (oder auch "vorgehängte Fassade") besteht aus einer Metall- oder Holzkonstruktion, deren Zwischenräume meist mit Glas- oder Steinwolle gefüllt sind. Ähnlich wie ein Vorhang werden sie mit etwas Abstand zur tragenden Gebäudeebene angebracht. In dem Zwischenraum kann Luft zirkulieren, was die Feuchtigkeitsabfuhr verbessert.

Kerndämmung: Hier wird Dämmstoff direkt in ein zweischaliges Mauerwerk eingelassen. Die Außenschale wird in einem Abstand von etwa 15 Zentimetern zur tragenden Wand hochgezogen und mit Dämmmaterial aufgefüllt. Granulate sind ebenso möglich wie Platten und Dämmschaum. Bei der Konstruktion muss man darauf achten, dass das ausgewählte Material keine Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Perlitgefüllte Dämmziegel: Eine gute Wärmedämmung erreicht man in Neubauten auch mit perlitgefüllten Dämmziegeln. Perlit ist ein Vulkangestein mit hoher Dämmwirkung und wird oft beim Bau von Passivhäusern verwendet. Weil die Ziegel etwas weniger belastbar sind als Vollziegel, eignen sie sich eher für Ein- oder Zweifamilienhäuser.    

Hier finden Sie einen ausführlichen Artikel zur Fassadendämmung


Dach dämmen

Nach der Fassade ist das Dach rein flächenmäßig der größte Bereich, bei dem sich mit einer Dämmung effektive Energiekosten einsparen lassen. Grundsätzlich gibt es drei Arten, dass Dach effektiv zu dämmen:

  • Zwischensparrendämmung: Das klassische Verfahren bei der Dachdämmung. Hier wird der Dämmstoff – wie der Name schon sagt – zwischen die Dachsparren eingebracht. Gerade bei einer nachträglichen Dachdämmung ist dieses Verfahren sehr beliebt.
  • Untersparrendämmung: Die Untersparrendämmung wird oft als Ergänzung der Zwischensparrendämmung angebracht. Dabei wird eine Lattung quer zu den Sparren verschraubt, die Zwischenräume dieser Lattung dann mit Dämmstoff gefüllt. Im Anschluss lässt sich die Lattung für die Befestigung von Gipsbauplatten nutzen.
  • Aufsparrendämmung: Auch als Aufdachdämmung bekannt. Der Dämmstoff wird hier von außen zwischen die Sparren und die Dacheindeckung verlegt. Die Aufsparrendämmung gilt als effektivste Form der Dachdämmung, aber auch als teuerste und lohnt sich vor allem dann, wenn ohnehin eine neue Dacheindeckung geplant ist.

Lesen Sie hier, was Sie bei der Dacherneuerung beachten sollten


Dachboden dämmen

Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist eine effektive und gleichzeitig kostengünstige Maßnahme der Wärmedämmung – und zum Teil sogar Pflicht. Je nachdem, ob der Dachboden begehbar bleiben soll, gibt es unterschiedliche Methoden und Materialien der Dachbodendämmung.

Alle Infos zu Kosten und Materialien bei der Dämmung der obersten Geschossdecke


Fenster dämmen

Auch über undichte Fenster geht oft reichlich Energie verloren. Hier wird die teure Wärme im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft geblasen. Moderne, energieeffiziente Fenster verringern durch die Verglasung, den Rahmen und den fachgerechten Einbau die Heizkosten. 

Neue Fenster: Tipps und Infos zu Kosten, Arten und Fördermöglichkeiten


Keller dämmen: Decke, Wände, Bodenplatte

Wie umfangreich der Keller gedämmt sein sollte, hängt vor allem von seiner Nutzung ab. Dient das Untergeschoss nur als Lagerraum oder Heizungskeller, reicht es, die Kellerdecke zu dämmen. Wollen Sie den Keller dagegen als Wohnraum nutzen, empfiehlt sich zusätzlich auch die Dämmung der Wände und des Bodens.

Alles Wissenswerte zur Kellerdämmdung und -sanierung finden Sie hier


Innendämmung

Wenn eine Dämmung von Außen aus Platz- oder Denkmalschutzgründen nicht möglich ist, bleibt noch die Innendämmung. Ihr Nachteil: Sie ist bauphysikalisch anspruchsvoll und meist nicht so effektiv wie eine Außendämmung. Dafür ist aber auch kein Gerüst nötig und eine Dämmung von Einzelräumen statt des gesamten Gebäudes möglich. Auch bei der Innendämmung gibt es die Möglichkeit einer Schütt- oder Einblasdämmung, meist kommen aber Dämmplatten aus Kalziumsilikat zum Einsatz.

Wärmedämmung wird staatlich gefördert

Die öffentlich-rechtliche KfW-Förderbank hat eigene Energiestandards definiert. Derzeit wird bei Neubauten die Effizienzhaus-Stufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse gefördert. Voraussetzung hierfür ist das Qualitätssiegel ‚Nachhaltiges Gebäude‘.

Auch Einzelmaßnahmen zur Wärmedämmung unterstützt die KfW mit günstigen Kreditbedingungen oder Tilgungszuschüssen, etwa wenn Sie im Rahmen einer energieeffizienten Sanierung neue Fenster in Ihr Haus einbauen oder die Heizung erneuern. Gerne berät Sie Ihr Heimatexperte vor Ort zu den Förder- und Finanzierungsoptionen.

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Welche Dämmstoffe gibt es?

Vakuum-Dämmplatte
Vakuum-Paneele sind die dünnsten handelsüblichen Dämmplatten. (Quelle: Dieter Pregizer - Fotolia)

Der Markt der Dämmstoffe ist riesig. Grundsätzlich wird nach künstlichen und natürlichen Dämmstoffen unterschieden. Hier eine Auswahl der gängigsten Dämmstoffe.

Künstliche Dämmstoffe

Als Material wird bei der Wärmedämmung häufig Polystyrol (auch bekannt unter dem Handelsnamen Styropor) verwendet. In seinen unterschiedlichen Formen gehört es ebenso wie das artverwandte Polyurethan noch immer zu den am häufigsten verwendeten Dämmmaterialien. 

Polystyrol ist preisgünstig, leicht zu verarbeiten und hilft wegen seiner guten Dämmfähigkeit enorm dabei, Energie zu sparen. Am häufigsten verarbeitet werden:

  • expandiertes Polystyrol (EPS, das „klassische“ Styropor) 
  • Polystyrol-Extruderschaumstoff (XPS), wird vor allem an feuchtigkeitsanfälligen Stellen eingesetzt 
  • Polyurethan-Hartschaum (PUR)

Nachteil: Die Materialien basieren auf dem fossilen Rohstoff Erdöl, belasten bei der Entsorgung die Umwelt und sind nicht luftdurchlässig (es kann sich Feuchtigkeit bilden).


Natürliche Dämmstoffe

Mittlerweile gibt es für die Wärmedämmung von Wohngebäuden zahlreiche Alternativen zu Polystyrol & Co. Ökologische Dämmstoffe sind insgesamt umweltfreundlicher, schonen fossile und mineralische Ressourcen. Sie verbrauchen bei Herstellung und Entsorgung meist weniger Energie und sorgen für ein gutes Wohnklima. In Sachen Brandschutz erfüllen die Alternativen zumindest für Einfamilienhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser die Vorgaben.

Wichtig zu wissen ist auch, dass die ökologischen Materialien meist mehr kosten als herkömmliche Dämmstoffe und nicht für jeden Einsatz geeignet sind. Dies gilt beispielsweise bei der Außendämmung im Erdbereich und bei Flachdächern. Und sollte das Dämmmaterial beigesetzte Zusatzstoffe enthalten oder von anderen Materialien nicht getrennt werden können, sind sie auch so einfach zu entsorgen beziehungsweise zu recyceln.  

Folgende Naturmaterialien eignen sich als Dämmstoff (beispielhaft):

  • Holzweichfaser
  • Schafwolle
  • Flachs
  • Stroh
  • Seegras
  • Zellulose

Eine Sonderform im Bereich der Wärmedämmung sind Vakuum-Isolierpaneele (VIP) – hocheffiziente Dämmplatten, die oft aus Kieselsäurepulver bestehen. Die entsprechenden Paneele sind extrem dünn und trotzdem dämmstark.  Sie erreichen ihre hervorragende Dämmeigenschaft durch ein eingeschlossenes Vakuum (bereits kleine Beschädigungen der Hülle machen die Platte deswegen wirkungslos). Wie die meisten ökologisch-natürlichen Materialien sind sie teurer als konventionelle Dämmstoffe.


Was ist der beste Dämmstoff?

Der beste Dämmstoff richtet sich nach dem Vorhaben, dem Umfang und den energetischen Anforderungen. Ein guter Vergleichswert bei der Beurteilung (und für die Anwendung) sind die oben erwähnten Wärmeleitstufen/Wärmeleitgruppen. Je geringer der Wert, desto besser die Dämmwirkung – es wird also weniger Material benötigt.

Hier eine kleine Übersicht der Wärmeleitfähigkeit verschiedener Dämmstoffe:

Dämmstoff WLS/WLG-Wert
Vakuumdämmung 007
Phenolharzplatten 022
Polyurethanplatten alukaschiert 024
Polyurethan-Einblasschaum 027
Mineralwolle 032
Polystyrol-Einblasdämmung 033
Polystyrol-Platte 035
Zellulose 040
Korkschüttung 045
Glasschaum-Platte 067

Nun könnte man denken: Eine Vakuumdämmung hat den besten WLS-Wert, warum nicht also alles damit dämmen? Das wäre nicht wirtschaftlich, denn diese Platten sind extrem teuer.

Für eine wirkliche Vergleichbarkeit bei der Frage nach dem besten Dämmstoff kommt noch der Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) ins Spiel. Er definiert die Dämmwirkung einer Dämmstoffschicht unabhängig von der Dicke. Je höher der R-Wert, desto besser ist die Dämmwirkung.

Dazu ein Beispiel: Um mit einer Vakuumdämmung einen R-Wert von 4 zu erreichen, muss die Dämmung 2,8 Zentimeter dick sein. Eine Polystyrol-Platte benötigt dafür 14 Zentimeter. Aber: Die Platte ist viel, viel günstiger als die Vakuumdämmung und armotisiert sich damit wesentlich schneller. Bei der Suche nach dem besten Dämmstoff sollten Sie also immer die Dämmwirkung ins Verhältnis zu den Kosten setzen.


Wann lohnt sich eine Wärmedämmung?

Installation einer Zwischendecke in Leichtbauweise mit Holzweichfaserplatten als Wärmedämmung
Eine sorgfältige Dämmung ist mit Aufwand und Kosten verbunden. (Quelle: AdobeStock/Ingo Bartussek)

Eine umfassende Wärmedämmung ist eine erhebliche Investition. Stellt sich also die Frage: Wann rechnet sich das?

Die Stiftung Warentest gibt dazu folgende Empfehlung ab: "Sinn­voll ist eine Wärmedämmung bei unsanierten Häusern, die vor 1980 gebaut wurden. Bei Gebäuden ab Mitte der 1990er-Jahre rentiert sich eine Wärmedämmung finanziell oft nicht. Faust­regel: Über­steigt der Energieverbrauch des Hauses 150 Kilowatt­stunden pro Quadrat­meter und Jahr, lohnt sich die energetische Sanierung auf jeden Fall."

Die Tester weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass auch kleinere Maßnahmen wie die Dämmung der oberen Geschossdecke, der Kellerdecke, von Rolllädenkästen und Heizkörpernischen etwas bringen. Für eine umfassende Wärmedämmung empfiehlt es sich, einen Energieberater im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans zu Rate zu ziehen.


Was kostet eine Wärmedämmung?

In unserem umfangreichen Artikel über energetische Sanierung haben wir auch eine Beispielrechnung für die Wärmedämmung. Bei den ungefähren Kosten gehen wir von einem Beispielhaus mit folgenden Parametern aus:

  • Einfamilienhaus aus den 1980er-Jahren
  • circa 80 Quadratmeter Grundfläche
  • eineinhalb Geschosse
  • 5 Zimmer
  • circa 130 Quadratmeter Wohnfläche

Die genannten Preise verstehen sich inklusive Montage und Mehrwertsteuer, können aber – je nach Haus, Region und Ausführung – stark von den tatsächlichen Kosten abweichen. 

Sanierungsmaßnahme ungefähre Kosten
Dachdämmung  ca. 25.000 Euro inkl. Unterkonstruktion
Dacheindeckung ca. 5.000 bis 15.000 Euro
Fassadendämmung ca. 28.000 bis 45.000 Euro
Innendämmung Wände ca. 5.800 bis 10.000 Euro
Dämmung Kellerdecke ca. 3.000 bis 4.500 Euro
Austausch Fenster ca. 10.000 bis 18.000 Euro

Kosten für die Wärmedämmung berechnen

Wie viel kostet es, das Dach zu dämmen? Und wie hoch sind die Kosten bei einer Fassadendämmung? Rechnen Sie es ganz einfach selbst aus. Bei unseren beiden Kostenrechnern müssen Sie nur wenige Grunddaten eingeben und schon nennen wir Ihnen den ungefähren Kostenrahmen. Probieren Sie es doch gleich einmal aus.


Kostenrechner Dachdämmung

Was kostet eine neue Dachdämmung? Berechnen Sie mit unserem Online-Rechner, wie hoch Ihre Kosten für eine neue Dachdämmung sind:

Dachdämmung / -eindeckung

Materialkosten + Arbeitslohn

Summe ca. 0 €
  • Berechnungsdetails
    xMineralwolle 0 € 0 €
    + Arbeitslohn 0 €
    xBetondachstein 0 € 0 €
    + Arbeitslohn 0 €
    gesamt 0 €
    Preise sind Richtwerte, Stand 6/2022

    

Kostenrechner Fassadendämmung

Wie hoch sind die Kosten für eine neue Fassade? Mit unserem Rechner ermitteln Sie in etwa die Höhe der Kosten für eine Fassadendämmung:

Fassadendämmung

Materialkosten + Arbeitslohn

Wie viel m² Fläche?
Welche Art der Dämmung?

Details zu den einzelnen Dämmstoffen finden Sie hier.

Summe ca. 0 €
  • Berechnungsdetails
    xWDVS Hartschaum 0 € 0 €
    + Arbeitslohn 0 €
    gesamt 0 €
    Preise sind Richtwerte, Stand 6/2022

Welche Förderung gibt es für die Wärmedämmung?

Wärmedämmung - Sanierungsplan
Von der Energieschleuder zum Energiesparer: Was gibt der Staat dazu? (Quelle: thieury - Fotolia)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude auch sogenannte "Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle". Gefördert werden dabei Wärmedämm-Maßnahmen an Bestandsgebäuden, die zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes beitragen. Die Dämmung kann dabei an der Gebäudehülle, bei Fenster oder Türen sowie bei den Außenwänden oder beim Dach erfolgen.

Erstattet werden 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Dazu zählen neben den reinen Kosten für das Material zum Beispiel auch die Einrichtung der Baustelle, die Montage und Entsorgung. Noch mal 5 Prozent gibt es oben drauf, wenn Sie die Maßnahme als Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umsetzen.

Die Mindestinvestition liegt bei 2.000 Euro brutto, maximal werden 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr gefördert. 


Gute Beratung ist unverzichtbar

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