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Tschüss Miete, hallo Eigenheim!

Die Mietpreise steigen weiterhin an, gerade in den Ballungszentren. Das Ergebnis: Ein großer Teil des Gehalts wandert Monat für Monat auf das Konto Ihres Vermieters. Wir von Schwäbisch Hall haben nachgerechnet, wie lange Sie 2020 arbeiten müssen, um die Miete zu zahlen. Finanzieren Sie lieber Ihren eigenen Wohntraum als den Ihres Vermieters – und investieren Sie in Ihre Zukunft.  


Hohe Mietpreise in Städten und Landkreisen

Wer nach einer Wohnung sucht, braucht oft einen langen Atem – und ein gut gefülltes Portemonnaie. Denn gerade bei Neuvermietungen und nach Renovierungsarbeiten kletterten die Mietpreise in den letzten Jahren ordentlich in die Höhe. Laut statistischem Bundesamt lag 2018 die durchschnittliche Nettokaltmiete bei Neuvermietungen in den sieben Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf gut 21 % über dem allgemeinen Durchschnitt in diesen Städten.

Auch in einigen Landkreisen wird bezahlbarer Wohnraum knapp. Wie der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) ermittelte, traf dies 2019 zum Beispiel auf Biberach, Bamberg oder Bentheim zu. Faktoren, die zu hohen Mieten beziehungsweise einer hohen Mietbelastung außerhalb der Stadt führen:

  • Die Landkreise gehören zum Speckgürtel größerer Städte
  • Die Gehälter steigen langsamer als die Mieten
Insbesondere in den Regionen, die in der Nähe von Städten wie München und Stuttgart liegen, müssen Mieter mit hohen Mietpreisen rechnen. In ländlichen Regionen in Ostdeutschland sind die Mieten zwar oft noch moderat, die Gehälter liegen dort aber ebenfalls häufig unter dem Durchschnitt. Somit kann die Mietbelastung hier ähnlich hoch ausfallen. Entscheidender als die Mietpreise an sich ist nämlich die sogenannte Mietbelastungsquote. Sie gibt an, wie viel Prozent unseres Gehalts für die Mietkosten verwendet wird.

Wie viele Arbeitstage gehen 2020 für die Miete drauf? Wir von Schwäbisch Hall wollten es genau wissen und haben Daten des Statistischen Bundesamtes ausgewertet.

So lange arbeiten wir 2020 für die Miete

Basierend auf der durchschnittlichen Mietbelastungsquote von 27,2 %
(Quelle: Statistisches Bundesamt) fließt 2020 das Gehalt von circa 69 Arbeitstagen in die Tasche der Vermieter. Und damit in die vier Wände, die am Ende nicht die eigenen sind. Anders ausgedrückt bedeutet das: Bis zum 8. April arbeiten Sie für Ihren Vermieter.

Wer in den Top 7 Metropolen lebt, arbeitet im Schnitt noch mal 11 Tage länger für die Miete. Für die Mieter in diesen Städten ist der 20. April der erste Tag, an dem sie nicht mehr für die Miete arbeiten.
Zwischen den einzelnen Städten gibt es dabei durchaus Unterschiede: In
Köln, München und Frankfurt wird trotz guter Gehälter etwa ein Drittel des Jahreseinkommens für die Miete verwendet – und ist damit unwiederbringlich verloren.


In Deutschland besitzen wenige Wohneigentum

Obwohl die Mietpreise gestiegen sind, ist Deutschland weiterhin Mieterland. Gerade mal jeder Zweite lebt hier im eigenen Zuhause – nur in der Schweiz wohnen noch weniger Menschen in den eigenen vier Wänden.

Vor allem junge Deutsche wohnen heute häufiger zur Miete als früher. 1999 besaßen noch 23 % der 25-34-Jährigen Wohneigentum, 2017 waren es nur noch 12 %. Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag von Schwäbisch Hall.

Liegt es daran, dass Eigentum unbezahlbar geworden ist? Es stimmt zwar, die Immobilienpreise sind ebenfalls gestiegen. ABER: Es gibt immer noch Regionen, in denen Immobilien erschwinglich sind. Gerade in mittleren Lagen, in kleineren Städten und außerhalb von Ballungszentren gibt es Wohneigentum, das mit einem guten Finanzierungsplan auch für Normalverdiener zu haben ist. Laut des Kölner Instituts für Wirtschaft war Kaufen in vielen Kreisen immer noch günstiger als Mieten.

Wieviel Ihre Traumimmobilie tatsächlich kosten darf, können Sie mit unserem Mietrechner ermitteln:

Wohneigentum lohnt sich

Das wohl wichtigste Argument, das für das eigene Zuhause spricht: Eine Immobilie ist immer noch eine der sichersten Möglichkeiten, für die eigene Zukunft vorzusorgen.

Prof. Dr. Michael Voigtländer vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft erklärt: „Die Wohneigentumsquote ist ein wichtiger Indikator für die Vermögensbildung. Europäische Vergleiche zeigen, dass in Ländern mit größerer Verbreitung von Wohneigentum die individuelle Vermögensbildung stärker ausgeprägt ist. Gerade angesichts der Probleme in der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge sowie fehlender alternativen Anlagen aufgrund der Niedrigzinsphase ist der Wohneigentumserwerb aktuell besonders attraktiv und liegt sowohl im Interesse des einzelnen Bürgers als auch des Staates.“


Was spricht sonst noch dafür, ein Eigenheim zu kaufen?

Mietfrei wohnen

Eine Immobilie ist im Grunde gleich in doppelter Hinsicht eine Altersvorsorge: Zum einen finanzieren Sie mit den monatlichen Raten des Immobilienkredits Ihr eigenes Zuhause, in dem Sie im Rentenalter mietfrei wohnen können. Fällt Ihre Rente eher gering aus, müssen Sie sich damit um einen großen Kostenfaktor keine Sorgen mehr machen. Zum anderen kann ein Haus aber auch eine Altersvorsorge sein, indem mit der Verkaufssumme im Alter eine barrierefreie Wohnung oder ein Platz im betreuten Wohnen bezahlt werden kann.
 

Unabhängigkeit vom Vermieter

Mit einer eigenen Immobilie machen Sie sich außerdem unabhängig von weiteren Mieterhöhungen oder der Gefahr der Kündigung wegen Eigenbedarf. Und Sie können Ihr Eigenheim so gestalten, wie es Ihnen gefällt, ohne mit einem Vermieter über Umbauten, Wanddurchbrüche oder Bodenbeläge diskutieren zu müssen.
 

Immobilie als Wert für Nachkommen

Außerdem schaffen Sie durch ein Eigenheim einen realen Wert für Ihre Familie und die nächste Generation. Ein Eigenheim ist ein Ort, der Sicherheit und Geborgenheit in einem anderen Maße vermittelt als eine Mietwohnung. Und Sie investieren damit auch in die Zukunft Ihrer Kinder – und womöglich Enkelkinder.
 

Erschwinglichkeit

Die gestiegenen Löhne und die niedrigen Zinsen können die höheren Kaufpreise zu einem großen Teil ausgleichen. „Bezogen auf das Jahreseinkommen sind Immobilien heute so erschwinglich oder so teuer wie zuletzt in den 90er-Jahren“, sagt Dr. Rainer Eichwerde, Leiter Finanzcontrolling der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Allein zwischen 2000 und 2017 stieg in Deutschland das durchschnittliche Bruttojahresentgelt um rund 43 % auf 37.077 Euro. Gleichzeitig sind die Zinsen sind in den letzten Jahren stark gesunken. 1988 lagen sie noch bei über 7 Prozent, heute liegen sie bei etwa einem Prozent. Bei einem Baukredit sparen Sie somit eine vier- oder fünfstellige Summe an Zinsen.
 


So kommen Sie zu Ihrem Eigenheim

Die Bedingungen sind also besser, als viele annehmen. Gerade für junge Paare und Familien scheint das erforderliche Eigenkapital die größte Hürde zu sein. Experten raten, dass Sie etwa 20 Prozent des Kaufpreises mithilfe von Eigenkapital finanzieren sollten. Bausparen ist eine von mehreren Möglichkeiten, innerhalb eines gewissen Zeitraums die hierfür nötige Summe anzusparen.

Auf dem Weg zum Eigenheim unterstützt Sie auch der Staat in Form der Riester-Förderung und des Baukindergelds¹ dabei, dass die eigenen vier Wände Wirklichkeit werden. Hinzukommen lokale Förderprogramme und Förderkredite und -zuschüsse der KfW für energieeffizientes Bauen.

Mit dem richtigen Finanzierungsplan muss der Traum vom eigenen Zuhause also auch heute keine Wunschvorstellung bleiben. Wann sagen Sie: Tschüss Miete, hallo Eigenheim?

  • Fußnoten

    1Das Baukindergeld läuft Ende 2020 aus. Wenn Sie vor dem 31. Dezember eine Baugenehmigung oder einen Kaufvertrag vorlegen, können Sie noch davon profitieren.


Gute Beratung ist unverzichtbar

Der Kauf einer Immobilie ist immer mit einer finanziellen Belastung verbunden. Eine genaue Kalkulation ist daher wichtig, damit Sie nicht in eine Schieflage geraten. Neben Ihrer Finanzlage sind Darlehenshöhe, Eigenkapital und Tilgungsraten wichtige Aspekte der Baufinanzierung. Sprechen Sie mit einem unserer Heimatexperten darüber, welche Möglichkeiten es gibt. Er findet mit Ihnen gemeinsam die für Ihr Immobilienprojekt passende Finanzierung und entwickelt mit Ihnen einen langfristigen zinssicheren Finanzierungsplan.  

Unsere Heimatexperten beraten Sie gerne bei der Planung Ihrer Immobilienfinanzierung.

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