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Elektroheizungen fürs Haus:
Stromfresser oder sinnvoll?

  • Elektroheizung: Arten und Kosten
  • Beispielrechnung: Stromkosten Elektroheizung
  • Vor- und Nachteile elektrischer Heizungen

Die Elektroheizung kann dank moderner Technik und neuer Quellen der Energieerzeugung und -speicherung eine Alternative zu konventionellen Heizungsarten sein. Erfahren Sie hier mehr über die Vor- und Nachteile sowie die Kosten einer Elektroheizung.

    

Elektroheizung fürs Haus: Günstige Anschaffung, hohe Betriebskosten

Eine Elektroheizung wirkt auf den ersten Blick wie die optimale Technik: Die Anschaffungskosten sind gering und der Einbau ist denkbar einfach. Aber: Wenn der für die Wärmeerzeugung benötigte Strom in Kraftwerken aufwendig hergestellt werden muss, ist das nicht nur schlecht für die CO2-Bilanz, sondern meist auch für das Portemonnaie. Denn Strom ist teuer, und die Umwandlung von Strom in Wärme ist meist nicht besonders effizient.

Betreibt man eine Elektroheizung jedoch mit Strom aus einer Photovoltaik-Anlage, Solarzellen, Windrädern oder Biogasanlagen, kann auch eine Elektroheizung unter bestimmten Umständen zur Alternative werden. Wir listen im Folgenden die Vor- und Nachteile von Elektroheizungen auf und geben einen Überblick zu den Kosten.


Welche Elektroheizungen fürs Haus gibt es?

Der technische Fortschritt hat auch die Elektroheizung optimiert.
Eine elektrische Fußbodenheizung sorgt im Winter für warme Füße – auch ohne Wollsocken. (Quelle: iStock urfinguss)

In Kombination mit einer hochwertigen Wärmedämmung lassen sich Immobilien – insbesondere einzelne Räume – immer effizienter mit Elektrizität beheizen. Für das Heizen mit Strom stehen Ihnen verschiedene Systeme zur Verfügung, hier die grundsätzlichen Funktionsweisen:

  • Eine Nachtspeicherheizung (oder auch Elektrospeicherheizung) lädt sich über Nacht mit Strom auf und gibt die gespeicherte Energie am nächsten Tag in Form von Wärme ab. Die Geräte sind als dezentrale Nachtspeicheröfen bekannt, die einst den günstigeren Nachtstromtarif nutzten. Da heute kaum noch ein Stromanbieter Nachtstromtarife anbietet, wird von einer Nachtspeicherheizung abgeraten.
  • Die Flächenspeicherheizung sieht meist ein wenig aus wie ein konventioneller Heizkörper, funktioniert aber mit Strom. Das Besondere: Die Wärmeenergie wird nicht direkt abgegeben, sondern in einem Speicherkern gesammelt. Ist dieser aufgeheizt, wird die Wärme an den Raum abgegeben. Erst wenn die Temperatur unter einen bestimmten Wert sinkt, zieht die Flächenspeicherheizung wieder Strom aus dem Netz.
  • Eine elektrische Fußbodenheizung wärmt den Raum von unten. Bei diesem Heizsystem werden Heizfolien oder Heizmatten im Boden verlegt. Diese helfen auch gegen Feuchtigkeit und beugen Schimmelbildung vor. Die Verlegung ist bei gängigen Böden meist unproblematisch. Bei Holzböden sollten Sie sich vom Fachhändler oder Hersteller beraten lassen.
  • Eine Infrarotheizung ist eine Elektroheizung, die Wärme über Infrarotwellen abgibt. Die Wellen erwärmen Objekte wie Möbel, Wände und auch Menschen, nicht aber die Luft. Sinnvoll eingesetzt werden kann eine Infrarotheizung in gut gedämmten Räumen und wenn die Wärmequelle nur punktuell benötigt wird. Sie können an der Wand, an der Decke oder als Paneele im Raum installiert werden.
  • Die Natursteinheizung muss man sich wie einen Kachelofen vorstellen, der mit Strom betrieben wird. Der Naturstein (in der Regel Marmor, Granit oder auch Schiefer) wird über Heizleiter erwärmt. Diese Wärme wird von dem Naturstein gespeichert und als Wärmestrahlung an den Raum abgegeben. 
  • Eine mobile Elektroheizung ist wohl die gängigste Form, mit Strom zu heizen. Zur Verfügung stehen hier drei verschiedene Varianten

     1. Der Radiator ist eine Direktheizung, die Wasser oder Öl als Speichermedium nutzt. Dieses wird von einer Heizspirale erhitzt und fließt durch die Heizrippen. So wird die Wärme, wie auch bei einem konventionellen Heizkörper, langsam in den Raum abgegeben. Radiatoren sind relativ günstig in der Anschaffung, brauchen aber verhältnismäßig lange bis ein Raum erwärmt ist und verbrauchen somit mehr Strom. 

     2. Ein Konvektor erzeugt Heizwirkung, indem von unten einströmende Luft erwärmt und nach oben abgegeben wird. Ein Ventilator unterstützt diesen Prozess, er kann bei vielen Geräten aber auch abgeschaltet werden. 

     3. Ein Heizlüfter saugt Luft an, erwärmt sie mittels Heizspiralen und bläst sie über einen Ventilator in den Raum. Solche Geräte sind günstig in der Anschaffung und da sie häufig aus Kunststoff bestehen, auch leicht. Dieses wenig energieeffiziente Prinzip eignet sich jedoch nur für kleine Räume, für die mobile Anwendung und kurze Heizdauer. Der Geräuschpegel kann zusätzlich beträchtlich sein.

  • Die Wärmepumpe ist keine "klassische" Elektroheizung, wird aber auch über Strom betrieben. Sie gilt im Zuge der Wärmewende als eine der Schlüsseltechnologien. Sie entzieht dem Außenbereich (Luft, Wasser oder Erde) Wärme, hebt diese mittels Strom auf ein höheres Niveau und gibt diese Wärme dann als Heizenergie an das Haus ab. 


Übersicht der gängigen Elektroheizungen inklusive Anschaffungskosten:

Art der Elektroheizung Anschaffungskosten Leistung (in Watt) Vorteile Nachteile geeignet als/für
Nachtspeicherheizung ca. 1.000 Euro 2.000 bis 4.000 keine hohe Betriebskosten, schwer zu regeln nicht mehr empfehlenswert
Flächenspeicherheizung ca. 200 bis 500 Euro 500 bis 3.000 niedrige Anschaffungskosten, wartungsarm, gutes Raumklima hohe Betriebskosten selten genutzte Räume oder als Zusatzheizung
elektrische Fußbodenheizung ca. 20 bis 50 Euro pro m2 100 Watt pro m² geringe Aufbauhöhe, mit vielen Bodenbelägen kombinierbar, angenehme Strahlungswärme hohe Betriebskosten als Alleinheizung mit Netzstrom Altbau: Zusatzheizung in kleinen Räumen (Bad, Küche), Neubau: in Kombination mit eigener PV-Anlage
Infrarotheizung ab ca. 50 Euro pro m2 als Flächenelement, ab ca. 75 Euro als einzelne Heizplatte 200 bis 1.500 einfacher Anschluss an die Steckdose, schnelle Bereitstellung der Wärme hohe Betriebskosten Zusatzheizung in Kombination mit normaler Heizung, selten genutzte Räume
Natursteinheizung ca. 500 bis 1.000 Euro 500 bis 1.000 angenehme Wärme, sehr dekorativ geringer Wirkungsgrad, sehr träge eher als Dekoelement in Wohnräumen
mobile Elektroheizung (Radiator/Konvektor/Heizlüfter) ab ca. 50 Euro 750 bis 2.000 extrem flexibel, sofort einsetzbar geringer Wirkungsgrad, hohe Betriebskosten Hobbykeller, Gartenhaus, Bäder: kleine Räume, die keine eigene Heizung haben
Wärmepumpe je nach Art zwischen 12.000 Euro und 35.000 Euro (nur Investition)   Zukunftstechnologie, hohe Förderung hohe Investitionskosten im Neubau Standard, mittlerweile auch für Altbauten geeignet

Quellen: energis.de, energieheld.de, heizung.de, heizsparer.de, eigene Recherchen


Was kostet eine Elektroheizung für ein Einfamilienhaus?

Ein Einfamilienhaus kann natürlich auch komplett mit einer Elektroheizung ausgestattet werden. Angenommen, es wird eine Flächenspeicherheizung verbaut, dann ergeben sich bei zehn Heizkörpern (650 Watt zu je 450 Euro) Gesamtkosten von rund 4.500 Euro. Dazu kommt noch ein Durchlauferhitzer für rund 300 Euro.

Den Investitionskosten stehen die Betriebskosten gegenüber. Der Heizspiegel für Deutschland, ein Angebot der gemeinnützigen Beratungsorganisation co2online, ermittelte bei den Heizkosten für 2022 folgende durchschnittliche Energiepreise:

Energieträger Cent pro kW/h
Fernwäme 11,85
Heizöl 16,25
Erdgas 12,92
Holzpellets 10,78
Holzhackschnitzel 3,98

Der durchschnittliche Strompreis pro kWh lag im ersten Halbjahr 2023 bei circa 42 Cent (Quelle: Statistisches Bundesamt). Wer sein Haus ausschließlich mit einer Elektroheizung betreibt, zahlt im Vergleich zu herkömmlichen Energieträgern ein Vielfaches an Energiekosten. Dazu gleich mehr.

Elektroheizung finanzieren – und das nachhaltig!

Die Entscheidung für eine elektrische Heizung sollte gut überlegt sein. Wenn Sie Ihren Neubau oder eine Sanierung jedoch ökologisch ausrichten möchten, kann eine Elektroheizung im Zusammenspiel mit einer Photovoltaikanlage und einem hauseigenen Stromspeicher die richtige Wahl sein. Eine gute Wärmedämmung gehört ebenso dazu wie die Verwendung möglichst effizienter Heizgeräte.

Bedenken Sie: Selbst wenn die Anschaffungskosten für ein klimafreundliches Heizsystem höher ausfallen, sparen Sie dadurch Jahr für Jahr Heizkosten ein. Außerdem können Sie im besten Fall einen Teil der Anschaffungskosten durch Fördergelder decken. Sprechen Sie mit einem unserer Heimatexperten über die Finanzierungsmöglichkeiten. Im Rahmen einer energetischen Sanierung profitieren Sie zum Beispiel von besonders günstigen Zinsen unseres Modernisierungskredits. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin, um unverbindlich nähere Informationen einzuholen und offene Fragen zu klären.

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Elektroheizung-Kosten: Das kostet Heizen mit Strom

Die Anschaffungskosten variieren bei einer Elektroheizung, abhängig davon, für welches Modell und System Sie sich entscheiden. Generell fallen die Anschaffungskosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen vergleichsweise gering aus. 

Um jedoch die tatsächlichen Heizkosten abzubilden, sollten auch die Betriebskosten eingerechnet werden – und diese sind bei Elektroheizungen meist deutlich höher als bei anderen Heizsystemen. So kann das Heizen mit Strom schnell teuer werden. Denn selbst bei durchschnittlicher Dämmung und einem modernen Gerät liegt der Stromverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche bereits bei ca. 120 kWh pro Jahr (Quelle: kommunales Energieunternehmen Entega). Auf der Basis eines durchschnittlichen Strompreises von 42 Cent pro Kilowattstunde ergeben sich folgende Modellrechnungen:

  • 2 Personen (ca. 50 m² Wohnfläche): 50 m² x 120 kWh x 0,42 Euro = 2.520 Euro
  • 3 Personen (ca. 80 m² Wohnfläche): 80 m² x 120 kWh x 0,42 Euro = 4.032 Euro
  • 4 Personen (ca. 100 m² Wohnfläche): 100 m² x 120 kWh x 0,42 Euro = 5.040 Euro

Die tatsächlichen Kosten hängen von Ihrem Stromtarif und Ihrem individuellen Verbrauch ab. Wenn Sie Ihre Elektroheizung mit eigens erzeugtem Strom betreiben und nur im Notfall auf das Stromnetz zurückgreifen, fallen die Kosten deutlich geringer aus. Wer allerdings gänzlich an der öffentlichen Stromversorgung hängt, sollte aufgrund der aktuell hohen Strompreise von einer Elektroheizung im Dauerbetrieb oder als alleinige Heizquelle absehen.


Elektroheizung fürs Haus im Altbau

Elektroheizung: Montage einer Carbon-Flächenheizung
Infrarot-Flächenheizungen (im Bild: Carbon-Heizbahnen) lassen sich auch bei der Modernisierung im Altbau an Decke, Wand oder Fußboden einsetzen. (Quelle: UdiDämmsysteme)

Auch wenn elektrische Heizungen in Sachen Effizienz häufig hinter anderen Heizsystemen zurückliegen, können sie in Altbauwohnungen eine echte Alternative darstellen. Vor allem im Rahmen von Altbausanierungen werden Wohneigentümer immer wieder mit Elektroheizungen konfrontiert. Zum Beispiel dann, wenn alte Nachtspeicheröfen ersetzt werden sollen, der Einbau einer Etagenheizung aber zu aufwendig oder aufgrund der baulichen Gegebenheiten kaum möglich ist.

Da die meisten Altbauten über sehr hohe Decken verfügen, spricht hier viel für eine Infrarotheizung. Diese erwärmt statt der Luft (Konvektionswärme) die Objekte im Raum (Strahlungswärme). Beim Heizen mit Infrarot geht also keine Wärme verloren, indem sie in Form von Luft nach oben unter die Decke steigt. Vielmehr wird die Wärme in Objekten, also in Möbeln, Wänden und auch Menschen, gespeichert und verbleibt im Wohnbereich. Das ist effektiver, als die Luft zu erwärmen.

Ein großer Vorteil von Elektroheizungen ist ihre Mobilität und einfache Installation. Im Altbau können so vor allem Elektroheizungen fürs Haus in kleinen Räumen (zum Beispiel im Bad oder einem Arbeitszimmer) eingesetzt werden oder als kurzfristige Ergänzung zur bestehenden Heizung. So halten sich die hohen Betriebskosten in Grenzen.


Vorteile und Nachteile der Elektroheizung fürs Haus

Ein großer Vorteil der Elektroheizung: Die einfache Installation.
Ein großer Vorteil der Elektroheizung: Die einfache Installation. (Quelle: iStock :Evgen_Prozhyrko)

Eine elektrische Heizung ist wohl selten die erste Wahl bei der Entscheidung für eine Heiztechnik im Eigenheim. Als zusätzliche Wärmequelle oder in selten genutzten Räumen kann aber auch das Heizen mit Strom sinnvoll sein.

Diese Argumente sprechen für das Heizen mit Strom:

  • Elektroheizungen haben niedrige Anschaffungskosten. Passende Geräte kosten wenige hundert Euro, Kleingeräte sogar weniger.
  • Elektrische Heizungen gibt es als Mitnahmegeräte in Baumärkten und Fachgeschäften. In einem Notfall, wie z. B. einem Heizungsausfall im Winter, ist dies sehr hilfreich.
  • Die Stromheizung benötigt keinen Schornstein, wird nicht vom Schornsteinfeger überprüft und ist praktisch wartungsfrei.
  • Die Installation ist denkbar einfach: ein Stromkabel reicht.
  • Die Elektroheizung benötigt keinen eigenen Raum oder Heizungskeller.
  • Eine Heizung mit Strom ist sauber, es entstehen weder Abgase noch Staub oder Ruß im Haus.
  • Die Brandgefahr ist bei modernen Geräten gering.
  • Es ist keine Brennstoffbevorratung notwendig.

 

Dies sind die Nachteile, wenn Sie mit Strom heizen:
  • Wird die Elektroheizung dauerhaft mit (Öko-)Strom aus dem Netz versorgt, sind die Heizkosten deutlich höher als beim Heizen mit Öl, Gas oder alternativen Heizsystemen.
  • Die Energieausbeute einer Heizung mit Strom ist gering.
  • Wird die elektrische Heizung mit fossil erzeugtem Strom betrieben, ist die Umweltbelastung höher als bei anderen Heizungssystemen.
  • Durch die Luftbewegung bei Konvektion ist eine höhere Temperatur zur Erzielung von ausreichender Behaglichkeit nötig. Der Luftzug kann als unangenehm empfunden werden. Zusätzlich sorgt die Konvektion für eine höhere Staubbelastung.
     

Tipps zum Strom sparen mit Elektroheizungen

  • Nutzen Sie Elektroheizungen als Ergänzung zur bestehenden Heizungsanlage.
  • Heizen Sie nur gezielt, zeitlich begrenzt und bei Bedarf elektrisch zu.
  • Setzen Sie Infrarotheizungen in Räumen ein, die nicht ganztägig beheizt werden müssen (z. B. im Bad).
  • Nutzen Sie im besten Fall selbst erzeugten Strom und einen Stromspeicher.
  • Setzen Sie Elektroheizungen nur in gut isolierten Gebäuden ein.

Gibt es eine Förderung für Elektroheizungen?

Die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes, auch als "Heizungsgesetz" bekannt, sah ursprünglich auch Stromdirektheizungen als Option für den Heizungstausch vor. Das wurde allerdings verworfen, denn das Ziel des Gesetzes ist es, das mittelfristig alle Heizungen im Neubau, aber auch bei Bestandsimmobilien einen Mindestanteil von 65 Prozent an erneuerbaren Energien nutzen.

Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) "stammt Strom bereits zu fast 50 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Der Anteil erneuerbarer Energien wird kontinuierlich weiter ansteigen". Trotzdem wird der Einbau einer Stromdirektheizung nicht gefördert.

      

+++ Heizungstausch: Förderung 2024 +++

Zuschüsse für den Heizungstausch

Zu einer Grundförderung von 30 Prozent gibt es weitere, gestaffelte Fördermittel. Die maximale Förderung beträgt 70 Prozent. Allerdings sind die förderfähigen Kosten auf maximal 30.000 Euro begrenzt, der höchste Förderbetrag liegt bei 21.000 Euro bzw. 23.500 Euro für Biomasseheizungen. Hier die Übersicht:

  • Maximal förderfähige Investitionskosten: bis zu 30.000 Euro für Heizung mit erneuerbarer Energie für die erste Wohneinheit.
  • Grundförderung: 30 Prozent Zuschuss. 
  • Einkommens-Bonus: zusätzlich 30 Prozent Zuschuss für Haushalte mit einem zu versteuerndem Einkommen unter 40.000 Euro.
  • Klimageschwindigkeits-Bonus: zusätzlich 20 Prozent für den frühzeitigen Austausch einer funktionsfähigen, mehr als 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung oder einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung. Dieser Bonus wird ausschließlich für Selbstnutzer gewährt. Er reduziert sich am 1. Januar 2029 auf 17 Prozentpunkte und in jedem zweiten Jahr um weitere drei Prozentpunkte. Für eine Pelletheizung gibt es den Klimageschwindigkeits-Bonus nur, wenn diese mit einer Solarthermie-Anlage, einer Wärmepumpe oder einer PV-Anlage gekoppelt wird. Diese zweite Komponente muss bilanziell die Trinkwassererwärmung vollständig decken können. Bislang musste eine Pelletheizung zwingend als solche Hybridanlage installiert werden, um überhaupt förderfähig zu sein. 
  • Effizienz-Bonus: 5 Prozent für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzen oder mit einem natürlichen Kältemittel betrieben werden. 
  • Emissionsminderungszuschlag: Einen Zuschlag von 2.500 Euro gibt es für Biomasseheizungen, vorausgesetzt diese liegen innerhalb eines Staub-Emissionsgrenzwertes von 2,5 mg/m³. Bei Biomasseheizungen wird künftig eine Anforderung belohnt, die zuletzt zwingend erfüllt werden musste, um überhaupt Fördermittel bekommen zu können. 
  • Rein rechnerisch ergäbe sich daraus ein maximaler Förderbetrag von 85 Prozent. Der Höchstfördersatz wird aber für Selbstnutzer auf 70 Prozent gedeckelt. Damit beträgt die maximale Fördersumme 21.000 Euro (bzw. 23.500 Euro für Biomasseheizungen). Vermietende können allerdings nur die Grundförderung in Höhe von 30 Prozent erhalten.  
 

Förderfähige Heizungstypen

Förderfähig sind nur noch folgende Heizungstypen:

ACHTUNG: Bei Hybridheizungen (zum Beispiel eine Wärmepumpe in Verbindung mit einer Gasheizung) ist nur der erneuerbare-Energien-Anteil förderfähig, bei wasserstofffähigen Heizungen nur die spezifischen Investitionsmehrausgaben im Vergleich zur konventionellen/fossilen Brennwertkesseltechnologie.


Förderkredit für den Heizungstausch

Überschreiten die Ausgaben für die neue Heizung die förderfähigen Höchstsummen, dann können selbstnutzende Eigentümer künftig auch einen zinsgünstigen Ergänzungskredit bei der KfW beantragen. Diese Kreditförderung beträgt maximal 120.000 Euro pro Wohneinheit. Eigentümer mit einem zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen von maximal 90.000 Euro erhalten einen zusätzlichen Zinsvorteil. Der Ergänzungskredit kann auch für weitere Einzelmaßnahmen, zum Beispiel an der Gebäudehülle, genutzt werden. 


Beantragung und Übergangsregelung

Neu ist die Antragstellung für die Heizungsförderung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dafür müssen Sie sich bei der KfW registrieren. Der Tausch der Heizung kann bereits seit Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 29. Dezember 2023 beauftragt werden. Für die Beantragung gilt eine Übergangsregelung: Der Antrag für die Förderung, vorausgesetzt die Förderrichtlinien werden eingehalten, muss bis zum 30. November 2024 gestellt werden für energetische Maßnahmen, die ab dem 1. Januar 2024 bis zum 31. August 2024 begonnen werden. Bei Beginn des Vorhabens danach muss die Zusage für die Förderung vor der Beauftragung wieder vorliegen.

Wichtig: Ab sofort darf die Förderung generell erst nach der Beauftragung eines Dienstleisters beantragt werden. Um das Risiko einer Förderabsage trotz erteiltem Auftrag zu minimieren, sollte der Vertrag eine Klausel mit einer auflösenden oder aufschiebenden Bedingung (in Bezug auf die Förderung) enthalten.

     

Fazit: Ist es sinnvoll, elektrisch zu heizen?

Obwohl beim Umstieg auf erneuerbare Energien laut Gebäudeenergiegesetz auch Stromdirektheizungen infrage kommen, ist der Einsatz von Elektroheizungen doch weiterhin umstritten. So sprechen sich die zuständigen Ministerien für den Einsatz von Elektroheizungen nur in "gut gedämmten Gebäuden" aus (Quelle: energiewechsel.de). Und einige Bundesländer (zum Beispiel Hamburg) untersagen in ihren landeseigenen Klimaschutzgesetzen sogar den Einsatz von Stromheizungen.

Darüber hinaus ist die Wirtschaftlichkeit von Elektroheizungen äußerst fraglich. Den niedrigen Anschaffungspreisen stehen ein oft niedriger Wirkungsgrad und hohe Betriebskosten gegenüber. Als alleinige Heizung ist eine Elektroheizung daher nicht zu empfehlen. Als (kurzfristige) Ergänzung zu bestehenden Systemen kann – bei zeitlich begrenzem Einsatz – eine Stroheizung gerade in kleineren, nur selten genutzten Räumen aber eine sinnvolle Alternative sein.


Elektroheizung fürs Haus: Fragen und Antworten

Welchen Wirkungsgrad erreichen Elektroheizungen?

Elektrische Heizungen sind heute technisch auf einem hohen Stand. Dennoch bleibt das Grundproblem der Elektroheizung: Der geringe Wirkungsgrad von Kohle- oder Gaskraftwerken. Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis der aufgewandten zur genutzten Energie. Selbst in modernen Kraftwerken liegt er nur bei etwa 40 Prozent. Um Elektrizität konventionell zu produzieren, werden Kohle oder Gas in Kraftwerken verbrannt. Die dabei entstehende Wärme treibt Turbinen an, die den Strom erzeugen. Ein Teil dieser elektrischen Energie geht auf dem Weg zum Verbraucher verloren.

Wird eine elektrische Heizung also mit Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken betrieben, schneidet sie im direkten Vergleich zur Heizung mit Gas oder Öl unweigerlich schlechter ab. Betrachtet man den Wirkungsgrad und die Energieeffizienz von alternativen Heiztechniken, wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen, liegt die mit konventionellem Strom betriebene Elektroheizung sogar noch weiter zurück.

Etwas anders sieht es aus, wenn Sie als Hausbesitzer selbst regenerative Energie gewinnen. Dann kann es zumindest sinnvoll sein, einzelne Räume mit einer Elektroheizung zu beheizen. Allerdings sollte neben der Raumwärme auch die Warmwassererzeugung beachtet werden. Aus energieeffizienter Sicht ist eine reine Erzeugung von Warmwasser und Raumwärme durch Strom in den seltensten Fällen sinnvoll.

Die Umweltbilanz der Elektroheizung kann auch durch die Nutzung von Ökostrom verbessert werden. Dieser kann bequem aus dem allgemeinen Stromnetz bezogen werden. Bedenken Sie jedoch, dass der Preis für Ökostrom höher ist als der für den ohnehin schon teuren konventionellen Strom. Im Betrieb sind Elektroheizungen mit Strom vom Ökoanbieter also definitiv nicht günstiger als Öl-, Gas- oder alternative Heizungen.

Mit wie viel Watt pro Quadratmeter sollte ich eine elektrische Flächenheizung fürs Haus planen?

Wie viel Leistung eine Elektroheizung haben sollte, hängt von drei Faktoren ab:

  • dem Volumen des Raumes (Länge x Breite x Höhe)
  • dem energetischen Zustand des Gebäudes (je besser die Dämmung, desto weniger Watt werden für die Stromheizung benötigt)
  • dem Heizbedarf (im Wohnzimmer liegt dieser höher als zum Beispiel im Flur)

Ganz allgemein gilt die Faustregel, dass mindestens 50 Watt Anschlussleistung pro Kubikmeter benötigt werden. Hat ein Raum also eine Grundfläche von 20 Quadratmetern und eine Raumhöhe von 2,50 Metern, dann sollte die elektrische Flächenheizung eine Leistung von mindestens 2.500 Watt haben (20 x 2,5 x 50 = 2.500).

Welche Elektroheizung ist am sparsamsten?

Speicherheizungen sowie mobile Geräte wie Heizlüfter oder Konvektoren erwärmen die Raumluft. Diese Konvektionswärme ist nicht sehr energieeffizient. Wird eine Tür oder ein Fenster geöffnet, dann arbeitet die Heizung mit voller Energie, um den Raum wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Infrarot- und Flächenheizungen sind effektiver und sparsamer. Sie erwärmen durch ihre Strahlung die Gegenstände in der Umgebung. Diese Strahlungswärme wird nicht durch die Luftzirkulation beeinflusst. Außerdem wird sie schon bei Temperaturen ab 19 Grad als angenehm warm empfunden, spart also Energie.

Sind Elektroheizungen umweltfreundlich?

Wie umweltfreundlich eine Elektroheizung ist, hängt davon ab, wie der dafür benutzte Strom gewonnen wird. Stammt dieser aus der eigenen Photovoltaik-Anlage, ist das naturgemäß nachhaltiger als der Strom aus einem Kohle-Kraftwerk. Wirklich umweltfreundlich sind Elektroheizungen dann, wenn dafür Ökostrom genutzt wird. Allerdings ist dieser laut der Verbraucherzentrale Hamburg "zu wertvoll, um ihn zu verheizen".

Die effektivste und umwelfreundlichste Art der Elektroheizung ist die Wärmepumpe. Mit ihr lässt sich die gleiche Menge an Wärme aus einem Viertel des Stroms gewinnen (Quelle: Verbraucherzentrale Bayern) und gilt daher ökonomisch wie ökologisch als empfehlenswerte Heiztechnik.

Wo kann ich Elektroheizungen kaufen?

Elektroheizungen können Sie im Baumarkt kaufen, aber auch über spezialisierte Händler im Internet beziehen.

 

    

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