Baubeschreibung – so gelingt Ihr Bauprojekt

Eine detaillierte Baubeschreibung gehört zu den wichtigsten Bestandteilen jeden Bauvertrags. Sie legt die Leistungen des Bauträgers, die zu verwendenden Materialien und alle relevanten Details des Bauvorhabens fest. Doch Achtung: Viele Baubeschreibungen bleiben zu allgemein, warnen die Verbraucherzentralen. Lesen Sie hier, worauf Sie unbedingt achten sollten.


Wichtig auch bei „schlüsselfertigem“ Hauskauf

Die Baubeschreibung – auch Bauleistungsbeschreibung genannt – dient nicht nur dazu, später etwaige Reklamationsansprüche durchsetzen zu können. Mit ihr lässt sich bereits während des Baus kontrollieren, ob alle Arbeiten vereinbarungsgemäß durchgeführt werden. Selbst bei einem „schlüsselfertigen“ Hauskauf spielt sie eine Rolle – denn eine vollständige Baubeschreibung enthält auch Angaben zu Details, die man im fertigen Haus nicht auf den ersten Blick sehen kann, etwa die Art der Wärme- und Schalldämmung. Außerdem muss sie bei einem Baugenehmigungsverfahren der Genehmigungsbehörde vorgelegt werden.


Achtung: Baubeschreibung ist oft unvollständig

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Neben dem kompletten Leistungsumfang der Baufirma sollte eine seriöse Baubeschreibung auch Regelungen zu Haftungsausschlüssen und die Bedingungen für Planungsänderungen enthalten. Allerdings sind Baubeschreibungen häufig unvollständig oder unpräzise. „Dahinter steckt nicht selten System“, heißt es in einer Information der Verbraucherzentralen. „Denn hinter allen Formulierungen, die nicht eindeutig eine Leistung beschreiben, stecken Spielräume für das ausführende Unternehmen, das dann die einfachere oder preisgünstigere Ausführung wählen kann.“ Deshalb sollten Bauherren stets nicht nur darauf achten, was in der Baubeschreibung aufgeführt wird – sondern auf jeden Fall auch darauf, was fehlt. Eine korrekte, umfassende Auflistung hilft auch, spätere Streitigkeiten mit den ausführenden Firmen zu vermeiden.

Verbände halten Musterbeschreibungen bereit

Ob etwas fehlt, ist nicht immer leicht zu erkennen, auch wegen der in den meisten Baubeschreibungen verwendeten Fachsprache. Die gemeinsame Prüfung des Dokuments mit einem Fachmann ist deshalb zu empfehlen. Auch der Verband Privater Bauherren und die Verbraucherzentralen können hier helfen, beispielsweise mit Musterformularen. Eine ausführlich erläuterte Musterbeschreibung kann auch über die Verbraucherzentralen kostenpflichtig bezogen werden.Punkte, die unbedingt in die Baubeschreibung gehören, sind unter anderem:

  • Gesamtumfang der Bauleistung
  • vollständige Mengenangaben
  • genaue Beschreibung der verwendeten Produkte und Materialien, möglichst mit Typ-, Prüf- und Zulassungsnummern
  • Preisobergrenzen
  • Hersteller und Subunternehmen
  • der vollständige Bauablauf von Erdbauarbeiten bis zu Fliesenlegung und Elektroinstallationen

Je detaillierter die Baubeschreibung, desto besser

Auch Außenflächen sollten in der Baubeschreibung erfasst sein, etwa mit Angaben zu befestigten und begrünten Flächen, Carport, Gartenwegen und ähnlichen Details. Gleiches gilt für den Zugang zu Türen, Treppenstufen und die Beleuchtung im Außenbereich. Selbst Einzelheiten zur abschließenden Baureinigung können aufgenommen werden.

Ein häufig kritisierter Punkt an Baubeschreibungen sind ungenaue, irreführende oder beschönigende Formulierungen. Wie im Urlaubsprospekt der Begriff „verkehrsgünstige Lage“ meist nichts anderes bedeutet, als dass hier mit Auto- oder Fluglärm zu rechnen ist, so weisen auch manche Baubeschreibungen solche sprachlichen Tricks auf.


Vorsicht bei irreführenden Formulierungen

Als Beispiele nennen die Experten der Verbraucherzentrale Formulierungen wie diese:

  • „Ausführung nach DIN“: Dies ist eine Mindestanforderung, die ohnehin nicht unterschritten werden darf.
  • „Ausführung nach Statik“: Bedeutet, dass unter den möglichen Ausführungsvarianten die billigste gewählt wird.
  • „Energiesparend“, „hochwertig“, „erstklassige Bauweise“: Solche Begriffe sind vollkommen nichtssagend.
  • „Abweichungen von der Baubeschreibung aus wirtschaftlichen, technischen oder architektonischen Gründen werden vorbehalten und stellen keine Wertminderung dar“: Bedeutet, dass die Baubeschreibung im Grunde lediglich als Anregung zu verstehen ist und die tatsächliche Ausführung im Ermessen der Firma liegt.

Fazit: Bauherren sollten der Baubeschreibung höchste Aufmerksamkeit widmen, sich fachlich beraten lassen und die Bauausführung in einem Protokoll dokumentieren – sonst kann es teuer werden.

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