Traum vom Familienhaus: So wird er Wirklichkeit

Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause steht auf der Wunschliste vieler junger Familien ganz oben. Ein Familienhaus bietet Geborgenheit und schafft die idealen Rahmenbedingungen, damit Kinder behütet aufwachsen. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie ein Familienhaus kaufen oder bauen möchten, erfahren Sie hier.


Familienhaus: Auf die Lage kommt es an

Ein Familienhaus bauen oder kaufen Sie vermutlich nur einmal im Leben. Legen Sie von Anfang an besonderes Augenmerk auf die Lage, auch wenn Sie momentan noch keinen Nachwuchs oder erst ein ganz kleines Kind haben.

  • Ist der Garten groß genug?
  • Befinden sich Kindergärten und Grundschulen in der Nähe?
  • Lassen sich weiterführende Schulen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad sicher erreichen?
  • Gibt es nahe gelegene Sportvereine?
  • Gibt es Risikofaktoren wie viel befahrene und/oder schlecht gesicherte Straßen?

Es lässt sich nicht in jedem Fall das Familienhaus finden, das wirklich allen Ansprüchen an kind- und elterngerechte Lage entspricht. Vor der Kauf- oder Bauentscheidung hilft es, eine Liste mit ihren wichtigsten Kriterien anzufertigen. Wenn Sie mindestens sieben von zehn Punkten abhaken können, ist das ein guter Wert – sofern die unerfüllten Kriterien für Sie nicht unverzichtbar sind. Dazu zählt für die meisten Familien zum Beispiel ein Garten.


Wichtig: Genug Platz für alle Familienmitglieder

Neben der Lage zählen bei einem Familienhaus Grundriss und Größe zu den entscheidenden Faktoren. Planen Sie auf keinen Fall zu wenig Platz ein, wenn Sie ein Familienhaus bauen oder kaufen. Falls Sie wegen Ihres Budgets Prioritäten setzen müssen, verzichten Sie zugunsten eines großzügigen Raumangebots lieber auf andere kostspielige Details. Kinderzimmer sollten laut Empfehlung von Fachleuten mindestens zwölf bis 15 Quadratmeter groß sein, damit genug Platz für Möbel und zum Spielen ist – wobei sich die Ansprüche des Nachwuchses im Laufe der Jahre natürlich ändern. Achten Sie deshalb zum Beispiel auch darauf, dass genügend Anschlüsse für Computer und eventuell auch Telefone vorhanden sind.
Die übrigen Räume im Familienhaus sollten von der Größe her auf die Nutzung durch vier, fünf oder noch mehr Personen ausgerichtet sein. Das betrifft in erste Linie das Wohnzimmer, das von Kindern gern als Spielzone zweckentfremdet wird. Auch der Essbereich sollte genug Platz bieten, unter anderem für einen großen Esstisch.

Zweites Bad gegen morgendliches Chaos

Im Familienhaus benötigen Sie in Eingangsbereich und Diele mehr Platz als in einer Wohnung, die lediglich zwei Personen bewohnen. Es macht einen Unterschied, ob dort lediglich einige Jacken und Mäntel deponiert werden – oder die Sachen einer vierköpfigen Familie wie Mützen, Schuhe, Kinderwagen, Fahrradhelme und Co. Ausreichend Stauraum ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Sie werden sehen: Mit Kindern ändern sich Ihre Einkaufsgewohnheiten – plötzlich macht eine Speisekammer für Vorräte richtig Sinn!
Die Raumaufteilung im Familienhaus sollte so sein, dass ein harmonisches Zusammenleben möglich ist. Eine mehrköpfige Familie kommt sich morgens schnell in die Quere, wenn nur ein Badezimmer vorhanden ist. Zwei Bäder ersparen allen Familienmitgliedern Wartezeiten und lassen kein morgendliches Chaos aufkommen. Kleinkinder sollten ihr Zimmer möglichst neben dem Elternschlafzimmer haben, sofern sie die Nächte nicht mehr im selben Raum wie Mama und Papa verbringen. Beachten Sie auch, dass sich Kinder in jungen Jahren noch ein Zimmer teilen können, später aber ihren eigenen Rückzugsraum benötigen.


Wohnküche als Herzstück im Familienhaus

 

Natürlich braucht jeder Bewohner im Familienhaus Platz für seine Privatsphäre. Planen Sie aber auf jeden Fall einen gemeinsamen Raum ein, in dem sich alle wohlfühlen, den alle nutzen und der gleichsam das Herzstück des Hauses bildet. Das muss nicht immer das Wohnzimmer sein, in dem sich die Familie – wie früher üblich – abends vor dem Fernseher versammelt. Große Wohnküchen als kommunikatives Zentrum des Hauses liegen seit Jahren im Trend. Damit Sie ausreichend Platz zum gemeinsamen Kochen, Essen, Kaffeetrinken, Reden und Spielen haben, sollte eine solche Küche mindestens 20 Quadratmeter groß sein, besser noch größer. Allein eine moderne freistehende Kochinsel nimmt viel Raum ein. Ein großer Esstisch, an dem sich alle versammeln, ist unerlässlich. Damit sich alle richtig wohlfühlen, darf es in der Wohnküche auf keinen Fall zu eng sein.
Bei allen Fragen, die im Familienhaus den Grundriss betreffen, sollten Sie berücksichtigen, dass sich im Laufe der Jahre die Lebensverhältnisse ändern. Vielleicht kommt ein weiteres Kind hinzu. Oder Sie benötigen nach einem Jobwechsel ein Arbeitszimmer für Ihr Homeoffice. Und irgendwann zieht jedes Kind ja auch einmal aus.


Wohnansprüche ändern sich mit den Jahren

Für solche Fälle ist wichtig, dass Sie die Raumaufteilung im Familienhaus den veränderten Verhältnissen anpassen können. Prüfen Sie, welche Zimmer sich beispielsweise zu einem neuen, größeren Raum zusammenfassen lassen, indem nichttragende Wände entfernt werden. Welchen Raum können Sie gegebenenfalls in zwei kleinere aufteilen, indem Sie Zwischenwände ziehen? Welche Möglichkeiten gibt es für den Dachboden? Möchten Sie Ihn später als Wohnraum oder Domizil für ein Kind im Teenageralter nutzen? Dann sind Sie gut beraten, von Anfang an große Fenster einbauen zu lassen. Damit vermeiden Sie einen späteren, kostspieligen Umbau. Auch sollten Sie die Voraussetzungen für eine Heizung und vielleicht ein kleines Bad schaffen, also Strom- und Wasserleitungen legen lassen.
Ein Familienhaus je nach Bedarf zu erweitern oder zu verkleinern – das ermöglichen sogenannte Modulhäuser. Das sind spezielle Fertighäuser, die aus vorgefertigten Bau- und Raummodulen bestehen. Hier lassen sich ganze Gebäudeteile entfernen, wenn sie nicht mehr erforderlich sind. Ebenso können weitere Räume hinzugefügt werden.


Modulhaus: Das Familienhaus, das „mitwächst“

Modulhäuser haben die klassischen Vorteile aller Fertighäuser (kurze Bauzeit, niedriger Preis), aber auch deren Nachteile (niedrigerer Wiederverkaufswert, meist schlechtere Schall- und Wärmedämmung als Massivhäuser). Hinsichtlich der Umbaumöglichkeiten sind sie unschlagbar. Kleinere Modelle für Paare oder junge Familien mit einem Kind gibt es laut Bundesverband Deutscher Fertigbau bereits für rund 50.000 Euro. Nach und nach kann das Modulhaus später durch Anbauten oder Aufstockungen mit der Familie mitwachsen. Auch ein Gästezimmer oder einen zusätzlichen Arbeitsraum können Sie Ihrem Familienhaus auf diese Weise hinzufügen.
Da ein Modulhaus nicht über eine Bodenplatte fest mit dem Untergrund verbunden ist, können Sie es bei einem Umzug sogar mitnehmen. Dazu werden die Module einfach auseinandergebaut und per Tieflader zum neuen Wohnort gebracht. Um sie dort aufzustellen, ist allerdings – wie bei einem normalen Haus – eine Baugenehmigung erforderlich.  


Das Familienhaus als Mehrgenerationenhaus

Um eine spezielle Art von Familienhaus handelt es sich bei einem Mehrgenerationenhaus. Von den Großeltern bis zu den Enkelkindern leben alle unter einem Dach. Im besten Fall profitieren davon auch alle: Die Großeltern können die Eltern bei der Kinderbetreuung entlasten, die Eltern kümmern sich im Gegenzug zum Beispiel um schwere Einkäufe. Für die Kinder ist jederzeit ein familiärer Ansprechpartner zur Stelle. Nebenkosten lassen sich aufteilen, Elektrogeräte wie Waschmaschine und Gefriertruhe können gemeinsam genutzt werden.
Damit all das konfliktfrei funktioniert, kommt es auf die richtige Planung an. Durch ein Übermaß an Nähe kann die Harmonie in der Familie leiden. Deshalb haben sich Mehrgenerationenhäuser mit zwei separaten Wohneinheiten bewährt. Der gemeinsam genutzte Bereich sollte groß genug sein, dass sich alle Familienmitglieder gleichzeitig dort aufhalten können.


Familienhaus mit Einliegerwohnung

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Wenn Sie Ihr Familienhaus für mehrere Generationen bauen möchten, sollten Sie den Bereich für die Großeltern seniorengerecht gestalten. Das bedeutet vor allem: barrierefrei. Bungalows gehören deshalb zu den beliebtesten Mehrgenerationenhäusern. Zumal die Probleme, die es mit den Flachdächern gab, heutzutage praktisch nicht mehr auftreten.
Zur Barrierefreiheit gehören breite Türen, durch die ein Rollstuhl passt, sowie schwellenfreie Zugänge zu allen Räumen. Badezimmer sollten so groß sein, dass sich ein Bewohner auch hier mit einem Rollstuhl bewegen kann. Unter www.mehrgenerationenhaeuser.de finden Sie weitere Tipps und Informationen, auch über staatliche Fördermittel.
Eine weitere Möglichkeit des Miteinanders über Generationen hinweg ist die Integration einer Einliegerwohnung ins Familienhaus. Die erwachsenen Kinder können die Wohnung nutzen – oder die Eltern ziehen im Alter dort ein und überlassen dem Nachwuchs und möglicherweise dessen Kindern den größeren Restbereich des Hauses. Einliegerwohnungen haben außerdem den Charme, dass Sie steuerliche Vorteile geltend machen können, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Sie überlegen, ein Familienhaus zu bauen oder zu kaufen? Über Details zur Finanzierung und zu den verschiedenen Arten von Familienhäusern informiert Sie gern Ihr Heimatexperte von Schwäbisch-Hall.

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