Der Grundriss: So klappt es mit der Raumplanung

Wie groß soll das Wohnzimmer werden? Braucht man einen Wirtschaftsraum? Reichen für die Küche zwölf Quadratmeter? Wer als Laie das erste Mal einen Grundriss plant, sieht sich unzähligen Fragen gegenüber. Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, an wichtige Details zu denken.


Grundriss per Hand oder PC

Für einen Neubau entscheidet man sich, um den eigenen Vorstellungen vom Wohnen möglichst nahe zu kommen – natürlich auch, was den Grundriss der Räume angeht. Schließlich hat jeder ganz individuelle Bedürfnisse. Am besten, man bespricht seine Ideen frühzeitig mit dem Architekten. Doch bis dahin sollten Sie schon eine Vorplanung für Ihren Grundriss zu Papier gebracht haben.

Ob Sie dies per Hand oder mithilfe eines Computerprogramms erledigen, ist Geschmackssache. Allerdings braucht man mit virtuellen Helfern nicht bei null anzufangen, sondern kann verschiedene Vorlagen im Grundriss zusammenfügen. Einige der kostenlosen Angebote hat das Technik-Magazin Chip im Frühjahr 2016 vorgestellt, darunter Sweet Home 3D, meinHausplaner und Room Arranger.


Wichtige Fragen und Antworten zum Grundriss

Entscheidend ist, welche Bedürfnisse Sie mit dem neuen Zuhause erfüllen möchten. Trommeln Sie also alle Beteiligten – auch die Kinder – zusammen und besprechen Sie, was sich jeder erträumt. Stellen Sie Vergleiche zur jetzigen Wohnsituation an: Was soll anders werden? Zusätzlich sollten Sie folgende Punkte klären:

  • Wollen Sie einen offenen Grundriss oder separate Räume? Durch offene Räume sieht das Objekt größer aus, es wirkt einladend und verheißt fröhliches Familienleben. Aber: Ein offener Grundriss Ihres Hauses bringt auch mehr Lärm mit sich. Aus der Küche dringen Gerüche in Wohnraum und Flur. Eventuell könnten Sie eine Abtrennung durch Schiebetüren erwägen.
  • Wie viel Quadratmeter brauchen Sie? Planen Sie den Grundriss Ihrer Wohnung so, dass das Objekt auch in ein paar Jahren noch zu Ihrer Lebenssituation passt. Bauen Sie ein Haus oder eine Maisonette-Wohnung, sollten Sie den Grundriss so auslegen, dass sich eine Etage als eigenständige Wohnung abtrennen lässt.
  • Wollen Sie das Thema Barrierefreiheit nicht gleich im Grundriss Ihrer Wohnung mitdenken? Treppenstufen zum Wohnraum, eine verwinkelte Badelandschaft – all das ist heute schön, wird aber zum Hindernis, wenn Sie oder ein Familienmitglied irgendwann einmal weniger mobil sind.

Grundriss der Standardräume

  • Küche: Vielen Familien gilt die Küche als Zentrum ihres Zuhauses. Dementsprechend sollten Sie hier nicht mit dem Platz knausern und Fläche für einen großen Tisch vorsehen. Wer häufig mit Freunden gemeinsam Essen zubereitet, sollte über eine freistehende Kochinsel nachdenken.
  • Wohnzimmer: Viele träumen von einem großen Wohnzimmer. Aber wollen Sie sich zugunsten eines großen Wohnraums in den anderen Räumen einschränken? Außer einer Sitzecke mit TV-Gerät und Musikanlage braucht man im Wohnzimmer meist nicht viel.
  • Schlafzimmer, Ankleidezimmer und Bad: Aus diesen drei Räumen im Grundriss Ihres Hauses eine planerische Einheit zu machen, ist sinnvoll – vorausgesetzt, Sie haben die Möglichkeit, zusätzlich ein Gäste-WC und gegebenenfalls ein weiteres Badezimmer einzuplanen. Bleibt die Frage nach der Lage der Türen im Grundriss: Ist es für Sie praktischer, das Bad direkt vom Schlafzimmer aus betreten zu können, oder vom Flur? Tipp: Spülkästen und Wasserhähne übertragen Geräusche. Platzieren Sie die Armaturen im Grundriss möglichst an einer dem Schlafzimmer abgewandten Wand.

Grundriss der weiteren Räume

  • Eingangsbereich und Flure: Der erste Impuls rät oft, Flure klein zu halten. Dabei sind die Verkehrswege die Lebensadern Ihres Zuhauses. Fragen Sie sich also: Soll der Flur nur Garderobe sein oder eine repräsentative Diele? Soll der private Bereich eher abgeschirmt sein, oder soll es der Grundriss des Hauses ermöglichen, dass man direkt in die Wohnküche laufen kann? Brauchen Sie eventuell einen Eingang zur Garage vom Eingangsbereich aus? Oft ergibt es sich, dass Flure auch als Stellplatz für Kinderwagen, Roller oder das eigene Fahrrad dienen müssen.
  • Kinderzimmer: Denken Sie bei der Planung des Grundrisses Ihrer Wohnung daran, dass aus Kindern Jugendliche werden, die mehr Privatsphäre brauchen. Besteht also die Möglichkeit, von vornherein ein zweites Badezimmer für sie zu bauen? Generell sollten Kinderzimmer größer ausfallen als Elternschlafzimmer: Schließlich wird dort nicht nur geschlafen, sondern auch gespielt, gelernt und sich mit Freunden getroffen.
  • Keller: Das Haus zu unterkellern, treibt die Baukosten in die Höhe. Ein Verzicht auf den Keller reduziert aber auch den Wohnkomfort. Nicht nur, dass Ihnen ein Keller Lagerräume bietet: Dort lässt sich ein Hobbyraum unterbringen, ein Hauswirtschaftsraum oder ein Gästeschlafzimmer. Um Kosten zu sparen, könnte eine Teilunterkellerung infrage kommen.

Planung entsprechend der eigenen Bedürfnisse

Der wichtigste Rat bei der Planung des Grundrisses ist und bleibt aber: Lassen Sie sich nicht von anderen Häusern oder Wohnungen verführen, die Sie kennen und bewundern. Prüfen Sie immer, ob das, was Sie planen, auch wirklich Ihre individuellen Bedürfnisse erfüllt.

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