Haus modernisieren: 10 goldene Regel

  • Dach und Fassade richtig dämmen
  • Historische Fenster und Türen erhalten
  • Modernes und Altes klug kombinieren


 

Haus modernisieren

Schöne alte Häuser zu modernisieren und auf den aktuellen Stand zu bringen – das ist eine wunderbare Aufgabe! Sehr vieles ist möglich, aber manchmal ist weniger auch mehr. Die folgenden zehn goldenen Regeln helfen Ihnen bei der Modernisierung Ihrer Immobilie.


Haus modernisieren: Prioritäten setzen

Wer sein Haus modernisieren möchte, beschäftigt sich oft gerne und lange mit den vielen Möglichkeiten zur neuen Gestaltung. Die Beschäftigung mit dekorativen Details bringt natürlich Spaß – doch wichtiger ist die eingehende Prüfung der Bausubstanz. Die Behebung von Mängeln muss unbedingt an erster Stelle auf Ihrer Prioritätenliste stehen. Wer bei einer Modernisierung die falschen Schwerpunkte setzt, hat den Ärger über grundlegende Mängel selbst programmiert.
Verwenden Sie das verfügbare Budget daher für gründliche Arbeit und hochwertige Materialien an den wesentlichen Elementen:

  • Dach
  • Dämmung
  • Fenster
  • Heizung

Die entscheidenden Modernisierungsmaßnahmen müssen im fachgerechten Standard umgesetzt werden – sparen lässt sich an vielen dekorativen Dingen, die Sie später jederzeit ändern können. Bei Farben oder Tapeten können Sie eher auf günstige Schnäppchen setzen, da es meist einen schnelleren Erneuerungszyklus gibt.


Dach modernisieren: Eindeckung klug auswählen

Mit der Modernisierung eines Hauses geht meist auch eine Dachsanierung einher. Denn selbst bei hochwertigen Materialien muss die Deckung nach 30 bis 50 Jahren erneuert werden.


Die Palette moderner Produkte zur Dacheindeckung ist heute umfangreich – die Preisspanne variiert je nach Material zwischen 20 und 100 Euro pro Quadratmeter. Aber auch klassische Materialien haben verbesserte Eigenschaften. Optimierte Dachziegel liegen dank neu gestalteter Unterseite bei Sturm sicher und widerstehen stärkstem Regenfall. Besonders glatte Oberflächen verhindern Algen- und Moosbefall für einen langen Zeitraum.

Gegebenenfalls können Sie sogar Dachziegel mit Solarmodulfunktion verlegen lassen, wenn Sie dabei sind, Ihr Haus zu modernisieren.
Überlegen Sie bei einer Neueindeckung des Dachs, ob Sie diese Gelegenheit gleich für eine Aufdach-Dämmung nutzen – so schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie senken nachhaltig die Heizkosten und steigern den Wert Ihrer Immobilie.


Haus modernisieren: Dachausbau mit Stilgefühl

Jeder Hauseigentümer freut sich darüber, im Zuge einer Modernisierung zusätzlichen Wohnraum unter dem Dach zu schaffen. Beim Ausbau des Dachgeschosses kommen oft kostengünstige Dachflächenfenster zum Einsatz. Bei ihnen ist es wichtig, dass die Ober- und Unterkanten gleichmäßig verlaufen und keine Höhensprünge aufweisen.


Alternativ können Sie durch Gauben natürliches Licht in die neuen Wohnräume unter dem Dach bringen. Sie gewinnen dadurch zusätzlichen Raum – oft mit Stehhöhe. Allerdings sollte die Größe der Gauben zum Dach passen. Und klären Sie vorab, ob Sie eine entsprechende Baugenehmigung benötigen. Das Dach sollte eine Mindestneigung von 30 Grad aufweisen. Haben die Gaubenfenster größere Abmessungen als darunterliegende Fenster in der Fassade, entsteht ein unharmonischer Eindruck. Außerdem sollten Gauben- und Fassadenfenster möglichst auf einer Achse liegen. Planen Sie vorher sorgfältig – sonst ärgern Sie sich später jahrelang über einen unschönen Anblick Ihres Eigenheims.


Fassade: Im Zweifel nicht von außen dämmen

Häuser mit Putzfassade lassen sich natürlich mit einem Wärmedämmverbundsystem von außen verkleiden. Dabei sollten Sie auf die Proportionen des Gebäudes achten: Dachüberstand und Position der Fenster sind an die dickere Wand anzupassen. Dünnere Dämmstoffe mit hoher Isolierwirkung sind allerdings teurer als einfaches, dickes Material.


Hat Ihr Haus klassische Ziegelmauern, sollten Sie die nicht hinter einer dicken Dämmschicht verbergen. Außenwände aus Fachwerk oder Ziegeln mit Alterungsspuren dokumentieren den Baustil ihrer Entstehungszeit, prägen das Straßenbild und sind daher erhaltenswert. Dämmen können Sie solche Fassaden in vielen Fällen trotzdem: Ist das Mauerwerk zweischalig ausgeführt und sind die Zwischenräume groß genug, kann Dämmstoff zwischen der inneren, tragenden Mauer und der äußeren Vorsatzschale eingeblasen werden. Ist eine Zwischendämmung der Außenmauern nicht möglich, lassen sich die Fassaden durch bauphysikalisch einwandfreie Techniken in den Innenräumen dämmen. Gute Möglichkeiten bietet hier eine Vakuumdämmung. Platzverluste gibt es kaum, da die auf die Innenwände gesetzten Dämmplatten sehr dünn sind.

So finanzieren Sie Ihre Modernisierung

Das Dach ausbauen, die Fassade dämmen – all diese Dinge sind oft notwendig und steigern außerdem den Wert Ihrer Immobilie. Aber eine umfassende Modernisierung ist auch mit Kosten verbunden. Finanzieren Sie Ihre Vorhaben mit einem Modernisierungskredit von Schwäbisch Hall.


Unser Finanzierungsrechner hilft Ihnen dabei, sich einen ersten Überblick über Raten und Konditionen zu verschaffen. Er ersetzt aber nicht das Gespräch mit einem unserer Heimatexperten. Er weiß genau, worauf es bei der Finanzierung ankommt und kennt die Details. Entwickeln Sie gemeinsam ein Finanzierungspaket, das zu Ihnen passt.

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Haus modernisieren – historische Fenster erhalten

Meist können Sie ohne Probleme Wärmeschutzfenster in historische Bestandsimmobilien einbauen. Ist Ihr Haus allerdings als Baudenkmal eingetragen und geschützt, müssen Sie diese Maßnahme rechtzeitig mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abstimmen – sicherheitshalber bevor Sie neue Fenster in Auftrag geben. Die Fensterhersteller haben eine Vielzahl von Profilen im Angebot, unter denen Sie sicher einen passenden Stil finden. Auch der individuelle, stilgetreue Nachbau der vorhandenen Fenster ist eine Option, die preislich Ihr Budget nicht sprengen muss.

Wenn Sie Ihr Haus modernisieren, ist es möglich, energieeffiziente Isolierfenster einzusetzen, ohne die Optik historischer, einfach verglaster Fenster zu zerstören. Profilleisten, außen aufgesetzte Blendrahmen oder Verbundfenster mit Flügeln, können Sie wie Einfachfenster öffnen. Holz ist dafür der traditionelle Werkstoff, oft sind auch Nachbildungen aus Kunststoff eine denkmalschutzkonforme Alternative zur Modernisierung.


Modernisierung der Haustür

Sie möchten die schöne, alte Haustüre am liebsten behalten, wenn Sie Ihr Haus modernisieren? Schließlich fügt sie sich perfekt in den Gesamtstileines Gebäudes ein. Aber Vorsicht: Wetter und Alterung haben meist ihre Spuren hinterlassen. Die Rahmen und Türblätter haben sich im Laufe der Jahre verzogen, weisen keine Dämmung auf und sind nicht einbruchsicher.


Der fachliche Blick eines Tischlers schafft schnell Klarheit: Manche Türen lassen sich richten und sicherheitstechnisch nachrüsten. Falls das nicht möglich ist: Eine historische Tür lässt sich immer nachbauen und der Nachbau mit moderner Schließtechnik ausstatten. Tipp: Falls Sie aus Kostengründen eine moderne Tür einsetzen lassen, stellen Sie die alte gut weg. Wenn Sie später Ihre Entscheidung bereuen, kann das Original als Vorlage für einen Nachbau dienen.


Historische Innentüren: Ersatz vom Händler

Wer sein Haus modernisieren möchte, hört nicht bei der Haustür auf. Auch die Innentüren müssen unter Umständen ausgetauscht werden. Gerade bei älteren, historischen Häusern haben die Innenräume oft stilistisch angepasste Türen. Bevor Sie viel Arbeit und Geld in eine Restaurierung investieren, lohnt eine Recherche bei Händlern historischer Baumaterialien.


Schon vor einhundert Jahren wurden Zimmertüren in Serie gefertigt und konnten per Katalog bestellt werden. Heute gibt es außerdem auch auf Onlineportalen die Chance, ein entsprechendes Exemplar zu bekommen. Falls Sie nicht fündig werden, gilt auch hier: Ein Nachbau ist immer möglich.


Treppen: Geländer erhalten, Stufen erneuern

Eine knarrende, durchgetretene Treppe ist nicht nur lästig, sondern auch gefährlich, wenn die Stufen gar zu ausgetreten sind. Alte Geländer dagegen sind häufig ein schöner Schmuck des Treppenhauses, auf den Sie nicht ohne Not verzichten sollten, auch wenn Sie Ihr Haus grundlegend modernisieren.


Ist die Statik der Treppe noch intakt, können Sie die Treppenrenovierung selbst vornehmen. Aber nur dann! Wichtig ist vor allem die Sicherheit: Das Geländer sollte sich wieder stabil befestigen lassen. Im Zweifel beauftragen Sie damit einen Tischler. Anders sieht es bei den Treppenstufen aus: Wer nicht das alte Holz aufarbeiten will, setzt sogenannte Renovierungsstufen auf die alten Stufen. Achten Sie dabei aber darauf, dass alte und neue Stufe eine ausreichend große gemeinsame Auflagefläche haben – wenn sich Hohlräume bilden, wird die Renovierungsstufe durchfedern und bald Geräusche machen. Vor der Montage müssen Sie gegebenenfalls die alte Stufe mit einer Holzspachtel- oder Ausgleichsmasse glätten.

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Bodenbeläge: Nicht zu dick auftragen!

Es gibt kaum etwas Schöneres als einen alten Dielen- oder Parkettboden, der sich oft unter einem Teppichboden oder anderer Auslegware versteckt. Auch Terrazzo in Flur und Küche hat historisches Flair. Prüfen Sie, ob sich der vorhandene Boden aufarbeiten lässt, wenn Sie Ihr Haus modernisieren.


Ist ein Bodenbelag nicht mehr zu retten, lässt sich der neue Fußboden womöglich auf dem alten verlegen. Das spart viel Zeit und Arbeit. Laminat ist oft eine gute Lösung. Es gibt Laminat, das optisch einem Holzboden sehr ähnelt und sich zudem gut und kostengünstig selbst verlegen lässt.
Ist der neue Belag jedoch zu dick, schleifen die Türen oder lassen sich nicht mehr öffnen. Natürlich können Sie die Türblätter kürzen – diese Arbeit lässt sich vermeiden, wenn Sie von vornherein zu einem sogenannten Renovierungsboden greifen. Er ist millimeterdünn und in vielfältigen Varianten erhältlich.


Haus modernisieren und neue Akzente setzen

Die wenigsten alten Häuser sind Baudenkmäler – und müssen bei der Modernisierung auch nicht entsprechend behandelt werden. Bevor Sie Ihr Haus modernisieren, sollten Sie also unterscheiden, was erhaltenswert ist und was erneuert werden kann.


Hinzukommt: Es kann ausgesprochen attraktiv aussehen, wenn Sie eine nicht mehr vorhandene Kassettenschiebetür durch eine neue Tür aus Glas ersetzen. Denn der moderne Akzent bringt die alte Bausubstanz noch besser zur Geltung. Auch ein Balkongeländer aus Edelstahl passt gut zu verwittertem Klinker. Wichtig: der klare Kontrast von Form, Material und Stilepoche. Denken Sie bei Ihrer Modernisierung an eine Kombination aus alt und neu, so können spannende, neue Stilkombinationen entstehen. Sind Sie sich stilistisch unsicher, schauen Sie einfach mal in Wohngebieten, welche Ideen andere Eigentümer umgesetzt haben und was Ihnen gefällt. Auf Modernisierungen spezialisierte Architekten können Ihnen ebenfalls Anregungen geben.


Gute Beratung ist unverzichtbar

Sie möchten Ihr Modernisierungsvorhaben mit einem Finanzierungsmodell realisieren, das auf Sie abgestimmt ist und zu Ihnen passt? Unsere Heimatexperten besprechen gerne mit Ihnen Ihre Fragen und Wünsche und erstellen mit Ihnen gemeinsam einen Finanzierungsplan. Vereinbaren Sie einen Termin und profitieren Sie von unserer individuellen Beratung.

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