Heizsysteme: Der große Vergleich

Ein Austausch des alten Heizkessels amortisiert sich schneller als die meisten anderen Energiesparmaßnahmen. Der Heizsystemvergleich erklärt, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Heizsysteme aufweisen.


Gas oder Öl, Pellets oder Erdwärme

Bauherren, aber auch Hausbesitzer, die ihre alte Heizung austauschen möchten, haben die Qual der Wahl. Eins wurde im Heizsystemvergleich jedoch schnell klar: Alle Techniken haben im Vergleich zu einem veralteten Heizkessel deutliche Vorteile; fast immer lässt sich mit einer neuen Heizung ein vierstelliger Betrag im Jahr einsparen. Angesichts der Vielfalt an Heizsystemen ist es ohne fachliche Beratung allerdings schlichtweg unmöglich, die passende Lösung zu finden.

Der Heizsystemvergleich mit Vor- und Nachteilen, Kosten und Einsparpotenzialen gibt hierfür einen ersten Überblick:

Vergleich Heizsysteme Teil 1: Gas

Der Heizsystemvergleich beweist: Gaskessel mit Brennwerttechnik dominieren mit einem Anteil von über 50 Prozent den Markt.

Gas-Brennwertheizungen sind heute beim Neubau wie bei Modernisierungen die in Anschaffung und Verbrauch preiswerte Standardlösung. Die Brennwerttechnik minimiert die Verluste und sorgt dafür, dass der Brennstoff fast vollständig in nutzbare Wärme umgesetzt wird. 

Kosten & Sparpotenzial im Heizsystemvergleich

  • Die Erneuerung der Heizanlage durch einen Gas-Brennwertkessel kostet bei einem Einfamilienhaus rund 6.000 bis 8.000 Euro.
  • Die Brennstoffkosten liegen 2016 im Bundesdurchschnitt bei etwa 6,13 Cent je Kilowattstunde; dazu kommt bei den meisten Versorgern eine Grundgebühr für den Erdgasanschluss.

Plus und Minus im Heizsystemvergleich auf einen Blick  

Vorteile Nachteile
+ Hocheffiziente Ausnutzung des Brennstoffs mit Wirkungsgraden nahe 100 Prozent durch Brennwerttechnik- Weiter steigende Preise wahrscheinlich. Überbrückung von Hochpreisphasen durch Vorratshaltung nicht möglich
+ Niedrige Anschaffungskosten, schnelle Amortisation der
Investition. Große Gerätevielfalt, häufig auch mit integriertem (Solar-)Speicher. Kein Platzbedarf für Brennstoffbevorratung
- Fossiler Brennstoff mit begrenzten Ressourcen und relativ hohen CO2-Emissionen
 - Gefährdung der Versorgungssicherheit bei politischen Konflikten    

Vergleich Heizsysteme Teil 2: Pellets

Der Heizsystemvergleich beweist: Pelletheizungen sind für umweltbewusste Hausbesitzer eine echte Alternative geworden.

Durch die Einführung der Pelletkessel kann man mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz heute komfortabel und vollautomatisch heizen. Große Pluspunkte der Pellets sind ihre hervorragende Ökobilanz und die regionale Verfügbarkeit.

Kosten & Sparpotenzial im Heizsystemvergleich

  • Eine Pelletheizung für ein Einfamilienhaus kostet etwa 10.000 bis 14.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Lagerraum oder den Vorratsbehälter. Einzelöfen gibt es ab etwa 3.000 Euro.
  • Eine Tonne Pellets kostete im Oktober 2016 etwa 225 Euro, eine Kilowattstunde umgerechnet knapp 5 Cent. Der Preisvorteil wird durch den meist geringeren Wirkungsgrad von Pelletkesseln relativiert.

Plus und Minus im Heizsystemvergleich auf einen Blick  

Vorteile Nachteile
+ Klimaneutral; C02-Emissionen bei der Verbrennung nicht
höher als das beim Wachstum gebundene C02
- Relativ hohe Anschaffungskosten
+ Gute Ökobilanz und niedrige Primärenergiewerte- Lagerraum für Pellets erforderlich
+ Verbrauchskosten meist günstiger als bei fossilen Brennstoffen- Preisentwicklung unsicher; heimische Kapazitäten begrenzt  
+ Brennstoffbevorratung macht gezielten Einkauf in
Niedrigpreisphasen möglich
 

Vergleich Heizsysteme Teil 3: Öl

Der Heizsystemvergleich beweist: Ölkessel waren lange der Heizungs-Klassiker. Ausgedient haben sie auch heute noch nicht.

In puncto Effizienz und Umweltfreundlichkeit machen auch die Ölkessel Boden gut. Brennwerttechnik optimiert den Wirkungsgrad, die Beimischung von Bioheizöl verbessert die Ökobilanz. Auch die Kombination mit einer Solaranlage ist problemlos möglich.

Kosten & Sparpotenzial im Heizsystemvergleich

  • Die Erneuerung der Heizanlage durch eine Öl-Brennwertheizung kostet bei einem Einfamilienhaus rund 8.000 bis 10.000 Euro.
  • Die Brennstoffkosten liegen im Bundesdurchschnitt aktuell bei gut 9,5 Cent je Kilowattstunde, der aktuelle Heizölpreis bei 50 Cent pro Liter (Stand: November 2016); die Preisschwankungen in den letzten Jahren waren relativ hoch.

Plus und Minus im Heizsystemvergleich auf einen Blick  

Vorteile Nachteile
+ Hocheffiziente Ausnutzung des Heizöls mit Wirkungsgraden
nahe 100 Prozent durch Brennwerttechnik
- Hohe Abhängigkeit von Ölpreisen am Weltmarkt;
weiter steigende Preise bei starken Schwankungen
wahrscheinlich
+ Anschaffungskosten günstiger als bei regenerativen
Heizsystemen
- Ausreichend Platz für Öltank erforderlich
+ Bevorratung macht ggf. gezielten Einkauf in Niedrig-
preisphasen möglich
- Fossiler Brennstoff mit begrenzten Ressourcen und
relativ hohen CO2-Emissionen
 - Gefährdung der Versorgungssicherheit bei politischen
Konflikten

Vergleich Heizsysteme Teil 4: Wärmepumpe

Der Heizsystemvergleich beweist: Wenn die Bedingungen stimmen, heizt man mit Wärmepumpen besonders preisgünstig.

Wärmepumpen machen die im Erdreich, im Grundwasser und in der Luft gespeicherte Wärme zum Heizen nutzbar. Dazu ist Strom als Antriebsenergie erforderlich. Effiziente Wärmepumpen können aus  einer Kilowattstunde Strom mehr als vier Kilowattstunden Wärme gewinnen.

Kosten & Sparpotenzial im Heizsystemvergleich

  • Die Verbrauchskosten hängen von der Jahresarbeitszahl (JAZ) und dem Strompreis ab (häufig gibt es vergünstigte Tarife). Bei einem Strompreis von 20 Cent/kWh und einer JAZ von 4 (1 kWh Strom produziert 4 kWh Wärme) zahlt man 5,0 Cent je kWh Heizwärme; bei einer JAZ von 3 sind es 6,7 Cent.
  • Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe bei 8 bis 9 kW Heizleistung sind je nach Wärmequelle verschieden. Erde: ab 11.000 Euro plus 4.000 bis 7.000 Euro für Erdkollektoren bzw. Sondenbohrung, Wasser: ab 11.000 Euro plus 7.000 Euro für Brunnenanlage, Luft: ab 12.000 Euro.

Plus und Minus im Heizsystemvergleich auf einen Blick  

VorteileNachteile
+ Bei effizienten Systemen sehr niedrige Verbrauchskosten und günstige CO2-Bilanz
- Hohe Investitionskosten, auch für die Erschließung der Wärmequelle
+ Keine Brennstofflagerung, kein Schornstein; geringer Wartungsaufwand- Bei Altbauten mit hohem Energiebedarf und ohne Flächenheizung nur eingeschränkt geeignet

Rat vom Experten für die Finanzierung

Mit einer neuen Heizung lassen sich die Energiekosten deutlich senken. Doch das erfordert eine nicht unerhebliche Investition. Wie die Finanzierung klappt und welche Förderungen möglich sind - dazu kann Sie ein Experte von Schwäbisch Hall umfassend beraten. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

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