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Was kostet eine Elektroheizung?

Wie hoch die Anschaffungs- und Betriebskosten bei einer elektrischen Heizung ausfallen und welche Rolle Photovoltaik dabei spielt, erfahren Sie hier.

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Das Wichtigste im Überblick

Aktualisiert am 07.09.2026

  • Die Anschaffungskosten für eine Elektroheizung liegen zwischen rund 30 Euro (Heizlüfter) und 6.500 Euro (Flächenheizung).
  • Bei einem Strompreis von 40 ct/kWh und einem Jahresverbrauch von 3.800 kWh entstehen Betriebskosten von etwa 1.520 Euro jährlich – etwa dreimal so viel wie bei einer Wärmepumpe.
  • Eine Stromheizung lohnt sich vor allem als Zusatz- oder Übergangsheizung, in gut gedämmten Gebäuden oder in Kombination mit einer PV-Anlage.

Artikel erstellt von
Joachim Horlacher
Schwäbisch Hall-Redaktion

Was kostet eine Elektroheizung für ein Einfamilienhaus?

Bei der Kostenbetrachtung lohnt es sich, Anschaffung und Betrieb getrennt zu betrachten – denn was günstig beginnt, kann im Dauerbetrieb teuer werden. Als Vergleichspunkt dient die Wärmepumpe, da sie wie die Elektroheizung mit Strom betrieben wird.
 

Anschaffungskosten

Die Kosten für eine Elektroheizung variieren, abhängig davon, für welches Modell und System Sie sich entscheiden. Beispielsweise fallen für eine Flächenheizung in einem Einfamilienhaus (zehn Heizkörper à 1.200 Watt zu je 650 Euro) Anschaffungskosten von rund 6.500 Euro an. Dazu kommt noch ein Durchlauferhitzer für ca. 800 Euro.

Generell fallen die Investitionskosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen deutlich geringer aus – sofern keine Veränderungen am Hausanschluss und / oder den Leitungen vorgenommen werden müssen:

Heizungsart Investitionskosten
Konvektor-Heizung ca. 50 bis 150 €
Infrarot-Heizung ca. ab 100 €
Elektrische Fußbodenheizung ca. 20 bis 300 €/qm
Flächenheizung (10 Heizkörper à 1.200 Watt) plus Durchlauferhitzer (DWH) ca. 6.500 € plus 800 € für DWH
Zum Vergleich: Luft-Wärmepumpe, bis 35 kW, mit Speicher
ca. 15.000 bis 25.000 €

Betriebskosten

Die Betriebskosten hingegen sind bei einer Elektroheizung höher als zum Beispiel bei einer Wärmepumpe. Der Grund: Die Stromheizung verbraucht deutlich mehr Strom, um die gleiche Wärmeleistung zu erzielen. Wie hoch die laufenden Kosten für eine Stromheizung tatsächlich ausfallen, hängt stark von der Größe der Wohneinheit ab. Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft die Betriebskosten einer Elektroheizung bei 50, 60, 100 und 120 Quadratmeter Wohnfläche. 

  • Annahmen: Heizbedarf 100 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter im Jahr (durchschnittlich für gut gedämmte Gebäude), Strompreis 40 Cent pro Kilowattstunde.
WohnflächeStromverbrauch p.a.
Laufende Kosten p. a.
120 qm (Einfamilienhaus, 4-Personen-Haushalt)12.000 kWh4.800 €
100 qm10.000 kWh4.000 €
60 qm6.000 kWh2.400 €
50 qm5.000 kWh2.000 €

Ein beispielhafter Vergleich mit den Betriebskosten einer Wärmepumpe macht den Mehrverbrauch deutlich. Annahmen: Heizstromtarif von 40 ct/kWh und jährlichem Verbrauchswert von 3.800 kWh:

Heizungsart Betriebskosten Wartung
Elektroheizung 1.520 € (3.800 kWh x 0,4 €/kWh) grds. keine Kosten
Wärmepumpe (Luft-Wasser / JAZ* 2,6) 585 € (3.800 kWh : 2,6 x 0,4 €/kWh) ca. 200 - 500 €

*Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt das Verhältnis zwischen der erzeugten Wärme und dem benötigten Strom

Wichtiger Hinweis zu den Kosten: Die auf unseren Seiten genannten Preise und Kosten sind – soweit nicht anders ausgewiesen – die aktuell verfügbaren, statistischen Mittelwerte von ausgeschriebenen und abgerechneten Projekten. Sie stammen von verschiedenen unabhängigen Quellen. Die Preise dienen der Orientierung. Einzelne Maßnahmen können regional, projektbezogen deutlich variieren.
 

Elektroheizung: Warum Stromkosten kaum planbar sind

Die Betriebskosten für eine Elektroheizung sind vom Strompreis abhängig – daher gilt es, diesen im Blick zu behalten. Die Energiekrisen haben die Strompreise in die Höhe schnellen lassen.
Seit 2024 fallen sie wieder, sind aber noch nicht auf dem Niveau von 2021 angekommen. Im August 2026 lag der durchschnittliche Strompreis laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei 37 Cent pro Kilowattstunde.
 

Welche Elektroheizung ist am sparsamsten?

Speicherheizungen sowie mobile Geräte wie Heizlüfter oder Konvektoren erwärmen die Raumluft. Diese Konvektionswärme ist nicht sehr energieeffizient. Wird eine Tür oder ein Fenster geöffnet, dann arbeitet die Heizung mit voller Energie, um den Raum wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

Infrarot- und Flächenheizungen sind effektiver und sparsamer. Sie erwärmen durch ihre Strahlung die Gegenstände in der Umgebung. Diese Strahlungswärme wird nicht durch die Luftzirkulation beeinflusst. Außerdem wird sie schon bei Temperaturen ab 19 Grad als angenehm warm empfunden, spart also Energie.

Vier Arten von Elektroheizungen, die sich durch einen geringeren Verbrauch auszeichnen:

Heizungstyp Eigenschaften Einsatzort
Konverktor-Heizung heizt schnell und sparsam auf; benötigt dauerhafte Stromzufuhr für kleine, wenig genutzte Räume
Infrarot-Heizung effizient, sofern nicht lange im Betrieb; Objekte und Personen werden direkt erwärmt abgeschlossene Räume, wie z. B. Badezimmer
Elektrische Fußbodenheizung ist in Kombination mit modernen Thermostaten sehr sparsam Räume bis zu 15 Quadratmetern
Flächenheizung die sparsamste Elektroheizung für dauerhaftes Heizen in allen Räumen für Räume ab 15 Quadratmetern und für viel genutzte Räume

Vor- und Nachteile der Elektroheizung im Überblick

Eine elektrische Heizung ist wohl selten die erste Wahl bei der Entscheidung für eine Heiztechnik im Eigenheim. Als zusätzliche Wärmequelle oder in selten genutzten Räumen kann aber auch das Heizen mit Strom sinnvoll sein.
 


VORTEILE

  • Elektroheizungen haben niedrige Anschaffungskosten. Passende Geräte kosten wenige hundert Euro.
  • Die Installation einer Elektroheizung ist denkbar einfach: ein Stromkabel reicht. Sie benötigt keine Wärmeverteilung im Haus und keinen Heizungskeller.
  • Für die Stromheizung braucht es keinen Schornstein, keinen Schornsteinfeger und sie ist praktisch wartungsfrei.
     


NACHTEILE

  • Starke Abhängigkeit bei Strom aus dem Netz: Steigende Strompreise verteuern automatisch die Betriebskosten einer Elektroheizung.
  • Die Energieausbeute einer Heizung mit Strom ist gering.
  • Wird die elektrische Heizung mit fossil erzeugtem Strom betrieben, ist die Umweltbelastung höher als bei anderen Heizungssystemen.
     
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Weitere Vorteile:

  • Die Brandgefahr ist bei modernen Geräten gering.
  • Es ist keine Brennstoffbevorratung notwendig.
  • Elektrische Heizungen gibt es als Mitnahmegeräte in Baumärkten und Fachgeschäften.

Weitere Nachteile:

  • Die Anschlussleistung des Hauses und die Stärken der Stromleitungen reichen nicht immer aus für die benötigte Stromleistung.
  • Der hohe Strombedarf stellt eine starke Belastung der Netze dar. 
  • Die Anschaffung von Stromheizungen wird nicht gefördert.

Fazit: Elektroheizungen überzeugen durch ihre niedrigen Anschaffungskosten, einfache Installation und Wartungsfreiheit. Sie bieten eine flexible Lösung, insbesondere für kleinere Wohnflächen, gut gedämmte Gebäude oder als Zusatzheizung. Allerdings können die Betriebskosten aufgrund des hohen Stromverbrauchs und der Abhängigkeit vom Marktpreis schnell steigen.

Elektroheizung & Photovoltaik – eine mögliche Lösung?

Eine Elektroheizung verbraucht etwa vier- bis fünfmal so viel Strom wie eine Wärmepumpe, um denselben Heizwärmebedarf zu decken. Und wenn der Strom in Kraftwerken aufwendig und unter Einsatz fossiler Energien hergestellt werden muss, ist das nicht nur schlecht für die CO2-Bilanz, sondern auch für das Portemonnaie. Denn Strom ist teuer, und die Umwandlung von Strom in Wärme ist meist ineffizient.

Die Kombination einer Elektroheizung mit einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) kann eine attraktive Lösung sein, um Heizkosten zu senken und den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom zu maximieren. So können Sie beispielsweise mit einer 10-kWp-PV-Anlage inklusive Speicher die Betriebskosten um bis zu 60 Prozent verringern – natürlich abhängig von Ihrem Stromverbrauch, dem Strompreis und Ihrem Nutzungsverhalten.

Laut Experten ist die Kombination einer Elektroheizung mit einer Photovoltaik-Anlage besonders dann empfehlenswert, wenn:

  • Der Heizbedarf moderat ist (z. B. in gut gedämmten Gebäuden oder als Zusatzheizung).
  • Eine PV-Anlage mit ausreichend Kapazität und idealerweise ein Stromspeicher vorhanden sind.
  • Der Fokus auf einer umweltfreundlichen und unabhängigen Energieversorgung liegt.

👉 Für Haushalte mit hohem Heizbedarf oder ohne die Möglichkeit, eine PV-Anlage zu installieren, sollte die Elektroheizung kritisch geprüft und gegebenenfalls durch andere Heizsysteme ergänzt werden.


Sie wollen mehr zu Photovoltaik erfahren? Infos zu Kosten, Förderung und Finanzierung finden Sie hier:

Art der Elektroheizung Anschaffungskosten Leistung (in Watt) Vorteile Nachteile geeignet als/für
Nachtspeicherheizung ca. 1.000 Euro 2.000 bis 4.000 keine hohe Betriebskosten, schwer zu regeln nicht mehr empfehlenswert
Flächenspeicherheizung ca. 200 bis 500 Euro 500 bis 3.000 niedrige Anschaffungskosten, wartungsarm, gutes Raumklima hohe Betriebskosten selten genutzte Räume oder als Zusatzheizung
elektrische Fußbodenheizung ca. 20 bis 50 Euro pro m2 100 Watt pro m² geringe Aufbauhöhe, mit vielen Bodenbelägen kombinierbar, angenehme Strahlungswärme hohe Betriebskosten als Alleinheizung mit Netzstrom Altbau: Zusatzheizung in kleinen Räumen (Bad, Küche), Neubau: in Kombination mit eigener PV-Anlage
Infrarotheizung ab ca. 50 Euro pro m2 als Flächenelement, ab ca. 75 Euro als einzelne Heizplatte 200 bis 1.500 einfacher Anschluss an die Steckdose, schnelle Bereitstellung der Wärme hohe Betriebskosten Zusatzheizung in Kombination mit normaler Heizung, selten genutzte Räume
Natursteinheizung ca. 500 bis 1.000 Euro 500 bis 1.000 angenehme Wärme, sehr dekorativ geringer Wirkungsgrad, sehr träge eher als Dekoelement in Wohnräumen
mobile Elektroheizung (Radiator/Konvektor/Heizlüfter) ab ca. 50 Euro 750 bis 2.000 extrem flexibel, sofort einsetzbar geringer Wirkungsgrad, hohe Betriebskosten Hobbykeller, Gartenhaus, Bäder: kleine Räume, die keine eigene Heizung haben
Wärmepumpe je nach Art zwischen 12.000 Euro und 35.000 Euro (nur Investition)   Zukunftstechnologie, hohe Förderung hohe Investitionskosten im Neubau Standard, mittlerweile auch für Altbauten geeignet

Quellen: energis.de, energieheld.de, heizung.de, heizsparer.de, eigene Recherchen

Energieträger Cent pro kW/h
Fernwäme 11,85
Heizöl 16,25
Erdgas 12,92
Holzpellets 10,78
Holzhackschnitzel 3,98

Kosten Elektroheizung: Fragen und Antworten

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Die Einbaukosten für Stromheizungen werden nicht gefördert. Alle im Rahmen der Heizungsförderung unterstützten Heizsysteme sowie die daran geknüpften Bedingungen und Förderhöhen finden Sie in diesem Artikel: Förderung neue Heizung: Diese Zuschüsse gibt's vom Staat.

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Wie viel Leistung eine Elektroheizung haben sollte, hängt von drei Faktoren ab:

  • dem Volumen des Raumes (Länge x Breite x Höhe)
  • dem energetischen Zustand des Gebäudes (je besser die Dämmung, desto weniger Watt werden für die Stromheizung benötigt)
  • dem Heizbedarf (im Wohnzimmer liegt dieser höher als zum Beispiel im Flur)

Aus der Kombination der drei Faktoren lässt sich nur eine sehr grobe Faustregel ableiten: Pro Kubikmeter wird eine Anschlussleistung zwischen 50 und 100 Watt benötigt.

Frau sitzt im Wohnzimmer vor Elektroheizkörper und wärmt sich die Hände Die erforderliche Leistung einer Elektroheizung ist von Raumgröße, Gebäudezustand und Heizbedarf abhängig. (Quelle: Nedopekin Yuriy - stock.adobe.com)
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In Hamburg ist der Einbau von Elektroheizungen verboten. Seit dem 1. Januar 2026 dürfen in der Hansestadt keine neuen Stromdirektheizungen mehr fest installiert werden. Auch der Tausch von bestehenden Anlagen gegen eine Elektroheizung ist dann nicht mehr zulässig. Einzige Ausnahme: wenn der Einbau einer festen Stromdirektheizung alternativlos ist. Das muss allerdings schriftlich nachgewiesen werden. Außerdem müssen Eigentümer diesen Nachweis zehn Jahre lang aufbewahren und auf Anfrage vorlegen.

    

Gute Finanzierung ist unverzichtbar

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