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Die BAFA-Förderung   

  • Neue Fördersätze durch BEG-Reform
  • Wissenswertes zum Förderantrag  
  • Modernisierungskredit berechnen

Die BAFA-Förderung entlastet Hausbesitzer und Bauherren, die beim Heizen auf erneuerbare Energien setzen. Als Folge des Klimapakets der Bundesregierung wurde die staatliche Unterstützung für umweltfreundliche Heizanlagen umstrukturiert und verbessert. Erfahren Sie hier, wie Sie davon profitieren.

BAFA-Förderung – Heizen mit erneuerbarer Energie

Alte Heizungen sind schlecht für das Klima. Aber bisher sind wir in Deutschland noch weit entfernt von klimafreundlichen Anlagen, das Durchschnittsalter der Heizungen liegt bei 17 Jahren. Jedes vierte Wohngebäude wird immer noch mit Öl beheizt, jede zweite Heizung wird hierzulande mit Gas betrieben. Das geht aus Informationen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.

Um den Einbau umweltfreundlicher Heizanlagen voranzutreiben, hat der Staat daher beschlossen, die BAFA-Förderung (BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) neu aufzustellen. Mit den Förderbedingungen beteiligt sich der Staat an bis zu 25 Prozent der Kosten, wenn Sie Ihre alte Öl- oder Gasheizung auswechseln. So sollen Hausbesitzer entlastet werden, wenn sie sich für klimafreundliche Alternativen wie eine Solarthermieanlage auf dem Dach oder eine Pelletheizung im Keller entscheiden. Was sich sonst noch bei der Förderung von Heizungen geändert hat, erfahren Sie hier.

Junges Paar beim Renovieren klatschen sich mit beiden Händen ab
Ein gutes Gefühl: Die alte Heizungsanlage gegen ein umweltfreundliches System zu tauschen. (Quelle: Getty Images - Model and Property Released (MR&PR))

    

    

+++ BAFA-Förderungen: Neuerungen seit 15.08.2022 +++

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) angepasst. Dadurch will man im Bereich der Sanierung einen stärkeren Klimaschutzeffekt erreichen und die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl verringern. Das hat auch Auswirkungen auf die BAFA-Förderung.

Konkret geht es um ein neues Austauschprogramm für fossile Heizungen, das seit 15. August greift. Die Anpassungen beziehen sich bei den Einzelmaßnahmen insbesondere auf zwei Bereiche:

  • Die Förderung von allen gasverbrauchenden Anlagen wurde aufgehoben sowie ein erweitertes Austauschprogramm für fossile Heizungen (sog. Heizungs-Tausch-Bonus) eingeführt. 
  • Die Fördersätze für Einzelmaßnahmen im Rahmen der BEG wurden angepasstDie Höhe des Prozentsatzes hängt vom Heizungssystem ab, genauer gesagt von dem Energieträger, mit dem es betrieben wird. Vereinfacht dargestellt: Je umweltfreundlicher die neue Heizung ist, umso mehr gibt der Staat dazu. Hier die neuen Heizungs-Fördersätze, gültig seit 15. August 2022:

    

Heizungssystem Fördersatz
Biomasseheizung
(Pellets, Holzhackschnitzel etc.)
10 Prozent
Solarthermieanlage 25 Prozent
Wärmepumpe 25 Prozent
Erneuerbare Energien Hybridheizung
ohne Biomasseheizung
25 Prozent
Erneuerbare Energien Hybridheizung
mit Biomasseheizung
20 Prozent
Innovative Heizungstechnik
25 Prozent
Wärmenetzanschluss 25 Prozent

Diese Fördersätze erhöhen sich ...

  • ... um 10 Prozent, wenn die neue Heizung eine funktionstüchtige Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte funktionstüchtige Gasheizung ersetzt. Für Gasetagenheizungen gilt keine Altersgrenze. Nach dem Austausch darf das Gebäude nicht mehr mit fossilen Brennstoffen beheizt werden. 
  • ... um weitere 5 Prozent bei Wärmepumpen und EE-Hybriden mit Wärmepumpen, wenn als Wärmequelle Wasser, Abwasser oder das Erdreich erschlossen wird.
  • ... um weitere 5 Prozent bei Biomasseanlagen, wenn ein Emissionsgrenzwert für Feinstaub von maximal 2,5 mg/m³ eingehalten wird.

Wichtig: Der iSFP-Bonus für neue Heizungen wurde abgeschafft und entfiel mit dem Stichtag 15. August 2022. 

Die prozentuale Förderung bezieht sich dabei immer auf die sogenannten förderfähigen Maßnahmen. Dazu zählen neben der Heizungsanlage selbst unter anderem auch der Transport und die Installation. Das Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 2.000 Euro brutto, die Förderung ist gedeckelt auf maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr.

Modernisierungskredit berechnen

Sie möchten nicht nur Ihre alte Heizung gegen eine Wärmepumpenanlage austauschen, sondern planen weitere energetische Maßnahmen? Auch wenn Sie von der verbesserten BAFA-Förderung profitieren, müssen Sie am Ende natürlich einen Teil der Kosten selbst finanzieren. Falls Sie hierfür einen Kredit aufnehmen möchten, können Sie bei der energetischen Modernisierung auf „Fuchs Energie“ zählen – und sich unseren aktuellen Zinsvorteil von 0,25 % sichern!

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Fragen und Antworten

Was sind förderfähige Kosten?

Zu den förderfähigen Kosten zählen die Anschaffungskosten und die Kosten für Installation und Inbetriebnahme. Auch sogenannte Umfeldmaßnahmen sind förderfähig. Hierzu zählen zum Beispiel die Sanierung des Heizraums oder Demontagearbeiten der alten Anlage. Bei Neubauten sind auch Kosten wie der Anschluss an die Wärmeverteilung förderfähig.

 

Kann ich noch mit Öl heizen?

Ein generelles Verbot, mit Öl zu heizen, gibt es nicht. Für Ölkessel, die älter als 30 Jahre alt sind, gilt allerdings eine Austauschpflicht. Bis 2025 wird der Ölpreis jährlich höher besteuert werden. Und ab 2026 dürfen Ölheizungen nur noch als Hybridsysteme eingebaut werden. 

 

Wie beantrage ich die BAFA-Förderung?

Die drei Schritte zur Förderung von Heizungen:

  • Sie stellen direkt online VOR Beginn der Sanierung beim BAFA einen Antrag für die Förderung. Hierfür benötigen Sie bereits einen Kostenvoranschlag für die Leistungen, die bezuschusst werden sollen. Die angegebenen Kosten können später nicht mehr nach oben korrigiert werden.
  • Haben Sie per Post einen Zuwendungsbescheid erhalten, müssen Sie innerhalb von zwei Jahren die neue klimafreundliche Heizanlage in Betrieb nehmen. Eine Fristverlängerung ist grundsätzlich möglich.
  • Nach Inbetriebnahme laden Sie die erforderliche Unterlagen wie Rechnung und Fachunternehmererklärung im Online-Portal hoch. Nach positiver Prüfung erhalten Sie vom BAFA den entsprechenden Zuschuss.  
 

Kann ich die BAFA-Förderung mit anderen Fördermitteln kombinieren?

Sie können die BAFA-Förderung mit dem KfW-Programm „Energieeffizient Bauen – Kredit (261/262)“ oder „Energieeffizient Sanieren – Kredit (261/262)“ kombinieren. Die Beantragung erfolgt in beiden Fällen über die BAFA. Steuerermäßigungen für energetische Maßnahmen sind nicht mit der BAFA- und KfW-Förderung kombinierbar.

 

Sind die Kosten eines Energieberaters förderfähig?

Um die richtige, klimafreundliche Heizanlage für Ihre Immobilie auszuwählen, ist es ratsam, eine Expertenmeinung einzuholen. Die BAFA-Förderung greift daher auch bei den Kosten für einen Energieberater. Der Zuschuss beträgt 80 Prozent des Beratungshonorars und maximal 1.300 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern.  

 

    

Gute Beratung ist unverzichtbar

Sie möchten Ihr Haus energieeffizient bauen oder sanieren? Bevor Sie Fördermittel wie die BAFA-Förderung einplanen, sollten Sie genau kalkulieren. Neben Ihrer Finanzlage, die Sie in einem Kassensturz ermitteln, sind Darlehenshöhe, Eigenkapital, Darlehenslaufzeit und Tilgungsraten wichtige Aspekte der Baufinanzierung. Um die für Ihr Immobilienprojekt passende Finanzierung zu finden, sprechen Sie am besten mit einem Heimatexperten von Schwäbisch Hall. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und profitieren Sie von unserer umfassenden Beratung.

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Nachhaltig bauen, sanieren und wohnen

Neben einer klimafreundlichen Heizanlage können Sie durch viele weitere Faktoren die Energieeffizienz Ihrer Immobilie steigern. Erfahren Sie hier Wissenswertes zu nachhaltigen Aspekten im Bereich Bauen und Sanieren:

 

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