Bausatzhaus für fähige Hobbyhandwerker

Rohbauhaus, Selbstbauhaus, Bausatzhaus oder Mitbauhaus: Die Begriffe bezeichnen alle dasselbe – ein Haus, bei dessen Errichtung man möglichst viel in Eigenleistung erstellt. Der Hersteller liefert Materialien und Teile an, der Käufer bringt als Bauherr sein Geschick und seine Muskelkraft ein. Bausatzhäuser bieten sich besonders für den schmalen Geldbeutel an.


Sich beim Bausatzhaus nicht überschätzen

Wenn Sie ernsthaft überlegen, Ihren Immobilienwunsch mittels eines Bausatzhauses zu verwirklichen, sollten Sie unbedingt realistisch sein: Überschätzen Sie nicht

  • Ihre handwerklichen Möglichkeiten,
  • Ihre verfügbare Zeit und
  • die Einsatzbereitschaft Ihrer Freunde.

Die Bezeichnung Bausatzhaus legt nahe, dass man es sehr einfach zusammenfügen kann, fast so wie im Modellbau. Doch wer keine Ausbildung oder zumindest umfassende Erfahrung im Mauern, Dachdecken, Isolieren und Estrich verlegen hat, gerät beim Bausatzhaus schnell an seine Grenzen. Denn ein echtes Haus zu bauen, ist ein sehr anspruchsvolles Unterfangen.


Mehrkosten sind möglich

Was Sie zum Bausparen für Bau oder Kauf einer Immobilie wissen sollten.

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Natürlich werden Sie beim Errichten eines Bausatzhauses von der Herstellerfirma nicht allein gelassen. Doch je weniger Eigenleistung Sie einbringen und je mehr Beratung beziehungsweise Unterstützung Sie benötigen, desto teurer fällt am Ende der Preis Ihres Bausatzhauses aus. So könnte Ihr günstig geplantes Bausatzhaus wider Erwarten doch mit deutlich höheren Kosten zu Buche schlagen.

Tipp: Nehmen Sie vorab an einer Schulung teil, wie sie die meisten Anbieter von Bausatzhäusern veranstalten. Dort können Sie sich informieren und Ihre Fähigkeiten als Handwerker testen. Auch über die Finanzierung sollten Sie sich rechtzeitig informieren. Fordern Sie jetzt Infos rund um das Bausparen an.

Vorteile eines Bausatzhauses

  • Vielfalt: Heute gibt es eine große Auswahl an Modellen beim Bausatzhaus. Sie können sich nach diesem Prinzip genauso ein Einfamilienhaus wie eine Villa oder ein kleines Blockhaus bauen. Energiesparhäuser haben die Hersteller von Bausatzhäusern ebenfalls im Angebot.
    Und auch beim Material haben Sie die Wahl: Sie können mit großen Poren- bzw. Gasbeton-Steinen bauen oder Hohlziegel verwenden, die nach jedem Geschoss mit Beton gefüllt werden (sog. Verfüllziegel). Darüber hinaus gibt es auch Bausatzhäuser aus Holz. Sie gelten als besonders einfach im Bau, wodurch viel Eigenleistung möglich ist. Bausatzhäuser aus Holz erhalten ihre Stabilität in den meisten Fällen durch Stecksysteme.
  • Kosten: Wichtigstes Argument für Selberbauer bleiben aber die vergleichsweise geringen Preise für Bausatzhäuser. Ähnliche Modelle kosten schlüsselfertig etwa das Fünffache. Welchen Preis ein Bausatzhaus genau hat, hängt von seiner Größe, von Ihren Ansprüchen an den Innenausbau und von Ihrer Eigenleistung ab. Bei zahlreichen Anbietern sind Bausatzhäuser schon zum Preis von 45.000 bis 50.000 Euro zu haben. Auf dem Portal www.fertighaus.de werden in der Preisklasse bis 100.000 Euro 24 Modelle ausgewiesen. Dort heißt es: „Ein Bausatzhaus bis 100.000 Euro fällt in die mittlere Preisklasse entsprechender Selbstbausätze.“

Nachteile eines Bausatzhauses

Persönliche Beratung

Unsere Experten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Schwäbisch Hall Bausparfuchs zeigt mit dem Finger nach vorneBeratung vereinbaren
  • Zeitaufwand: Während ein klassisches Fertighaus innerhalb weniger Tage bezugsfertig sein kann, müssen Sie für ein Bausatzhaus deutlich mehr Zeit einplanen. Die tatsächliche Dauer hängt letzten Endes davon ab, wie viel Zeit Sie und Ihre freiwilligen Helfer erübrigen können. Unterschätzen Sie diesen Punkt nicht: Statt nach Feierabend aufs Sofa oder am Wochenende zur Fahrradtour, geht es für Sie auf die Baustelle. Das sollten Sie sich vor einem Vertragsabschluss unbedingt vor Augen führen.
  • Organisationstalent: Mit der Freizeit, die Sie erübrigen müssen, hängt ein zweiter Nachteil zusammen. Können Sie für die Arbeiten am Bausatzhaus weniger Zeit als ursprünglich geplant entbehren und es dadurch zu Verzögerungen kommt, müssen Sie umgehend die Herstellerfirma informieren und die Lieferung weiterer Teile und Materialien verschieben. Das bedeutet, Sie müssen jederzeit die Gesamtplanung Ihres Bausatzhauses überblicken. Das erfordert von Ihnen einiges an Organisationstalent.
  • Gewährleistung: Für welches Baumaterial Sie sich auch entscheiden – machen Sie beim Errichten Ihres Bausatzhauses aus Holz oder Porenbetonstein etwas falsch, bleiben Sie auf möglichen Folgekosten sitzen. Denn in der Regel geben die Hersteller der Bausätze keine Gewährleistung auf die Eigenarbeit des Bauherrn. In diesem Zusammenhang warnt etwa das Portal www.massivhaus.de: „Sollte hier also ein Fehler unterlaufen sein, so kann man keinen Dritten in Regress nehmen.“

Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen

Falls nach dem Prüfen der Vor- und Nachteile ein Bausatzhaus für Sie in Frage kommt, ist eine gut geplante Finanzierung wichtig. Ein Experte von Schwäbisch-Hall steht Ihnen in allen Fragen zur Seite. Machen Sie jetzt einen Termin.