Modulhäuser – klein, günstig, flexibel

  • Eigenschaften der modularen Bauweise
  • Modulhaus Preise
  • Vor- und Nachteile dieses Haustyps

Modulhäuser sind kleine Fertighäuser, die sich aus kompletten Wohnelementen zusammensetzen und bei Bedarf erweitern lassen. Interessant sind solche Minihäuser für Singles, kleine Familien und Senioren. Der Weg von der Idee bis zum schlüsselfertigen Modulhaus ist kurz, der Kaufpreis vergleichsweise günstig.  

Was ist ein Modulhaus?

Ein Modulhaus ist eine Art Fertighaus und zeichnet sich durch eine modulare Bauweise aus. Im Vergleich zum Fertighausbau werden Modulhäuser nicht nur in Wand- und Deckenteilen vorproduziert, sondern als komplette Architektureinheiten in einer Größe von etwa 20 bis 50 Quadratmetern. So entstehen im Quaderformat fertige Wohnbereiche – von der offenen Küche mit Wohn-/Essbereich bis hin zum Wintergarten. Sämtliche Versorgungsleitungen wie Strom und Wasser sind gelegt und müssen beim Aufbau nur noch angeschlossen werden.

Der Aufbau vor Ort erfolgt in wenigen Stunden. Ein Schwerlastkran platziert die Modulhaus-Elemente auf dem vorbereiteten Punkt- oder Streifenfundament. Sind die letzten Abschlussarbeiten getätigt, steht das neue Eigenheim zum Einzug bereit.

Doppelstöckiges Modulhaus aus Holz, Module überkreuz gesetzt
Viele Modulhaus-Anbieter setzen auf den nachhaltigen Baustoff Holz. (Quelle: ©Frank Boston La Fabrika Pixel – stock.adobe.com)


Ein Modulhaus ist und bleibt flexibel

Je nach Lebenssituation und Bedarf können Sie mit einem Modulhaus Ihren Wohnraum erweitern oder verkleinern – wenn sich beispielsweise Nachwuchs ankündigt oder später die Kinder ihre eigenen Wege gehen. Die einzelnen Elemente lassen sich problemlos an- oder abmontieren (und verkaufen). Die Erweiterung eines Modulhauses kann sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung erfolgen. Apropos vertikal: Ein Modulhaus eignet sich auch, um einen normalen Flachdachbau nach oben zu erweitern – sofern die Statik mitmacht.

Und sollten Sie eines Tages umziehen wollen, nehmen Sie ihre eigenen vier Wände „einfach“ mit. Viele Modulhäuser sind transportfähig, sie sollten allerdings bestimmte Maße nicht überschreiten: 6 Meter x 4 Meter x 20 Meter in Breite, Höhe und Länge.


Wie viel kostet ein Modulhaus?

Blick in die Fertigungshalle von Modulhäusern aus Holz
Die serielle Vorproduktion im Werk macht Modulhäuser in der Anschaffung günstiger. (Quelle: ©Friends Stock - stock.adobe.com)

Ein Modulhaus kostet deutlich weniger als ein individuell geplantes Einfamilienhaus. Modelle für kleine Familien sind laut Bundesverband Deutscher Fertigbau schon für rund 50.000 Euro erhältlich. Luxusvarianten kosten 100.000 Euro und mehr. Die Festpreise für ein schlüsselfertiges Einzelmodul-Haus bewegen sich pro Quadratmeter – abhängig von der Ausstattung – zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Unter Umständen kommen Kosten für den Transport vom Werk zur Baustelle hinzu. Kalkulieren Sie mit einem mittleren, vierstelligen Betrag.
Darüber hinaus sind weitere Modulhaus-Kosten einzuplanen für das Fundament, mögliche Nebengebäude wie Garage oder Carport und das Grundstück.

Wichtig zu wissen: Modulhäuser haben erfahrungsgemäß einen niedrigeren Wiederverkaufswert beziehungsweise einen größeren Wertverlust als Massivhäuser.

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Vor- und Nachteile von Modulhäusern

Wenn Sie sich für ein Modulhaus entscheiden, profitieren Sie als Bauherr von zahlreichen Vorteilen:

  • Die Bauzeit ist geringer als bei einem Massivhaus. Von der Bestellung bis zur Lieferung vergehen meist nur einige Wochen. Der Aufbau vor Ort erfolgt in der Regel innerhalb eines Tages. Durch die Komplettproduktion im Werk entfällt auch die durchaus zeitintensive Abstimmung zwischen den einzelnen Gewerken.
  • Aufgrund der geringen Fläche benötigt ein Modulhaus nur ein kleines Grundstück oder eine entsprechende Baulücke, das bedeutet Kostenersparnis und zugleich weniger Flächenverbrauch. 
  • Die Fertigungskosten sind geringer, das Eigenheim ist somit schneller abbezahlt. Außerdem ist ein Modulhaus günstig im Unterhalt. Da es sich um Niedrigenergiehäuser mit moderner Dämmung handelt, bleiben die Betriebskosten überschaubar.
  • Bei der Produktion kommt meist die Holzrahmenbauweise zum Einsatz. Das Baumaterial Holz und andere verwendete ökologische Baustoffe machen diesen Haustyp nachhaltig.
  • Auch bei Modulhäusern ist Individualität kein Fremdwort: Viele Hersteller bieten unterschiedliche Modelle und zahlreiche  Kombinationen einzelner Module an. Auch Teilaspekte wie Fassade oder Inneneinrichtung sind wählbar.
  • Volle Flexibilität in jeder Lebenslage: Wände lassen sich schnell entfernen, auf das Dach passt eine weitere Wohneinheit. Und bei einem Umzug kann das komplette Equipment mitgenommen werden.

Nachteile gibt es aber auch: Ohne Keller und Dachboden bietet Ihnen ein Modulhaus wenig Abstellmöglichkeiten und Stauraum. Planen Sie zwei Module übereinander zu stellen, müssen Sie bei der Trittschalldämmung Abstriche machen – sie ist nicht so gut wie bei einer Immobilie in Massivbauweise.
Wer optisch nicht nur einen "Kasten" als Haus haben möchte, muss beispielsweise für Sattel- oder Pultdach mit einem Aufpreis rechnen. Weitere Modulhaus-Kosten entstehen auch für den Transport vom Werk bis zu Ihrem Bauplatz.       


Modulhaus versus Massivhaus

Der Vergleich zwischen einem Haus in Modulbauweise und einem in Massivbauweise zeigt, dass es neben Gemeinsamkeiten auch deutliche Unterschiede gibt:    

 ModulhausMassivhaus
Kosten pro m2  ab 1.500 Euroca. 2.000 €
Mobilitättransportfähig, Zusatzkosten entstehennicht mobil
Bauzeitim Werk bis zu 12 Wochen; Aufbau ein, zwei Tage   bis zu 9 Monaten
Flächenverbrauchaufgrund kleinerer Wohnflächen geringerbei größeren Grundrissen höher
Baugenehmigung  wenn dauerhaft bewohnt: erforderlicherforderlich
Platzangebot
eher gering; zumal oft ohne Kellermeist größere Wohnflächen
Planbarkeitdurch Fixpreis und eintägigen Aufbau hochKosten nicht fix kalkulierbar, Bauzeit witterungsabhängig

Für wen ist ein Modulhaus geeignet?

Ob diese Art von Immobilie zu Ihnen passt, ist abhängig von Ihren Wohnbedürfnissen und Zukunftsplänen. Insbesondere junge Leute, die sich noch nicht für einen langen Zeitraum auf einen Standort festlegen möchten, profitieren von einem preiswerten Minihaus. Auf der anderen Seite lohnt sich ein Modulhaus auch für Menschen mittleren oder höheren Alters,  die sich verkleinern und ihren Wohnraum komprimieren möchten. In folgende Szenarien scheint ein Modulhaus die ideale Wohnlösung zu sein:  

  • Szenario 1: Singles oder Paare, die mit Anfang 30 mitten im Leben stehen, wollen sich ein Häuschen im Grünen kaufen. Neben der entscheidenden Budgetfrage ist zu klären, wie viel Platz man jetzt und zukünftig benötigt. Ein Modulhaus bietet hier eine flexible Lösung. Ist ein Baugrundstück gefunden, kann der Single bzw. das Paar erst einmal einziehen und die Wohnfläche dann erweitern, wenn ein Partner dazukommt oder es Nachwuchs gibt. Und wenn die Kinder später erwachsen und ausgezogen sind, kann das Minihaus wieder schrumpfen.
  • Szenario 2: Ein Ehepaar steht vor Veränderungen: Die Kinder sind aus dem Eigenheim ausgezogen; für zwei Personen ist es nun viel zu groß. Konsequenz: Eigenheim verkaufen und dafür in ein neues Modul-Singlehaus ziehen. Die Mini-Wohnhäuser lassen sich zudem problemlos als barrierefreier Wohnsitz für Senioren oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen konzipieren.
  • Szenario 3: Zwei befreundete Pärchen, jeweils Ende 30, wohnen noch zur Miete, haben allerdings seit einigen Jahren einen Bausparvertrag und möchten sich endlich ein Eigenheim kaufen. Sie suchen nach einer Doppelhaushälfte am Stadtrand – zu teuer. Besser neu bauen? Nein, es soll eine Bestandsimmobilie sein. Oder doch ein Fertighaus? Sie informieren sich über Modulhäuser. Finden ein geeignetes Grundstück, stellen sich ihre "Wohnwürfel" zusammen und erfüllen sich so ihren gemeinsamen Wohntraum. 

Baugenehmigungspflicht für Modulhäuser

In Deutschland ist für Häuslebauer eine offizielle Baugenehmigung erforderlich, um die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Dies gilt auch für Modulhäuser, sofern sie fest verbaut und dauerhaft bewohnt sind. Bei einer Nutzung beispielsweise als Gartenhaus oder Ferienimmobilie kann – je nach Bundesland und Aufstellort – eine andere Regelung gelten.

Zudem: Ein Modulhaus entspricht nicht immer den Vorgaben von Bebauungsplänen. Daher sollten Sie im Vorfeld prüfen, ob das von Ihnen ins Auge gefasste Grundstück für diesen Haustyp geeignet ist.

 

    

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