Sie sind hier:

Haus kaufen in Deutschland:
So viel kostet der Traum vom Eigenheim

Ein Haus kaufen in Deutschland – das bleibt gerade in den Metropolregionen für viele eine Wunschvorstellung. Dabei gibt es Orte, in denen die Kosten für den Hauskauf überschaubar sind. Schwäbisch Hall hat die Daten der Bundesländer und Regionen ausgewertet. Wer bei der Haussuche offen für Alternativen ist, kann auch heute seinen Traum von den eigenen vier Wänden realisieren!

In vielen Regionen wird Wohnen immer teurer. Sowohl die Immobilien- wie auch die Mietpreise steigen. Wo kann man es sich noch leisten, ein Haus zu kaufen in Deutschland? Um darauf eine Antwort zu finden, hat die Bausparkasse Schwäbisch Hall Daten des unabhängigen Analyse- und Beratungsunternehmens bulwiengesa AG von 402 Stadt- und Landkreisen ausgewertet.

  • Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser beziehen sich im Folgenden auf Bestandsobjekte (maximal 20 Jahre alt) mit einer Wohnfläche von 150-200 m². Nebenkosten sind hierin nicht erfasst.
  • Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen gelten idealtypisch für eine Wohnung mit 3 Zimmern mit circa 65 bis 95 Quadratmetern Wohnfläche und werden pro 100 m² angegeben.

Etwa die Hälfte aller Mieter wären gern Eigentümer. Das ergab eine Umfrage des Markforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Immobilienverbands Deutschland. Gleichzeitig ist Deutschland Mieterland. Und das, obwohl die Mietpreise in den letzten Jahren stark gestiegen sind: In den Städten macht die Miete knapp 30 Prozent des verfügbaren Einkommens aus. In München kostet eine Mietwohnung im Schnitt knapp 17 Euro pro Quadratmeter. Das macht etwa 1.200 Euro Kaltmiete für eine 70 m² WohnungWarum also nicht den steigenden Mieten entgehen und in Wohneigentum investieren?


Explodierende Immobilienpreise in den Städten

Nicht nur die Mietpreise sind in den letzten Jahren in die Höhe geklettert. Auch die Preise für Immobilien haben stark angezogen. Ein Blick auf die vorliegenden Daten bestätigt das:

  • In Frankfurt haben sich die Preise für ein Haus von 2010 bis 2019 fast verdoppelt. Zahlte man 2010 im Schnitt noch 540.000 Euro für ein Einfamilienhaus, waren es 2019 920.000 Euro.
  • In Heidelberg stiegen die Preise ähnlich stark: von 525.000 Euro auf 850.000 Euro
  • In Stuttgart stiegen die Kosten für ein Einfamilienhaus von 580.000 Euro auf 950.000 Euro,
  • In Köln kletterten die Preise ebenfalls in die Höhe: von 450.000 Euro auf 750.000 Euro.

Nachstehende Grafik zeigt die durchschnittlichen Kaufpreise von Neubauwohnungen und Bestandsobjekten (Wohnungen und Einfamilienhäuser) an. Die Preise werden für die Jahre 2005, 2010, 2015 und 2019 ausgewiesen. Wählen Sie Ihre gewünschte Region aus.


Absoluter Spitzenreiter ist München. 2005 kostete ein Haus 670.000 Euro, 2019 lagen die Preise weit über 1 Million Euro:

1,5 Millionen Euro mussten Mieter in München auf den Tisch legen, um Hausbesitzer zu werden.

Angesichts der Preissteigerungen verwundert es nicht, dass einige Mieter trotz niedriger Zinsen den „Kaufmut“ verlieren. 32 Prozent der Umfrageteilnehmer von YouGov gaben an, dass sie zwar gerne ein Haus kaufen würden, dies aber aktuell nicht als realistisch oder vorstellbar ansehen.


Große Preisspannen zwischen den Bundesländern

Auf dieser interaktiven Deutschlandkarte können Sie sich die Kaufpreise in den einzelnen Bundesländern ansehen. Klicken Sie hierfür einfach auf den Button mit dem Pfeil. Oben in der Leiste können Sie auswählen, ob die Preise für Neubau- oder Bestandswohnungen oder Einfamilienhäuser angezeigt werden sollen.

 

Beim Blick auf die Hauspreise in Deutschland zeigt sich, dass die Stadtstaaten Hamburg und Berlin die Nase vorn haben. Hamburg liegt mit 660.000 Euro für ein Einfamilienhaus auf Platz 1 der Bundesländer. In Berlin sind Neubauwohnungen am teuersten: Sie kosteten hier durchschnittlich 600.000 Euro

Bayern kommt trotz der hohen Eigentumspreise in München bei der Rangliste der teuersten Bundesländer für Einfamilienhäuser nur auf Platz 2. Das günstigste Bundesland ist Sachsen-Anhalt: Hier bekamen Sie 2019 für rund 224.000 Euro ein Einfamilienhaus.

Für ein Haus in Hamburg konnten Sie also fast drei Häuser in Sachsen-Anhalt kaufen.

Ähnlich niedrig liegen die Preise in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Im Westen kann hier lediglich das Saarland mithalten. 

Unter 300.000 Euro gibt es im Durchschnitt der Länder nur in den ostdeutschen Bundesländern ein Einfamilienhaus.

Zugegeben: Nur weil ein Haus in Sachsen im Schnitt die Hälfte eines Hauses in Bayern kostet, zieht kaum jemand mehrere hundert Kilometer weit weg. Job, Familie und Freunde lässt man nicht einfach so hinter sich, um an ein bezahlbares Eigenheim zu kommen.


Wer ein Haus kaufen möchte in Deutschland, sollte kleinere Städte und Regionen ins Visier nehmen!

Wer sich in den Ballungszentren kein Eigentum leisten kann, sollte seine Fühler weiter ausstrecken Richtung ländlichere Regionen und kleinere Städte, die immer noch in der näheren Umgebung liegen!

Beispiele gefällig?

  • In Frankfurt lagen die Kosten für ein Einfamilienhaus bei 920.000 Euro. In Darmstadt bekamen Sie ein Haus für 590.000 Euro, in Darmstadt-Dieburg für 500.000 Euro. Darmstadt ist mit der S-Bahn nur 30 Minuten von Frankfurt entfernt, verfügt über ein eigenes Stadtzentrum und eine gute Infrastruktur.
  • In Hamburg mussten Hauskäufer für ein Einfamilienhaus 660.000 Euro bezahlen. Im nahegelegenen Lüneburg kostet eine Immobilie dieser Art etwa die Hälfte, nämlich 335.000 Euro. 70 Kilometer von Hamburg entfernt bekommt man in Lübeck ein Haus für 365.000 Euro.
  • In München müssen Sie sich etwas weiter entfernt umschauen. Im beschaulicheren Augsburg, das 80 Kilometer nordwestlich vor München liegt, betragen die Kosten für ein Einfamilienhaus 650.000 Euro. Im Augsburger Landkreis liegen sie bei 450.000 Euro.
  • In den Großstädten in Ostdeutschland sind die Immobilienpreise noch human: In Dresden und Berlin gibt es im Schnitt für 480.000 Euro ein Einfamilienhaus, in Leipzig für 400.000 Euro. Wer 25 Kilometer vor Dresden nach Meißen zieht, wird für 275.000 Euro fündig.
Immobilienpreise Stadt vs RegionWer bereit ist, in kleinere Städte im Umkreis von Metropolen zu ziehen, findet Einfamilienhäuser zu deutlich günstigeren Preisen. (Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall)
Immobilienpreise Stadt vs. RegionImmobilienpreise Stadt vs. Region (Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall)
Gerade für Familien bringen die kleineren Städte neben der finanziellen Ersparnis weitere Vorteile mit sich: Die Entfernungen innerhalb der Städte oder Ortschaften sind kürzer, es gibt in der Regel weniger Straßenverkehr und mehr Grünflächen.

 

Wie kann ich mir ein Eigenheim leisten?

Die Entscheidung, wo Sie sich niederlassen, hängt auch von Ihren finanziellen Ressourcen ab. Wie hoch sind Ihre Einkünfte, wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben? Welche Nebenkosten müssen mit eingerechnet werden?

Bei einer Baufinanzierung müssen alle wichtigen Faktoren von Anfang an mitgedacht und eingeplant werden, damit Ihr Finanzierungsplan auf sicheren Beinen steht. Unsere Heimatexperten sind Finanzierungsprofis, die alle Faktoren und mögliche Knackpunkte kennen. Vereinbaren Sie jetzt eine Beratung. Gemeinsam entwickeln wir ein Finanzierungskonzept, das genau zu Ihnen passt.

Persönliche Beratung

Unsere Heimatexperten vor Ort sind jederzeit gern für Sie da.

Beratung vereinbaren


 

Ein Vergleich zwischen Haus und Wohnung kann sich lohnen

Auf dieser interaktiven Deutschlandkarte finden Sie die durchschnittlichen Immobilienpreise der einzelnen Städte und Kreise. Klicken Sie hierfür einfach auf den Button mit dem Pfeil und wählen Sie Stadt oder Landkreis aus. Oben in der Leiste können Sie angeben, ob die Preise für Neubau- oder Bestandswohnungen oder Einfamilienhäuser angezeigt werden sollen.

 

Viele denken bei Wohneigentum an ein Haus mit Garten. Dabei gibt es auch gut geschnittene Wohnungen mit Gartenanlage, Balkon oder Terrasse. 

Wenn ein Haus in der Wunschregion unerschwinglich ist, kann ein Blick auf den Wohnungsmarkt helfen. Im ersten Moment klingt ein eigenes Haus zwar nach mehr Freiheit und Individualität. Aber: Kaum jemand besitzt heute noch so viel Grundstücksfläche, dass die Nachbarn nicht genauso präsent wie in einer Wohnung sind. Hinzukommt: Die Nebenkosten fallen bei einer Eigentumswohnung in der Regel deutlich geringer aus, anstehende Sanierungsarbeiten werden in der Hausgemeinschaft geteilt.

Der größte Vorteil ist aber der finanzielle! Dies gilt insbesondere für Bestandswohnungen. Denn: In Berlin sind Neubauwohnungen beispielsweise etwa 120.000 Euro teurer als Einfamilienhäuser. In vielen weiteren Städten und Regionen nehmen sich die Preise für neue Wohnungen und Bestandshäuser nicht viel.

Aber: Es gibt Orte, in denen Wohnungen deutlich günstiger als Häuser sind. In Bonn bekommen Sie zum Beispiel eine neue Wohnung für 425.000 Euro – und sparen somit 125.000 Euro gegenüber einem Haus. 

 


Mit einer Bestandswohnung können Sie viel Geld sparen

Nicht immer sind in den Metropolregionen neue Wohnungen für Normalverdiener erschwinglich. Hier kann es sich lohnen, Bestandswohnungen als weitere Option zu sehen:

  • In Frankfurt kostet beispielsweise eine neue Wohnung immer noch 705.000 Euro. Eine Bestandswohnung gibt es für fast 200.000 Euro weniger: für 510.000 Euro.
  • In Mainz und Wiesbaden sparen Sie jeweils 230.000 Euro, wenn Sie sich für eine Bestandswohnung anstelle einer neuen Wohnung entscheiden. In Mainz kostet eine gebrauchte Wohnung 300.000 Euro, eine neue 530.000 EuroSomit sparen Sie 44 Prozent der Kosten, also fast die Hälfte.
  • In Heilbronn ist eine Bestandswohnung 130.000 Euro günstiger, hier sparen Sie 32 Prozent.
  • Wer nach Bonn ziehen möchte, wird für 300.000 Euro fündig – und spart im Schnitt 125.000 Euro!
  • In Leipzig (Landkreis) bekommen Sie eine Bestandswohnung sogar zum halben Preis: Hier kostet eine neue Wohnung 285.000 Euro, eine Bestandswohnung 130.000 Euro.

Ist die Wohnung nicht komplett sanierungsbedürftig, sparen Sie in den oben genannten Beispielen selbst mit Renovierungs- und Verschönerungsmaßnahmen noch eine Menge Kosten ein. Insbesondere dann, wenn Sie kleinere Maßnahmen in Eigenregie stemmen.


So machen Sie Ihren Traum vom Eigenheim wahr

Durch die steigenden Immobilienpreise entsteht der Eindruck, dass Wohneigentum kaum noch erschwinglich ist. Ob eine Immobilie finanzierbar ist, hängt aber nicht nur von den Kosten für den Hauskauf ab, sondern auch von den monatlichen Einkünften und Ausgaben.

Der Erschwinglichkeitsindex des Immobilienverbands setzt die Immobilienpreise in Relation zu den Einkünften. Ein Indexwert von 100 entspricht dabei einer Belastung von einem Viertel des verfügbaren Einkommens. Liegt der Indexwert darunter, muss mehr als ein Viertel aufgewändet werden, liegt er darüber, ist die Erschwinglichkeit höher.

Laut dem Erschwinglichkeitsindex ist die Belastung durch den Kauf von Einfamilienhäusern über die Jahre sogar gesunken. 2009 lag der Index bei 77,62020 bei 97,4. Demnach sind Immobilien insgesamt heute erschwinglicher als früher – die Top 7 Städte ausgenommen. Denn: Nicht nur die Immobilienpreise, sondern auch die Löhne sind gestiegen. Ein voll berufstätiges Paar kommt heute im Schnitt auf 1.000 Euro mehr als noch vor 10 Jahren. Hinzukommt, dass die Zinsen immer noch auf einem historisch niedrigen Niveau liegen.

Im Jahr 2009 lag der Index bei knapp 78, 2020 bei fast 98. Demnach sind Immobilien insgesamt heute erschwinglicher als früher.

   

Wer bereit ist, seinen Suchradius zu vergrößern und für Alternativen offen ist, kann auch heute seinen Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen. Vorausgesetzt, alle wichtigen Faktoren werden bei der Finanzierung berücksichtigt. In jedem Fall sollten Sie Ihre Wünsche und Voraussetzungen mit einem Experten besprechen. Unsere Heimatexperten beraten Sie gerne – und gehen auf all Ihre Fragen ein. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.


Hinweis: Sie verwenden einen veralteten oder nicht unterstützten Browser. Gegebenenfalls kann es zu Einschränkungen bei der Benutzung der Webseite kommen.