Feuchte Wände? So wird Ihr Heim wieder trocken!

  • Ursachen & Symptome
  • Gegenmaßnahmen
  • Worauf Sie achten müssen

Feuchte Wände schädigen nicht nur die Bausubstanz und beeinträchtigen das Wohnklima, sie können sogar die Gesundheit gefährden. Hier lesen Sie, woran Sie Feuchtigkeit im Mauerwerk frühzeitig erkennen und welche Gegenmaßnahmen Sie ergreifen können.

Feuchte Wände und ihre Ursachen


Eine Sanierung ist erst dann sinnvoll, wenn Sie die Gründe für die feuchte Wand gefunden und behoben haben. Für feuchte Wände sind folgende Ursachen denkbar:

  • Mangelhafte Abdichtung der Außenfassade
  • Kälte- bzw. Wärmebrücken an den Außenwänden
  • Schäden am Hausdach, durch die Regenwasser eindringt
  • Beschädigte Regenrinnen
  • Aus dem Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit
  • Rohrbruch/Leckende Wasserleitungen
  • Wasserschäden durch defekte Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen
  • Falsches Lüften
Wandausschnitt mit abgebröckeltem Putz
Abfallender Putz ist ein klares Anzeichen für eine feuchte Wand. (Quelle: 126405344-Ron-Chapel-Studios)

      

Umfassende Sanierungsmaßnahmen wie Injektionsverfahren oder eine Drainage sind nur erforderlich, wenn die Feuchtigkeit vom Boden aus ins Mauerwerk aufsteigt. Sind ein defektes Dach oder Wasserschäden die Ursache für feuchte Wände, reicht es oft, den Schaden zu beheben, die Wand durchtrocknen zu lassen und zu renovieren.


Feuchtigkeit in der Wand: Symptome erkennen


Dunkle Flecken auf der Wand sind nicht die einzigen Anzeichen für feuchte Wände. Auch bei den folgenden Symptomen ist Gefahr im Verzug:

  • Bröselnde Salzkristalle auf den Wänden
  • Abbröckelnder Putz
  • Auftreten von Schimmelpilzen
  • „Muffiger“ Geruch im Keller
  • Verfärbungen an den Wänden
  • Putz hält nicht, klingt beim Klopfen hohl
  • Tapeten lösen sich, vor allem in Bodennähe  

Bevor Sie Gegenmaßnahmen ergreifen, sollten Sie von einem unabhängigen Gutachter (etwa vom TÜV) eine Schadensanalyse erstellen lassen.

Oft findet man auch online Tipps, wie man die Wandfeuchtigkeit selbst messen kann, z. B. mit einem Holzfeuchtemessgerät. Diese Aufgabe sollte aber immer ein Experte übernehmen, da dieser die Messwerte richtig interpretieren kann, zwischen oberflächlicher Feuchte und Kernfeuchte unterscheidet und meist auch die Ursachen für die Feuchtigkeit benennen kann.   

Persönlich beraten lassen

Eine professionelle Sanierung bei Wasserschäden und feuchten Wänden gehört in die Hände erfahrener Handwerker. Denn bereits kleine Mängel können sich später zu erheblichen Schäden ausweiten und teuer werden. Lassen Sie sich fachmännisch beraten.

Eine gute Beratung ist auch in Sachen Finanzierung wichtig. Sprechen Sie am besten mit einem unserer Heimatexperten vor Ort. Gemeinsam mit Ihnen stellt er einen soliden Finanzierungsplan für Ihr Vorhaben auf – beispielsweise mit unserem attraktiven Modernisierungskredit und der staatlichen Förderung.  

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Feuchte Wände sanieren: Die Methoden


Um feuchte Wände abzudichten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die sich unter anderem nach dem Grad der Durchfeuchtung richten.

  • Oft ist die Ursache aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden. Dann ist in der Regel eine Erneuerung der Horizontalsperre im Mauerwerk notwendig. Sie hindert die Bodenfeuchtigkeit daran, in die Wände vorzudringen. Gerade in Altbauten ist die Horizontalsperre allerdings oft undicht oder fehlt gänzlich.
  • Beachten Sie: Die im Folgenden beschriebenen Verfahren sind eine Arbeit für Fachleute. Durch fehlerhaft oder unvollständig ausgeführte Injektionsverfahren staut sich die Feuchtigkeit erst recht in den Wänden. Zudem können beim Bohren oder Aufsägen der Wand weitere Schäden entstehen. 

Die wichtigsten Methoden für eine gute Sanierung sind:

  • Einfaches (druckloses) Injektionsverfahren: Hierbei werden schräge Löcher in die Wand gebohrt, in die anschließend eine Abdichtungsmasse „injiziert“ wird. Sie verteilt sich in der Wand und bildet eine Sperre gegen eindringende Feuchtigkeit. Nur bei Durchfeuchtungsgraden von unter 50 Prozent zu empfehlen.
  • Druck-Injektion: Funktioniert wie die einfache Injektion, allerdings wird die Abdichtungsmasse unter Druck eingespritzt. So erreicht sie mehr Porenräume als beim einfachen Verfahren und drängt auch bereits vorhandenes Wasser heraus.
  • Chemische Abdichtung: Auch diese Methode bedient sich der Injektionstechnik. Verwendet werden aber Stoffe wie Paraffin, Alkalisilikate oder organische Harze. Um sie einzubringen, müssen Mauerwerk und/oder Materialien aufgeheizt werden.
  • Sägeverfahren: Hierbei wird die Wand horizontal aufgesägt. In den Sägeschnitt kommt eine Plattenabdichtung aus Edelstahl oder thermoplastischem Kunststoff wie Polyethylen. Die Schnitte werden anschließend verpresst, deshalb wird diese Methode auch Verpressungsverfahren genannt.

Wand trockenlegen: Sanierputz selbst auftragen

Bei weniger stark durchfeuchtetem Mauerwerk lässt sich zur Abdichtung auch Sanierputz verwenden. Achten Sie dabei darauf, dass Sie Sanierputz nutzen, der von der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung) zertifiziert ist. Ein solcher Putz ist feuchtigkeitsabweisend nach außen und gleichzeitig diffussionsoffen, sodass noch vorhandene Feuchtigkeit aus der Wand entweichen kann.

Achtung: Sanierputz ist nur als "Ersthilfe" gegen feuchte Wände zu verstehen. Er wirkt der Zersetzung des Mauerwerks entgegen – aber wenn die Ursache der Feuchtigkeit nicht zuerst behoben wird, kann auch der Sanierputz nicht viel ausrichten.

Sanierputz kann man mit etwas handwerklichem Geschick selbst auftragen:

  • Zunächst etwaigen Schimmel entfernen und den Putz im Umkreis von mindestens 20 Zentimetern um die feuchte Stelle abschlagen.   
  • Bei mehreren feuchten Stellen den Putz großflächig entfernen.   
  • Anschließend den neuen Putz auftragen.

Wichtig: Vertrauen Sie bei der Auswahl des Trockenverfahrens dem Urteil eines Fachmanns, der Ihnen nach einer Analyse der Bausubstanz das richtige Vorgehen gegen feuchte und nasse Wände nennen kann.


Gute Beratung ist unverzichtbar

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