Feuchte Wände? So wird Ihr Heim wieder trocken!

Feuchte Wände schädigen nicht nur die Bausubstanz und treiben die Energiekosten in die Höhe, sie können auch die Gesundheit der Bewohner gefährden. Hier lesen Sie, wie Sie Feuchtigkeit im Mauerwerk frühzeitig erkennen und welche Gegenmaßnahmen Sie ergreifen können.


Feuchte Wände: Symptome erkennen

Dunkle Flecken auf der Wand sind nicht die einzigen Anzeichen für feuchte Wände. Auch bei den folgenden Symptomen ist Gefahr im Verzug:

  • Bröselnde Salzkristalle auf den Wänden
  • Abbröckelnder Putz
  • Auftreten von Schimmelpilzen
  • „Muffiger“ Geruch im Keller
  • Verfärbungen an den Wänden
  • Putz hält nicht, klingt beim Klopfen hohl
  • Tapeten lösen sich, vor allem in Bodennähe

Bevor Sie Gegenmaßnahmen ergreifen, sollten Sie von einem unabhängigen Gutachter (etwa vom TÜV) eine Schadensanalyse erstellen lassen.


Von Injektionsverfahren bis zu chemischer Abdichtung

Um feuchte Wände abzudichten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die sich unter anderem nach dem Grad der Durchfeuchtung richten. Die wichtigsten Methoden sind:

  • Einfaches (druckloses) Injektionsverfahren. Hierbei werden schräge Löcher in die Wand gebohrt, in die anschließend eine Abdichtungsmasse „injiziert“ wird. Sie verteilt sich in der Wand und bildet eine Sperre gegen eindringende Feuchtigkeit. Nur bei Durchfeuchtungsgraden von unter 50 Prozent zu empfehlen.
  • Druck-Injektion. Funktioniert wie die einfache Injektion, allerdings wird die Abdichtungsmasse unter Druck eingespritzt. So erreicht sie mehr Porenräume als beim einfachen Verfahren und drängt auch bereits vorhandenes Wasser heraus.
  • Chemische Abdichtung. Auch diese Methode bedient sich der Injektionstechnik. Verwendet werden aber Stoffe wie Paraffin, Alkalisilikate oder organische Harze. Um sie einzubringen, müssen Mauerwerk und/oder Materialien aufgeheizt werden.
  • Sägeverfahren. Hierbei wird die Wand horizontal aufgesägt. In den Sägeschnitt kommt eine Plattenabdichtung aus Edelstahl oder thermoplastischem Kunststoff wie Polyethylen. Die Schnitte werden anschließend verpresst, deshalb wird diese Methode auch Verpressungsverfahren genannt.

Oft ist die Ursache aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden. Dann ist in der Regel eine Erneuerung der Horizontalsperre im Mauerwerk notwendig. Sie hindert die Bodenfeuchtigkeit, in die Wände vorzudringen. Gerade in Altbauten ist die Horizontalsperre allerdings oft undicht oder fehlt gänzlich.  


Sanierputz selbst auftragen

Bei weniger stark durchfeuchtetem Mauerwerk lässt sich zur Abdichtung auch Sanierputz verwenden. Den Sanierputz kann man mit etwas handwerklichem Geschick selbst auftragen:

  • Zunächst etwaigen Schimmel entfernen und den Putz im Umkreis von mindestens 20 Zentimeter um die feuchte Stelle abschlagen.
  • Bei mehreren feuchten Stellen den Putz großflächig entfernen.
  • Anschließend den neuen Putz auftragen. Dabei darauf achten, dass man Sanierputz verwendet, der von der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung) zertifiziert ist. Ein solcher Putz ist feuchtigkeitsabweisend nach außen und gleichzeitig diffusionsoffen, sodass noch vorhandene Feuchtigkeit aus der Wand entweichen kann.

Wichtig: Vertrauen Sie bei der Auswahl des Trockenverfahrens dem Urteil eines Fachmanns, der Ihnen nach einer Analyse der Bausubstanz das richtige Vorgehen gegen feuchte Wände nennen kann.

Gerade wenn umfangreichere Sanierungsmaßnahmen anstehen, sollten Sie die Finanzierung verlässlich planen. Lassen Sie sich hierzu ausführlich beraten und vereinbaren Sie einen Termin mit einem Schwäbisch-Hall-Experten.

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