Vakuumdämmung: flach und effektiv

  • Funktionsweise
  • Einsatzmöglichkeiten
  • Was zu beachten ist

Gebäude lassen sich mit einer Vakuumdämmung besonders gut dämmen – bei geringer Dicke des Dämmmaterials. Wie Vakuumdämmung funktioniert, mit welchen Kosten Sie rechnen können und wo sich der Einsatz lohnt, erfahren Sie hier.

Das Prinzip der Vakuumdämmung

Wenn Sie Ihr Haus modernisieren, steht oft die Frage nach einer geeigneten Wärmedämmung an.

Denn bei konventionellen Dämmmaterialien ist oft ihre Dicke ein Problem. Je nach Bauordnung, Einsatzbereich (Keller, Fassade oder Dach) und gewünschtem Dämmeffekt können die Materialien bis zu 20 Zentimeter dick sein.

Deutlich dünner sind hocheffiziente Vakuum-Isolationspaneele (VIP), die bei der Vakuumdämmung verwendet werden. Sie sind nur zwischen drei und fünf Zentimetern dick. Diese Paneele haben zwischen den Außenplatten einen Kern aus Mineralfasern, der in einem Vakuum in Metallfolie eingeschweißt wird. Daher haben sie sehr gute Dämmeigenschaften.


Dämmwirkung einer Vakuumdämmung

Die Dämmwirkung eines Dämmstoffs wird mit dem sogenannten U-Wert gekennzeichnet. Er gibt die Wärmeleitfähigkeit an und wird in W/mK angegeben. Je niedriger er ist, desto besser:

  • Vakuumpaneele haben hervorragende Werte um 0,007 W/mK.
  • Herkömmliche Dämmstoffe wie Mineralfaser oder Schaumstoff kommen dagegen nur auf Werte zwischen 0,019 und 0,075 W/mK.
Die Werte müssen auf der Packung oder dem Lieferschein angegeben sein. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) ermittelt sie im Rahmen der Zulassung.

Vakuumdämmung: der Preis

Vakuumdämmung hat ihren Preis. Wenn Sie Ihre Modernisierungs- oder Renovierungskosten berechnen, können Sie als Faustregel für eine Innendämmung rund 100 Euro pro Quadratmeter einrechnen.

Das ist gut zwei- bis dreimal teurer als eine herkömmliche Dämmung. Den konkreten Preis einer Vakuumdämmung sollten Sie bei einem Fachmann in Erfahrung bringen.

Wenn Sie Fragen zu Fördermöglichkeiten, zur Finanzierung oder zu Modernisierungskrediten haben, hilft Ihnen Ihr Heimatexperte gerne weiter.

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Vakuumdämmung: die verschiedenen Dämmplatten

Die Standardelemente für die Vakuumdämmung besitzen einen Dämmkern mit Vliesumhüllung, eine mehrschichtige Holzbarrierefolie und eine Unter- sowie eine Oberplatte. Diese Außenplatten werden von den Herstellern in verschiedenen Ausführungen angeboten.

Je nach Einsatzbereich und optischen Vorlieben können die Platten unter anderem aus diesen Materialien gefertigt sein:

  • Sperrholz
  • PVC
  • Aluminiumblech
  • HDF/MDF
  • Kunststoffen wie XPS, PUR, EPS oder GFK

Beschädigungen des Vakuumdämmkerns vermeiden

Die Elemente besitzen Ränder aus Kunststoff zum Anpassen und Befestigen. Beachten Sie dabei:

  • Der Vakuumdämmkern darf keinesfalls durch Zuschneiden oder Schrauben beschädigt werden.
  • Beim versehentlichen Anschneiden einer Vakuumdämmung geht die Vakuumisolierung verloren. In der Folge sinkt die Dämmwirkung stark ab.
  • Auch wenn man die Anpassränder so schmal wie möglich hält, bilden sie Wärmebrücken. Diese verschlechtern die gute Dämmwirkung von VIP-Elementen.
Um das zu verhindern, haben sich Hersteller verschiedene Systeme ausgedacht: Lock Plates von Saint-Gobain Weber setzt etwa auf eine überlappende Verlegetechnik mit zwei Schichten von VIP-Elementen. Va-Q-Tec bietet Elemente mit einer patentierten Folienfalttechnik am Rand an, um Fugen zu minimieren.

Vakuumdämmung – wo bietet sie sich an?

Wegen der höheren Kosten kommt Vakuumdämmung meist nur dann zum Einsatz, wenn kleinere Flächen gedämmt werden sollen oder wenig Platz zur Verfügung steht:

  • Bei der Innendämmung für Teilbereiche wie das Mauerwerk rund um Fenster (Laibungen) oder Heizkörpernischen.
  • Bei niedrigen Kellerdecken, um den Vorteil der geringen Dicke voll auszunutzen.
  • Bei denkmalgeschützten Häusern, bei denen nur eine platzsparende Innendämmung möglich ist.
Wenn man VIP-Elemente für ganze Wände oder eine Fassadendämmung nutzt, bilden sich durch die Standardmaße immer Restflächen an den Rändern, die mit herkömmlichem Dämmmaterial gefüllt werden müssen. Es entstehen Wärmebrücken.
 
Um das zu verhindern, können diese Bereiche mit maßgefertigten VIP-Elementen verkleidet werden, die aber die Kosten deutlich erhöhen.

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