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Moderner Holzanbau

Zwei in einem: Das Siedlungshaus von Familie Wollenberg in Hameln ist um einen modernen Holzanbau erweitert worden.


Der moderne Holzanbau

Wohnhaus von Wiebke und Hans-Martin Wollenberg in Hameln
Für den Anbau musste nur ein kleiner Teil des Gartens geopfert werden. (Quelle: Udo Geisler)

"Das ist das Haus vom Nikolaus"- viele kennen das Rätsel, bei dem man ein einfaches Haus (Quadrat plus Dach) in einem Zug zeichnen muss. Von seiner Form her erinnert es an die schlichten Siedlungshäuser, die in den 1950er-Jahren im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Krieg errichtet wurden – meist ohne Wärmedämmung, aber dafür mit eigenem Garten und in der Regel mit 95 bis 130 Quadratmetern Wohnfläche. Meist lässt sich diese durch einen modernen Anbau mit überschaubarem Aufwand erweitern.


Modernisierung und Wohnraumerweiterung

In genau so ein Nikolaushäuschen verliebten sich Wiebke und Hans-Martin Wollenberg, die für sich und ihre Kinder Hendrik und Svea ein Zuhause in Hameln suchten. "Es sollte etwas mit Garten sein und stadtnah zugleich", sagt der Psychiater Wollenberg, "ein Neubaugebiet kam nicht infrage, weil das für uns nicht zentral genug gewesen wäre." Und das kleine Siedlungshaus aus dem Jahr 1954, das sehr zentral am Rande der historischen Altstadt liegt, war ihnen aufgefallen, als sie aus beruflichen Gründen von Berlin nach Hameln gekommen waren und zunächst ein anderes Haus gemietet hatten. Im Sommer 2005 kauften sie dann das Siedlungshaus mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche. Der mittlerweile über 90-jährigen Vorbesitzerin, die Hans-Martin Wollenberg liebevoll "Oma Ludwig" nennt, war es einfach zu groß geworden.

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Mit der Modernisierung und der Wohnraumerweiterung beauftragten die Wollenbergs den Architekten Frank Fiebich. Für Fiebich war schon nach der ersten Begutachtung klar: "Das schöne Gartengrundstück sollte nicht zerschnitten werden, was bei einer Hausverlängerung aber der Fall gewesen wäre." Zudem sollte der Charakter des Siedlungshauses aus Respekt vor dem Alten erhalten bleiben.

Anbau mit offener Galerie

Wohnhaus von Wiebke und Hans-Martin Wollenberg in Hameln. Der Altbau wurde umgebaut und durch einen Anbau erg nzt. 
Fotos: Udo Geisler
www.udo-geisler.de
Das Wohnhaus mit zweigeschossigen Anbau. (Quelle: Udo Geisler)

Also entwarf Fiebich als Kontrast zum alten Haus einen neuen, zweigeschossigen Anbau mit Lärchenholzkleid zur Straßenseite hin. Dabei war die Größe durch die Kelleraußentreppe und die Grundstücksgrenze bereits vorgegeben. Den Hauseingang versetzte Fiebich in die neue Mitte der Bauten. "Das war wirklich Millimeterarbeit", erinnert er sich - schließlich mussten auf geringstem Raum das Gäste-WC, die Zugangstür zum Siedlungshaus und das darüberliegende Bad untergebracht werden. Letzteres erhielt eine höhere Decke, die von außen als rotes Element am Dach auffällt.

Im verglasten Übergang liegt die Galerie. Über eine Brücke erreicht man von dort den 45 Quadratmeter Wohnfläche umfassende Anbau. Hendriks Zimmer und das Arbeitszimmer seiner Mutter Wiebke, die als Physik- und Mathematiklehrerin tätig ist, befinden sich nun im neuen Gebäudeteil. Die neue Verbindung mit der offenen Galerie ist für die Wollenbergs ein Lichtspender und sie bildet die neue Hausmitte. "Hier verschmilzt Altes mit Neuem", sagt Hans-Martin Wollenberg.


Gelungene Neugestaltung

Das Alte, also das Siedlungshaus, erfuhr aber ebenfalls eine Rundumerneuerung: Der teils um 20 Zentimeter abgesackte, schiefe Boden wurde durch eine Kreuzlattung mit Zellulosefüllung begradigt und mit einem massiven Dielenboden gekrönt. Die alten Fenster machten Platz für neue und das Dach erhielt eine 30 Zentimeter dicke Dämmung. Durch die energetische Sanierung inklusive des Einbaus einer Wärmepumpe mit Erdsonden erreicht das Haus KfW-60-Niveau. Kosten für Sanierung und Neubau: 193.000 Euro.

Der Spitzboden über dem Schlafzimmer dient dem Ehepaar als Rückzugsraum. "Wenn ich mal meine Ruhe haben will, kann ich hier lesen, Musik hören oder einfach den Ausblick über Hameln genießen", so der Familienvater. Oma Ludwig hat sich das Haus schon angeschaut. "Ihr fehlte der alte Erker ein bisschen, sonst fand sie die Neugestaltung sehr gelungen", sagt der Bauherr. Omas Gartenteich gibt es aber noch. Ihre Urenkel sind schon mal vorbeigekommen, um die Fische zu füttern.

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